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Save me

GeschichteAllgemein / P16
16.06.2020
16.08.2020
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04.08.2020 838
 
Carlisle holte mich am nächsten Morgen überpünktlich, wie zugesagt, ab.
Er erzählte mir, er habe am Vortag mit Jacob über mein Auto gesprochen, der wohl eine kleine Autowerkstatt habe.
Ich sollte ihm einfach bescheid geben und er würde Jacob bitten, es zu reparieren.

Da dies wohl am einfachsten war, nahm ich sein Angebot, schon wieder, dankend an.

Und auch die nächsten Tage bot Carlisle mir immer wieder an, mich zu fahren.

2- Mal schlug ich sein Angebot freundlich aus, da ich  nach der Arbeit  noch einige Besorgungen machen musste.

Doch am dritten Tag in Folge, konnte ich sein Angebot nicht schon wieder ausschlagen. Dabei wirkte er nie aufdringlich, sondern aufrichtig freundlich und auch ansonsten schien er stehts seine Mitmenschen gern gut umsorgt zu wissen.

Das konnte ich, die letzten 2 Abreitstage, besonders im Umgang mit  seinen Patienten erleben. Er war stehts ruhig, hörte ihnen genau zu und vermittelte den Patienten wohl stehts ein gut aufgehobenes Gefühl. Alle seine Patienten äußerten größte Zufriedenheit mit seinen Behandlungen.

Carlisle wartete also bereits, wie abgesprochen nach einer Spätschicht, auf mich an seinem Wagen.

Er lächelte freundlich, als ich den Wagen erreichte und wir stiegen gemeinsam ein.

Doch anstatt gleich den Wagen zu starten, so wie er es das letzte mal tat. Saß er einen Moment, einfach nur still dort.
Ich wollte ihn bereits fragen, ob es ihm nicht gut ginge, doch dazu kam ich nicht.

,, Jenna, ich weiß es ist vielleicht etwas unpäßlich aber...darf ich sie zum Essen einladen?"

Meine Augenbrauen schossen in die Höhe. Ich hatte wohl mit allem gerechnent, bloß nicht damit.

,, Ich...also... jetzt?" Brachte ich nur unter stottern raus, da ich ein wenig überfordert war. War das etwa nun eine Einladung zu einem...Date? Oder überinterpretierte ich viel zu viel in seine Frage hinein? Vielleicht meinte er ja auch nur ein nettes Essen mit seiner Familie, da Renesmee mich wohl mochte...

,, Entschuldige, ich wollte nicht..."

,, Nein! Schon gut, ich würde mich freuen" unterbrach ich ihn, als er seine Einladung ,wohl unangenehm berrührt, bereits wieder zurück nehmen wollte.
Meine Eltern hatten mir stehts beigebracht, dass es äußerst unfreundlich war, eine Einladung dieser Art, auszuschlagen.

Doch ich wurde wieder überrascht, als Carlisle nach einigen Minuten fahrt auf den Parkplatz eines süßen kleinen- und doch sündhaft teuren- Restaurants zum stehen kam.
Nachdem uns eine der Bedienungen zu einem kleinen Tisch in einer  niesche des Restaurants bugsierte, fiel es mir doch wie Schuppen von den Augen.

Es würde niemand anderes der Cullen- Familie kommen.

Nachdem wir jeder ein Getränk hatten und noch auf unsere Speisen warteten, herrschte kurzes schweigen. Ich musterte  Carlisle einen Moment und er tat es mir gleich, wobei seine Lippen stehts dieses vorsichtige, sanfte Lächeln zierte.

,, Carlisle, sag mir bitte, wie darf ich diese Einladung verstehen? Bitte versteh mich nicht falsch, ich freue mich aber..." bevor ich meinen Satz beenden konnte, stellte die Kellnerin unsere Speisen hin und ich verstummte.

Doch nachdem sich die Kellnerin zurückgezogen hatte, ergriff Carlisle gleich das Wort.

,, Ich würde  dich gern kennenlernen, Jenna. Ich bin sicher der Schwesterntratsch hat  dich bereits erreicht, also solltest du wissen, dass ich sonst  keine Arbeitskolleginnen zum Essen einlade."

Es stimmte. Der Schwesterntratsch hatte auch mich nicht verschohnt und ich wusste bereits, dass Dr. Cullen wohl der begehrteste Witwer in ganz Forks und Umgebung war.

Kurz musste ich lächeln bei dem Gedanken daran, dass dies wohl als eine Art Date zu betrachten war.

,,Nein, die Schwestern haben mich tatsächlich bereits bestens ins Bilde gesetzt." Gestand ich mit einem aufrichtigen  Lachen.

Nachdem wir aufgegessen hatten, unsere Getränke aber noch nicht ganz leer waren, begannen wir uns etwas mehr zu unterhalten.  Belangloses, genau das, was man sich bei einem ersten Date vorstellte.

Kurz sprachen wir über unseren Weg zu unserer Berufsbestimmung, wo wir ursprünglich herkamen und tatsächlich redeten wir auch ein wenig über unsere Familien.  Seit Gefühlt einer Ewigkeit hatte ich nicht mehr über meine Familie gesprochen. Doch Carlisle brachte mich dazu, mich so entspannt und wohl zu fühlen, dass ich auch über diese sprechen konnte, ohne in meiner Trauer zu versinken.

Der Abend war wirklich sehr schön und seit langem hatte ich  nicht mehr so viel gelächelt und gelacht. Es tat gut. Und auch Carlisle lächelte viel.
Nicht dieses zurückhaltend freundliche Lächeln, wie bei seinen Patienten. Sondern ein offenes, schönes Lächeln, glaubte ich zu sehen.

Spät verließen wir das Lokal und er brachte mich Nachhause. Wir verabschiedeten uns beide lächelnd voneinander und kurz darauf betrat ich mein kleines Häusschen.

Trotz das es bereits so spät war, dauerte es noch lange, bis ich in den Schlaf fand. Es war nicht schlimm, denn ich hatte am Freitag frei und es stand lediglich das treffen mit Renesmee an, das ich beinahe vergessen hätte. Ich hoffte bloß, sie würde es mir nicht übel nehmen. Schließlich war Carlisle ihr Onkel, mit dem ich zum Essen aus war.

Doch auch zum ersten mal seit Monaten, Jahren, fand ich einen wirklich erholsamen und ruhige  schlaf.
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