Die Weltenspringerin

von Ellen11
CrossoverAbenteuer, Fantasy / P12
16.06.2020
30.06.2020
4
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30.06.2020 788
 
20.6.2004
Den ganzen Tag hatte ich Schwertkampf geübt. Ducken, stechen und ohne Gnade zuschlagen, dass hat mir diese Frau gezeigt. Ich mag sie nicht, kleines Buch. Sie ist nicht freundlich. Ich wollte Wasser trinken, aber ich hielt die Klappe. So was war schwach. Und schwache Menschen wollten sie hier nicht.
Am liebsten würde ich zusammenbrechen und winseln und von hier abhauen. Aber es war mein einziges zu Hause. Seit Mama.
Das ist schon zwei Jahr her.
Und wenn ich dann am Abend fertig bin mit trainieren, gehe ich in die Bibliothek. Ich mag die Bibliothek. Sie ist beruhigend und schön. Meistens bleibe ich bis Mitternacht. Dort hatte ich sogar Jemanden angetroffen. Sie ist wie ich. Aber viel älter. Vielleicht zwölf.
Wir reden nicht viel, aber das haben wir nicht nötig. Sie teilt manchmal ein Apfel mit mir, wenn sie eines fand. Das war sehr nett. Und das einzige gute, an diesen Ort. Aber eines Tages da verschwand sie. Und kam nie wieder. Und ab da an, beschloss ich nie wieder ein Freund zu haben. Sie brechen einem nur das Herz. Mein einziger Freund bist du, kleines Buch. Und es ist furchtbar das es so bleiben wird.

***

Ich war nicht tot. Soll das ein gutes Zeichen sein? Ich fürchte nicht. Mein Kopf brummte als wäre mein Kopf von einer Herde Elefanten zertrampelt worden. Und mein Knöchel war noch schlimmer.

Aber dennoch versuchte ich meine Augen zu öffnen. Noch nie habe ich so gescheitert. Ich versuchte zu verstehen was in meiner Umgebung passierte. Ich fühlte die feuchte Erde auf dem ich lag. Und der Schatten eines Menschen, der genau vor mir war.

Ich begann mich etwas anzuspannen. Ich musste versuchen herauszufinden wer er war. Ein Feind oder eine Freund? Ich wusste es nicht. Denn das einzige was ich sah war nichts als Dunkelheit! Verdammt!

Und dann spürte ich wie die Person mir näher kam. Seinen Atem spürte ich buchstäblich. Mein gutes Gehör war eingeschaltet. Aber manchmal konnte es auch einschlafen.

Ich spürte wie er immer und immer näher kam. Ich musste etwas tun!

Abrupt öffnete ich meine Augen und mein Körper schoss nach oben. Grell weisses Sonnenlicht durchflutet mich.

Hektisch sehe ich nach vorne. Ein Mann sieht mich überrascht an. Er hat einen dunklen Mantel, der sogar der Nacht Konkurrenz machen konnte. Er hat schwarze Augen und dunkles Haar. Seine Lieblingsfarbe ist schwarz! Gut beobachtet!

Ich hüpfe auf und ziehe mein Messer aus meiner Socke, die ich immer bei mir trage, für Notfälle. Ich halte das Messer an seine Kehle.

"Feind oder Freund?", knurre ich ihn bedrohlich an. Das ist meine wichtigste Frage. Es ist praktisch; Ich erkenne immer wer lügt.

Er hob seine Hände, wahrscheinlich überrascht was ich in Sekundenschnelle getan habe. Ich ignoriere meine Schmerzen, die sogar jetzt nicht so furchtbar sind, wie ich anfangs dachte.

"Beruhige dich", sprach er in einem freundlichen Ton. Während er seine Hände runter nimmt, bemerke ich einen Ring an seinen Finger. Vielleicht kam da ein Netzt raus? Ein Hinterhalt? Oder vielleicht kam ein Spinnennetz raus, wie der von Spiderman! Dieser Gedanke verstricht, aber schnell als ich bemerke, wie bescheuert meine Gedanken sind.

"Wer bist du?", frage ich dann etwas freundlicher. Das Messer nehme ich runter, aber immer noch halte ich sie fest in der Hand, bis meine Knöchel weiss werden.

"Bryan Thomson", sagt er und hilt mir die Hand hin, "Und du?"

Misstrauisch sah ich seine Hand an. Lange überlege ich nichts zu tun, ergreife ihn aber.

"Grace", sage ich "Nur Grace."

Er nickt. "Nun meine Liebe, könnte ich dich fragen, was du hier tust?"

Lange überlege ich was ich sagen soll. Soll ich ihm überhaupt trauen?

"Nur wenn sie mir sagen, was sie hier tun Mr. Thomson?", meine ich und lächle selber für meine Intelligenz.

Er legt seinen Kopf schief. "Nun gut.", lächelt er schwach, "Ich bin ein Sammler."

Lange sage ich gar nichts. Und dann sage ich zwischen allen den Fragen die dümmste: "Du bist ein Pilzensammler? Oder ein Briefmarkensammler?"

Er fängt an zu lachen. "Nein ich bin ein -" fängt Mr. Thomson an. Aber ich weiss das er diesen Satz nicht aussprechen kann. Es ist ein Geheimnis ruft mich etwas ins Gedächtnis. Und man darf nicht mit Dingen spielen die man nicht kennt.

Und genau in diesem Augenblick wird mir schwarz vor Augen. Ich komme in einem Universum. Aber eins ist klar: Es ist nicht das letzte Mal das ich Mr. Sammler getroffen habe.

***

Hallo Erdlinge!
Es tut mir wirklich leid für den kleinen Kapitel. Und noch etwas: Der Sammler gehört nicht mir!
Was denkt ihr, in welches Universum kommt Grace?
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