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Offenbarung

von Kathy905
KurzgeschichteAllgemein / P12
14.06.2020
14.06.2020
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Man hörte das Rumpeln bevor er mit seinem Auto vor dem Haus einer 3 Köpfigen Familie stehen blieb.

Er, er war ein älterer Mann mit Kinn langen, grauen Harren. Die Autotür zuknallend stieg er aus dem Auto. Eine junge Frau mit kurzen blonden Haaren lief ihm von der Haustür aus entgegen.

"Cara was soll die verdammte scheiß!" Er stapfte an ihr vorbei, wobei er ihr einen Zettel in die Hand drückte. Sein Weg führte direkt in die Küche, wo die kleine Tochter und der Vater der Familie am Küchentresen saßen. Cara folgte ihm, wärend sie den Zettel lass. "Was ist los Cara, warum ist Onkel Hank so sauer?" Fragte die kleine Tochter ihre Mutter. Hank hatte sich hingegen auf die Suche nach Betäubung gemacht. Der Vater nahm ihn immer wieder die Flasche ab die er, als nicht Alkohol davon schmeißen wollte. Es waren größten Teils Androiden-Essen, Essig, Öl und selbstgemachtes Putzmittel. Die letzte Flasche ließ er ihm aber. Es war Milch. Hank merkte vor lauter angestauter Wut gar nicht das, dass kein Alkohol war.

"Alice geh doch bitte mit Luther raus. Ich und Hank müssen etwas besprechen." Alice blickte ihre Mutter leicht verwundert annahm, aber die Jacke, die ihr Vater ihr reichte und folgte ihrem Vater nach draußen in den Garten.

Hank stellte die nun leere Milchflasche auf den Küchentresen.
"Wie kann dieses verlogene Ballg es wagen?"
Cara ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und setzte sich ihn gegenüber auf an Küchentresen.
"Irgendwie war es abzuwarten das so etwas passiert. Ihm viel das meiste ja um Längen schwerer und du warst seine erste Bezugsperson. Und seine Fortschritte in der eigenen Gefühls Erkennung sind erstaunlich, auch wenn er schlechter in dem wurde wie anderer bzw. deine Gefühle richtig zu identifizieren."
Analysieren betrachte sie das von Kaffee vergilbte Papier. Hank wanderte derweil durch die Küche. "Dann soll er es mir ins Gesicht sagen, verdammt!" Er donnerte mit sein Fuß gegen einen der Stühle, der geräuschvoll umkippte.
Caras Blick wanderte nach draußen, wo Luther der Vater sie fragend ansah. Sie winkte ab und wand sich wieder Hank zu.
"Seine emotionale Instabilität macht ihn jetzt unberechenbar. Also beruhigen dich bitte."

Der Leutnant ließ sich schnaubend auf einen der Stühle sinken. "Wäre ich ein paar Jahre jünger würde ich das ganze ja verstehen. Aber nun bin ich alt, also du Plastikstreberin, hau raus.

Er klingt wie immer, wie schließt du da eine emotionale Instabilität heraus, außer aus den Worten selbst."
Sie schob ihm mit zwei Fingern den Zettel hin. "Wir Androiden besitzen eine Perfektion, die wir kaum abstellen können, bzw. wollen. Und hier sind die Buchstaben vereinzelt typisch perfekt. Sie sind krakelig und haben verschiedene Größen im Vergleich zueinander." Säuerlich seufzend ließ sich Hank, Cara gegenüber auf einen Stuhl sinken. "Okay aber wieso auf einmal jetzt?" Cara beobachtete wie Luther und Alice draußen das Laub zusammen schoben und witzelte. "Vielleicht liegt es daran, dass es jetzt genau zwei Jahre her ist, das ihr euch kennengelernt habt."

Hank blickte auf und zum ersten Mal seit er Cara kannte, sah er etwas wie eine mütterliche Fürsorge für ihn und Connor ausstrahlen. Ihr sanftmütiges Lächeln ging hinauf bis zu ihren Augen.

Es machte ihn schon fast wieder argwöhnisch was sie wohl vorhatte. "Okay ich gehe ihn dann mal nach ihm suchen. Und hör bitte auf so gequirlte, kitschige scheiße zu reden." Er stand auf und wollte schon weiter stampfen, da verfing sich Caras Hand an seinem Arm. "Wie sieht es mit dir aus?" Erst verwundert, dann fragend riss er sich von ihr los.
"Das geht dich ja wohl gar nichts an." Er lief zurück zu seinem Auto wo Sumo, der große Bernersennenhund, ihn mit treuen Augen erwartete. Er fuhr mit quietschenden Reifen und ausschlagendem Heck davon. Cara beobachtete des noch, Wand sich dann aber ihrer Familie zu.

Das Auto fuhr in rasender Geschwindigkeit die Straße entlang. Sie fuhren zu einer Villa, vor der Sumo schon aus dem Autofenster sprang, bevor Hank ausgestiegen war. Er rafte den Kragen seiner Jacke, es war nach seinem Geschmack schon viel zu kühl um es noch Herbst nennen zu können.

Sumo saß vor der Tür der Villa und sah Hank schwanzwedelnd an. "Ja, guter Junge. Jetzt holen wir ihn nach Hause." Er drückte auf die Klingel und hörte, wie hinter der Tür die Melodie hallte. Markus ein weiterer Androide öffnete die Tür. Sumo quetschte sich direkt an ihm vorbei durch die Tür und bellte fröhlich. Hank schob sich, ohne Markus groß zu beachten an ihm vorbei, der die Tür wieder schloss.
"Hank alter Kumpel, schön dich zu sehen." Carl rollte ihm entgegen und lächelte seinen Freund von seinem Rollstuhl aus an. "Jaja genug der Nettigkeiten. Wo ist er?" Er lief an Carl vorbei direkt ins Wohnzimmer. "Wenn meinst du Hank?" Fragte er, wobei ihm direkt in die Augen sah. Wodurch Hank eine Welle der Wut durchfuhr. "Wen wohl, das weist du genau. Conner dieses elendige Stück Plastik." Er suchte den Raum nach Sumo ab, den er nicht finden konnte.
Er hörte ein Rumpel und folgte dem Geräusch ins Atelier.

Dort hatte Sumo gefunden was sie beide suchten.

Conner lag am Boden mit Sumo auf der Brust. Der ihn erfreut anbellte und ihm immer wieder das Gesicht ableckte. "Sumo beiseite." Erklang Hanks stimmte, die Harsch durch den Raum schnitt. Wütend stapfte er auf Conner zu der nun befreit von Sumo anfing sich aufzurichten. Sumo betrachtete das Schauspiel brav von seinem Platz aus.

Connor rutschte bei Hank näher kommen immer näher an die Wand. Konnte aber Hank so nicht entgehen, dieser packte ihm am Kragen und zog ihn hoch. „Wie konntest du es wagen einfach so zu verschwinden, du verdammte Tupperdose. Verdammt noch mal." Er zog Connor in seine Arme, Conner selbst war zu sehr überfordert mit dem das er nichts erwidern konnte. Einzig und alleine Tränen quollen aus seinen Augen und benetzten Hanks Schulter. „Komm wir gehen nach Hause." Hank löste sich von Connor einzig alleine ihre Hände als Verbindung. „Ich kann nicht zurück, Hank."

Ein Schlucken imitierend, trat er zurück und ließ somit seine Hand aus Hanks gleiten. „Wieso verdammt nicht?" Der alte Mann trat wieder auf ihn zu versuchte nach ihm zu greifen, doch der Android wich ihm aus. „Ich kann diese Gefühle nicht ertragen, wenn ich bei dir bin. Es fühlt sich an, als würde alles bersten, wenn du mich so anschaust." In beider Augen blitzten Gefühle der Trauer auf. Etwas stand zwischen ihnen was keiner von ihnen so genau zu sagen vermochte. Seine faltigen Hände zu Fäusten ballend schnaubte Hank kurz auf, nur um seine Hände dann locker hängen zu lassen.

„Da ich es bin der dir etwas falsch vermittelt hat und ich immer hin der ältere von uns beiden bin, muss ich mich wohl entschuldigen. Lass uns das bitte klären, aber nicht hier. Zu Hause können wir das besser klären. Also bitte komm mit mir. Sumo vermisst dich und nicht nur er. Ich vermisse dich auch. Verdammt, wie ich dieses Gefühls duselei hasse." Schnauben hielt Hank ihm seine Hand hin, die Connor zögerlich ergriff. Ihm war nicht wirklich wohl dabei. Sumo folgte Schwanz wedelnd den beiden zum Auto, wo sich die beiden kurz zum Abschied, umdrehten. Die Fahrt war erfüllt von einem schweigen, einzig allein Sumos hecheln erfüllte das Auto.

Vor dem Haus angekommen stiegen alle drei aus. Hank stapfte voran, bis er bemerkte wie der jüngere zögernd vorm Garten Tor stand. Schweigend ging er zurück und ergriff seine Hand. Ihn leicht hinter sich herziehend gingen sie ins Haus.
„Wieso hast du mich zurückgeholt?" Brach Conner sein schweigen, diese Frage brannte sich regelrecht in seine Platinen. Schnaufend ließ sich Hank auf die Couch sinken, wo er tief einatmend alle viere von sich streckte. Sumo platzierte sich neben ihn. Hank streichelte Sumo überlegend was er erwidern könnte. „Ich weiß nicht, warum ich so lange so getan hatte, als würde es mich nicht kümmern. Aber ich habe es zu spät realisiert. Viel zu spät."

Connor kam einen Arm um sich legen ein paar schritte näher. „Was genau meinst du damit?" Tief einatmend faltet Hank seine Hände und fixierte seinen Blick auf einen imaginären Punkt. „Ich war es einfach nicht mehr gewöhnt in solch einer Beziehung zu sein. Es tut mir leid, dass ich mich dir so gegenüber verhalten habe als wärst du er. Ein Ersatz für ihn, aber du bist mehr. Du bedeutest mir mehr als er aber in einem anderen Sinne. Deine alleinige Gegenwart macht mich glücklich auch wenn ich das nicht immer so zeige. Du halfst mir so oft diesen Marathon des Lebens zu ertragen. Und obwohl ich glaubte, das dein Dasein einfacher ist, brauchte ich viel zu lange um zu verstehen, was du alles für mich auf dich nimmst. Verzeihe mir meine Dummheit. Ich habe so viel von meiner durchaus begrenzten Zeit verschwendet, dabei schenktest du mir so viel von deiner kleinen Ewigkeit. Nun wo fast alles gesagt ist hoffe ich, das das du mir deine Zeit weiter so freiwillig zur Verfügung stelltest." Erwartend hob seinen Kopf und blickte den erblauten Androiden an, dessen Tränen ihm schon von der Nase tropften. „Connor, was hast du denn?" Hastig stand Hank auf, wodurch Connor nur zurückwich, was ihm zum Stoppen brachte.

„Ich würde so gerne Hank aber ich kann diese Gefühle, wenn ich in deiner Nähe bin einfach nicht ertragen. Es fühlt sich an, als würde ich zerreißen wenn, du gehst." Rasselnd holte Connor Luft und presste seine Arme an seine eigne Brust.
"Doch es ist auch da, wenn du mit anderen redest und sie anlächelst. Ich kann das nicht ertragen das anzusehen und mit den Gedanken, das du dich irgendwann mal in einen Menschen verlieben könntest, am liebsten würde ich meine Speicher verbrennen."

Trotz Connors zurück weichen packte sich der ältere ihn und zog ihn an seine Brust. Das laute wummern des schlagenden Herzen des älteren brachte Connors Atmung zum Stocken.
„Dabei sagte man doch immer ihr Androiden seit schlauer als wir. Connor bitte schau mich an." Zögernd hob Connor den Blick, die Tränen hatten leicht blaue spuren auf seiner Haut hinterlassen.
„Ich liebe dich.
Ich will niemand anderes an deiner Seite sehen als mich und Sumo."
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