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Der Weg zum Glück?

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Anastasia Steele Christian Grey
14.06.2020
29.11.2020
42
170.025
36
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Dieses Kapitel
1 Review
 
 
14.06.2020 3.565
 
Hey Leute, ich hatte eine Geschichte im Kopf und dachte ich schreibe sie vll mal auf. Ich hoffe wirklich sie gefällt euch.

Seid bitte nicht zu hart es ist das erste Mal, dass ich überhaupt eine Geschichte schreibe.

Alle Charaktere gehören natürlich E.L. James!

-> ÜBERARBEITETES KAPITEL

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Kapitel 1:

Ana POV:

Wenn ich gewusst hätte wie alles endete, hätte ich an diesem Abend niemals so viel getrunken. Wer hätte aber auch das von mir gedacht? Niemand! Nicht mal ich.
Wenn ich ehrlich zu mir selbst war, würde ich mir eingestehen nichts ändern zu wollen. Ich war an einem Punkt angelangt, an dem mir alles egal war und für mich nur noch eines wichtig war.


Alles begann ein paar Stunden zuvor und endete in einem überfüllten Club, in dem wir glücklicherweise den VIP- Bereich gemietet hatten. Ich war noch nie zuvor hier und schwor mir auch nie mehr ein Fuß über die Schwelle zu setzen. Heute war ein absoluter Ausnahmezustand in jeglicher Hinsicht. Auch nicht um irgendetwas mit Kate zu unternehmen würde ich das nochmal auf mich nehmen.

Diese ließ sich gerade mit Schwung neben mich auf die unbequeme Couch fallen.

„Annie machst du schon schlapp?“, lachte sie und drückte mich an sie. Im Gegensatz zu mir sah sie immer noch umwerfend aus mit ihrer rotblonden Mähne und strahlend grünen Augen. Kate war seit dem College meine beste Freundin und würde in 2 Wochen heiraten. Damit ihrer perfekten Hochzeit nichts im Wege stand, wollte sie den Junggesellenabschied nicht am Vorabend, sondern heute.
Alles war perfekt durchgeplant, jedes Wochenende bis zum großen Tag.

Aber heute war mit Abstand der anstrengendste. Zumindest für mich. Ich hatte alles organisiert und versuchte die perfekte Trauzeugin zu sein. Nur war ich für diesen Tag einfach nicht gemacht. Feiern und Alkohol war nicht mein Ding.

Ich hatte außerdem noch nie verstanden was an einem Junggesellenabschieden so toll sein sollte. Wenn man heiratete musste man doch nicht noch einmal dieses Junggesellen-Ding abziehen, feiern ein letztes Mal frei zu sein, oder? Ich denke ich wollte keinen. Ich würde einfach nur mit meinem Zukünftigen die Zeit verbringen wollen. Aber naja. Mit dieser Einstellung war ich Recht alleine, vermutlich hatte ich durch das ganze Lesen eine zu romantische Vorstellung von dem Leben entwickelt.
Und so kam es auch, dass niemand wirklich meiner Vorstellung gerecht wurde. Keine Ahnung was ich überhaupt suchte. Es sollte aber etwas Besonderes sein.
Nur fand ich dies nicht. Das war einer der Gründe warum ich noch nie einen Freund hatte. Mal davon abgesehen, dass ich mich bisher zu keinem Mann richtig angezogen fühlte.

Und nun war ich hier auf dem Junggesellenabschied von Kate. Heute morgen waren wir noch in einem Spa gewesen. Dort fühlte ich mich zwar ebenfalls fehl am Platz, aber nicht so sehr wie hier und jetzt.

Kate musste natürlich bevor alles losging ein peinliches T-Shirt anziehen, dass sie eindeutig als Braut kennzeichnete und ein kleiner Schleier hatte sie ebenfalls total klischeehaft auf dem Kopf. Es gehörte laut Internetrecherche eben einfach dazu und sie sträubte sich auch nicht dagegen.
Wir liefen zuerst durch die Stadt und Kate erfüllte peinliche Aufgaben. Wir hatten Glück mit dem Wetter, es war angenehm warm und es regnete ausnahmsweise mal nicht in Seattle.

Zusammen mit Mia hatten wir uns für ein eher kontaktfreudigeres Spiel entschied. Mia würde Kates Schwägerin werden. Mit ihrer stürmischen Art und ihrer Begeisterungsfähigkeit, was sie für diese Entscheidung qualifizierter als ich.

Ich hatte die verschiedenen Aufgaben zusammengestellt und Mia stimmte den aller meisten überschwänglich zu. Dabei hatte ich mir wirklich Mühe gegeben und es schien sich gelohnt zu haben, denn alle hatten ihren Spaß.

Kate musste fremde Menschen dazu bekommen etwas für sie zu tun. Sie hatte eindeutig ein Talent dafür alles von einem zu kriegen, was sie wollte. Das Spiel war perfekt für sie.

Als Kate wieder eine neue Aufgabe bekam, waren alle schon Recht betrunken, Mia Charlotte, Danielle, Violette und sogar ich jubelten.

Einmal musste sie von jemand, beziehungsweise einen Mann, allerdings kam diese Einschränkung nicht von mir, ein Kleidungsstück besorgen. Dann waren da noch Aufgaben wie bringe einen Mann dazu dein Lieblingslied zu singen, Tango zu tanzen, jemand zu finden der den gleichen Namen trug wie der Zukünftige, das Alter auf Anhieb richtig einschätzen, ein Bier im Kopfstand trinken und viele andere.

Klar, für Kate war das einfach. Sie ging auf irgendeinen Fremden zu und schwatze ihm sogar sein Hemd ab. Ein anderer ließ sich nach nur 3 Sätzen von ihr schminken. Ich war immer wieder fasziniert von ihren Fähigkeiten. Es schien so vieles so einfach zu sein, wenn man ihr zusah. Es selbst zu tun, war allerdings etwas ganz anderes. Viele Dinge traue ich mich einfach nicht, oder mir fehlte das Talent dafür.

Das meiste bekam Kate auf Anhieb hin. Einige dauerten längere als andere, aber Kate zog immer weiter und merkte sich die vorerst gescheiterten Aufgaben, oder auch nicht. Wer wusste das mittlerweile noch.

Nur hatte Charlotte leider die Idee für jeden Versuch, den sie benötigte einen zu trinken.
Fantastisches Trinkspiel, wenn man unter ca 745.000 Menschen jemand finden musste der Elliot hieß. Wie wahrscheinlich war es, dass sie jemand finden würde!! Das Alter richtig zu raten und den Namen zu finden war mein Todesurteil.

„Hey. Halt Stopp. Du siehst aus als würdest du Elliot heißen.“, kicherte Kate und stürzte sich auf eine Gruppe Männer. Wen von ihnen sie ansprach war sicherlich keinem mehr bewusst.

Leider verneinten alle. Keinen störte es und alle fanden es witzig. Die Männer tranken mit uns die nächste Runde und ich versuchte es unauffällig wegzukippen. Aber ich wurde erwischt.

So ging es immer weiter und wegen diesem bescheuerten Trinkspiel war ich auch schon ganz schön angetrunken. Obwohl dies nicht mal mehr der passende Ausdruck war. Ich war total benebelt. Daher brauchte ich im Club gerade eine Pause und ein Wasser. Warum brachte mich Kate auch immer dazu etwas zu tun, was ich eigentlich nicht unbedingt wollte. Es war wie bei unserem Abschluss von der Uni. Sie wollte feiern und zog mich mit. Allerdings hatte ich damals nicht so viel Alkohol getrunken wie heute und hatte mich irgendwann in mein Bett verabschiedet.

Der Plan war, dass wir Elliot hier in dem Club am Ende treffen würden. Ich fand die Idee schön, dass die Beiden den Abend gemeinsam beendeten. Da kam meine romantische Ader wohl doch wieder zu sehr durch, aber ich hoffte sie würden sich freuen. Daher hatte ich Ethan geschrieben, Kates Bruder, der heute mit Elliot unterwegs war. Er sollte es irgendwie so einfädeln oder mit dem Trauzeugen reden. Ethan meinte daraufhin, dass Elliots Bruder der Trauzeuge wäre, aber er nicht die typischen Aufgaben übernehmen würde. Dazu hätte er zu viel zu tun. Kate bezeichnete ihn immer nur als reicher Schnösel, dem nichts wichtiger war als die Arbeit. Ich kannte ihn nicht, aber ich vertraute auf Kate. Wieso nahm man sich nicht mal ein wenig Zeit für seinen Bruder, man heiratete doch nur einmal in seinem Leben. War es denn so schwer? Er klang nicht gerade sympathisch von Kates Erzählungen. Ich wusste nicht mal, ob er heute Abend dabei wäre. Vermutlich eher nicht. Wenn er ja nie Zeit hatte.

Danielle setze sich ebenfalls zu uns. Kate kannte sie von ihrer Arbeit bei der Seattle Times. Als Jahrgangsbeste hatte sie gleich nach der Uni dort einen Job ergattert.

Danielle nahm den Champagner aus dem Kühler und schenkte jedem von uns ein Glas ein. Sie drückt mir eins in die Hand. Oh nein.
„Ich würde gerne etwas sagen.“, schrei sie. „Ich bin so glücklich, dass ich heute Abend hier dabei sein kann und dass wir uns kennengelernt haben. Du machst die Arbeit um so vieles besser und dein Ehrgeiz fasziniert mich immer wieder und spornt auch mich an. Ich wünschte wir hätten uns schon zuvor kennengelernt. Elliot kann sich glücklich schätzen dich als Frau zu bekommen. Also auf dich meine Liebe.“

Ich war jetzt schon dermaßen betrunken, meine Hemmschwelle sank besorgniserregend. Aber nicht nur mir scheint es so zu gehen. Danielle schien richtig rührselig zu werden, wenn sie betrunken war. Ich schaute verwirrt auf mein Glas und wusste nicht genau was ich damit tun sollte.
Ich rief übertrieben laut: „Auf Kate!“ und verschütte dabei etwas vom Inhalt meines Glases, da ich meinen Arm in die Höhe gerissen hatte.
Danach schlug ich mir auf den Mund. Was ist nur mit mir los. Alle um mich herum lachten und ich schämte mich. Also trank ich doch wenigstens einen Schluck des Champagners.

„Ana lass doch für einen Abend einfach mal los. Du hast auch mal ein wenig Spaß verdient. Sei locker und mach was du willst.“, meinte Kate und legte einen Arm um mich.

„Ich bin viel zu betrunken Kate.“, sagte ich angestrengt, um nicht durchblicken zu lassen wie es mir gerade ging. Ich griff mir nochmal mein Wasserglas und trank einen großen Schluck davon! Einen sehr großen Schluck!

„Genau darum geht es doch. Ich habe eine Idee.“, freute sie sich plötzlich und kramte in meiner Tasche herum. Das war doch meine oder nicht?
Sie zog eine Karte des Spiels heraus und las sie, schüttelte dann allerdings den Kopf. Was hatte sie nur vor. Wieder verschwand ihre Hand in meiner Tasche und als sie einen Stift gefunden hatte kicherte sie verschwörerisch: „Steele du bist dran!“
Mein Unterbewusstsein verabschiedete sich. Das wollte mit dem allem hier wohl nichts mehr zu tun haben. Das würde nicht gut gehen. Ich würde mich gleich unglaublich blamieren müssen. Wie würde ich nur da wieder rauskommen.

Sie strich schwungvoll die Aufgabe durch und schrieb eine neue, mit einem Grinsen von einem Ohr zum anderen, darauf.

„Kate, es ist doch dein Abend und dein Spiel.“, versuchte ich das Unglück noch einmal von mir abzuwenden. Aber wer konnte schon Katherine Kavanagh aufhalten? Außerdem fand ich es mittlerweile selbst ganz witzig, weshalb das alles eher halbherzig war. Bei Kate sah es doch auch total einfach aus und witzig. Ich würde das auch hinbekommen. Mein nächster Gedanke war: Was war nur mit mir los!?

„Tja und genau deswegen wirst du jetzt eine Aufgabe erfüllen und du darfst sie auch nicht ausschlagen, denn es ist doch mein Abend, den willst du mir doch nicht versauen Analein!“.
Konnte sie mich im betrunken Zustand nicht mehr mit meinem eigentlichen Namen ansprechen?

Aber ja. Ich würde mich für meine beste Freundin dann eben zum Affen machen. Kate stand auf und zog mich mit ihr hoch. Sie stellte mich mit dem Blick in Richtung Tanzfläche und hielt mich an meinen Schultern fest.

„Küsse den heißesten Mann im Club!“, schrie sie begeistert. Ich drehe mich ruckartig zu ihr herum und starre sie entgeistert an. Sie allerdings grinste frech, zog eine Augenbraue hoch und gab mir ihre handgeschriebene Karte. Mein Mund klappte auf und meine Augen wurden groß. Damit hätte ich nicht gerechnet und das würde ich auch niemals tun. Normalerweise.

„Kate komm schon.“ Okay ich war wirklich betrunken, denn auch wenn es nicht mein Ding war, schweifte mein Blick umher und suchte ein Ziel. Es passierte irgendwie ohne, dass ich eine bewusste Entscheidung getroffen hatte.

„Ha Steele, ich hab deinen Blick gesehen. Also los! Es ist deine Aufgabe und da kommst du jetzt nicht mehr raus. Du musst doch auch deinen Spaß haben.“, jubelte sie. Das könnte vielleicht ganz witzig werden. So ein kleines Abendteuer. Ein Kuss war für mich etwas Besonderes, aber ich versuchte mir gut zuzureden. ICH KONNTE DAS!

„Ein Kuss auf die Wange! Mehr kann ich nicht mal für dich tun Kate. Und ich will ihn mir selbst aussuchen. Das ist nicht verhandelbar.“ Ich zeigte mit einem Finger auf sie und versuchte streng zu bleiben. Dabei verlor ich allerdings mein Gleichgewicht und die energische Geste erzielte nicht die Wirkung, die ich beabsichtigt hatte.

Mia, Violette, Danielle und Charlotte feierten Kates Idee ebenfalls und mir kam der Gedanke für wie prüde mich hier alle eigentlich hielten. Oder war ich es tatsächlich? Vielleicht ja, woher sollte ich das denn wissen.

Ich trank mein Glas leer. Ich brauchte auf jeden Fall flüssiger Mut damit ich meine Aufgabe angehen konnte. Ein kleines Küsschen wird mich schon nicht umbringen. Kate schob mir meine Karte noch in meine Hosentasche und feuerte mich an.
Ich wollte mich auf den Weg nach unten machen, aber alle starrten mich an. Ich hatte eher gehofft sie würden mich einfach ziehen lassen.

Oh man, das war mir zu viel, zu peinlich. Ich wollte nicht auch noch beobachtet werden. „Ich.. ich.. gehe auf die Toilette. Kein Grund zur Aufregung.“
Noch ein paar Minuten könnte ich es vielleicht hinauszögern.

Ich lief also aus dem VIP- Bereich und schaute mich im Club um. Vielleicht sah ich ja jemand der sympathisch aussah und bei dem ich mir nicht ganz so schwertun würde.

Zunächst fiel mir kein Mann auf, niemand dem ich auch nur annähernd näherkommen wollte. Also machte ich mich tatsächlich auf den Weg zur Toilette.
Es dauerte eine Ewigkeit, weil das Mädchenklo natürlich überfüllt war und eine längere Schlange davorstand. Aber irgendwann hatte ich es geschafft und war wieder auf dem Weg zurück.
Als ich nun meinen Blick durch den Club wandern ließ, zog ein Mann ihn förmlich an. Ich konnte nirgendwo anders mehr hinsehen.
Selbst wenn ich momentan nur sein Profil sah, reichte es alleine aus, um mich auf der Stelle zu überzeugen. Er war groß, muskulös, gut angezogen, atemberaubend! Einfach nur heiß! Uh dieser Gedanke war für mich total merkwürdig und ich schüttelte über mich selbst den Kopf.

Ich konnte das. Nein. Konnte ich nicht. Ich atmete tief durch.

Der Alkohol gab mir den Mut, um zu ihm an die Bar zu gehen. Es musste der Alkohol sein, denn ich fühle mich wie magnetisch zu ihm hingezogen. Bevor ich mich versah stand ich auch schon hinter ihm. Sein Gesicht war mittlerweile Richtung Bar gerichtet.

Er stand einfach direkt vor mir und wartete scheinbar. Was würde ich dafür geben, wenn er auf mich warten würde. Ich ging ein weiterer Schritt auf ihn zu und stand dann neben ihm an der Bar. Allerdings sah ich nun, dass er sein Handy in der Hand hatte und seine Aufmerksamkeit leider diesem kleinen Ding galt und nicht mir. Das gab mir allerdings die Möglichkeit ihn mir genauer anzuschauen.

Er hatte ein weißes Hemd und graue Hosen an, was wirklich unglaublich sexy an ihm aussah. Ein leichter drei- Tage- Bart zeichnete sein Gesicht, mit einer markanten und männlichen Kinnlinien. Seine kupferfarbenen Haare waren einfach nur toll, wie sie so wild durcheinander standen. Vielleicht könnte ich ja auch mal mit meinen Fingern durchfahren.

Ohne Zweifel attraktiv! Unglaublich attraktiv.

Er sah streng aus, fast schon genervt. Hoffentlich würde er mitspielen Aber es war ja nur ein alberner Scherz, eine Aufgabe, nichts von Bedeutung. Gegen ein wenig Spaß konnte doch niemand etwas einwenden.

Und dann drehte er seinen Kopf in meine Richtung. Er schaute mich mit seinen tiefgrauen Augen an und ich war verloren. Sowas von verloren. Mein ganzer Körper prickelte plötzlich. Ich war zu Stein erstarrt. Ein Blick hatte ausgereicht, um mich so sehr aus der Fassung zu bringen, dass ich ihm auf der Stelle alles versprechen würde was er wollte.

>Steele, denk an deine Aufgabe und zieh es jetzt durch! < So nah war er noch einschüchternder als gedacht, aber faszinierender Weiße machte mich das nur noch mehr an. Er musterte mich und irgendwas in seinem Blick ermutigte mich.

Schnell legte ich eine Hand in seinen Nacken und die andere an seine Wange, stellte mich auf die Zehenspitzen und küsste ihn.

Ein Feuerwerk entfachte in meinem Körper und ich wollte mich gerade noch näher an ihn drücken, als ich bemerkte, dass er sich extrem versteift hatte und gar nicht mit machte. Es war wie ein kalter Eimer mit Wasser der über mir ausgeschüttet wurde, mein Feuerwerk erloschen. Ich wollte mich wieder enttäuscht von ihm lösen, auch wenn sich mein ganzer Körper und auch mein Geist dagegen sträubte. Was hatte ich mir nur dabei gedacht? Ich hatte überhaupt nicht gedacht, sondern nur gehandelt! Das war mein Problem!!

Aber dann… , Oh mein Gott, erwiderte er meinen Kuss. Ich konnte es gar nicht glauben. Er schlang seinen Arm um mich, wobei seine Hand auf meinem Rücken lag, verdächtig nahe an meinem Hintern. Kurz schoss mir der Gedanke durch den Kopf, dass es mir nicht mal etwas ausmachen würde, sollte seine Hand ein weniger tiefer wandern. Ein kleiner Teil von mir wünschte es sich verrückterweise sogar. Seine starke Hand hielt mich fest und drückten mich an seine Seite. Der Kuss wurde immer leidenschaftlicher und meinem Mund entkam ein Stöhnen.
Das war alles so unglaublich. So neu und so gut.
Mein Stöhnen nutzte er, um seine Zunge in meinen Mund zu schieben. Er schmeckte ebenfalls nach Alkohol, aber richtig registrieren konnte ich das nicht. Meiner Meinung nach war es, unabhängig vom Alkohol, der beste Geschmack, den ich jemals in meinem Leben kosten durfte.

Überall kribbelte es und ich würde am liebsten nie mehr damit aufhören, so verdammt gut fühlte sich alles an. Nur noch immer näher. Mit meiner Hand, die immer noch an seiner Wange lag, fuhr in seine Haare. Sie waren so weich und seidig. Besser als vorgestellt.

Spätestens in diesem Moment verabschiedete sich auch mein restliches rationales Denken und ich war nicht mehr nur berauscht vom Alkohol, sondern auch von diesem unglaublichen Mann. Ich wollte mehr.

Er drehte sich nun vollständig in meine Richtung und legte seine andere Hand auf meinen Rücken, in die Mitte meiner Schulterblätter. Während unsere Zungen weiterhin miteinander kämpften. Durch den engen Körperkontakt konnte ich nicht nur seine Muskeln und seine Wärme spüren, sondern auch etwas ganz anderes. Etwas sehr Hartes war an meinem Bauch. Oh mein Gott. Es war…er hatte eine Erektion. Irgendwie war ich davon total erregt und nur weil man es bei mir nicht erkannte, war ein merkwürdiges Gefühl zwischen meinen Beinen, dass ich unmöglich abstreiten konnte.  Diese ganze Situation erschreckte und überforderte mich so sehr, dass ich den Kuss schnell unterbrach. Nicht nur vor diesem harten Ding, sondern auch vor mir. Was tat ich hier nur?

Wieder in der Lage einen Gedanken zu fassen löste ich mich langsam vollständig von ihm. Es war besser erst mal kein Körperkontakt mehr zu haben. Ich schaute in seine schönen Augen und konnte seinem Blick nicht standhalten. Schnell senkte ich meinen Kopf und schaute auf den Boden.
„Tut.. tut mir leid. Ich musste eine Aufgabe erfüllen.. Also für den Junggesellenabschied. Nicht meinen.. ehm, der einer Freundin.“, stammelte ich.

Keine Ahnung wie ich es überhaupt geschafft hatte Worte zu formulieren und über meine Lippen zu bringen. Sollte es eine Erklärung meines Verhaltens für ihn sein oder für mich selbst? Ich wusste in diesem Augenblick so einiges nicht, verstand nichts mehr. Was hatte ich mir dabei den nur gedacht? Ein Kuss auf die Wange??? Das wollte ich doch eigentlich tun. Aber stattdessen hatte ich ihm die Zunge in den Mund geschoben. Also zum wiederholten Male an diesem Abend: Was hatte ich getan und wieso? Wie war ich überhaupt in der Lage gewesen mich dazu zu überwinden.

Dann hörte ich zum ersten Mal seine Stimme und war einfach nur hin und weg.
„Freut mich, dass ich ihnen helfen konnte. Was genau war die Aufgabe?“

Ich blickte erneut hoch, in dieses Grau, das nun ein klein wenig distanzierter wirkte. Wie konnte er nur wieder so beherrscht und förmlich sein? Hätte ich nicht ganz deutlich seine Erektion gespürt, würde ich annehmen, dass es eiskalt an ihm vorbei ging. Er machte geradezu den Anschein als sei überhaupt nichts gewesen.
Ich dagegen war immer noch wie hypnotisiert von unserem Kuss und seinem Blick. Selbst jetzt war er mir noch so unglaublich nahe, dass wenn ich mich auf die Zehenspitzen stellen würde ihn vermutlich wieder küssen könnte. Dachte ich gerade wirklich daran ihn wieder zu küssen? Aber es hat sich so unglaublich angefühlt. ALSO JA. Eindeutig.

Ich war noch nicht bereit ein weiteres Wort vor mich hinzustottern, so abgelenkt war ich von seinen Lippen. Es war als wie als wäre ich von ihm gefesselt worden. Weshalb ich die Karte aus meiner Jeans zog und sie ihm einfach gab.
Er nahm die Karte an sich und streifte dabei nur ein klein wenig meine Hand, aber es war ausreichend für eine Gänsehaut bei mir zu verursachen. Er wendete den Blick von mir ab, um auf die Karte zu schauen.
Er lächelt leicht, allerdings kam es nicht ehrlich rüber, selbst in meinem Zustand konnte ich das erkennen. Hinzu kam noch sein leicht spöttischer Blick. Ich wollte ihn fragen was los war, doch er beugte sich zu mir und kam meinen Lippen näher. „Also finden sie ich bin der heißeste Mann im Club?“

Küss mich! War mein einziger Gedanke. Aber er tat es nicht und erwartete eine Antwort.

Als wäre das eine Frage. Er wusste ganz genau wie er rüberkam, darauf könnte ich wetten. Ich sollte eigentlich eine schlagfertige Antwort abliefern, aber dazu war ich weder in der Lage noch wollte ich es. Stattdessen lehnte ich mich ein wenig in seine Richtung, um ihm zu signalisieren, dass er mich küssen sollte. Nochmal könnte ich mich nicht überwinden diesen Schritt als Erste zu gehen. Bitte tu es. Bitte.

Mein Atem kam stoßweise und ich wollte einfach nur wieder seine Lippen spüren. Ich flehte innerlich danach, dachte er würde es gleich tun.

Aber dann… dreht er sich komplett von mir weg.

Er wollte mich nicht. Er hatte mich gerade eindeutig zurückgewiesen.

______

Ich würde mich über eine Rückmeldung sehr freuen!

Vielleicht auch, wie ihr die neue Version im Vergleich zur Vorherigen findet.

Lg Julie :*
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