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Buch der Sünde

von truber
GedichtHumor, Poesie / P18 / Gen
14.06.2020
26.10.2020
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14.06.2020 233
 
Wir leben alle für das Meer,
da kommt schon jede Sehnsucht her.
Zur Sonne weist der Nächte Glaube,
ein Schiff ersucht sie mit der Schraube.
Die See hat uns nicht losgelassen,
schon strömen ein die Wassermassen.
Mit heißem Öl wird aufgetankt,
damit das Schiff zur Glut gelangt.

Nach warmen Kugeln navigiert
der Seemann, der sein Herz verliert
an diese Glut im warmen Wasser,
die Abendlichter werden blasser.
Als wollte man sich nie verlassen,
so will der Brand die Quell umfassen.
In Schiff und Meer sind sie vereint,
das Meer bekämpft ihn wie den Feind.

Mit Lebensquellen im Gesicht
zu schwimmen traut er sich noch nicht.
Doch schmeckt er gleichwohl Salz der Lüfte,
und so real wie Meeresdüfte.
Zu Fluten ist er auch zerlaufen,
als wollten sie Geysire taufen.
Und mittendrin die Schraube stößt,
bis eine Welle sie erlöst.

Der Kapitän vermied das Riff,
doch nun versinkt das schöne Schiff.
Und in das Riff ist nun gebrandet
die Welle, wie ihr sie schon kanntet.
Die Schraube lässt das Wasser tosen,
und über Bord falln die Matrosen.
Die Fischlein fliehen mit dem Sturm,
und in die Planken kriecht der Wurm.

Geflutet wird das alte Leid,
die Dürrestadt zu dieser Zeit.
Von Wasserwesen sie geboren,
an Sintflut geht der Stein verloren.
Und manchmal holt das Nass die Wellen,
um neue Sonnen zu erhellen.
Doch scheinen solche auf das Land,
wird manche Reis von ihr verbrannt.
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