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Wir sind das Gesetz

GeschichteKrimi / P16
14.06.2020
26.09.2020
12
13.504
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02.08.2020 757
 
"Ich dachte, wir wären das Gesetz", knurrte Marco und ließ sich auf seinen Stuhl fallen. Er massierte sich den Nasenrücken. Er konnte das Verhalten seines Vorgesetzten nicht nachvollziehen.
Du ließest dich auch auf deinen Stuhl sinken. Dein Partner hatte Recht. Scheinbar war die Polizei doch nicht so unbestechlich wie sie immer scheint.

"Mal ein ganz anderes Thema. Wegen morgen? Sollen wir den Lieferanten treffen?", fragtest du, schautest den Blonden an. Dieser nickte. "Aufjedenfall. Wir machen jetzt unsere Sache. Kann ja nicht sein, das jeder kleiner Dealer frei rumrennt", sprach der Polizist. Du nicktest zögerlich.
"Wo und wann wollen wir uns treffen?", erkundigtest du dich.
Du sahst wie der Blonde überlegte. "Wir haben bis 19 Uhr Dienst, also würd ich sofort danach dahin", erklärte er, stützte sein Kopf auf die gefalteten Hände ab und sah dich sehr ernst an.
"Klingt gut", sprachst du.

Ob es wirklich eine gute Idee war? Die Sache nicht dem Drogendezenat zu überlassen? Was wenn euch was passiert? Wie wollt ihr das denn erklären?
Naja, die haben den kleinen Fisch laufen lassen und scheinbar keinerlei Anstalten gemacht um den Lieferanten ausfindig zu machen.

Wie war nochmal der Name? Trafalgar Law oder?
Du bewegtest die Maus um den schlafenden Monitor deines Rechners zu wecken, klicktest auf die Verbrecherkartei und gabst den Namen ein.

Keine Einträge.

Mist. Er war scheinbar auch ein unbedeutender Drogenhändler. Dann musst du bis morgen warten. Eventuell bekommt ihr aus diesem Law etwas wichtiges raus, das euch weiterhelfen würde.


Marco atmete genervt aus. Das konnte nicht wahr sein. Er hatte gerade per E-mail einen Termin zu dem Treffen mit dieser Eustass Familie bekommen. "Mit freundlichen Grüßen Akainu Sakazuki", knurrte der Polizist leise. Diese wundervolle Verabredung war morgen in seiner Dienstzeit. "Hast du gesehen? Wir haben ein Date mit dem Rotschopf und seiner Sippe", sagte der Blonde zornig. "So schnell?", fragtest du entsetzt. Du dachtest, das würde frühestens nächste Woche stattfinden. Warum hatte Akainu es so eilig? Bedeutet ihm dieser Familie so viel?
"Dann wird es ja morgen spannend", kommentiertest du. Du hörtest ein zustimmendes Brummen.

Die restliche Arbeitszeit hingt ihr schweigend in den Berichten, die zum Feierabend fertig sein mussten. Wie du das ganze Geschreibe hasstest. Wieso muss man wegen jeden Furz einen ellenlangen Aufsatz tippen? Den liest doch keiner.
Dein Blick glitt zu kleinen digitalen Uhrzeit auf dem Monitor, dieser erlöste dich.

"Endlich Feierabend", stöhntest du freudig auf. 12 Stunden Schichten waren so hart und zogen sich wie Kaugummi. Oft wünschtest du dir einen einfachen Job mit weniger Arbeitszeit, doch dir würde nicht einfallen wo du arbeiten könntest. Es machte dir an manchen Tagen viel Spaß, doch oft gab es Tage, wie diesen hier, da lief alles schief.
Schnell waren die Berichte gespeichert und der Computer ausgeschaltet.
Sofort sprangst du vom Stuhl, verabschiedetest dich von deinem Partner, der verdattert dir hinterher sah, räumtest deine Dienstwaffe ordnungsgemäß auf.
Du wolltest so schnell wie möglich aus dem Gebäude. Nach Hause. Zu deinem geliebten Fellfreund.

Zügig machtest du dich auf den Heimweg. Bepo wartet bestimmt geduldig auf dich und will raus. Zum Glück hattest du eine sehr nette Nachbarin, die mit dem Rüden einmal rausging. 12 Stunden konnte so ein großer Hund es nicht einhalten. Anfangs machte er trotzdem ab und an in die Wohnung. Böse auf ihn warst du nie. Er konnte nichts dafür.
Zuhause wurdest du von einem weißen Fellball begrüßt, der freudig dich ansprach.
"Ist ja gut, Großer", lächeltest du, nahmst sein Halsband und bandest es um seinen pelzigen Hals, schnapptest dir die Leine und machtest diese am Halsband fest.
Zusammen tratest du, gefolgt vom weißen Hund nach draußen. Die abendliche Luft fühlte sich angenehm auf deiner Haut an.
Die kühle Abendluft machte müde Geister munter. Bepo freute sich, dass du mit ihm eine lange Runde gingst. Es kam selten vor, dass du nach der Arbeit noch so viel Energie dazu hattest. Meistens musste sich der Rüde mit einem kurzen Spaziergang vergnügen, doch heute nicht denn ihr wart sicherlich schon eine Stunde unterwegs, leider musstet ihr umdrehen. Du hattest morgen Frühdienst und bis ihr wieder daheim wart, musstest du auch schon wieder schlafen gehen.

Endlich wieder daheim angekommen, ließest du dich sofort aufs Bett fallen. Du sahst auf dem Wecker, der neben diesem stand. Ohja, du musstest schlafen gehen. Schnell warst du bettfertig und lagst eingekuschelt darin.
Du ließest den Tag Revue passieren und plötzlich kam es dir wo du diesen Namen gehört hattest.
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