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Familienfluch

von uchiha92
GeschichteAllgemein / P18
13.06.2020
27.06.2020
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3.040
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13.06.2020 1.466
 
"Verdammt, warum muss es hier schon wieder nur so kalt sein!" meckerte eine junge, blonde Frau, während sie von einer Straßenseite zur anderen eilte. Ihren roten Schal weiter vor ihren Kin ziehend, mummelte sie sich weiter in ihren Winterpelz. Die Dame eilte immer weiter und beschleunigte sogar.

"Gleich eine schone heiße Schokolade wäre super!" freute sie sich, denn nur ein paar Schritte und sie war an ihrem Arbeitsplatz. Dort war es schön warm, freundlich, hell und nicht so Grau wie draußen und vor allem die warmen Getränkte taten es ihr gerade gedanklich an. Dadurch sie schon fast anfing mit joggen.



Als sie dann um die Ecke bog, stoppte sie abrupt, bevor sie noch in einen fremden Mann gerannt wäre. Sie runzelte die Stirn und zog ihren Schal wieder runter, und sie sah ihren weißen Atem auspusten.

"Entschuldigung, aber was ist denn hier los?" fragte sie den Mann, denn sie dabei auf die Schulter tippte. Dieser drehte sich zu ihr und schaute sie an.

"Ja wissen sie das denn nicht? Weiter die Strasse rauf ist etwas passiert. Es soll wohl ein Anschlag gegeben haben. Aber sie lassen uns hier nicht weiter hoch. Daher kann ich leider nicht genau sagen was los ist!" erklärte er und die junge Frau nickte zur Bestätigung.

"Vielen dank!" lächelte sie leicht und drängelte sich durch die Menschenmenge zu einer Absperrung. Sie sah sich um und schüttelte ihren Kopf.

*Super, hier stehen Polizisten. Dann kann ich mich nicht mal vorbeischleichen!* meckerte sie lautlos und versuchte etwas in der Ferne zu sehen. Dadurch sah sie aus als wäre sie eine alte und verschrumpelte Frau, da ihre Stirn gerade nur vor Falten glänzten.



"Hast du ein Schlaganfall oder warum schaust du wie ein Zombie?" erschien ein Mann vor ihrem Blickfeld und sie schaute hoch.

"Was?"

"Wie bitte?" fragte er auch gleich nach und musste denn Grinsen.

"Harry? Was machst du denn hier?" schaute die junge Dame ihn fragend an.

"Ich arbeite hier, oder erkennst du meine Uniform der Polizei nicht?"

Die junge Dame sah ihn an und musste leicht prusten.

"Harry, seit wann bist du denn so... so... Ich meine, sonst waren dir deine Klamotten auch immer so heilig. Du hieltest nie etwas aus Uniform und nun das!" lehrte sie ihn auch gleich und fuchtelte auch dabei mit ihrem Zeigefinger, eh dieser auf seine Marke, an seiner Uniform, lag.

"Seit wir uns das letzte mal gesehen haben vor 3 Jahren ist auch so einiges passiert. Es überrascht mich das du ausgerechnet hier bist! Aber im ernst, alte Zeiten können wir immer noch Diskutieren. Aber was machst du hier?"

"Harry, ich arbeite die Straße weiter rauf. Und was machst du...", sie schüttelte ihren Kopf und zeigte auf alles was hinter ihm passierte,

"Was macht ihr alle hier?" und sie schaute ihn fragend an. Sie war sehr neugierig und wollte wissen was dort vorgefallen ist. Der Angesprochene lehnte sich weiter zu ihr, kam dementsprechend ihrem Gesicht näher und flüsterte: "Eigentlich darf ich dir das nicht sagen, aber weil du es bist!" und er zwinkerte ihr zu. Sie wurde leicht rot und wich etwas zurück, Harry richtete sich auch wieder auf und schaute die Straße entlang hoch.



"Vor zwei Stunden wurde ein Mann überfallen, er wurde dabei schwer verletzt, und starb vor einer halben Stunde an den Verletzungen. Aber was genau passiert ist kann ich nicht sagen!"

Stille.

"Wo genau ist das passiert?" fragte sie leicht verwirrt und folgte seinem Blick.

"Weiter hoch, in der Kanzlei von Stein und Co.!"

Stille.

Das Einzige was der junge Mann noch erkannte war ein blonder Fleck, der an ihm vorbei huschte und eh er seine Hand ausstrecken konnte, war sie schon aus seiner Reichweite.



Nach ein paar Minuten Schnellsprint hielt die junge Dame an, wunderte sich nicht mal das sie aufgehalten wurde, holte lieber tief Luft und versuchte ihre Atmung zu beruhigen. Sie sah sich um und runzelte ihre Stirn, dann bemerkte sie das sie nicht mal beachtet wurde. Alle Beamten liefen hin und her, her und hin. und keiner blieb mal stehen. Also wischte sie sich kurz über die Stirn und lief die Straße weiter hinauf, bis sie endlich an einem großen Gebäude zum stehen kommt. Ein Dunkles Haus, mit einer weiß-blauen Tafel, auf der stand:

                                   Stein hart, weich geklopft...

                                   Die steinharte Anwaltskanzlei Stein und Co.



Die junge Frau beachtete das Schild nicht, schon allein aus dem Grund das sie es für sowas von daneben fand. Aber dieser Mister Stein war eben ein egoistischer und eingebildeter Anwalt. Und so Arsch wie er war, so musste sie sich eingestehen das er dennoch was auf dem Kasten hat. Doch wollte und konnte sie es sich nicht eingestehen. Doch der einzige Grund warum sie hier war, ja klar, er war ihr Vorgesetzter, ihr Chef, und er zahlt auch verdammt gut.



Mit einem mulmigen Gefühl blieb sie kurz an der Tür stehen, atmete tief durch und betrat dann das Gebäude.

"Das ist doch mehr als nur Lächerlich!" ertönte mit mal eine tiefe und dunkle Stimme. Sie drehte sich um und erkannte das sie aus dem 1. Stock kamen. Also ging sie in Richtung Treppe und folgte ihr hinauf. Im nächsten Stock angekommen lauschte sie wieder und doch konnte sie diesmal nichts hören.

*Verdammt, wo kamen diese Stimmen her, ich will wissen was hier los ist!* meckerte sie auch gleich Gedanklich, bemerkte dabei nicht den jungen Mann, der aus dem Raum neben ihr kam, sie ebenfalls nicht sah und sie prompt anrempelte, das sie ihr Gleichgewicht verlor und drohte rückwärts die Treppe runterzufallen.

"AAHHHH!" schrie sie, wedelte mit ihren Armen, ignorierte diesmal die ganzen Blicke der Beamten und spürte dann mit mal eine kräftige Hand, die ihre umschloss und sie dann wieder hochzog, sodass sie gegen eine kräftige und muskulöse Brust fiel.

"Au, kannst du nicht aufpassen!" meckerte sie wieder, trat ein Schritt zurück und schüttelte leicht ihren Kopf.

"Tschuldige, aber du standest mir im Weg!" ermahnte sie der Mann und sie erschrak leicht, eh sie etwas genervt aufschaute.

"Du, was machst du denn bitte hier?" fragte sie leicht genervt und stemmte ihre Arme in ihre Hüften.

Doch ein Lachen ertönte durch die Luft, immernoch von den Beamten beobachtet.

"Du bist hier an einem Tatort meine Kleine, also sollte ich ehr Fragen was DU hier machst!" erklärte er und stütze sich an einem Tisch, neben ihm, ab.

Leicht genervt schaute sie in grau- blaue Augen, leicht dunkel blondes Haar, das zerzaust in alle Richtungen absteht.

"Du solltest dich mal etwas richten, so kann man echt nicht arbeiten!" schimpfte sie leicht sarkastisch und deutete auf sein Haar.

"Caitlyn, was willst du hier?" fragte der Blonde diesmal mit mehr Nachdruck.

"Matt, ich arbeite doch hier!" schnippte sie zurück.

Mit einem süffisanten Lächeln sah sie mit an, wie Matt sich die Hand auf die Stirn klatschte.

"Verdammt, deine Arbeitsstelle. Und natürlich auch die von Steve!" und die junge Dame nickte nur.

*Ja Ja, der gute alte Mann und sein Gedächtnis wie ein Sieb!* lachte sie innerlich und schüttelt mit ihrem Kopf.

"Aber Matt, was ist den los?" fragte sie gleich weiter und schaute sich gleich nochmal um.

"Wieso die ganze Polizei, alles abgesperrt und diese Unordnung!" und sie ging auf ein Regal zu, nur um ein schief liegendes Buch wieder richtig hinzustellen.



"Cait, du weißt echt nicht was hier los ist oder?" fragte Matt etwas unsicher und stellte sich hinter sie, nur um über ihre Schultern zu schauen. Dann schwieg er.

Er beobachtete Caitlyn, wie sie sich langsam zu ihm umdrehte und ihn musterte. Er versuchte in ihr etwas zu lesen, doch er erkannte nichts.

Sie jedoch wusste ja schon was los war, doch wollte sie von ihm nochmal alles haargenau wissen.

"Matt!" sprach sie nochmal mit Nachdruck und schaute ihn zweifelnd an.

"Hier wurde ein Mann überfallen und schwer verletzt. er ist leider verstorben und da er hier in diesem Gebäude gefunden wurde kann er ja nur ein Kollege oder ein Klient von dir sein!" stellte er gleich fest und schaute das Mädchen vor sich weiter fragend an.

Diese seufzte nur und schüttelte mit ihrem Kopf.

"Ein Verbrechen kommt wohl selten allein, was? Erst der Überfall, dann schwer Verletzt und nun Tod. Drei Verbrechen ein einem Opfer!" murmelte sie nur.
 
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