[Pepper Ann] Pepper Anns wahre Liebe

GeschichteRomanze, Freundschaft / P16 Slash
12.06.2020
12.06.2020
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Intro:
„Boah, ein Radiergummi!“


Der Wind wehte ihr durch das Haar, während sie mit ihren Rollerblades die Straße entlang fuhr. Sie war auf dem Weg zu ihrer besten Freundin Nicky Little.

Nicky Little war eine hochintelligente, musikalische und talentierte Persönlichkeit, welche aber nicht damit klar kam, wenn ihr jemand dabei zusah, wie sie ihr musikalisches Talent entfaltete. Stets trug sie einen weiten Pullover, welchen sie sich um die Hüfte band.

Eigentlich wollte Pepper Ann Pearson schon seit vielen Stunden bei ihrer Freundin Nicky sein, aber ihre Mutter, Lydia meinte, sie solle auf ihre kleine Schwester Margaret, auch Moose genannt, aufpassen.

Als sie ankam, fuhr sie ausversehen gegen den Mülleimer, stieß ihn um und fiel dann mit ihm auf den Boden. Etwas peinlich berührt, stand sie auf und klopfte sich die Kleidung sauber, ging dann los und blieb vor der Tür stehen. Sie klopfte gegen die Tür, wartete dann.

Nach einigen Minuten öffnete sich die Tür und ihre beste Freundin Nicky kam hinaus. „Was gibt es denn, Pepper Ann?“, wollte sie wissen und sah ihre Freundin Ann an.

Das Lächeln von Pepper Ann wurde breiter, als sie anfing zu erzählen. „Du kennst doch Craig Bean, oder?“ Aber natürlich kannte sie Craig Bean, denn immerhin erzählte Pepper Ann immer wieder über diesen Typen.

Ja, Nicky mochte es nicht, wenn Pepper Ann über diesen Craig redete, aber sie war ihre beste Freundin und musste ihr zuhören. Es war ein ungeschriebenes Gesetz. Egal wie sehr es sie nervte, hörte sie zu.

Nicky nickte mit dem Kopf. „M-hm.“, gab sie grimmig von sich, was Pepper Ann nicht bemerkte, da sie weiter redete. Zwischendurch gingen sie in Richtung Milo.

„Heute war ich mit meiner Mutter einkaufen und weißt du was? Ich traf doch tatsächlich Craig mit seinem Vater im Einkaufszentrum! Ich dachte, ich spreche ihn mal an, aber als ich was sagen wollte, begrüßte meine Mutter seinen Vater. Sie redeten und redeten, während Craig sich eine Tüte Chips schnappte und scheinbar darauf wartete, bis er seinen Vater fragen konnte, ob er sie haben kann. Und soweit ich gehört haben, kennen sich die zwei aus ihrer Schulzeit!“, rief Pepper Ann aus.

Da klappte der Mund von Nicky auf. „Bitte – was?“

Jetzt nickte Pepper Ann. „Genau das dachte ich mir auch, als meine Mutter die Beiden zum Essen einlud!“, warf Pepper Ann ihre Arme in die Luft, gestikulierte wild.

Nochmals klappte Nicky der Mund auf. „Sie tat – Was?“, war sie sprachlos gewesen. „Wann wird denn dieses Treffen stattfinden?“ Unglaublich. Es geschah erneut.

Jetzt blickte sie zornig nach vorne. „Na jetzt!“, entgegnete der Rotschopf. „Kannst du das fassen? Da lädt doch tatsächlich meine Mutter meinen Schwarm und seinen Vater zum Essen ein!“, sagte sie grimmig.

Dies konnte Nicky gar nicht fassen. „Aber Pepper Ann, solltest du denn nicht bei deiner Mutter sein und die Gäste empfangen?“ Es war so typisch für Pepper.

Langsam zweifelte Pepper Ann an Nickys Urteilsvermögen. „Spinnst du? Ich habe noch nie in meinem Leben mit Craig geredet und ausgerechnet meine Mutter lädt ihn ein? Vergiss es, ich gehe da nicht hin!“, war sie schlicht und einfach dagegen gewesen.

Nicky seufzte. „Und wann wirst du anfangen mit ihm zu reden? Auf eurer Hochzeit?“, sie dachte nach. „Bei meinen Eltern jedenfalls war es so und sieh dir die zwei jetzt an. Sie sind nur dank mir noch verheiratet.“

Kann sein, dass Pepper Ann sich tatsächlich schon die Hochzeit mit ihm ausmalte, aber das sagte rein gar nichts darüber aus! „Deine Eltern reden nicht miteinander?“, war sie leicht bedrückt deswegen.

Sie zuckte mit den Achseln. „Nur über den Anwalt.“, meinte Nicky. Das war furchtbar, was ihre Freundin ihr erzählte. Sie musste unbedingt mit Craig reden.

Sofort fuhr Pepper Ann los, um nach Hause zu kommen. Als Nicky sie fragte, wohin sie so plötzlich hin wollte, meinte Pepper Ann bloß: „Ich muss unbedingt mit ihm reden, um nicht so zu werden, wie deine Eltern!“

Da sah ihr Nicky hinterher. Würde Pepper Ann ihr einmal zuhören, würde sie wissen, dass Craig ein Idiot war. Immerhin unterhielt sich Nicky schon mal mit Craig, also würde sie wissen, wie er so drauf war vom Charakter.

Sie fuhr so schnell sie konnte, um endlich ihren Schwarm zu treffen. Aber was sollte sie ihm sagen? Darüber machte sie sich noch keinerlei Gedanken.

Nachdem sie unsanft gegen ein Auto prallte, welches hinausfahren wollte, schüttelte sie ihren Kopf und stand auf. Ihr Bauch schmerzte, aber sie musste dringend nach Hause, weshalb sie keine Zeit verschwenden wollen würde. Sie fuhr in Richtung Eingang, zog ihre Rollerblades aus und warf sie auf den Boden.

Dann lief sie schnell in das Haus, nachdem sie mit dem Schlüssel die Tür öffnete. Sie schlich sich leise in die Küche und stand da, unfähig, um in das Wohnzimmer zu gehen, aus dem sie schon Stimmen wahrnahm.

‚Du musst es schaffen, Pepper Ann!‘, motivierte sie sich selbst gedanklich, ehe sie kräftig einatmete und in das Wohnzimmer ging. Sobald sie das Wohnzimmer betrat, blickten sich die Anwesenden nach ihr um.

Ein Lächeln bildete sich auf den Lippen ihrer Mutter. „Das ist meine Tochter Pepper Ann.“, stellte sie Ann allen vor. „Setzt dich doch zu uns, Pepper.“, sprach Lidya und rutschte zur Seite, damit ihre Tochter sich setzen konnte. Auf die Bitte hin, setzte sie sich hin.

Mr. Bean räusperte sich, sah dann Pepper an. „Du fragst dich bestimmt, woher ich deine Mutter kenne.“, gab dieser von sich. Es war ihm sichtlich unangenehm.

Pepper wollte nicht unhöflich sein und nickte bloß höflich, meinte dann: „Ja, das frage ich mich.“

Nervös zupfte er sich an seiner Krawatte. „Wir kennen uns aus unserer alten Schulzeit.“, dann blickte er sich um, achtete auf jedes Wort. „Dir ist doch sicherlich aufgefallen, dass ihr eine kleine Familie seit, die–“

„Phill, ich möchte dich kurz in der Küche sprechen.“, Lidya blickte den Vater von Craig an, welcher seine Schultern sinken ließ. „Sofort!“, kommandierte sie ihn herum, weshalb dieser Aufstand und beide gingen.

Pepper sah ihren Schwarm an. „Was war jetzt los?“

Dieser seufzte. „Mein Vater will dir verklickern, dass wir Geschwister sind.“, meinte dieser und zockte auf seiner Konsole. Plötzlich klappte Pepper der Mund auf.

Sie waren Geschwister? Was zur Hölle? Pepper wusste nicht einmal im Entferntesten, was sie denken oder sagen sollte. Noch nie machte sie sich Gedanken darüber, wer ihr Vater sein sollte. Einmal fragte mal Pepper ihre Mutter, wer es war, da schwieg sie.

Als die Beiden nach einer Hitzigen Diskussion wieder in das Wohnzimmer kamen, verschränkte Pepper die Arme und blickte ihre Mutter vorwurfsvoll an. „Ich denke, dass wir reden müssen.“, murmelte sie etwas wütend.
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