Eine andere Wahrheit

von Sassie
GeschichteHumor, Romanze / P18
Felix Edel Otto Özdemir Patricia Rieger Sabine "Biene" Winkelmann Sandra Starck
10.06.2020
02.07.2020
8
27.609
 
Alle Kapitel
4 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 Datenschutzinfo
30.06.2020 4.313
 
„Hey“ Otto ging langsam zu seinem Barhocker und ließ sich darauf sinken, beäugte seinen besten Freund vorsichtig von der Seite.
„Na?“ Felix grinste und sah ihn dann etwas fragend an, als Otto ihn musterte.
„Du weißt noch wer ich bin?“, hakte der Türke nach.
Der Anwalt verdrehte die Augen. „Ja, Otto, ich weiß noch wer du bist. Mir fehlen lediglich einige Details, aber auch das wird sich wieder beruhigen. Trinken wir ein Bier? Horst!“
Der Wirt nickte und Otto schien immer noch verunsichert darüber, ob sein bester Freund wieder so ganz der Alte war.
Er schwieg, bis Horst die beiden Gläser vor ihnen abstellte und die Männer sich zuprosteten und tranken.
„Was fehlt dir denn so alles?“, murmelte Otto dann unsicher.
„Anscheinend einiges aus den letzten zwei Jahren“, antwortete Felix. „Aber was genau kann ich dir leider nicht sagen“
„Klar“ Ein leichtes Grinsen zauberte sich auf die Lippen des Türken.
„Aber ich bin da zuversichtlich. Sandra wird mir schon helfen.“, meinte der Anwalt. „Sie ist toll. Ich bin so froh sie an meiner Seite zu haben.“
„Wie… an deiner Seite?“, hakte Otto irritiert nach.
Felix zog irritiert eine Augenbraue hoch. „Na, als meine Freundin“
Seinem Gegenüber rutschte fast das Bierglas aus der Hand, er lachte nervös und erinnert sich dann an ihre Worte, bevor er nickte. „Achso, ja… klar. Freundin.“
„Ja“ Felix blickte verträumt in eine unbekannte Ferne. „Es ist so schön sie einfach wieder so ganz neu kennenzulernen… in gewissen Aspekten zumindest“
„Ah ja?“, fragte Otto schwach und nahm noch einen Schluck Bier.
„Ja. Ich meine, der Sex war noch ein wenig holprig, aber das war ja auch erst das erste Mal nach meinem Unfall. Das kriegen wir bestimmt wieder hin.“
Otto verschluckte sich und versank in einem Hustenanfall.
„Sag mal, ist alles okay mit dir?“, fragte Felix skeptisch.
„Na klar“, antwortete Otto schwach. „Vielleicht brüte ich gerade einen Erkältung aus oder so“
„Dann solltest du vielleicht lieber Tee trinken…“
„Nein. Bier ist schon in Ordnung. Oder vielleicht brauch ich auch was Härteres.“, murmelte Otto und starrte immer noch fassungslos über die Neuigkeiten auf sein Glas.

Sandra brachte gerade ihren Teller zur Spülmaschine, als ihr Handy klingelte. Sie eilte um die Kücheninsel herum und schielte auf das Display. Mit einem Lächeln schnappte sie das Telefon und nahm ab. „Hallo Felix“
Sie wanderte zurück in die Küche, öffnete die Spülmaschine und stellte den Teller hinein, bevor sie sie mit der Hüfte wieder zuklappte. „Nein, ich war gerade fertig mit dem Essen, alles okay. Wie war dein Abend mit Otto?“
Sie lauschte und war heilfroh, als Felix nur erzählte, dass sie Bier getrunken und Billard gespielt hatten. Er hatte also dichtgehalten und das war in dem Moment am wichtigsten, auch wenn sie sich sicher war, dass er sie am Montag in der Kanzlei überfallen und fragen würde, was eigentlich mit ihr los war.
„Hast du Lust vorbeizukommen?“, fragte Felix. „Du fehlst mir“
Sandra biss sich schmunzelnd auf die Unterlippe. „Du mir auch, aber ich hab noch einiges durchzuarbeiten. Es ist ziemlich viel liegen geblieben letzte Woche…“
„Na, wenn du willst kannst du das auch bei mir machen. Ich hab einen Schreibtisch, an dem du arbeiten kannst. Und vielleicht hilft es mir ja ein wenig mich an Paragraphen zu erinnern.“
Die junge Anwältin blickte auf den Aktenstoß auf ihrem Schreibtisch und lächelte dann. „Ja, du hast recht. Ich bin in ungefähr zwanzig Minuten bei dir, ja?“

Felix stellte ein Glas Wein auf dem Schreibtisch ab und drehte sich um, als er die Wohnungstür aufgehen hörte. Lächelnd wanderte er ins Vorzimmer hinaus und lehnte sich in den Türrahmen. „Hallo“
„Hi“, lächelte Sandra und schob ihre Schuhe beiseite. „Wie gehts dir?“
„Gut, jetzt wo du da bist“, antwortete er grinsend und drückte ihr einen kurzen Kuss auf die Lippen. „Ich hab dir Wein auf den Schreibtisch gestellt, damit die Arbeit etwas leichter von der Hand geht“
Er nahm ihr den Stapel Akten ab und trug ihn hoch. Sandra folgte ihm und lächelte, als sie das Glas erblickte. „Rotwein. Danke, Felix.“
„Ja, irgendwie hab ich im Kopf, dass du Weißwein nicht so gerne magst“
„Stimmt“ Sie sah ihn verblüfft an und ließ sich dann auf den Stuhl sinken.
Felix setzte sich neben sie und blickte ihr über die Schulter, als sie die erste Akte aufschlug. Er las ihre Notizen durch und schnaufte dann leise. „Das sagt mir irgendwie nicht viel“
Sie sah ihn an und zuckte die Schultern. „Naja, das dauert wahrscheinlich einfach noch ein Weilchen. Mach dir nicht zu viele Sorgen, ich hab soweit alles im Griff.“
Felix lächelte, schien aber dennoch nicht so glücklich darüber zu sein, dass die Paragraphen ihm nur wie wirre willkürliche Zahlen vorkamen.
„Worum geht es da genau?“, fragte er leise seufzend.
„Um eine einstweilige Verfügung“, antwortete Sandra und schlug ihr Gesetzbuch auf.
Felix hatte das Gefühl als blitzte etwas in seinem Kopf und er sah auf. „Wir haben uns zum ersten Mal im Gericht gesehen. Du warst auf der Treppe.“
Sandra hob überrascht ihren Blick und sah ihn an.
„Ja, ich… ich hatte dich noch nie gesehen und du bist an mir vorbeigelaufen… ich hab mich umgedreht und… du dich auch“, sprach er weiter, während die Bilder sich langsam wieder vor seinem geistigen Auge zusammensetzten. „Wieso hab ich dich nicht angesprochen?“
Sandra schmunzelte. „Du hast mit einem Mandanten gesprochen. Und du hast abgestritten, dass du mich bemerkt hast.“
„Was hab ich?“, fragte er erstaunt.
„Naja, ich war einen Tag später in deiner Kanzlei und du meintest du könntest dich nicht daran erinnern mich bei Gericht gesehen zu haben“, gab sie argwöhnisch zurück.
Felix lachte auf und schüttelte den Kopf. „So ein Quatsch. Ich hab sich sehr wohl bemerkt, mehr als alles andere.“
Sandra schmunzelte und wandte sich wieder den Akten zu. Sie arbeitete vor sich hin, versuchte Felix immer das ein oder andere Detail zu erklären und er erwies sich tatsächlich stellenweise als sehr einfalls- und hilfreich. Er schien völlig darin aufzugehen und mit jeder weiteren Akte wurde er mutiger und selbstsicherer und Sandra erkannte ihn langsam wieder.
Als sie ihr Plädoyer niedergeschrieben hatte, streckte sie sich durch und schob ihre Hand langsam auf Felix‘. „Danke für die Hilfe“
„Keine Ursache“ Sein Blick wanderte auf ihre Lippen und Sandra spürte dieses vertraute Ziehen in ihrem Unterleib, sie räusperte sich jedoch schnell. „Soll ich uns was von deinem Lieblingsitaliener bestellen?“
„Mein… Lieblingsitaliener?“, hakte Felix irritiert nach. „Hab ich sowas denn?“
Sie biss sich auf die Unterlippe. „Ja, den haben wir vor einem Jahr entdeckt…“
„Okay… gern“, antwortete er schulterzuckend.
Sandra kramte in ihrer Tasche nach ihrem Handy und suchte die Nummer, bevor sie wählte und mit ihren Fingerspitzen sanft über seinen Handrücken strich, bis jemand abnahm. „Ja, guten Tag, Starck hier. Ich würde gerne was bestellen. Ja, einmal den Vorspeisenteller für zwei und dann… einmal die Lachs Pappardelle und…“ Sie sah Felix kurz an. „Die Kräuterravioli mit Käsesauce. Und Tiramisu. Ja. Starck. Nein, nein… heute bitte in die Langobardenallee 12 bei Edel. Gut. Vielen Dank. Ciao.“
Er sah sie an und lächelte. „Klingt vielversprechend“
„Wenn dein Geschmack sich nicht geändert hat, dann wirst du es lieben“, antwortete sie lächelnd.
Er schob eine Hand auf ihr Knie und sah sie an. „Mehr als dich?“
„Viel mehr“, schmunzelte sie.
Sie schloss die Augen als er ihr einen verführerischen Kuss schenkte. Es war viel zu einfach sich in seiner Leidenschaft zu verlieren, sie liebte es wie er ihren Kopf hielt, ihn sanft in die Richtung lenkte, in der er ihn brauchte, um das Spiel seiner Zunge intensivieren zu können. Sie schmolz beinah dahin wenn er das mit ihr machte und sie schnaufte unzufrieden, als er sich nach einer Weile von ihr löste.
„Du schmeckst nach Rotwein“, lächelte er.
„Und du schmeckst…“, seufzte sie und öffnete ihre braunen Augen. „Nach dir“
„Ist das jetzt gut oder schlecht?“
Sie packte den Kragen seines T-Shirts und zog ihn wieder an sich. Seine Küsse waren unglaublich, sie hungerte förmlich danach seine Lippen zu berühren und an ihnen zu saugen, sich immer wieder neu darin zu verlieren.
Wieder löste er sich von ihr und sah sie an und die beiden lächelten sich an. Sandra bemerkte wie unfassbar glücklich er aussah und zum ersten Mal seit das alles begonnen hatte, fühlte sie sich nicht schuldig. Er war offenbar zufrieden mit der Situation und fühlte sich wohl und das war alles, was zählte. Sie nützte ihn hier nicht aus, im Gegenteil. Sie hatte sich dafür entschieden das aufrecht zu erhalten, was schon längst überfällig gewesen war zwischen ihnen.
„Ich…“, setzte sie an und sah ihm in die Augen. „Ich liebe dich“
Er nickte langsam und streichelte mit dem Daumen über ihre Wange. „Ich dich auch“
Sie schluckte, als er die Hand auf ihrem Knie weiter nach oben unter ihr Kleid auf ihren Oberschenkel schob. „Der Italiener meinte er wird in einer halben Stunde hier sein…“
„Okay“, nickte Felix. „Auch auf die Gefahr hin, dass die Frage unangenehm ist… wie lang haben wir denn früher immer gebraucht?“
Sie verstand sofort was er meinte und schmunzelte. „Definitiv länger als eine halbe Stunde“
„Oh“, gab er zurück. „Das hab ich ausgehalten?“
Sandra lachte und nickte. „Ja, hast du“
Er grinste und sie erhoben sich. Sandra schnappte ihr Weinglas und sie gingen in die Küche nach unten, füllten auch noch ein Glas für Felix und bereiteten den Esstisch vor. Als sie damit fertig waren, klingelte es wie auf Befehl an der Tür und Sandra begab sich nach draußen, um das Essen zu holen.
Felix saß bereits beim Tisch, als sie wiederkam und nickte. „Nun gut, jetzt bin ich mal gespannt“
Sandra lächelte und packte das Essen aus. Sie aßen einige Antipasti und etwas Brot, dann richtete Sandra die Pasta auf den Tellern an und schob Felix seine Ravioli unter die Nase. Er roch daran und schien für einen Moment zu überlegen, dann schob er sich eine der Nudeln in den Mund und sah sie an. „Das ist der Italiener in Mitte…“
Sein Gegenüber blickte auf und nickte. „Ja“
„Da waren wir aber nicht sooft…“
„Stimmt, nur ein paarmal“
„Komisch“, murmelte er. „Wenn es mein Lieblingsitaliener ist, wieso waren wir da nicht mindestens einmal die Woche?“
Sie zuckte nur die Schultern und aß rasch weiter. Die Wahrheit konnte sie ihm ja wohl schlecht sagen. Ach, weißt du, Felix, wir haben privat eigentlich nicht übermäßig viel miteinander unternommen und essen waren wir jetzt auch nicht sooft, da hat es sich nicht so ergeben. Nein, das wäre vermutlich keine gute Antwort gewesen.
Sie aßen alles auf und bei der Hälfte des Nachtisches schob Sandra den Teller weg und schüttelte den Kopf. „Genug. Ich kann nicht mehr.“
„Heben wir für später auf“, meinte Felix und schnappte den Teller, um ihn in den Kühlschrank zu stellen. „Sollen wir uns auf die Couch verziehen?“
„Gern“ Sandra erhob sich und sie wanderten gemeinsam zum Sofa, bevor sie sich sinken ließen.
Sandra legte ihren Kopf auf Felix‘ Schoß und ihre Hand auf ihren vollen Magen und die beiden schauten ein wenig fern. Felix spielte mit einer ihrer Haarsträhnen und streichelte immer wieder über ihre Wange. Sandra genoss diese Zärtlichkeiten. Sie hatte nicht geahnt, dass er die Sorte Mann war, die kaum von einem ablassen konnte, aber sie fand das wahnsinnig anziehend. Patrizias Worte schossen ihr durch den Kopf und sie kaute auf ihrer Unterlippe herum. Sollte sie dem Ganzen nochmal eine Chance geben? Sollte sie ihn wirklich anleiten und ihm alles verraten, was sie mochte? Sollte sie sich dermaßen vor ihm entblößen?
Sie lachte, als er seine Hand plötzlich über ihre Augen legte. Er stieg in ihr Lachen ein und seine tiefe Stimme jagte ihr einen Schauer über den Rücken. Sandra tat so, als würde sie nach seiner Hand beißen und er triezte sie weiter, bis sie sein Handgelenk schnappte und seine Finger an ihre Lippen führte. Zärtlich küsste sie jede einzelne Fingerspitze und blickte dann zu ihm hoch. Er sah sie an und lächelte.
Sandra spürte ein leichtes Ziehen in den Schulter und streckte sich durch.
„Verspannt?“, fragte Felix.
„Ja… dieses ewige Sitzen beim Arbeiten ist nicht so gut für meinen Rücken“, seufzte sie und richtete sich auf.
„Ich werde versuchen das wieder hinzukriegen“, meinte er und wandte sich in ihre Richtung. Sie blickte überrascht über ihre Schulter zu ihm zurück, als er den Reißverschluss ihres Kleides ein Stückchen aufzog und die Träger hinab streifte.
Als seine warmen Hände über ihre Rücken strichen schloss sie die Augen und sie schmunzelte, als sie seine knetenden Bewegungen spürte. Sie war nicht nur einmal in den Genuss einer Massage von ihm gekommen und wenn es etwas gab, das er wirklich gut konnte, dann das.
Felix kümmerte sich ausgiebig um ihre Schultern, versuchte die Muskeln so gut es ging zu lockern. Er massierte sie eine ganze Weile, bis er aus irgendeinem Impuls heraus vor ihrem Nacken stoppte. In seinem Kopf regte sich etwas, er gebar eine leise Ahnung, dass irgendwas passieren würde, wenn er sie knapp unterm Haaransatz berührte. Felix wusste nicht recht, ob er seinen Erinnerungen trauen konnte, aber einen Versuch war es auf jeden Fall wert. Er biss sich leicht auf die Unterlippe, als er seine Finger in ihren Nacken schob und begann sie mit leichtem Druck zu massieren.
Sandra zog die Luft ein und schmunzelte. Er schaffte es immer noch absolut zielsicher und die Frage, ob er die Stelle zufällig gefunden oder sich erinnert hatte stellte sich gar nicht, denn sie verlor sich in dem elektrisierenden Gefühl, das er in ihr auslöste.
Felix schluckte, als er ihr leises Stöhnen hörte und er intensivierte seine Massage ohne zu zögern. Sie presste ihm ihren Nacken entgegen und ihr Stöhnen schwoll an. Felix wusste kaum noch wohin mit sich vor Lust.
Seine linke Hand massierte weiter, während seine rechte den Reißverschluss des Kleides vollständig öffnete und anschließend auch noch den BH-Verschluss.
In Sandra bestand nicht mehr der leistete Zweifel ihm Einblicke in ihre Vorlieben zu gewähren. Sie befreite sich aus dem Kleid und ließ den BH zu Boden rutschen, dann drehte sie sich um und zerrte an seinem T-Shirt. Sie hatte es kaum über seinen Kopf befördert, als ihre fordernden Lippen die seinen trafen und sie ihn gegen die Rückenlehne des Sofas drückte. Er war perplex, als sie plötzlich rittlings auf seinem Schoß saß, doch es dauerte nur wenige Sekunden, bis seine Hände auf Wanderschaft gingen und seine Finger sich unter den Saum ihres Slips schoben.
Sandras Hände wanderten über seine Brust, fühlten seine Muskeln und ihr Mund wurde trocken, als ihr bewusst wurde, wie sehr sie ihn gerade wollte. Sie erhob sich und zog ihn von der Couch hoch, öffnete die locker gebundene Schlaufe seiner Jogginghose, während sie mit ihm rückwärts in Richtung Schlafzimmer ging. Sie blieben neben seinem Bett stehen und er schlang seine starken Arme um sie, bevor er sie wieder küsste. Offenbar bekam er ein ganz gutes Gespür dafür was für eine Wirkung er auf sie hatte, denn sie konnte sich der Magie seiner Zunge kaum entziehen. Sie nahm ihn mit sich, als sie sich auf das Bett sinken ließ, küsste ihn weiter, und als sie sich auf den Rücken drehte und er neben ihr lag, löste sie sich und sah ihn mit ihren tiefbraunen Augen an. Sie spürte wie sehr sie ihm in diesem Moment vertraute und zog seine Hand auf ihren Bauch. Er schluckte leise, als sie ihre auf die seine legte und dann gemeinsam immer tiefer schob.
Er ließ sich von ihr leiten, biss sich auf die Unterlippe als seine Finger auf ihrer empfindsamsten Stelle landeten und sie für einen Augenblick die Luft anhielt. Dann versuchte er ein Gespür für die Bewegung und den Druck zu bekommen, den sie ihm vorgab. Nach wenigen Augenblicken zog Sandra ihre eigene Hand weg und sah ihn an, nickte leise lächelnd, um ihm zu bestätigen, dass er es genau so machte, wie sie es gern hatte.
Er küsste ihre Halsbeuge, arbeitete sich weiter vor bis zu ihren Brüsten. Sanft umspielte seine Zunge ihre Brustwarze und als er vorsichtig daran knabberte, verlor sich ihre Hand in seinem silbergrauen Haarschopf und sie seufzte zustimmend. Felix blickte wieder auf und lächelte zufrieden, als er langsam zwei Finger in sie schob und sie gedehnt aufstöhnte.
Er wechselte seine Bewegungen ab und beobachtete jedes Detail ihrer Reaktionen. Er war gefesselt von ihrem Anblick, davon, wie der Rhythmus ihrer Atmung zunahm, wie sie sich immer wieder leicht aufbäumte, sich ihm entgegenstreckte. Er schluckte, als sie ihm tief in die Augen sah und er die ungezügelte Wollust in ihrem Blick erkannte.
„Felix“, flüsterte sie nach einer Weile. „Schneller“
Er befolgte ihre Anweisungen, beobachtete ihr hübsches Gesicht, wie sie sich auf die Lippen biss, stöhnte, die Augen schloss und ihn zwischendurch trotzdem immer wieder ansah.
Felix konnte sich beim besten Willen nicht erklären wie er solch einen Anblick vergessen haben konnte, er hatte im Moment das Gefühl als brenne sich jedes Bild, das er in sich aufnahm, tief in seine Gehirnwindungen.
„Du bist wunderschön“, schluckte er und sie lächelte leicht und schob ihm ihr Becken weiter entgegen.
„Und du bist unfassbar gut“, war ihre leise Antwort.
Felix merkte erst jetzt, dass seine eigene Atmung ebenfalls schneller ging. „Ich will dich schmecken“
Sie öffnete die Augen und sah ihn an, schmunzelte und schluckte aufgeregt. „Dann tu es“
Er rutschte auf seine Knie, seine Hand machte weiter, während seine Lippen sich langsam einen Weg über ihre Brüste hinab zu ihrem Bauch suchten. Sie stöhnte, wurde ungeduldig, als er offenbar mit ihr spielte und sich Zeit ließ. Er schmunzelte und spürte seine Wirkung, genoss es sie nervös zu machen.
Ihre Hand verlor sich in seinen Haaren, während er seinen linken Arm unter ihrem Bein durch und auf ihren Bauch schob. Sie schluckte und blickte zu ihm hinab, sah mit welcher Hingabe er langsam immer tiefer rutschte. Sie richtete den Blick zurück an die Decke und als seine Zunge sie sanft traf, schloss sie die Augen und stöhnte ausgelassen. Er war unfassbar geschickt bei dem was er tat, sie wusste gar nicht was sich besser anfühlte; seine Zunge oder seine Finger, aber vermutlich war es die verführerische Kombination aus beidem.
Felix hob seinen Blick und schmunzelte, als er sah wie sie sich völlig verlor. Er gab sich noch mehr Mühe und erntete sofort eine heftige Reaktion, ihr Stöhnen klang in seinen Ohren nach und er glaubte noch nie etwas Erotischeres gehört zu haben. Seine saugenden und leckenden Liebkosungen trieben sie schon bald immer höher und Felix schnaufte leise, als sie seine Hand von ihrem Bauch auf ihre Brust zog. Er setzte kurz ab um seinen Kopf zu heben und sie anzusehen und lächelte, als sie sich ihm entgegen schob.
„Nicht aufhören, Felix“, stöhnte sie. „Bitte...“
Er ließ sich nicht zweimal bitten und versank wieder, seine Zunge kümmerte sich erneut gierig um sie, seine Finger spürten ihre immer regelmäßiger werdenden Kontraktionen. Er behielt den Rhythmus bei und entfernte seine linke Hand wieder von ihrer Brust, um ihre Hüfte in Position zu halten, da sie mittlerweile ziemlich unruhig war, was er mit Gefallen bemerkte.
Sie stöhnte seinen Namen, ihre Finger krallten sich in sein Haar und sie spürte, wie ihre Zehen sich krümmten. Mit ihrer freien Hand umfasste sie das Bettlaken, ihr Herzschlag stolperte beinah, als sie spürte, wie er sie zielsicher auf den Höhepunkt zutrieb.
Ihr Stöhnen schwoll an, wurde lauter und zu einem erregenden Dauerton und er wusste, dass er sie gleich soweit hatte. Noch einmal gab er alles, schob seine Hand zurück auf ihre Brust, und dann geschah es um sie und sie bäumte sich auf.
„Felix... ich komme...“, schaffte sie es gerade noch mit zitternder Stimme zu keuchen. Sie spürte, wie er keine Gnade mit ihr zeigte, sich noch intensiver an sie presste, sie dafür belohnte, dass sie ihn vorgewarnt hatte so wie er es mochte.
Sandra fühlte den Orgasmus bis in ihre Zehen, sie atmete heftig, ihr Becken bebte und sie zog sich ein wenig zurück, da Felix ihre Sensibilität beinah bis an die Grenze ausreizte.
Schmunzelnd rutschte er zu ihr hoch und wollte sie küssen, doch sie schnappte sein Handgelenk und saugte für einen Moment kurz an den zwei Fingern, die bis vor wenigen Sekunden noch in ihr gewesen waren.
„Wow“, schluckte er überrascht.
Er nahm ihren Kopf in seine Hände und ihre Zungen spielten leidenschaftlich miteinander. Dann kniete Felix sich hin und Sandra folgte ihm ohne den Kuss zu unterbrechen, zerrte seine Jogginghose in einem Ruck mit seinen Boxershorts hinab. Er fegte die Kleidungsstücke zu Boden und legte sich dann gemeinsam mit ihr wieder hin. Sie schlang ihre langen Beine um ihn und küsste ihn, während er in sie eindrang und ihre unendliche Wärme und Enge spürte. Er war überwältigt von dem Gefühl und durch die ganze vorangegangene Aktion war er bereits so aufgeheizt, dass sein Rhythmus von der ersten Sekunde an tief und ruppig war. Sandra war verzaubert von seinem Stöhnen, seiner offenherzigen Bekundung wie unfassbar er ihr Zusammentreffen genoss. Und sie fand es unheimlich erotisch wie heftig er sie liebte.
Ihr Stöhnen vermischte sich mit seinem, während sie sich an ihm festhielt, ihre Arme und Beine um ihn schlang.
Sie war überrascht, als er sich plötzlich aus ihr zurückzog und sich wieder über ihren Bauch hinabküsste.
„Felix“, keuchte sie. „Was machst du denn? Mach weiter...“
„Gib mir ein paar Sekunden“, schmunzelte er. „Sonst komme ich auf der Stelle“
Sie atmete tief durch, seine Worte trieben sie beinah in den Wahnsinn. Er bedeckte ihren Körper mit sinnlichen Küssen, ließ sich kurz etwas Zeit, um sich zu beruhigen. Dann setzte er sich auf seine Unterschenkel und drückte Sandras Beine in den Kniekehlen hoch, bevor er wieder in sie eindrang.
Sie blickte atemlos zu ihm hinab, während er wieder nach einem Rhythmus suchte, es aber nicht schaffte langsam und bedächtig zu bleiben. Die Gemüter waren zu sehr erhitzt und er schluckte, als er spürte, dass seine Lust sich in Windeseile wieder nach oben peitschte.
Er schnappte Sandras rechte Hand, führte sie zwischen ihre Beine.
Sie sah ihn überrascht und fragend an.
„Hilf mit“, flüsterte er rau. „Ich will gemeinsam mit dir kommen und ich weiß nicht wie lang ich es noch schaffe“
„Stehst du da drauf?“, antwortete sie atemlos.
„Ja… weißt du doch“ Er lächelte sie an und sie biss sich auf die Unterlippe.
Er packte ihre Hüften, um sich immer tiefer mit ihr zu vereinigen, legte den Kopf in den Nacken, stöhnte. Sandra wusste nicht, ob sie es rechtzeitig schaffen würde, denn sie konnte fühlen, wie er in ihr zuckte und sie war noch nicht ganz auf demselben Niveau. Das schien auch er zu merken, denn er schob ihre Hand beiseite und begann sie stattdessen mit seinem Daumen zu verwöhnen… schneller, heftiger, und mit mehr Druck.
Sandra war immer noch sensibel, deswegen zog sie scharf die Luft ein und richtete sich ein wenig auf, biss sich auf die Lippen, versuchte ihr Becken ein wenig von ihm weg zu kippen, doch sie hatte keine Chance. Er war gnadenlos, überging die Grenze ihrer Sensibilität, massierte sie unaufhörlich, während seine Stöße fließend aber heftig weitergingen.
Sandras Finger krallten sich erneut nach Halt suchend in das Laken, als seine tiefe Stimme an ihr Ohr drang. „Komm, Sandra… ich will, dass du kommst“
Es waren vermutlich seine Bewegungen und sein anschwellendes Stöhnen, das ihr Gehirn mit Hormonen überflutete. Eine Mischung aus Stöhnen und Schreien drang aus ihrer Kehle, als sie fühlte, wie er in ihr explodierte und sie ihm im Bruchteil einer Sekunde folgte.  Er ließ sich nach vorne auf sie sinken, während seine Hüften bebten, er wild in ihr zuckte und ihre Kontraktionen sich irgendwann aneinander anpassten. Sandra spürte das Blut in ihren Adern rauschen, merkte, wie die Endorphine und das Adrenalin ihr Herz überfluteten, und schloss schwer atmend die Augen, während Felix immer noch nicht ganz zur Erde zurückgefunden hatte und sich mit einem letzten Stoß noch einmal so tief wie möglich mit ihr vereinte.
Sandra spürte, wie ihre Glieder schwer wurden, wie sie vor Erschöpfung kaum noch die Kraft aufbrachte ihre Hand zu heben, um über seinen Kopf zu streichen, den er müde auf ihrer Brust abgelegt hatte. Sie lauschten ihrem sich langsam wieder beruhigenden Atem und dann der Stille, die sich über den Raum legte. Irgendwann hob Felix seinen Kopf wieder, lächelte, als er sah, dass Sandra ihre Augen noch geschlossen hatte. Er legte sich vorsichtig neben sie, sie drehte sich in seine Richtung, und er streichelte über ihre Wange.
„War es immer so?“, fragte er.
Sie öffnete die Augen und sah ihn an. „Ja. Immer.“
Er lächelte. „Wieso haben wir eigentlich so lange damit gewartet ein Paar zu werden?“
Sandra zuckte die Schultern. „Ich denke wir haben die Zeit einfach gebraucht“
„Hm“ Er drehte sich auf den Rücken und blickte nachdenklich an die Decke.
Sandra legte ihren Kopf auf seine Schulter und ihren Arm auf seine Brust, zeichnete kleine unsichtbare Kreise mit ihren Fingern. „Felix?“
„Ja?“
Sie atmete tief durch. „Ich liebe dich“
„Ich dich auch“
Sie schüttelte den Kopf. „Nein, ich meine… ich liebe dich. Was auch immer passieren wird. Ich habe das noch nie für irgendwen so empfunden.“
Felix streichelte über ihren Arm und blickte zu ihr hinab. „Was soll denn passieren? Es wird gar nichts passieren. Ich liebe dich auch, Sandra, mehr als du vermutlich jemals ahnen wirst. Und das werde ich immer tun.“
„Ich...“, setzte sie unsicher an. „Ich hab nur Angst, dass du Schluss machst, weil das hier vielleicht alles nicht das ist, was du dir vorstellst...“
„Sandra, hast du mir nicht zugehört?“ Er hob seinen Kopf und suchte ihren Blick. „Ich liebe dich. Ich sage sowas nicht einfach leichtfertig. Ich mag vielleicht nicht mehr wissen, was ich vor einer Woche zum Frühstück hatte, oder die Paragraphen im Zusammenhang mit Strafrecht… aber ich weiß, dass ich dich verdammt nochmal liebe. Und nichts könnte das je  ändern, absolut nichts.“
Sie küssten sich noch einmal zärtlich, bevor Sandra ihren Kopf zurück auf seine Schulter legte und ihre Augen schloss. Und irgendwann gewann die Stille die Überhand und sie schlief langsam ein.
Review schreiben