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Suche nicht nach mir

von CrazyKid
GeschichteAbenteuer, Schmerz/Trost / P12
Fried Justine
10.06.2020
02.10.2020
15
13.164
3
Alle Kapitel
12 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
19.07.2020 1.408
 
Währenddessen in Fairy Tail :

Laxus konnte es einfach nicht glauben. Freed war weg! Er las sich immer und immer wieder den Zettel durch, nur um sicherzugehen, dass er keine geheime Botschaft, eine Nachricht oder einen Hilferuf übersehen hatte. Aber egal wie oft er den Zettel auf das Genauste musterte, es standen immer nur diese vier Worte dort: Suche nicht nach mir.
Warum nur hatte Freed niemandem davon erzählt, dass er die Gilde verlassen wollte? Am Tag davor war doch noch alles in bester Ordnung gewesen! Warum also war er gegangen?! Und wohin wollte er nun?
Der Kopf des Blonden war so voller Fragen, dass er kurz vorm Platzen war. Er hatte doch noch mit Freed gesprochen, einen Tag, bevor dieser so plötzlich verschwand... Da war alles noch ganz normal gewesen, da war sich der Dragonslayer hunderprozentig sicher! Was also war in diesen wenigen Stunden passiert, dass Freed tags darauf einfach verschwand und seine Freunde, seine Familie, sein Leben hinter sich ließ? Es musste etwas Schlimmes geschehen sein, keine Frage! Aber bloß was?!
„L-laxus...“, jemand zupfte ihn am Arm.
Unwillig hob der Blonde den Kopf und sah Evergreen, die ihn besorgt und auch nervös anstarrte.
„Meinst du, es könnte etwas mit dem... Du weißt schon... Zu tu haben?“, nuschelte die Magierin beschämt.
Befremdet sah Laxus sie an.
„Quatsch.“, knurrte er dann, „Der Kuss war doch bloß wegen dieser dummen Wette. Außerdem wusste Freed doch gar nichts davon.“
„Und wenn er uns gesehen hat?“
„So spät war niemand mehr in der Gilde.“, beharrte Laxus, „Und selbst wenn, warum sollte er deshalb die Gilde und mi-, ähm, uns verlassen?!“
„Ich kann es einfach nicht glauben.“, murmelte Bixlow bedrückt, „Glaubt ihr, dass wir ihn je wieder sehen?“
„Er muss irgendwelche Schwierigkeiten haben, in die er uns nicht reinziehen will...“, grübelte Laxus laut, „Aber wieso verdammt lässt er uns nicht helfen?!“, seine Faust fuhr auf den Tisch herab und hinterließ eine Delle im Holz.
„Er, er wird schon seine Gründe haben.“, versuchte Evergreen die beiden Männer aufzuheitern, „Vielleicht kommt er jeden Moment zur Tür herein und alles war nur ein schlechter Scherz?“, aber daran glaubte niemand, nicht einmal sie selbst.
Aber Freed würde wiederkommen. Er musste! Er konnte der Gilde doch nicht dauerhaft den Rücken kehren! Fairy Tail und die Raijinshū waren sein Zuhause, seine Familie, sein Leben!
„L-laxus-san?“
Erneut hob der Blonde den Kopf. Diesmal hatte nicht Evergreen in angesprochen, sondern die kleine Himmelsdrachentöterin.
„Wendy?“, fragte Laxus etwas überrascht, sie sprach sonst eigentlich nie mit ihm, „Was ist los?“
Die Augen des Mädchens füllten sich plötzlich mit Tränen.
„E-es tut mir so schrecklich leid.“, schluchzte sie, „Er sagte, er wolle bloß verreisen, wenn ich gewusst hätte, das er die Gilde verlassen wollte, dann hätte ich... Hätte ich...“
Eine große Hand wuschelte ihr sanft durchs Haar und brachte sie zum Verstummen.
„Du hättest nichts tun können.“, sagte Laxus leise, „Es ist nicht deine Schuld.“
Das war es wirklich nicht. Wenn Freed sich dazu entschlossen hatte, hätte kaum jemand ihn aufhalten können. Aber warum nur hatte diese Entscheidung getroffen?!!!

Das Gildentor wurde aufgestoßen und mit einem lauten:
„Wir sind wieder daaaaa!“, kam Natsu herein, Happy und Lucy im Schlepptau.
Enttäuscht ließen Laxus, Ever und Bixlow sich wieder auf ihre Stühle sinken, waren sie doch im ersten Moment aufgesprungen, weil sie gehofft hatten, ihren grünhaarigen Teamkameraden zu sehen. Während der pinkhaarige Dragonslayer wie immer fröhlich durch die Gegend grinste und direkt einen Streit mit Gray anzetteln wollte, sah die blonde Stellarmagierin aufmerksam durch die Gilde und runzelte die Stirn. Irgendetwas war nicht in Ordnung. Sie ließ Natsu stehen und ging zum Tresen, auf dem der Master mit bedrückter Miene saß. Ehe sie jedoch dort ankam, wurde sie plötzlich von Mirajane aufgehalten.
„Mira?“, fragte sie verwundert.
„Lucy... Bitte sprich den Master nicht darauf an. Er macht sich große Vorwürfe, das würde es nur noch schlimmer machen.“, sagte die Weißhaarige leise und mit Kummer in der Stimme.
„Aber was ist denn geschehen?“, fragte Lucy jetzt ernsthaft besorgt und sah sich genauer um, „Was ist mit Laxus, Evergreen und Bixlow? Und wo ist Freed?“
„Freed... Hat sich entschieden die Gilde zu verlassen.“, erklärte Mira leise, „Er hat niemandem gesagt warum, oder wohin er gegangen ist.“
„Was?!“, entsetzt sah die Blonde sie an, „Aber...“
„Wir wissen nichts.“, kam Mira ihr zuvor, „Wir haben keine Ahnung, er das getan hat.“, eine Träne bildete sich in ihrem Augenwinkel, „Bitte, sprich es nicht an... Der Master macht sich große Vorwürfe, dass er es nicht vorher bemerkt hat.“
„O-okay.“, versprach Lucy verwirrt und schockiert, ehe sie davonging und sich an einen der Tische setzte. Freed hatte Fairy Tail verlassen?! Aber warum?!

„Verdammt, es reicht!“, fluchte Laxus auf einmal, „Mir egal, was auf diesem Zettel steht, ich werde ihn suchen und ihn zurückbringen!“
Trotz seiner Wut hatte er leise gesprochen, damit niemand außer seiner Teamkameraden ihn hören konnte.
„Aber der Master hat doch gesagt, wir sollen seinen Wunsch respektieren.“, wandte Ever zögernd ein.
„Freed steckt in Schwierigkeiten.“, für Laxus war die Sache klar, „Wir sind seine Freunde. Wir werden ihn nicht hängen lassen, wenn er unsere Hilfe braucht!“
„Du hast Recht.“, entschlossen nickte Bixlow, „Wir finden ihn. Fairy Tail ohne Freed ist einfach nicht vorstellbar.“
„Ihr habt Recht, wir können ihn nicht im Stich lassen.“, nickte nun auch Ever, „Nicht, bevor wir sicher sind, dass es ihm gut geht.“
Entschlossen nickten die drei sich zu, ehe sie sich ganz unauffällig erhoben und scheinbar gleichgültig Richtung Ausgang schlenderten, darauf bedacht, keinen Verdacht zu erregen.
Laxus hätte seinen Großvater aber besser kennen müssen, um zu wissen, dass dieser ihn sofort durchschaute.

„Master, was ist los?“, fragte Mirajane und sah den Gildenmeister besorgt an, „Warum haben Sie geseufzt?“
„Laxus war schon immer ein sturer Junge.“, brummte Makarov, „Nach außen kalt und arrogant, aber tief im Herzen hängt er an seinen Freunden. Er würde nie einen von ihnen im Stich lassen.“
„Sie meinen...“, Mira sah zu den drei Magiern hin, die immer noch betont unauffällig Richtung Ausgang schlenderten, „Sie wollen Freed suchen?“
„Natürlich.“, der Master schüttelte den Kopf, „Es war doch abzusehen, dass sie sich nicht an seine letzte Bitte halten.“
„Aber wollen Sie sie dann nicht aufhalten.“
„Ach, nein.“, Makarov zuckte mit den Schultern, „Das wird nicht nötig sein. Freed kennt seine Freunde ebenso gut wie ich, oder besser. Er hat mit Sicherheit Vorkehrungen getroffen, damit...“
Ein Knall und ein lautes Fluchen unterbrach ihn. Laxus, Bixlow und Evergreen hatten inzwischen den Ausgang erreicht, aber eine Wand aus lila Runen versperrte ihnen den Weg.
„Verdammter Mist.“, knurrte Laxus und schlug gegen die Runen, doch wie immer waren sie unzerstörbar, makellos und undurchdringlich. Levy, die wie der Rest der Gilde das Spektakel beobachtet hatte, trat näher.
„Niemand, der die Absicht hat, mich zu suchen, kann dieses Gebäude verlassen.“, las sie vor, „Laxus, Evergreen und Bixlow können dieses Gebäude für den Rest des Tages gar nicht verlassen. Übrige Zeit: Sechs Stunden, 18 Minuten. Niemand innerhalb dieser Runen kann Ortungsmagie verwenden, um mich zu suchen. Verlassen Laxus, Evergreen und Bixlow nach Ablauf des Countdowns diese Runen, sind sie gezwungen innerhalb der nächsten 24 Stunden wieder hierher zu kommen, sobald sie die Absicht haben, mich zu suchen.“
„Was?!“, entsetzt starrten Laxus und seine Freunde auf die zierliche Skriptmagierin, die nur entschuldigend mit den Schultern zuckte.
„So steht es da. Es ist auch kein einfacher Bannkreis, sondern ein mehrschichtiger, höchst komplexer.“
„Aber du kannst ihn auflösen, oder?“, eindringlich sah Laxus die Blauhaarige an.
„Äh, naja...“, sie musterte die Runen angestrengt, „Also... Er hat mehrere Verschlüsselungen ineinander verwendet, und ich glaube Einiges ist sogar mit Passwörtern versiegelt. Einen Teil kann ich vielleicht umschreiben, aber es komplett aufzuheben wird ein paar Tage dauern...“
Makarov musste Schmunzeln, als er das entsetzte Gesicht seines Enkels sah. Er hatte Freed nicht umsonst für die S-Klasse Prüfung nominiert. Der Grünhaarige war ein wirklich starker Magier und seine größte Stärke lag darin, die Handlungen seiner Gegner – oder seiner Freunde – vorauszusehen und entsprechende Vorkehrungen zu treffen. Laxus hätte gut daran getan, das nicht zu vergessen.

[Ja also eigentlich wollte ich das Kapitel nicht löschen da ich es ja vorher schon hochgeladen hatte nur da viel die Hälfte und als ich versucht habe den rest ein zu fügen hat der ✔️ Button nicht funktioniert also war ich relativ dazu gezwungen es nochmal hoch zu laden.
Is ja auch nen bisschen komischen wen es einfach aufhört so Mittem im Kapitel xd.
Also ja jetz ist so ziemlich alles da, viel Spaß beim lesen (*꒦ິ꒳꒦ີ)
Lg Kid]
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