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Suche nicht nach mir

von CrazyKid
GeschichteAbenteuer, Schmerz/Trost / P12
Fried Justine
10.06.2020
02.10.2020
15
13.164
3
Alle Kapitel
12 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
19.08.2020 673
 
Freed

Es dauerte eine halbe Ewigkeit, aber irgendwann wurden auch die beiden Dragonslayer endlich wach. Die beiden waren etwas planlos und wussten noch nicht genau, wie sie den Tag verbringen wollten. Ich dagegen hatte ein klares Ziel vor Augen: Shoppen. Schließlich konnte ich nicht dauerhaft in Rogues geliehenen Sachen rumlaufen. Ich verabschiedete mich also von den vieren und zog alleine los. Es dauerte nicht lange, da hatte ich gefunden, was ich suchte. Ich hatte ja schon die vage Vorstellung gehabt, dass ich gerne bei Schwarz bleiben wollte, nur ein wenig eleganter als nur Jeans und Tshirt. Schlussendlich kaufte ich ein paar schwarze Roben. Sie waren sehr bequem und gut zum Kämpfen geeignet, hatten einen hohen, aufstehenden Kragen und zwei verschieden lange Ärmel. Außerdem gehörte ein großes Tuch dazu, das ähnlich wie eine Toga darüber geschlungen wurde und sehr elegant aussah. Ein bisschen erinnerten sie mich an diesen seltsamen Fremden, den wir auf Tenrou Jima getroffen hatten. Die dunkle Gilde hatte ihn für Zeref gehalten, oder irgendwie so. Er hatte etwas ganz ähnliches getragen, nur war sein Tuch weiß gewesen, während mein Outfit jetzt komplett schwarz war.

Nun hatte ich jedenfalls endlich neue Kleidung, die meinen neuen Look vervollständigte. Als ich ins Hotel zurückkam und Rogue seinen Sachen wiedergeben wollte, hatten die beiden noch immer nicht entschieden, was sie heute machen wollten.
„Meine Güte, seid ihr immer so unentschlossen?“, schmunzelte ich, „Also ich würde mich jetzt ein bisschen auf Stella umsehen wollen, und vielleicht auch eine Kleinigkeit essen.“
„Frosch will auch mit!“, krähte der kleine Exceed und Rogue lächelte.
„Frosch scheint dich ja wirklich zu mögen. Nimm ihn ruhig mit, aber versprich mir, das du gut auf ihn aufpasst, ja?“
Ich versprach es und hob den Kleinen auf meine Schultern.
„Frosch hat Hunger.“, verkündete der, als wir auf die Straße traten.
„Ich auch.“, stimmte ich zu und sah mich nach einem Restaurant um.
Davon gab es hier mehrere und ich steuerte das an, das mir auf den ersten Blick am besten gefiel. Mit Frosch noch auf den Schultern trat ich durch die Tür, das heißt, ich wollte es, doch in diesem Moment ließ mich eine Stimme zusammenzucken.
„Men! Dieses Parfum kommt mir so bekannt vor!“
Oh nein, das war doch nicht etwas dieser Ichiya? Doch zum Flüchten war es zu spät, denn als ich mich umdrehte, stand der seltsame kleine Mann schon direkt vor mir und beschnupperte mich.
„Ganz unzweifelhaft! Men!“, verkündete er seinen drei Begleitern, die ich jetzt erst sah, „Es ist Freed!“
Ren, der einer der drei anderen Jungs war, runzelte die Stirn und musterte mich.
„Hattest du nicht langes Haar?“, fragte er mich, „Und einen Degen hast du auch nicht getragen.“
„Mein Parfum irrt sich niemals! Men!“, rief Ichiya und ich zuckte zurück, als die drei anderen sich plötzlich wie auf Kommando verbeugten und ebenso laut riefen:
„Natürlich nicht, Sensei!“
„Warum sind die so komisch?“, fragte Frosch und prompt lag ihre Aufmerksamkeit wieder auf uns.
„Ich bin Hibiki.“, stellte sich der mittlere der drei anderen vor. Er trug genau wie Ren und der dritte Junge einen dunklen Anzug und sah schon so aus, als wäre er ein Frauenheld, „Freut mich sehr, dich kennenzulernen.“
„Äh... Freut mich ebenso.“, erwiderte ich, immer noch irritiert, warum sie jetzt so normal und dann plötzlich wieder so seltsam waren.
„Ich bin Eve.“, stellte sich jetzt der Kleinste der drei vor, „Und zusammen sind wir...“
„DIE TRIMENS!“, alle drei drehten eine Pirouette und die Luft schien plötzlich zu glitzern, „MITGLIEDER VON BLUE PEGASUS!“
Die Pirouette endete in einer komischen Pose und das Funkeln und Glitzern verstärkte sich noch. Was war bitte mit denen los?
„Ähm, ja, ich bin Freed und das ist Frosch.“, erwiderte ich zögernd, als ein lautes Knurren meines Magens mich unterbrach.
„Men! Das Parfum des Hungers!“, rief Ichiya aus, „Ein reizender junger Mann mit einem so wundervollen Parfum sollte nicht hungrig sein! Gestatte uns, dich zum Essen einzuladen!“
„Äh...“, machte ich überfordert, aber ehe ich antworten konnte, schoben Eve, Ren und Hibiki mich unter Verbeugungen ins Restaurant.
Na, das konnte ja was werden...
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