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Suche nicht nach mir

von CrazyKid
GeschichteAbenteuer, Schmerz/Trost / P12
Fried Justine
10.06.2020
02.10.2020
15
13.164
3
Alle Kapitel
12 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
15.08.2020 942
 
Freed

Ich spielte noch ein bisschen mit Frosch, unter strenger Beobachtung von Rogue. Später gesellte sich auch noch Sting und Lector zu uns.
Die Zeit verging schneller als ich dachte und ich musste den ganzen Abend wirklich nicht ein einziges Mal an Laxus denken.
Am nächsten Morgen änderte sich das allerdings. Ich hatte gut geschlafen und war noch halb im Reich der Träume gefangen, als ein lautes Klopfen mich rücksichtslos aus dem Schlaf riss. Verwirrt setzte ich mich auf, was konnten Sting oder Rogue so früh am Morgen von mir wollen? Aber als ich verschlafen zur Tür taumelte und diese aufriss, stand niemand davor. Verdutzt und auch ein wenig verärgert starrte ich den leeren Flur an. War das ein dummer Scherz oder hatte ich mir das Klopfen nur eingebildet? In diesem Moment klopfte es erneut und beantwortete so meine Frage. Inzwischen war ich auch wach genug um zu bemerken, dass das Klopfen gar nicht von der Tür, sondern vom Fenster kam. Irritiert drehte ich mich zum Fenster und zuckte erschrocken zusammen, als ich sah, wer da auf meiner Fensterbank hockte. Sein finsterer Gesichtsausdruck ließ mich jedoch trotz meines Schrecks hastig zum Fenster eilen und es öffnen. Augenblicklich schwang sich der schwarzhaarige Dragonslayer ins Zimmer.
„Wurde ja auch langsam mal Zeit.“, grummelte er genervt.
„Was suchst du hier, Gajeel?“, fragte ich den Größeren überrascht.
„Du hast Post.“, hielt mir sein Exceed Lily ohne weitere Kommentare einen schlichten, weißen Brief hin, den ich überrumpelt entgegennahm.
„Nachdem du dich ohne ein Wort verdrückt hast, sind alle total durchgedreht.“, knurrte der Schwarzhaarige mit den vielen Piercings, „Cana hat dich geortet, und weil ich eh einen Auftrag hier in der Gegend hatte, hat der Master mich geschickt um dich aufzuspüren.“
Ich nickte verstehend. Jetzt ergab es Sinn, wieso er hier auf meiner Fensterbank hockte. Er musste seiner Nase gefolgt sein. Ich nahm den Brief von Makarov und öffnete ihn.

Hallo Freed,

es war ein ziemlicher Aufwand herauszufinden wohin du gegangen bist. Du hast dich mit deinen Bannkreisen diesmal selbst übertroffen. Levy hat hart gearbeitet um wenigstens ein paar davon aufzulösen, sodass wir dich orten konnten. Am letzten ist sie allerdings gescheitert.
Laxus und den Raijinshu haben wir nicht gesagt, wo du bist. Sie können die Gilde seit Tagen nicht verlassen, weil sie fest entschlossen sind dich zu suchen und Levy den letzten Bannkreis nicht aufheben kann. Sie glauben felsenfest, dass du in Schwierigkeiten bist und wollen dir helfen. Sie machen sich große Sorgen, genau wie alle anderen in der Gilde.
Schreib uns doch bitte einen Brief, damit wir alle wissen, ob es dir gut geht.
Denk daran, Fairy Tail wird immer dein Zuhause und deine Familie bleiben.
Pass gut auf dich auf.
Makarov

Ich lächelte sanft und faltete den Brief zusammen.
„Gajeel, könntest du meine Antwort mitnehmen?“, fragte ich vorsichtig, da der Schwarzhaarige für sein unberechenbares Temperament bekannt war.
„Jaja, aber mach schnell, ich hab noch einen Auftrag zu erledigen.“, knurrte der jedoch nur und ich nickte dankbar, ehe ich mich an den Tisch setzte und schnell eine Antwort zu Papier brachte:

Hallo Master Makarov,

natürlich schreibe ich Ihnen gern zurück, ich werde auch weitere Briefe schreiben wenn ich die Zeit dafür finde.
Es geht mir soweit gut, Sie und alle anderen müssen sich keine Sorgen um mich machen. Ich habe bereits neue Freunde gefunden, zwei Dragonslayer mit ihren Exceeds. Ihre Gesellschaft tut mir gut.
Wir machen zusammen Urlaub hier, wo Sie mich geortet haben. Wir werden noch ein paar Wochen hierbleiben, aber dann weiß ich noch nicht, wo ich hingehen werde. Ich bitte Sie, mich dann nicht mehr zu orten oder anderweitig zu suchen. Ich brauche die Ruhe zum Nachdenken, und Sie können sicher sein, dass ich gut auf mich aufpassen kann.
Bitte sagen Sie Laxus nicht, wo ich zur Zeit bin. Ever und Bixlow dürfen Sie es sagen, aber nur wenn diese versprechen, es nicht Laxus zu erzählen.
Ach, und bitte schicken Sie mir keine Briefe mehr über Gajeel. Er saß in aller Frühe auf meinem Fensterbrett und hat mich fast zu Tode erschreckt.
Und richten Sie bitte Levy von mir aus, dass das Passwort für den letzten Bannkreis in einer antiken Sprache geschrieben werden muss. Es dürfte für sie kein Problem sein es zu schreiben. Es lautet Blitz.
Bitte machen Sie sich keine Sorgen um mich.
Liebe Grüße
Freed

Ich faltete das Papier zusammen und steckte es in einen Umschlag.
„Hier, bitte.“, sagte ich und reichte ihn Gajeel.
Dieser nickte stumm und sprang auf die Fensterbank, doch dann drehte er sich nochmal um.
„Der neue Style steht dir.“, kommentierte er trocken, „Lässt dich sympathischer wirken.“
Damit hüpfte er gefolgt von Lily aus dem Fenster.
Irritiert sah ich ihm nach. Soll das heißen, vorher war ich ihm unsympathisch? Na, egal... Ich mag den neuen Style, und Gajeel offenbar auch, auch wenn der Kommentar ein bisschen seltsam war.
Ich schloss das Fenster und ging ins Bad, um mich fertig zu machen. Ob Sting und Rogue wohl schon wach sind?
Ich ging zu ihren Zimmern und klopfte vorsichtig an die Tür, um sie nicht zu wecken, wenn sie noch schlafen.
Bei Sting blieb auch alles still, nur bei Rogues Zimmer öffnete mir Frosch.
„Rogue schläft.“, teilte mir der Kleine mit, „Aber Frosch ist schon wach!“
Ich nickte und wollte eigentlich schon wieder zurück in mein Zimmer gehen, als ich die großen Augen sah, mit denen der kleine Exceed mich hoffnungsvoll anguckte.
Ich seufzte, dann schmunzelte ich.
„Na gut, ich bin zwar noch sehr müde, aber komm mit, dann können wir zusammen spielen bis Rogue aufwacht.“
Frosch lachte entzückt auf und klatschte in die Hände, dann schloss er die Tür hinter sich und tapste mir eifrig hinterher.
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