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Babyfreuden

von grantaire
GeschichteHumor / P12 / Gen
Athos
10.06.2020
10.06.2020
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Athos Sicht
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Es fing alles an einem Sommerabend im August an. Ich hatte mich gerade nach einem langen heißen und anstrengenden Tag an dem ich vor dem Palast Wache gehalten hatte mit einer Flasche Wein genüsslich in meinen Badezuber gesetzt (den mein Diener Grimaud bereits mit heißem Wasser gefüllt hatte) und plante mich zu entspannen da klopfte es an der Haustür. Verärgert ob der späten Störung stand ich aus dem Zuber auf, zog mir schnell meinen Bademantel über um der Person an der Tür ein paar Takte zu sagen. Bestimmt waren es Aramis, Porthos oder D'Artagnan die noch etwas von mir wollten (höchstwahrscheinlich meinen Weinvorrat plündern) Ruckartig machte ich die Tür auf bereit den Störenfried beziehungsweise die Störenfriede zu erschrecken. Doch dort stand niemand. Stattdessen wurde meine (wohlverdiente) abendliche Ruhe von Babygeschrei unterbrochen. Ich blickte auf meine Fußmatte von der der Lärm kam und sah dort drei Säuglinge in einem Weidenkorb liegen. Da ich niemanden entdecken konnte nahm ich den Korb vorerst zu mir in die Wohnung. Meine gute Tat wurde mit einem dreistimmigen die ganze Nacht anhaltenden Brüllorchester belohnt. Am nächsten Morgen schickte ich Grimaud sofort auf den Markt mit dem Befehl eine Ziege zu kaufen, in meine Wohnung zu bringen und die Babys mit der Ziegenmilch zu füttern. Nachdem er das erledigt hatte machte ich mich auf den Weg zur Garnison. Wem gehörten die Babys fragte ich mich unverwandt und warum hatte man sie vor meiner Tür abgestellt? Ich konnte mich kaum auf meinen Dienst konzentrieren so sehr beschäftigten mich diese Fragen. Meine Unruhe blieb meinen Freunden nicht verborgen. Besonders D'Artagnan wollte wissen was mich beschäftigte. Um seine Neugier zu stillen lud ich ihn, Porthos und Aramis für den nächsten Abend zu mir ein. Die Frage nach der Herkunft der Babys beantwortete sich am späten Nachmittag. Nach meinem Wachdienst ging ich auf dem schnellsten Weg zu meiner Wohnung wo mich Grimaud bereits erwartete. Mit einem Brief in der Hand. "Der lag in dem Körbchen unter den Decken" sagte er. Interessiert nahm ich ihm den Brief ab. Vielleicht stand in ihm ja wem die Babys gehörten. Wenige Minuten später wünschte ich mir den Brief nicht gelesen zu haben. In dem Brief stand folgendes:


BEI FRAGEN NACH DER HERKUNFT EINFACH HINTER DAS RECHTE OHR GUCKEN. DU HAST ES AN DER GLEICHEN STELLE.
ANNE.


Nachdem ich diese Zeilen gelesen hatte überzeugte ich mich von der Wahrheit der Worte und sank ermattet zu Boden. Es bestand nicht der geringste Zweifel mehr: diese drei Babys waren MEIN Fleisch und Blut. Dass sie das gleiche Muttermal wie ich und an der genau gleichen Stelle hatten (einen Halbmond hinter dem rechten Ohr) war mir Beweis genug. Als mich meine Freunde am nächsten Abend besuchten war ich mir relativ sicher dass ich die drei behalten wollte. Sie in ein Kinderheim mit einer strengen Gouvernante zu geben kam garnicht infrage. Aramis, Porthos und D'Artagan waren hellauf begeistert von den Babys denen wie ich jetzt erst bemerkte deutlich anzusehen war dass sie mein Blut hatten. "Wie willst du die drei eigentlich nennen?" Fragte mich D'Artagan dem deutlich anzusehen war dass er meine Töchter am liebsten mitgenommen hätte. "Wie wäre es wenn wir sie Margrid, Adele und Zoe nennen?" Schlug Aramis vor. "Warst du nicht mal mit Frauen zusammen die so hießen?" entgegnete Porthos lächelnd. Auf D'Artagnan's Idee Constance 1, Constance 2 und Constance 3 ging ich garnicht weiter ein. Porthos Idee gefiel mir schon viel besser. Er schlug Valentine, Odette und Amelie vor. Mit diesen Namen war ich einverstanden.



"Kann man die irgendwie abstellen?" Fragte ich meine Freunde nach einer weiteren schlaflosen Nacht verzweifelt. "Vielleicht mit Alkohol?" Fuhr ich fort. "Du musst ihnen etwas vorsingen"schlug Aramis vor. "Damit sie noch lauter schreien?" entgegnete ich fragend. Schließlich ließ ich mich doch dazu überreden und hob Amelie vorsichtig hoch und fing an zu singen. Es schien zu wirken jedenfalls schlief sie langsam ein. Ich war schon fast stolz auf mich bis ich bemerkte dass mein Hemd an der Vorderseite nass war und nach Urin roch. Dieses kleine Biest hatte mich doch wirklich angepinkelt anscheinend hatte ihr mein Gesang doch nicht gefallen. Porthos, D'Artagnan und Aramis verließen leise kichernd meine Wohnung. Kaum hatte ich Amelie's kleines Missgeschick beseitigt erfüllte ein wahrhaft teuflischer Gestank meine Wohnung. "Was ist dass jetzt schon wieder?" Fragte ich mich entnervt. Wo war bitte Aramis wenn man ihn mal etwas fragen wollte? Mit dem Baby unter'm Arm lief ich schnurstracks zu Aramis Wohnung und hielt ihm den kleinen Brüllbeutel vor's Gesicht. "Aramis, das Baby riecht wie Porthos wenn er Durchfall hat. Kümmere dich darum". Aramis fing schallend an zu lachen. "Du hast noch nicht viel mit Babys zu tun gehabt oder?"
"Nein" entgegnete ich " diese Aufgabe obliegt in Adelsfamilien der Amme und der Gouvernante. Was genau stinkt da jetzt?" Fragte ich ihn entnervt.
 
 
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