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Die Zeit ist gekommen

von PuneM699
KurzgeschichteAngst, Familie / P12
Darkwing Duck / Eddie Erpel Fiesoduck Kiki Erpel OC (Own Character) Quack der Bruchpilot
09.06.2020
07.10.2020
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09.06.2020 1.472
 
Eddie Erpel sitzt gelassen am Küchentisch und trinkt, während er Zeitung liest, seinen Kaffee. Auf den Tisch steht noch zusätzlich eine Schüssel mit einem Löffel, eine Packung Milch und Cornflakes. Im Haus ist es sehr still, bis plötzlich jemand die Tür aufschmeißt und in die Küche stürmt. Doch weit kommt sie nicht, hält sie selbst inne und guckt irritiert zu ihrem Vater.
„Ähm... guten Morgen Paps. Was machst du so früh schon hier?“, grüßt sie ihn zögerlich, ja es wirkt schon fast so, als würde sie ertappt worden sein. Wie eingefroren steht sie vor ihm, in einer schwarzen Hose, einem lila Shirt und darüber trägt sie eine Collagejacke, deren Ärmel Petrolblau sind und der Korpus weiß ist. An ihren Entenfüßen trägt sie lilafarbene Chucks. Ihre roten Haare sind lang und zu einem hohen Zopf gebunden, dennoch fällt eine Vielzahl an Haaren in ihr Gesicht.
„Auch schön dich zu sehen, Kiki. Gestern Nacht war nichts los, deswegen habe ich gedacht wir frühstücken heute mal wieder zusammen.“, erklärt er seine Anwesenheit, die in diesen frühen Morgenstunden eher selten ist, denn meist ist er bis morgens damit beschäftigt Verbrecher zu jagen. Ja in manchen Nächten ist so viel zu tun, dass sich die beiden auf der Treppe begegnen. Während seine Tochter zur High School geht, geht er ins Bett.
„Oh ja... ähm würde ich sehr gern, Paps, aber ich komme sonst zu spät zur Schule.“, entschuldigt sie sich mit einem kleinen schlechten Gewissen. Diese Aussage von ihr lässt ihn eine Augenbraue hochziehen.
„Davon mal abgesehen das es mich wundert, dass du dir Sorgen machst zu spät zum Unterricht zu erscheinen, kannst du dich ruhig hinsetzen. Ich bringe dich mit dem Auto.“, bietet er ihr zum Schluss lächelnd und gelassen an. Der Teen seufzt und atmet tief ein.
„Weißt du, dass ist wirklich sehr lieb von dir, aber ich laufe lieber.“, versucht sie ihm schonend beizubringen und da sie ganz genau weiß, dass er so schnell nicht beigeben wird, geht sie zu ihm hin und drückt ihm einen Kuss auf die Stirn. „Trotzdem danke. Bis später!“, verabschiedet sie sich fix und verschwindet. Auch Eddie lässt das jetzt seufzen. Die Zeit mit seiner Tochter ist Rar geworden. Er kann sich noch genau daran erinnern, als er sie damals, vor einigen Jahren adoptiert hatte. Regelmäßig ist sie mit auf Verbrecherjagd gewesen, obwohl er ihr es immer streng verboten hatte. Doch Kiki hat schon immer ihren eigenen Kopf gehabt und den hat sie auch immer noch, doch hängt der Teenie wohl augenscheinlich nicht mehr so an ihm.
Ein lautes ‚Guten Morgen!‘ reißt den Erpel letztendlich aus seinen Gedanken und lässt ihn in die Richtung der Begrüßung schauen.
„Guten Morgen, Quack.“, grüßt er seinen Freund und treuen Gefährten mit etwas enttäuschter Stimme.
„Guten Morgen, Darkwing. Wieso so betrübt?“, hakt er sofort nach, als er den Held da so sitzen sieht.
„Ach Quack, ich wollte mal wieder mit Kiki frühstücken und sie anschließend zur Schule fahren, aber ich glaube sie ist langsam in dem Alter, wo Eltern anfangen uncool zu werden.“, klärt er den Bruchpiloten theatralisch auf und guckt dabei in seine fast leere Kaffeetasse. Der große Erpel setzt sich zu ihn an den Tisch und macht sich die Cornflakes die eigentlich für Kiki vorgesehen waren.
„Das mag sein, aber sie geht auch seit einiger Zeit immer mit Tim zur Schule.“, offenbart sein Gefährte ihm trocken und kauend dabei. Darkwing legt seine Stirn in Falten und guckt anschließend ernst von seinem Becher auf.
„Wer. Ist. Tim?“, fragt er mit dunkler Stimme.
„Ein neuer Freund von ihr.“, bekommt er als Antwort. Das lässt den Erpel von seinem Stuhl aufspringen und zum Fenster sprinten. Er schaut raus und sieht einen jungen Erpel in lockeren, sportlichen Klamotten. Sein Cap trägt er lässig nach hinten und ein Skateboard hält er in seiner linken Hand. Er schaut wie die zwei Teenies sich freundlich begrüßen. Anschließend nimmt die junge Ente ihre Hand, um gemeinsam den Weg fortzuführen. Geschockt dreht sich Eddie zu seinen Gefährten.
„Freund?! Er... er hat ihre Hand genommen!“, beschreibt er seine Beobachtung weiterhin schockiert. Quack lässt das allerdings kalt.
„Darkwing, Kiki ist kein kleines Kind mehr.“, ruft er ihn schulterzuckend in Erinnerung. Doch das beruhigt den Vater nicht wirklich. Ganz im Gegenteil, dass lässt ihn aufgebracht den Raum rauf- und runterlaufen lassen.
„Aber sie ist mein Kind! Und auf dieses passe ich auf, egal wie alt sie ist! Ich kenne diesen Grünschnabel nicht mal! Woher kommt er? Wie alt ist er? Was hat er mit meiner Kiki vor?“, verpackt er seine Ungewissheit in gefühlten 100 Fragen. „Das er sich nicht bei mir vorgestellt hat, zeigt ja schon das der keine Erziehung genossen hat.“, meckert er weiter und bleibt dabei nicht einmal auf einen Fleck stehen.
„Das liegt vielleicht daran das du nie da warst... oder geschlafen hast.“, vermutet Quack, doch hört der Held ihm gar nicht erst zu.
„Diese Fragen müssen aufgeklärt werden.“, murmelt er weiter und Quack ahnt schon schlimmes.
„Darkwing, du willst doch nicht wirklich...“, will er seine Vermutung aussprechen, wird aber durch Darkwings Heldenpose unterbrochen die er, in seinem lachsfarbenden Hemd und grün karierten Pullunder, macht.
„Das ist ein Fall für Daa...“.
Weiter kommt er gar nicht, wird er plötzlich von seiner Tochter zum schweigen gebracht.
„Paps, kannst du bitte noch meine Baseballklamotten waschen? Ich hab morgen ein wichtiges Spiel. Danke! Hab dich lieb, Paps!“, ruft sie durch das Haus, bis hin zur Küche und verschwindet dann sofort wieder.
„...für Eddie Erpel und den Haushalt.“, führt er seine Ansprache fort, während er in der Pose verweilt.

Kurze Zeit später finden sich beide Erpel an der Waschmaschine wieder.
„Ich verstehe das nicht. Wie konnte ich das nicht merken?“, fragt Darkwing eher in den Raum hinein, anstatt Quack persönlich.
„Naja Darkwing, vielleicht liegt es daran das wir in letzter Zeit viel tun hatten und du vor kurzem auch noch auf der zwei wöchigen S.H.U.S.H-Konferenz warst.“, zählt er auf.
„Daran könnte es tatsächlich liegen.“, stoppt er sein Tun, die Wäsche weiter in die Maschine zu schmeißen. „Aber das ist keine Entschuldigung. Ich bin ein Meisterdedektiv, das hätte mir doch  auffallen müssen.“, ärgert er sich über sich selber und stopf eine weitere Ladung in die Trommel.
„Du kennst sie doch. Sie war schon immer ganz schön gewieft. Verbringe doch einfach mehr Zeit mit ihr. Momentan scheint es eher ruhig zu sein in der Stadt. Ich halte gerne die Stellung im Versteck und gebe dir sofort Bescheid wenn was auffälliges passiert.“, schlägt er seinem Freund vor, damit er wieder mehr mit seiner Tochter machen kann. Eddie sagt nichts mehr, sondern lächelt nur dankend.

Motiviert macht sich Eddie sofort am gleichen Tag ans Werk. Den ganzen Vormittag steht er in der Küche, um das Lieblingsessen seiner Tochter vorzubereiten. Gut gelaunt und pfeifend deckt er den Tisch. Von weitem hört er die Haustür. Es ist Kiki die gerade aus der Schule kommt. Als erstes nimmt sie einen hungerweckenden Geruch wahr. Diesem folgt sie langsam in die Küche, wo ihr Vater am Herd steht. Wie schon immer, trägt er seine Pinke Kochschürze dabei, was die junge Ente zum schmunzeln bringt.
„Hi Paps! Machst du da gerade mein Lieblingsessen?“, fragt sie ihn und schmeißt ihren Schulrucksack in die Ecke.
„Oh hi Kikilein.“, dreht er sich um und begrüßt sie freudig. „Ja das ist es. Setz dich ruhig.“.
„Liebend gern, aber wir sind doch heute bei den Wirrfußens zur Hawaiiparty eingeladen. Hast du das schon vergessen?“, erinnert sie ihn an das Grillfest der Nachbarn. Er hält kurz inne und blickt dann genervt drein.
„Ach ja... da war ja was...“, sagt er in monotoner Stimme. Wie er die Wirrfußens nicht ausstehen kann, bis auf Kikis besten Freund Alfred.
„Lass uns das Essen doch einfach mit rüber nehmen.“, schlägt die rothaarige vor, hat er sich doch so viel Mühe gegeben mit dem Gericht. Davon mal abgesehen kann ihr Vater auch einfach gut kochen. Es wäre zu Schade die Lebensmittel verkommen zu lassen.
„Mitnehmen?! Die grillen doch so schon gefühlt für die halbe Nachbarschaft. Was soll ich dann da mit dem Essen?!“, klingt er frustriert und nimmt dabei seine Küchenschürze ab. Ist der ganze Aufwand umsonst gewesen. Die temperamentvolle Ente überlegt kurz und kommt dann auf eine Idee.
„Lass es doch abkühlen und dann frieren wir es einfach ein.“, „Oder wir essen es morgen Mittag.“, macht er einen Gegenvorschlag.
„Morgen Mittag geht nicht. Da hab ich doch mein Baseballspiel.“, ruft sie ihn in Erinnerung, wie sie es schon bei der Party machen musste.
„Stimmt...“, brabbelt er vor sich hin. „Mir wird schon was einfallen. Dann lass uns mal zu dieser ach so tollen Party.“, seufzt er zum Schluss und geht in sein Schlafzimmer, um sich, passend zum Motto, ein Shirt überzuwerfen. Seine Tochter macht es ihm gleich und zieht darunter noch einen Bikini, damit sie sich im Pool abkühlen kann. Anschließend gehen beide rüber zu ihren Nachbarn.
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