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Wenn die Freundschaft auf eine harte Probe gestellt wird.

von Kiwi88
GeschichteDrama, Freundschaft / P16
OC (Own Character) Paul Richter Robin Sturm Stephan Sindera
08.06.2020
24.11.2020
6
8.811
3
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08.06.2020 1.491
 
Lea saß im Zug Richtung Köln und war sich immer noch nicht sicher ob sie das richtig tat klar fehlte er ihr irgendwie auch. Immer hin war er ihr bester Freund. Es war jetzt mittlerweile schon 3 Jahre her als sie ihn das letzte mal gesehen hat. Damals hatte sie überstürzt ihre Sachen gepackt und ist über Nacht einfach auf und davon nach Berlin und hat zu allen den Kontakt abgebrochen. Sie hatte sich schnell in Berlin eingelebt und auch schon neue Kontakte geknüpft und alles war gut bis Robin sich plötzlich bei ihr gemeldet hatte und sie fast schon anflehte nach Köln zu kommen. Da er ganz dringend mit ihr reden musste und das nicht am Telefon mit ihr besprechen wollte. Lea hatte lange überlegt ob sie fahren sollte den sie war sich einfach nicht sicher was genau sie dort erwarten würde es war einfach so viel passiert und am ende zu viel für sie das sie keinen anderen weg mehr gesehen hatte außer die flucht nach Berlin.

In ungefähr 10 Minuten sollte der Zug in Köln an kommen und irgendwie war ihr auf einmal heiß und kalt zusammen sie war so aufgeregt und nervös zugleich und es fühlte sich an als würde ihr Herz jede Minute in tausend Einzelteile zerspringen. Sie versuchte sich zu beruhigen doch es gelang ihr einfach nicht sie fragte sie was Robin wohl von ihr wollte und warum er sich ausgerechnet jetzt bei ihr gemeldet hatte und vor allem wo er überhaupt ihre neue Nummer her hatte. Plötzlich kam der Zug zum stehen und es ertönte ein lautes Herzlich Willkommen im Kölner Hauptbahnhof durch die Sprechanlage. Sie war also angekommen in ihrer alten Heimat doch fühlte sich alles so fremd an. Sie griff nach ihrem Koffer atmete noch einmal tief durch und stieg dann aus. Vom weiter konnte sie Robin schon erkennen und schon drängte sich ihre Nervosität wieder in den Vordergrund und sie fing leicht an zu zittern. Was er wohl von ihr dachte? Immer hin ist sie damals einfach so weg ohne sich auch nur von einen ihrer Freunde zu verabschieden. Robin kam immer näher und näher bis er dann endlich vor ihr stand. Einige Minuten lang schweigen die beiden sich nur an bis Robin dann doch endlich zur seiner stimme wieder fand. „Hey.... schön das du gekommen bist. Ich war mir nicht sicher ob du kommen würdest. Du glaubst gar nicht wie froh ich bin dich wieder zu sehen“ lächelt er leicht. Lea wusste gar nicht so recht was sie sagen sollte. Sie hätte erwartet das er sie anschreien würde oder ihr vorwürfe machen würde da sie einfach abgehauen ist. Den auch Robin war für sie immer ein sehr guter Freund gewesen. „Du klangst halt ziemlich verzweifelt am Telefon und irgendwie hab ich mir sorgen gemacht. Ist was passiert?“ schaute sie immer Abwechselnd auf den Boden und dann wieder zu ihm. „Nicht hier okay lass uns zu mir fahren“ und ihr den Koffer abnahm und mit ihr Richtung Taxi lief. „Du Robin ….“ „Ja...“ „Es tut mir leid ich meine...“ „Mach dir bitte kein Kopf okay ich bin mir sicher du hattest deine gründe auch wenn ich ein wenig enttäuscht von dir bin das du nicht mal mit mir drüber geredet hast. Vielleicht hätte ich dir einen Rat geben können.“ „Ich konnte einfach nicht.... Ich wollte wirklich keinen von euch weh tun aber ich hab einfach keinen anderen weg mehr gesehen. Ich hab euch wirklich sehr vermisst“ mit diesen Worten ließ sie ihren tränen freien lauf und Robin konnte nicht anders und nahm sie einfach in den arm. So blieben die beiden einige Sekunden stehen bis Robin sich wieder löste, ihr die tränen aus dem Gesicht wischte und anfing was zu sagen. „Wir dich auch und du weißt schon das wir dich so schnell nicht mehr gehen lassen“ grinste er jetzt. Lea nickte leicht und stieg dann mit ihm ins Taxi.

Eine halbe stunde später waren die zwei dann bei ihm zu Hause angekommen. „Setzt dich doch willst du auch ein Kaffee“ nahm er schon mal zwei Tassen aus dem Schrank. „Ja bitte“ und Lea sich etwas umschaute. „Schön hast du es hier“ und direkt zum Bild auf der Kommode zu lief was sie zusammen mit Robin und Stephan zeigte. Es war eins ihrer Lieblingsbilder und sie konnte sich noch genau an diesen Tag erinnern als wehre es gestern gewesen und sie musste etwas schmunzeln die drei hatten immer eine menge Spaß zusammen. „War eine schöne Zeit oder?“ gab Robin jetzt von sich der gerade wieder das Wohnzimmer betreten hatte. „Ja das war sie wirklich. Wie geht es ihm?“ stellte sie das Bild wieder zurück an seinem platz. „Darüber wollte ich mit dir reden“ reichte er ihr die Tasse Kaffee. „Was ist den los ist ihm was passiert ?“ Leas Herz fing auf einmal wieder an zu rasen doch diesmal fühlte es sich anders an. In ihr kam Panik auf was wenn ihm wirklich was zu gestoßen sei und sie sich nicht mal von ihm verabschieden konnte. Immer hin als sie Stephan das letzte mal gesehen hatte sind sie in einem streit aus einander gegangen. „Hey ganz ruhig ihm ist nichts passiert“ versuchte Robin sie zu beruhigen. „Setzt dich lieber du siehst ziemlich blass aus. Ich wollte dir keinen schrecken ein jagen aber es haben sich so einige Sachen verändert seit du weg bist.“ „ Das wehre? setzte sie sich erst mal wieder.

„Du erinnerst dich sicher an Julia oder ?“ fing er an. Bei diesem Namen wurde ihr ganz schlecht. Sie und Julia haben sich nie sonderlich gut verstanden was vielleicht auch daran lag das sie mit Stephan zusammen war und alles daran gesetzt hatte um die Freundschaft zwischen den beiden kaputt zu machen da Julia ihn für sich allein haben wollte. Was letztendlich dazu führte das Stephan und Lea ganz schön an einander gerasselt sind. „Wieso was ist mit der?“ wissen wollte sie es eigentlich nicht. „Naja“ Robin wusste nicht so recht wie er anfangen sollte. „Es war vor genau drei  Monaten. Tom hatte alle zu sich zum grillen eingeladen. Wir wollten in seinen Geburtstag reinfeiern. Es war auch alles super und wir hatten jede menge Spaß. Du kennst ja seine Partys“ Robin merkte wie er langsam vom Thema abschweifte fing sich doch schnell wieder. „Jedenfalls war Julia an diesem Tag nicht gut drauf und sie wollte schon recht früh wieder nach Haus. Doch Stephan wollte noch bleiben was ihr nicht sonderlich gefiel so stritten die beiden sich und Julia verließ die Party“ Robin machte eine kurze pause und schnaufte einmal tief durch. Lea merkte das irgendwas schreckliches in dieser Nacht passiert sein musste und sie war sich sicher das was er ihr als nächstes erzählen würde, war nichts gutes. Obwohl sie jetzt ziemlich stark aufgewühlt war versuchte sie ruhig zu bleiben. Sie sah wie schwer es war für Robin darüber zu reden. „ Ganz ruhig ich bin für dich da“ versuchte sie ihm etwas Mut zu machen und legte ihre Hand beschützend auf seine schulter und er fing langsam an weiter zu erzählen. „Ich sprach mit Stephan das er ihr nach gehen sollte doch er sah es gar nicht ein er meinte sie würde sich schon beruhigen. So ging ich ihr nach und sie weinte sich bei mir über ihn aus. Sie klang ziemlich verletzt so kannte ich sie bis dahin nicht da sie ja eher immer etwas zickig drauf war. Sie tat mir in diesem Moment irgendwie leid und ich bot mich an sie nach Hause zu fahren.“ Robin war auf einmal völlig fertig und versuchte seine tränen zu unterdrücken was ihm auch anfangs gelinkte doch blieb das bei Lea nicht unbemerkt und sie nahm ihn einfach schützend in den Arm. Worauf er seinen tränen sofort freien lauf ließ. „Es ist alles meine schuld“ brabbelte er verzweifelt vor sich hin. „Bitte beruhige dich ich bin mir sicher das du nichts dafür kannst“ strich sie ihm leicht über den rücken und gab ihm alle zeit der Welt bis er sich endlich wieder beruhigte und weiter erzählte. „Wir stiegen ins Auto und machten uns auf dem weg. Es fing auf einmal fürchterlich an zu regen und die Straßen waren so dunkel das man kaum noch was erkennen konnte. Auf einmal sah ich nur noch ein helles Licht und dann krachte es plötzlich und ich war einige Minuten bewusstlos. Als ich wieder zu mir kam bemerkte ich das ich eingeklemmt war und stand ziemlich unter schock und realisierte nicht sofort was passiert war. Doch als ich rüber zu Julia schaute und sah das sie voller Blut war bekam ich Panik. Ich schaffte es irgendwie nach ihrem Puls zu tasten doch ich konnte keinen Puls finden. Mein Herz raste ich versuchte mich aus meiner Lage zu befreien doch ich schaffte es nicht. Ich war hilflos ich konnte ihr nicht helfen und verlor erneut das bewusst sein.“ Robin zitterte auf einmal so stark das Lea das Gefühl hatte er würde jeden Moment vor ihr zusammen brechen.
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