Unexpected

von MonaLuna
GeschichteRomanze / P16 Slash
Bill Weasley Charlie Weasley Fred Weasley George Weasley Harry Potter Ronald "Ron" Weasley
08.06.2020
02.07.2020
32
42.646
14
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30.06.2020 1.160
 
Hiiiiiiii! Oh mein Gott, es geht auf ins Finale :O Es kommen nach diesem Kapitel noch ein bis zwei weitere, aber jetzt wird es trotzdem spannend:O
Viel Spaß beim Lesen, eure MonaLuna




-zurück bei Harry, zur selben Zeit-

Der Schnee schmolz und die Schüler könnten wohl nach Hogwarts zurückkehren. Harry hatte die letzte Zeit damit verbracht, sich endlich mal um sich zu kümmern. Lange Zeit hatte ständig damit zu tun gehabt, die Welt retten zu müssen. Da war Quirrel gewesen, dann die Sache mit Tom Riddels Tagebuch und dem Basilisken in der Kammer des Schreckens. Im dritten Jahr war dann viel Drama um seinen Paten gemacht worden, der ja doch der wahnsinnige Mörder war für den man ihn gehalten hatte. Dann war diese schreckliche Sache mit dem Trimagischen Tunier und Voldemorts Rückkehr in seinem vierten Jahr gewesen. Im fünften Jahr war dann Umbridge nach Hogwarts gekommen und hatte alle terrorisiert.

Zusätzlich dann noch der Kampf im Ministerium und dass Dumbledore fast gestorben wäre… und dann vor ein paar Monaten diese… Affäre mit Bill. Bill der ihn nicht wollte.Dessen Kind er in sich trug und der sein kleines Mädchen sicher nicht wollte. Bill, wegen dem er sich nun vor seinen Freunden verstecken musste. Öfters hatte er geweint und hatte auch nur mit Mühe aufhören können.

Sein Bauch war noch ein wenig dicker geworden, allerdings noch längst nicht so dick, wie Freds Bauch zu diesem Zeitpunkt gewesen war. Allerdings wusste er ja, dass eine Schwangerschaft bei männlichen Zauberern extrem individuell war. Er hatte sich an Diäten gehalten und  alle wichtigen Tränke genommen. Dobby hatte ihn rührend umsorgt und bekocht. Trotzdem vermisste er die anderen schmerzlich. Er dachte jeden Tag an sie und fragte sich, wie es ihnen ging, was sie taten und ob die Zwillinge von Fred George und Lee schon auf der Welt waren.

Harry saß gerade auf dem Sofa mit einer Tasse Kräutertee und einem Roman. Seine Flügel waren hinter ihm in einer gemütlichen Position gefaltet. In der letzten Zeit hatte er sie immer wieder gekämmt und gepflegt, es war aber nicht dasselbe, wie wenn jemand anderes es tun würde. Harry seufzte. Manchmal sehnte er sich nach der Nähe seiner Freunde, die gleichzeitig seine Familie waren und nach… leider auch nach Bill, der ihn wohl nie wollen würde… Er schüttelte vehement den Kopf, um den Gedanken los zu werden und beschwor sich eine Decke herauf.

Eingewickelt in jene Decke, las er gebannt die Geschichte und lauschte dem Regen. Plötzlich schoss ein stechender Schmerz durch seinen Unterbauch. Ihm glitt das Buch aus den Fingern und er zischte. So schnell wie der Schmerz gekommen war, war er allerdings auch wieder verschwunden. Was war das?! War mit dem Baby alles in Ordnung? Oder waren es etwa schon Wehen? War es wirklich schon so weit?
Angst überfiel ihn. Er fühlte sich noch nicht bereit! Er hatte zwar das Zimmer eingerichtet und alle Babysachen gekauft, aber… aber er war allein! Er hatte keine Freunde und keinen… Mann. Dobby war zwar da, aber er wusste, dass er eigentlich eine Krankenschwester wie Madam Pomfrey brauchen würde.

Ein erneuter Schmerz durchzuckte ihn. Harry sog scharf die Luft ein und hielt sich den Bauch. Wieder verschwand der Schmerz so schnell wie er kam. Es blieben ihm allerdings nur wenige Atemzüge, bis ein erneuter Schmerz ihn durchfuhr. Er ließ die Decke von seinen Schultern gleiten und stand auf. Allerdings gaben seine Beine nach und er plumpste auf das Sofa zurück. Harry griff nach seinem Zauberstab und betrachtete ihn nachdenklich. Sollte er die Schutzzauber abschalten? Dann könnte Dobby Hilfe holen. Denn alleine… er wusste alles, hätte die Schmerztränke auch im Labor… aber er brauchte einen Experten, falls etwas schief gehen würde.

Seufzend schwang er seinen Stab. Er hatte zwar Angst, den anderen unter die Augen zu treten, aber er konnte dieses Kind nicht allein gebären. Er hatte dann doch zu große Angst, dass etwas passieren könnte. Vielleicht könnte er ja die Geburt doch geheim halten. Madam Pomfrey hatte schließlich die ärztliche Schweigepflicht. Andererseits… wenn er in Hogwarts sein würde, würde Dumbledore seine Anwesenheit bemerken und ihn bestimmt nicht wieder gehen lassen. Harry durchzuckte ein weiterer stechender Schmerz. Er krümmte sich kurz zusammen. Der Schmerz verschwand und er konnte wieder durchatmen. Das waren definitiv Wehen. Scheiße.

Harry wurde jäh aus seinen Gedanken gerissen, als ein PLOPP ertönte. Mitten im Wohnzimmer, stand Ron. Er erblickte den Schwarzhaarigen auf dem Sofa. Dieser hätte sich am liebsten gegen die Stirn geschlagen, unterdrückte den Impuls aber. Stattdessen hob er schüchtern die Hand. Ron stolperte auf ihn zu und legte Harry die Hände an die Wangen. „Harry! Oh mein Gott endlich! Wir haben verzweifelt versucht, zu dir zu gelangen! Erst wussten wir nicht, wo du bist und dann, als Dumbledore es endlich herausgefunden hatte, konnten wir nicht durch die Schutzzauber gelangen!“

Ron lehnte seine Stirn an Harrys. Dieser war überrumpelt, gerührt und ängstlich zugleich. Ron zog Harry in seine Arme und dieser schnurrte leise. Dann drehte Harry leicht den Kopf und sah seinen besten Freund an. „Ich…wisst ihr…?“ Der Weasley nickte. Harry schrumpfte in sich zusammen. Er fühlte sich auf einmal eingeengt, panisch und am Rande der Ohnmacht. Sein bester Freund drückte ihn fester. „Wir wissen, dass du schwanger bist. Hermine kam, kurz nachdem du die Flucht ergriffen hast. Wir haben ihr die Vorfälle und Symptome beschrieben. Daraufhin hat sie uns im Prinzip als Idioten bezeichnet und uns erklärt, du seist schwanger.“ Ein Kichern entfuhr Harry. Dann wurde er ernst. „Es tut mir leid, dass ich einfach abgehauen bin. Ich hatte…Angst.“ Der Weasley seufzte leise. „Harry, hattest du Angst davor, dass wir von dem Vater erfahren?“

Harry versteifte sich, löste aber nicht von Ron. „Ich…nun ja. Eigentlich weiß ich, dass ihr auf meiner Seite seid, aber…Merlin Ron! Wenn ihr nur wüsstet!“ Harry richtete sich auf und sah Ron mit Tränen in den Augen an. Ron hingegen seufzte und strich Harry die Tränen von den Wangen, die nun zu fließen begonnen hatten. „Harry, wir wissen, wer der Vater ist.“ Harry starrte ihn entsetzt an und sprang auf. Allerdings zwang ihn eine erneute Wehe in die Knie. Er krümmte sich zusammen und stöhnte gequält.

Als die Wehe abebbte, schaffte es Harry, sich aufzurichten. „W-woher?!“, fragte er seinen besten Freund heiser. Dieser kam auf ihn zu und wollte ihm aufhelfen, aber Harryrückte panisch von dem Rotschopf weg. Dieser hob beruhigend die Hände. „Hör mal. Du hast Wehen, du musst zu Pomfrey. Wir reden später, okay?“ Harry wollte abwehren, ihm sagen, dass er auf docj nicht nach Hogwarts wollte, aber eine erneute Wehe belehrte ihn eines Besseren. Mit zusammengekniffenen Augen wartete er, bis der Schmerz abgeklungen war, dann ließ er sich von Ron aufhelfen. Zusammen gingen sie zum Kamin. Ron waren inzwischen die Flügel aufgefallen, die nun nicht mehr versteckt waren, ließ sie aber unkommentiert.

Allerdings erkannte er die Dringlichkeit der Situation, denn die weiße Pracht zitterte unruhig. Sie sollten wirklich zu Pomfrey, denn wer wusste schon, wie schnell alles gehen würde.
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