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GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Bryce Walker Justin Foley Montgomery de la Cruz OC (Own Character)
07.06.2020
02.10.2020
9
12.810
3
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14.06.2020 811
 
Kapitel 2:
Freitag war es also so weit. Liz machte sich auf den Weg zu dem Haus des beliebtesten Schülers ihrer Schule. Sie war alle möglichen Situationen durch gegangen und war zu dem Ergebnis gekommen, dass das nur eine Verarsche sein konnte. Sie würde da jetzt hingehen und Bryce, sein Team und die Cheerleader würden sie auslachen, warum sie so dumm sei zu glauben, dass Bryce ihre Hilfe bräuchte. Dennoch ging sie hin und das konnte Liz nicht verstehen. Sie konnte ihre eigenen Beine nicht davon abhalten, los zu gehen.
Als sie am Walker Anwesen ankam, staunte sie nicht schlecht. Das Grundstück war von einem riesigen Zaun eingezäunt und da hinter ragte eine gigantische Villa empor. Ganz zu schweigen von der extrem langen Auffahrt, die sich nur reiche Leute leisten konnten.
Als sie klingelte, raste ihr Herz. Sie wappnete sich auf schallendes Gelächter. Stattdessen öffnete Bryce ihr die Tür.
„Hey.“, sagte er und schaute Liz an. Er schaute sie ganz normal an und das verwirrte Liz. Da war nichts von Hohn oder Spott in seinen Augen.
„Ähm hey.“, erwiderte Liz. Oh super Liz. Sehr geistreich, dachte sie.
„Komm rein.“ Bryce öffnete die Tür ein Stück weit mehr und da bemerkte Liz, wie gewaltig das Innere seines Hauses war.
„Danke.“ Liz trat ein und stand verloren in diesem abartig großen Haus.
„Ich habe am Esstisch platz gemacht. Da können wir uns hinsetzten.“ Bryce ging vor und setzte sich an einen Tisch, der mitten im Raum stand.
Liz konnte nicht unterdrücken, sich umzusehen und nach zu schauen, wo denn jetzt die Falle war.
„Ist alles okay?“, fragte Bryce und runzelte die Stirn.
„Klar, alles okay.“, sagte Liz schnell, setzte sich in Bewegung und neben Bryce.
Sie hatte sich schon vorbereitet für den unwahrscheinlichen Fall, dass Bryce doch tatsächlich nur Nachhilfe brauchte. Sie kramte ihre Notizen aus und legte Bryce ein paar Aufgaben hin.
„Wenn wir die machen zusammen mit den Hausaufgaben, dann bist du eigentlich gut für die nächste Klausur vorbereitet.“
„Super, dann lass uns anfangen.“

Die nächste Stunde verging wie im Flug und plötzlich war ihre erste Nachhilfestunde auch schon vorüber.
„Danke, das hat mir schon riesig geholfen!“, bedankte sich Bryce bei Liz.
„Gerne.“
„Wie viel schulde ich dir?“
„Wie bitte?“
„Ähm ich mein, wie viel Geld du dir für eine Stunde fragst.“
Darüber hatte Liz gar nicht nach gedacht. Sie könnte wahrscheinlich jetzt von Bryce jede Summe verlangen und er würde sie bezahlen. Aber das wollte Liz nicht. Sie hatte nicht über die Summe nachgedacht, weil sie es unsinnig fand. Er war ihr Mitschüler und auch, wenn niemand ihr helfen würde, würde sie es tun.
„Ich will kein Geld.“, sagte sie und wartete seine Reaktion ab.
„Ah jetzt verstehe ich. Du willst zu einer meiner nächsten Partys eingeladen werden. Kein Problem. Das lässt sich machen.“
Sie traute ihren Ohren nicht. Wollte der Typ sie verarschen?
„Ich will kein Geld und auch keine Einladung. Ist es so schwer zu glauben, dass jemand keine Gegenleistung erwartet? Du hast mich nach Hilfe gefragt und die gebe ich dir. Da ist nichts weiter dran.“
„Oh, okay. Danke. Also das meine ich wirklich ernst. Vielen Dank.“
Liz beobachtete erstaunt, dass Bryce ein wenig rot wurde. Hatte sie ihm unrecht getan? Hinter seiner Hilfefrage hatte sich keine Falle versteckt und auch jetzt schien er ihr sehr aufrichtig zu sein.
„Das habe ich gerne gemacht. Nächste Woche zur selben Zeit?“, fragte Liz. Sie wollte plötzlich nichts als weg. Sie konnte die Situation nicht greifen und verstehen und das machte sie wahnsinnig.
„Gerne.“
„Okay super. Man sieht sich.“
Mit diesen Worten verließ Liz die Villa.

Bryce war verwirrt. Liz war schon seltsam. Erst benahm sie sich an der Haustür so komisch und schaute sich immer um, dann war sie eine Stunde lang in ihrem Element und erklärte ihm super das aktuelle Thema und dann wollte sie kein Geld und noch nicht einmal eine Einladung zu einer seiner legendären Pool-Parties. Er war beeindruckt davon, dass sie kein Geld wollte, aber hatte er etwas anderes zu erwarten? Wollte sie ihn damit erpressen. Dachte sie, man könne ihn damit erpressen, dass er die Hilfe der Schul-Streberin in Anspruch nehmen musste? Oder war sie einfach nur hilfsbereit?
Er versprach sich, diese Situation im Auge zu behalten.

Aber so kam es nicht. Liz hatte nicht vor, Bryce zu erpressen und Bryce hatte nicht vor, Liz in eine gemeine Falle zu locken. Das erkannten beide, je mehr Freitage sie zusammen lernten. Je öfters Liz bei Bryce war, desto mehr entspannten sich beide und fingen an sich zu vertrauen. In der Schule benahmen sich beide so, als würden sie sich nicht kennen und freitags nachmittags waren sie das genaue Gegenteil. Bryce hatte Liz eröffnet, dass Justin, der bei Bryce im Pollhaus wohnte, von ihren Treffen wusste, aber auch er hielt sich in der Schule bedeckt. Ein stummes Übereinkommen, mit dem alle zufrieden waren.
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