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GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12
Bryce Walker Justin Foley Montgomery de la Cruz OC (Own Character)
07.06.2020
02.10.2020
9
12.810
2
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07.06.2020 970
 
„Bryce, bleiben Sie bitte kurz hier?“. Mr. Berry schaute Bryce erwartungsvoll an. Bryce wusste schon, warum sein Englischlehrer in sprechen wollte. Das Schuljahr war zur Hälfte vorbei und seine Note war auf seinem Tiefpunkt.
„Ich brauche Ihnen ja nicht zu sagen, dass ihre Englischnote nicht herausragend ist. Auf der Konferenz habe ich aber festgestellt, dass die Note, die Sie in diesem Fach bekommen, ihre schlechteste ist. Keine Frage sind Sie sehr gut in Mathe, Biologie und natürlich Sport, aber das reicht leider nicht.“ „Ja, ich weiß. Ich versuche besser zu werden.“ Mit diesen Worten wollte Bryce eigentlich gehen, aber das hatte sein Lehrer nicht vor. „Ich muss leider sagen, dass ich mich mit Ihrem Coach ausgetauscht habe und wir uns einig sind, dass Sie leider kein Football mehr spielen dürfen, wenn ihre Noten nicht besser werden. Als Quarterback müssen Sie in jedem Fach glänzen.“
Bryce dachte, er hätte sich verhört. Das konnte nicht sein ernst sein! Eine schlechte Note und sie wollten ihm das wegnehmen, was ihm am wichtigsten war?
„Ich bin bereit Sie wohlwollend zu bewerten, wenn sie sich im nächsten Halbjahr verbessern und mir etwas zum bewerten geben.“
Bryce dachte nach. Er konnte sich jetzt bemühen, klar, aber er hatte einfach kein Talent für Texte schreiben und interpretieren. Da würde seine Klausur am Ende des Schuljahres auch nicht gut ausfallen. Da könnte er machen, was er wollte.
„Fragen Sie doch mal ihre Mitschülerin Liz. Sie ist in Ihrer Klasse die Beste und ich kann mir vorstellen, dass sie bereit ist, Ihnen zu helfen.“
Das war Bryce klar. Liz, diese Super- Streberin. Niemand kannte sie wirklich. Sie redete nie außerhalb des Unterrichts und im Unterricht sagte sie nur etwas, wenn es um den Unterrichtsstoff ging. Er und seine Freunde vermuteten, dass immer die beste Note der Klasse an Liz ging. Ein Wunder, dass er überhaupt wusste, dass ihr Name Liz war. Sie ließ sich natürlich auch nie bei einem der Footballspiele blicken oder auf einer von Bryce Partys. Das wäre auch zu merkwürdig, wenn sich jemand lesend in die Ecke setzten würde. Weil das würde diese Liz definitiv auf einer Party machen.
„Ja ich schau mal. Vielleicht frage ich sie. Danke Mr. Berry.“. Mit diesen Worten drehte sich Bryce um und konnte auch endlich aus dem Klassenzimmer fliehen.

Am nächsten Tag wurde Bryce von Mr. Berry gequält. Er nahm Bryce bei jeder Gelegenheit dran und ließ keine Möglichkeit aus, ihn vorzuführen. Das meinte er also damit, dass Bryce zeigen sollte, dass er sich bemühte.

Am Ende der Stunde ging Bryce aus dem Klassenzimmer. Diese Stunde hatte ihm den Rest gegeben und er war froh, dass jetzt Mittagspause war und er mit seinem Team zu Mittag essen konnte.
Als der den Flur entlang ging, war er bereits spät dran. Da sah er am Ende des Flurs diese Liz stehen. Sie kramte in ihrem Schließfach herum und versuchte alles rein zu quetschen.
Mit den Erinnerungen an die vergangene Stunde, änderte Bryce seinen Kurs und steuerte auf Liz zu.
Sie beachtete ihn nicht. Sie war vollkommen in ihren eigenen Problemen versunken. Als Bryce sich räußperte, erschrak sie und ließ beinahe ihre Sachen fallen. Im letzten Moment schaffte sie es doch noch, alles zu greifen, mit einem Ruck in ihr Fach zu pfeffern und schnell die Tür zu schließen.
„Kann ich dir helfen?“, fragten Liz mit einem skeptischen Blick auf Bryce.
„ Ähm...ja...ich wollte nur….“ Himmel, was war mit ihm los? Er hatte doch sonst nie Probleme, sein Selbstvertrauen unter Beweis zu stellen.
„Ja?“. Liz sah ihn erwartungsvoll an.
„Ich wollte nur fragen, ob du vielleicht bereit wärst,mir Nachhilfe in englisch zu geben?“
„Verarschen kann ich mich selber!“
Damit hatte Bryce nicht gerechnet. Jeder wollte dem Quarterback helfen, wenn er um etwas gebeten hatte.
Er bekam immer alles, was er wollte.
„Das war kein Witz! Mr. Berry hat gesagt, ich sollte dich mal fragen.“
„Ist ja schön, dass Mr. Berry mich nicht zuerst gefragt hat.“, murmelte Liz. Auch wenn ihre erste Antwort Bryce überrascht hatte, erkannte er, ja was erkannte er? War es Angst? Hatte sie Angst vor ihm? Warum? Klar, er war groß und muskulös, aber er tat keinem weh, wenn es nicht gerade einen triftigen Grund gab.
„Hör zu, ich brauche wirklich dringend deine Hilfe. Wenn ich durchfalle, dann fliege ich aus dem Footballteam und dann kann ich das College vergessen.“
Bryce sah Liz an, wie sie nachdachte. Nach ein paar Sekunden wendete sie sich wieder an ihn: „Meinetwegen“, sagte sie und beäugte Bryce. „Super! Wo willst du denn lernen? Mit wäre es lieber, wenn wir es nicht hier in der Schule machen. Mein Team könnte mich sehen.“
„Ähm klar, verstehe ich, aber bei mir zu Hause geht es auch nicht.“, sagte Liz schnell.
„Dann lass es uns am besten bei mir machen.“ Bryce war verwundert, wie schnell Liz ihr zu Hause aus der Diskussion genommen hatte.
„Hier hast du mein Handy. Gib mir doch bitte deine Nummer, dann schicke ich dir meine Adresse. An welchem Tag kannst du denn am besten?
Liz überlegte kurz: „Freitag ist am besten.“
„Das ist super. Da habe ich kein Training und Partys sind immer erst samstags.“
Das war Liz klar, dass jemand wie Bryce Walker seinen Lernplan an seine Partys anpasste.
„Dann bis Freitag“, damit drehte sich Bryce um und steuerte die Mensa an.

Liz konnte nicht zuordnen, was das zu bedeuten hatte. Entweder hatte Bryce etwas anderes vor und sein verdammtes Team hing mit ihm unter einer Decke, oder es war wirklich so, wie er es gesagt hatte und brauchte wirklich Hilfe. Aber sie hätte niemals gedacht, dass sich jemand wie Bryce dazu herablässt, jemanden um Hilfe zu fragen, der so viel weniger beliebt war, als er selbst. Liz war bewusst, dass sie ganz unten an der Beliebtheitsskala stand. Das ließ keiner sie an dieser gottverdammten Schule jemals vergessen.
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