Hunter x Fluff

von Simura
OneshotRomanze, Freundschaft / P12 Slash
Chrollo Lucilfer Gon Freecs Hisoka Illumi Zoldyck Killua Zoldyck Kurapika
07.06.2020
24.10.2020
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07.06.2020 1.196
 
Es war ein kühler Herbsttag. Am Himmel türmten sich die grauen Wolken, aus denen es jeden Moment hätte regnen können, während eine frische Brise wehte. Das Gute an dem Wetter war, dass nur wenige Leute vor die Tür gingen.
Killua war jedes Mal aufs Neue erstaunt, wie groß Gons Augen werden konnten, wenn er von etwas fasziniert war. Besagter Junge stand mit weit offenem Mund und riesigen Augen, in denen eine ganze Galaxie zu funkeln schien, vor dem Eingang eines riesigen Freizeitparks.
„Na, was möchtest du zuerst machen?“ fragte Killua amüsiert.
„Also zuerst möchte ich mit der größten Achterbahn fahren!“
„Gut, das wäre dann die Schwarze da hinten. Die mit dem Looping.“
„Dann los!“ rief Gon, schnappte sich die Hand des weißhaarigen Jungen und stürmte sofort los.
Killua ließ sich lachend mitziehen.
Die Jungs hatten richtig Glück. Sie mussten gar nicht anstehen und konnten direkt in die erste Reihe des wartenden Wagens springen. Dann ging die Fahrt auch schon los. Zuerst wurden sie langsam hochgezogen. Gon rutschte ungeduldig in seinem Sitz hin und her, was Killua immer so unglaublich niedlich fand. Am höchsten Punkt hielt der Wagen kurz an und dann schoss er in die Tiefe und Gons Arme nach oben. Dann ging es in den Doppellooping, gefolgt von einer dreifachen Schraube in mehrere steile Kurven. Darauf ging es wieder steil nach oben und ab dann rückwärts, nochmal durch den ganzen Kurs, bis sie wieder am Ausgangspunkt angekommen waren.
Die Jungs waren so begeistert, dass sie sofort noch eine zweite Runde fuhren.
Danach ging es ohne Pause weiter zu den nächsten Achterbahnen.
Erst am Mittag legten sie eine kleine Pause ein. Die Haare der beiden waren schon total zerzaust, doch es war ihnen egal. Sie hatten sich beide jeweils eine große Pizza gegönnt und saßen jetzt auf einer Mauer. Währenddessen machten sie wie immer Witze. Als sie aufgegessen hatten ging es sofort weiter, bis am Nachmittag nur noch die Wasserachterbahnen übrigblieben.
„Und jetzt fahren wir die da!“ sagte Gon aufgeregt und zog seinen Freund in die Richtung der ersten Wasserachterbahn.
„He, Gon. Warte mal.“
„Was ist denn? Magst du sowas nicht?“ Da waren sie wieder, diese großen braunen Augen, bei denen er einfach nicht nein sagen konnte.
„Das ist es nicht. Aber meinst du nicht, dass es etwas zu kalt dafür ist?“
„Ach was. Wir sind doch keine Warmduscher. Außerdem müssen wir ja nicht zwingend nass werden und wenn doch, können wir uns ja auf unserem Hotelzimmer aufwärmen.“
„Da hast du auch wieder Recht. Dann mal los!“
Bei der ersten Fahrt wurden sie gegen Killuas Erwartung nicht nass und es ging auf zur Nächsten.
Bei der dritten Fahrt hatten sie kein Glück. Sie wurden einmal von Kopf bis Fuß komplett durchnässt.
„Ich hab’s gewusst! Los, Gon! Wir gehen erstmal auf’s Zimmer.“
„Einverstanden.“

Im Zimmer angekommen ließ Killua sofort ein heißes Bad einlaufen.
„So, wie machen wir das jetzt?“, fragte Killua betont beiläufig. Klar, waren Gon und er befreundet und unter Freunden war nichts dabei, wenn sie zusammen ein Bad nahmen, oder? Mit seiner Familie war er ja auch oft zusammen im eigenen Onsens, aber das hier fühlte sich irgendwie anders an. Er konnte nur nicht das richtige Wort finden. Alleine, wenn er daran dachte, gleich mit Gon nackt in derselben Badewanne zu sitzen, fing sein Herz an, schneller zu schlagen, aber das durfte er sich nicht anmerken lassen. Wäre ja mega peinlich.
„Killua, alles in Ordnung bei dir?“, fragte Gon besorgt.
„Öh, was? Ja, klar. Alles in Ordnung.“
„Gut, da wir beide langsam, aber sicher unterkühlen, sollten wir gemeinsam baden. Was hältst du davon?“, schlug Gon unschuldig vor, auch, wenn er bei der ganzen Sache einen Hintergedanken hatte. Er mochte die wohlige Wärme, welche in ihm aufstieg und sich in seinem gesamten Körper ausbreitete, wenn Killua in seiner Nähe war. Also wollte er dieses Gefühl so oft wie möglich spüren.
„Stimmt, ist ja nichts dabei.“, erwiderte Killua.
„Genau, was soll schon dabei sein.“ Verlegen kratzte sich Gon am Hinterkopf, was der Andere gar nicht mitbekommen hatte, da dieser sich weggedreht hatte, damit Gon wiederrum nicht seine geröteten Wangen sah.
Gon tat es ihm gleich und so entledigten sie sich ihrer nass-kalten Klamotten, während sie mit dem Rücken zueinander standen.
Gon drehte sich um, stoppte jedoch, als sein Blick auf Killuas durchtrainierten Rücken fiel. Unbewusst bewunderte er, wie die starken Muskelstränge unter der hellen Haut zu tanzen schienen, gleichzeitig versuchte Killua  aus seinem klammen Rollkragenpullover zu entkommen. Gon musste unweigerlich kichern und schlug sich die Hand vor den Mund.
„Was ist so lustig?“ knurrte Killua.
„Du siehst gerade aus wie eine Katze, welche mit dem Kopf in einer Dose feststeckt.“, prustete Gon los.
„Haha, sehr witzig.“
„Brauchst du Hilfe?“
„Nein, das schaffe ich schon alleine.“, blaffte der Weißhaarige zurück.
Gon konnte nicht anders, als seinen Freund anzustarren. Einerseits besah er die Geschmeidigkeit und Anmut einer Raubkatze und dann gab es Momente wie diesen, wo er sich als verpeilter Stubentiger zeigte. Killua konnte sich endlich befreien und Gon wandte sich schnell ab. Sein Herz schlug auf unerklärlicher Weise schneller als normal, aber er dachte sich nichts dabei und wollte Killua auch nicht beunruhigen, weswegen er nichts sagte. So bemerkte er auch nicht, dass er jetzt von Killua ganz genau beobachtet wurde. Auch er war nicht gerade abgetan von dem, was er zu sehen bekam. Bevor er sich unter Kontrolle hatte, stahl sich erneut ein Hauch von Rosa auf seine Wangen und er wandte sich schnell ab, um jetzt endlich wieder seine Selbstbeherrschung zu erlangen. Warum passierte das immer in Gons Gegenwart?
„Das Wasser ist jetzt fertig“ hörte er Gon fröhlich wie aus der Ferne sagen. Killua nickte nur und beide stiegen in die dampfende Badewanne. So saßen sie eine Weile mit dem Rücken zueinander und tauten langsam auf. Der heiße aufsteigende Wasserdampf roch angenehm nach Vanille und wirkte entspannend auf beide. Nach einer Weile sah Gon zögernd über seine Schulter und fragte unschuldig: „Soll ich dir den Rücken waschen?“
„Gerne“, kam die nicht ganz so selbstbewusste Antwort. Der Schwarzhaarige schnappte sich das Duschgel und drehte sich zu seinem Freund um. Er zögerte kurz. Schluckte einmal bei dem Anblick, der sich ihm bot und fing an, Killuas Rücken mit zaghaften kreisenden Bewegungen zu waschen. Killua schloss die Augen reflexartig und lehnte sich unbewusst gegen die kleinen Hände an seinem Rücken. Durch diese Geste in seiner Sache bestärkt, griff Gon beherzter zu und massierte den Rücken. „Gut so?“, fragte er unsicher nach. „Mhm.“, machte Killua und nickte dabei mit dem Kopf. Er war solche Berührungen nicht gewohnt. So was gab es bei ihm Zuhause nicht. Umso mehr genoss er sie jetzt.
Kurz danach stiegen beide aus der Wanne. Sie trockneten sich ab, wobei sie vermieden zu dem jeweils anderen zu schauen und schlüpften in ihre Schlafanzüge.
Synchron schmissen sie sich auf ihr Bett.
Da fiel es Killua wie Schuppen von den Augen „Ah, Gon! Ich habe ja total vergessen deinen Rücken zu waschen!“, stellte er entsetzt fest. Doch die einzige Antwort, die er bekam war ein zufriedenes Schnarchen.
„Tss, dann eben nicht.“, murrte der Weißhaarige und legte sich auf den Rücken, beide Hände hinter dem Kopf verschränkt und ließ den Tag noch einmal Revue passieren.
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