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24 and one is the Victor

GeschichteDrama, Freundschaft / P16
OC (Own Character)
07.06.2020
21.11.2020
9
13.897
 
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4 Reviews
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21.11.2020 1.740
 
Hallo :)
Ich weiss es ist eine gewisse Zeit vergangen und das tut mir auch Leid...
Aber im Moment macht mir die Schule ziemlichen Druck und ich muss halt auch lernen.
Ich hoffe euch gefällt das Kapitel und dann wünsche ich viel Spass beim Lesen
LG pastelfruit :)


Ein kühler Wind blässt mir durchs Haar, ich seufze und blicke zu den Sternen hinauf. Ich denke an meinen Traum, die Angst die mich während dem schlafen und dem aufwachen habe. Ich habe immer noch das Gefühl, nicht richtig Luft zu bekommen, deshalb atme ich auch unregelmässig und tief ein. Das einzige was mich nicht mehr loslässt sind diese stechend grünen Augen, die mir so vertraut vorkommen, aber auch so böse. Es ist pure Angst, die mich auffahren lässt, doch es ist bloss der ferne Vogelgesang, es wird langsam, orgen.Die Sonne ist gerade am aufgehen und taucht die gesamte Arena in ein angenehmes Licht.

Ohne die Kämpfe, wäre das hier ganz schön und ein Angenehmer Rückzugs Ort, doch ich bin nun mal in den Hungerspielen und daran lässt sich auch nichts ändern. Ich muss von diesem Ort weg, der Hügel ist nun viel zu riskant, spätestens Heute Abend, werden Josh und Penelope realisieren, dass ich noch lebe und sie werden sich auf den Weg zu mir machen, das wäre also mein sicherer Tod.

Langsam stehe ich auf, ein stechender Schmerz, lässt mich leise aufstöhnen, mein Blick gleitet zu meinem Oberschenkel, ich sehe auf meine verbrannte Haut, die an einigen Stellen verkohlt ist –  wenn ich das so nennen kann. Ich beisse mir verzweifelt auf die Lippe und schleppe mich zu meinem Rucksack, diesen habe ich den Abend zuvor, hinter der Böschung versteckt.

Ich ziehe ihn Schnell an, dann nehme ich mir meine Axt und setze mich zurück auf die trockene Wiese. Ich öffne den Rucksack und gucke hinein, ein Paar Dosen mit Essen und die Kühlende Wasserflasche, die ich, nachdem Josh und Penelope mich gesehen haben, wieder eingepackt habe. Ich lege mir die Flasche auf mein Bein und erfreue mich über die kühlende Metalloberfläche.

Wenn es hier bloss irgendwo etwas Schlamm gäbe. Doch darauf kann ich lange warten, es hat noch kein einziges Mal in dieser Woche geregnet, die Gegend ist staubtrocken, ausser beim Fluss, doch dort bin ich nicht. Niedergeschlagenlasse ich mich auf meinen Rücken fallen.

Ich starre in den Himmel und das schon ziemlich lange, so lange, dass mir die dunklen Wolken die sich über der Arena verteilt haben, gar nicht auffallen. Ein tropfen berührt meine Nase, vor Schreck fahre ich auf, damit habe ich nicht gerechnet.

Doch plötzlich fängt meine Nase an zu jucken. Desto dichter der Regen fällt, desto mehr Haut fängt an zu jucken. Ich schnappe mir meinen Rucksack, meine Axt, dann nehme ich die Beine in die Hand und laufe bis zum Fluss. Aus dem Jucken wird langsam ein brennender Schmerz, jeder Tropfen fühlt sich wie ein einzelner Nadelstich auf meiner Haut an. Beim Fluss, schmeisse ich mich in das tosende Wasser hinein, hoffe dass der Schmerz vergeht, doch es hilft nicht.

Ich stürme auf den Wald zu, der regen prasselt auf mich hinunter und ich habe das unbehagliche Gefühl, dass er auch nicht vergehen wird. Im Wald ist es angenehm Still, ich kann keine weiteren Schmerzenslaute hören bloss meine eigene. Was mich immerhin etwas beruhigt. Der regen fällt hier im Walt nicht so stark, ich höre wie er von den Blättern der Bäume abprallt. Ich laufe weiter,während ich laufe, überlege ich mir, ob ich mich in die Höhle flüchten soll, in der ich den Jungen aus Elf gefunden habe. Doch ich tue es nicht und renne in eine ganz andere Richtung.

Verzweifelt hetze ich durch den ganzen Wald, schliesslich sehe ich, wie der Wald sich etwas lichtet. Ich stürme auf eine schlammige ebene und kann nur hoffen, dass es hier, schon vorher feucht war. Ich bin von oben bis unten nass und meine Kleidung ist mir viel zu schwer.

Langsam lasse ich mich in den Schlamm fallen. Mein Herz rast, mein Hals ist trocken und mein ganzer Körper brennt, zu blöd, dass ich meine Jacke liegen gelassen habe, denke ich und öffne meinen Rucksack. Doch da liegt sie, die Jacke, die ich vorher hätte gebrauchen können. Ich seufze. Dann fällt mir ein, dass ich ja Schlamm auf meine Brandwunde tun wollte und davon gibt es hier ja genügend. Ich schmiere die kühlende Masse auf meinen Oberschenkel, doch das würde wohl auch nicht viel helfen. Die Wunde hatte ich schon viel zu lange.

Ich schaue an mir herunter, meine Arme sind knall rot, an einigen Stellen hatten sich bläschen gebildet. Ich stöhne auf, ich darf mich nicht kratzen, doch der Drang ist da und ich kann ihn fast nicht kontrollieren.

Ich schlucke, stehe schliesslich auf, um mir ein Versteck zu suchen, da treffen mich erneut Wassertropfen, allerdings ist es dieses Mal kein Regen, sondern etwas anderes, ich will mich gerade umdrehen, als ich von hinten gepackt werde. Ein erstickter Schrei entkommt meiner Kehle, ich spüre die Hände, die sich um meinem Hals schliessen, mir die Luft abdrücken. Verzweifelt schlage ich um mich, die Angst, die ich letzte mnacht verspürt habe, schleicht in mir hoch, panisch schnappe ich nach Luft, doch das bringt nichts, langsam wird mir schwindelig, meine Sicht schwindet, dieses Mal komme ich nicht mehr an mein Messer, dieses Mal werde ich es nicht mehr schaffen.

Ein Schrei entkommt der Person hinter mir, sie lässt mich los und ich höre wie sie auf dem Boden aufprallt. Ich drehe mich um, sehe Josh der zusammengekrümmt am Boden liegt, er zuckt wie verrückt. Vermutlich hat er einen Schlaganfall, so sieht es jedenfalls aus. Dann fällt mir seine gerötete Haut auf, die vielen Blasen, die sich über seinen Gesamten Körper ziehen. Der Pfeil, der in seinem Arm steckt, dass Blut musste mich vorher angespritzt haben, als ich dachte, es regnet wieder.

Und da ist Penny die plötzlich auf uns zustürmt, sie hält einen Bogen in der Hand, allerdings kann ich nirgends wo Pfeile sehen. Tränen fliessen ihr über das Gesicht, ein Schluchzer entkommt ihren Lippen. „Oh Gott, das wollte ich nicht.“ sie schluckt laut, meine Chance, ich schnappe mir meine Axt, die neben mir am Boden liegt und gehe langsam auf Penny zu. Diese hat sich schützend über Josh‘s immer noch zuckenden Körper gebeugt. Alarmiert hebt sie den Kopf, sie will aufstehen, doch es geht nicht, ihre Beine machen nicht mit.

Josh, aus dessen Mund leidende Geräusche kommen, schielt mich von unten an. Ich schlucke, ich kenne den Ausdruck, der in seinen Augen liegt. Das bittende, dass ich damals schon beim Jungen aus Distrikt 11, gesehen habe. Langsam hebe ich die Axt, ich zögere, ich kenne Josh, obwohl er etwas vorgetäuscht hat, ist er nett gewesen, hat uns allen geholfen und jetzt soll ich ihn töten.

„Beieile dich.“ ich sehe wie viel Kraft dieseWorte ihn kosten. „Nein!“ Pennys Stimme ist hoch vor Angst. Ich beachte sie nicht, da ich nicht in ihre Augen schauen will. Plötzlich kann ich nichts mehr hören, ich höre Pennys verzweifeltes Schreien nicht mehr, Josh‘s Gewimmer, die Vögel, die um uns fröhlich gezwitschert haben, ich höre gar nichts.

Es macht es mir nicht einfacher, aber schliesslich entscheidet mein Körper, was er tun muss. Ich bekomme kaum mit wie die Axt hinuntersaust, das Blut, das mir entgegen spritzt, ich höre Penny nicht, wie sie vor Trauer und Wut aufschreit.

Der Kanonenschuss gibt mir schliesslich mein Gehör wieder, ich kann nun auch Penny hören die aufgesprungen war, mich anbrüllt und schliesslich auf mich zu kommt, ohne Waffe, ich weiss nicht, ob sie noch weiss das ich eine Axt in der Hand halte. Aber sie ist von Wut und Wahn angetrieben, sie nimmt nur mich war, wie ich dastehe, mit Blutspritzern im Gesicht und auf der Kleidung, ich sehe fast Ahnungslos aus, wobei das auch irgendwie stimmt.

Plötzlich werde ich aus diesem Zustand gerissen, ich weiss nicht mehr was Penelope fühlt, allerdings weiss ich, was ich spüre. Mir wird erneut die Luft abgeschnürt, verzweifelt schlage ich um mich, die Axt, die ich noch fest umklammere, habe ich schon ganz vergessen.

Ich kann Penny schliesslich von mir stossen, sie stolpert zurück, in kurz ist sie irritiert, was ich ausnütze um nach Luft ringend auf die Beine zu kommen, sie schaut mir zu, dann fokusiert sie sich wieder auf meine Tötung. Sie läuft erneut auf mich zu, reisst mich zu Boden, völlig versessen darauf mich zu töten, landet sie auf mir, will mir den Hals zuschnüren, doch dazu kommt es nicht mehr, meine Axt, die ich schützend vor mich halte, trifft sie in den Bauch als sie auf mir landet, ein leises Geräusch entkommt ihrer Kehle, danach ist sie tot, völlig tot.

Der Kanonenknall lässt mich wieder in die Realität, ich habe nicht wirklich mitgekriegt was passiert ist, habe einfach gehandelt ohne nachzudenken, habe gehofft, dass ich überlebe und jetzt liege ich da, Matsch und Blut klebt mir im Haar, im Gesicht, auf meiner Kleidung und an meiner Axt. Ich stosse Penelope langsam von mir runter, ziehe ihr bei dieser Bewegung die Axt aus der Brust.

Erleichtert stelle ich fest, dass nur noch sechs von uns leben, bald hat dieser Horror ein Ende, ob ich nun Lebe oder nicht. Ich kann das leichte Lächeln nicht unterdrücken, das sich auf meine Lippen legt. Fragend sehe ich mich um, ich kann niemanden sehen oder hören, man muss uns gehört haben, vermutlich sind die anderen abgehauen, weg von diesem Ort, bei dem man laute Kampfgeräusche hören konnte, obwohl, die Arena ist so gross, dass man uns nicht in jeder Ecke hören konnte.

Plötzlich breitet sich das vergessene Brennen wieder auf meiner Haut aus , es ist schlimmer als zuvor.

Mir entkommt ein stöhnen, doch helfen kann ich mir jetzt auch nicht. Ich stapfe davon, hebe den Rucksack auf und überlege wo ich mich verstecken kann, schliesslich entscheide ich mich, dafür, dass ich doch lieber hierbleibe, wenn einige wissen, dass es hier gefährlich sein könnte, würden sie sich fernhalten.

Ich lächle erneut, es ist kein  böses Lächeln, sondern ein erleichtertes, langsam sinke ich auf einen kleinen Felsen, das Hovercraft, das gerade den Greifarm ausfährt, er packt Penelope und Josh und fährt wieder nach oben, das Hovercraft verschwindet wieder.

Langsam, viel zu langsam geht die Sonne unter, die Hymne, dann erscheint das Wappen von Panem am Himmel und Penny und Josh, werden nacheinander aufgeführt, erneut das Wappen, dann legte sich Dunkelheit über die Arena. Stille umhüllt die  übriggebliebenen Tribute.
 
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