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Man kann fliehen oder leiden

GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12 / Gen
OC (Own Character) Rusty
06.06.2020
25.04.2021
16
19.345
4
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Dieses Kapitel
2 Reviews
 
12.07.2020 842
 
Christina verflucht in diesem Moment die Existenz von Rusty, denn mittlerweile ist es drei Uhr morgens und sie sitzt immer noch vor ihrem Laptop.

Sobald ihre Schicht vorbei war, fing sie an zu recherchieren über den enttarnten Wagon. Ob Rusty diesen Sprengstoffwagen kennt?

Sie hat ihm diese Neuigkeiten noch gar nicht erzählt, denn ein Gespräch fand gar nicht statt. Während der ganzen Arbeit verfiel sie in Grübeleien, denn sie macht sich Sorgen das Rusty ebenfalls enttarnt wird.

Durch den wenigen Schlaf der vorherigen Nacht könnte sie direkt einschlafen, aber die Neugier und vor allem die Angst um Rusty halten sie wach.

Wenn sie sich nur vorstellt, wie Rusty gefangen hinter Glas steht und alle ihn anstarren, auf ihn zeigen und Fotos machen wird ihr unwohl.

Am Ende sind diese Züge Lebewesen mit Gefühlen wie ihresgleichen und seufzend schließt die den Beitrag über die Neuigkeiten des Wagons.

Von der Neugier übermannt fängt sie an das Internet über die Herkunft der Züge zu durchsuchen.

Sie will wissen was es mit dieser Höhle auf sich hat und vor allem wann der letzte Zug von dort aus geschnappt wurde.

„Wie grade jede verflixte Nachrichtenredaktion über den gefunden Wagen schreibt", schimpft Christina leise und stützt ihren Kopf auf einer Hand.

Zum Glück muss sie nicht arbeiten gehen, denn übermüdet ist es eine Qual im Führerhaus zu stehen.

Nun würde sie wohl Rusty gar nicht sehen, denn erneut in der Nacht könnte sie nicht raus. Es wäre einfach zu auffällig wegen Michael und sie kann es nicht riskieren.

Sie kann Rusty auch schlecht irgendwohin bestellen, denn dies würde nicht funktionieren.

Es ist zu blöd das Rusty in seiner Maschinenform nur durch Pfeifen kommunizieren kann, denn das erschwert die ganze Sache.

„Warum genau bin ich in diese Situation gerutscht?", fragt sie sich selbst leise und reibt ihre Schläfen.

Sie fährt ihren Laptop herunter und schleift sich selbst ins Bett, denn sie wird wahrscheinlich kaum noch was aufnehmen können von den Informationen.

Vielleicht sollte sie ab morgen ein paar Notizen machen, denn sie will das Geheimnis lüften. Nicht um Rusty zu schaden, eher um sich selber zufriedenzustellen und vielleicht der Welt zu zeigen, dass es nichts zu fürchten gibt.

Die einzige Angst, die normal wäre ist das Loks und Wagons die Arbeitsplätze wegnehmen, aber selbst dies ist unwahrscheinlich.

Rusty kann alleine fahren, aber er genießt es bestimmt nicht vollkommen auf sich gestellt zu sein.

Christina schließt ihre Augen, aber an Schlaf ist nicht zu denken, denn ihre Gedanken drehen sich wie ein Karussell um die Zukunft von Rusty.

* * *

Die Dampflok sitzt an die Steinwand gelehnt und hält das Buch in seinen Händen. Seine Konzentration hat nachgelassen und mit seinen Gedanken hängt er bei einer ganz bestimmten Person.

Pearl, ein wunderschöner Wagon und dazu seine ehemalige Freundin. Er liebte sie über alles und doch ließ er sie zurück um einen Arbeitsplatz zu bekommen.

Wie es ihr wohl geht?
Ob sie ebenfalls geflüchtet ist?

Vielleicht hat sie einen neuen Partner, liebt jemanden wieder von ganzem Herzen.

Rusty würde nichts lieber als seinem Vater in die Arme zu fallen und Pearl wieder küssen zu dürfen.

Er liebt seinen Job und er ist froh das Christina ihn nicht verpfeift. Sie ist so lieb zu ihm und er weiß das er großes Glück mit seiner Lokführerin hat.

Doch manchmal verfällt er in Erinnerungen und die große Frage was wäre wenn..?, nimmt ihn dann ein.

Vielleicht wären Pearl und er verheiratet?
Haben Kinder?
Eine kleine Dampflok die er in seinen Armen halten dürfte und ein kleines Wagonmädchen...

Pearl und er haben so viele Pläne gemacht und keiner von diesen würde nun durchgesetzt werden.

Einmal hatten sie sogar den Plan zusammen abzuhauen und hier Anstellung zu finden, aber daraus wurde ein Solo-Ausflug.

Er hat morgen frei, zumindest neben der kleinen Reparatur wird er hier herumstehen. Es stört ihn nicht das er jetzt wach ist, denn dann kann er über den Tag schlafen.

Ob Christina in der nächsten Nacht wieder vorbeikommen wird?

Irgendwas muss man tun können, um sich auch normal zu unterhalten, denn Rusty möchte noch mehr über sie erfahren!

Kann man die Tür vielleicht von innen verschließen? Muss doch eigentlich möglich sein.

Sobald Christina das nächste Mal vorbeikommt muss er mit ihr darüber reden, denn er braucht ein paar Gespräche mit ihr.

Momentan haben sie sich darauf geeinigt das sie weitermachen wie zuvor, aber wie lange wird das noch gehen?

Sie könnte sich tatsächlich mal verhaspeln und Rusty möchte nur ungern weggesperrt werden.

Es wäre zwar ok, denn dann wüsste er Christina in Sicherheit und für ihn ist das wohl anderer immer die größte Priorität.

Vor allem die von seiner Lokführerin, denn sie ist der Grund warum er grade arbeiten kann!

Langsam aber sicher sollte er das Buch weglegen und sich an seinen Platz stellen, denn andersrum könnte es wenigen Stunden zu bösen Überraschungen kommen.

Carpe Noctem!
Es ist Sonntag & ich hab mal wieder was pünktlich hochgeladen!
Zwar ein kürzeres Kapitel, aber hey!
Kleine Werbung: ich habe eben einen Oneshot zum Musical Dear Evan Hansen hochgeladen, vielleicht will ja jemand vorbeischauen ;)
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