Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Man kann fliehen oder leiden

GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12 / Gen
OC (Own Character) Rusty
06.06.2020
25.04.2021
16
19.345
4
Alle Kapitel
33 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
21.02.2021 919
 
„Soll ich dich abholen kommen?“, fragt Michael Christina während er das Auto lenkt. „Musst du nicht, ich bin ja am frühen Nachmittag fertig und dann ist gut“, sagt Christina und lächelt ihn an. Sie sieht ihm an, dass er liebend gerne in sein Bett möchte.

Michael hat tiefe Augenringe und seine Nase ist knallrot angelaufen von der Kälte. Da lässt sie ihm lieber ein paar Stunden Schlaf, vor allem, nachdem er sich extra freigenommen hat für sie.

„Pass bitte auf dich auf“, sagt Michael ernst gemeint und lächelt seine beste Freundin an. „Mir passiert schon nichts, du solltest dich mehr um Rusty sorgen“, grinst Christina ihn an.

„Ich mache mir um dich Sorgen, du bist meine beste Freundin und ich habe ehrlich gesagt keine Lust dich im Knast zu besuchen ... geschweige denn dich in den Knast zu begleiten“, meint Michael und Christina lacht.

„Wieso nicht? Streifen würden dir stehen!“, sagt die junge Frau lachend und hält sich schon den Bauch.

„Streifen und ich werden niemals Freunde sein“, meint Michael und schüttelt seinen Kopf. Würde man ihn mit etwas jagen wollen, dann sind Streifen auf Kleidungsstücken eine gute Möglichkeit.

Christina lacht sich schlapp, in ihrem Kopf ein Bild von Michael in diesen typischen schwarz-weiß Uniformen die man aus den Comics und Filmen kennt.

„Es gäbe ja auch noch orange Anzüge, so wie bei Prison Break!“, lacht Christina und Michael stöhnt auf. „Wieso habe ich dir von dieser Serie erzählt?!“, fragt er sich selber und Christina lacht noch mehr.

„Du solltest aufhören zu lachen und arbeiten“, grinst Michael und Christina schnallt sich kichernd ab.

„Kannst du möglich was Kleines zu essen vorbereiten? Wir brauchen Stärkung bevor wir diese Nacht auf dem Depotplatz einbrechen und wir wollen ja nochmal alles zusammen durchgehen?“, fragt Christina ihren Mitbewohner weswegen Michael seine Augen verdreht.

„Nur weil ich dich mag“, antwortet ihr bester Freund und Christina lächelt ihn dankbar an. „Du bist der allerbeste!“, lächelt sie, weswegen Michael dämlich grinst.

„Na los jetzt, Rusty wartet auf dich“, fordert Michael die Lokführerin auf und Christina steigt aus dem Wagen.

Als Christina das Depot betritt, ist sie verwundert als Licht brennt. Angelassen hatte sie es auf jeden Fall nicht, da ist sie sich zu hundert Prozent sicher.

Rusty steht, wie eine normale Dampflok, auf seinem Platz und Christina lächelt leicht.

„Hey Kumpel, Michael und ich haben heute Morgen für einen Platz gesorgt, du bist erstmal in Sicherheit“, sagt sie leise zu ihm und sie könnte schwören ein leises Pfeifen von ihrer Dampflok zu hören.

Christina verschwindet in ihrer Garderobe, um sich schnell umzuziehen um sich dann mit Rusty an die Arbeit machen.

Die Transportwaggons müssen noch angehängt werden und sie will kurz checken ob sie genug Kohle an Bord haben.

Könnte Rusty wohl auch ohne auskommen?

Sie muss ihn das bei Gelegenheit fragen, denn dies ist für die kleine Rettungsmission wichtig zu wissen.


Sobald Rusty und Christina ein gutes Stück vom Depotplatz weg sind lässt Christina sich in den Sitz fallen. „Magst du vielleicht eine Runde selber fahren?“, fragt sie und ein kleiner Pfiff ist die Antwort.

„Michael und ich sind heute Morgen durch den Wald und wir haben einen Platz für dich. Wir bringen dich heute Nacht weg, ich muss nur noch mit Michael bereden um welche Uhrzeit, aber du bist sicher, du wirst nicht verschrottet werden!“, sagt Christina und hofft die Lok hört ihr zu.

„Meine Finger sind schon taub von dieser eisigen Kälte“, schimpft Christina und reibt sich die Hände, weswegen von Rusty ein seltsames, leises Pfeifen erklingt.

„Sag mal lachst du mich aus?“, fragt Christina nach und von der Lok erklingt nichts mehr.

„Schreib es dir hinter deinen Dampfkessel, lach mich nochmal aus und du wirst mächtig Ärger haben“, schmunzelt Christina und beobachtet die verschneite Landschaft an denen sie vorbeisausen.

Christina würde ja liebend gerne eine Konversation starten, aber da Rusty in seiner Lok Form nur pfeifen kann wird sie es gar nicht versuchen.

Hoffentlich würde die Rettungsmission reibungslos klappen, Christina sollte dringend die Arbeitsplanung ansehen bevor sie für kurze Zeit nach Hause geht.

Wahrscheinlich ist niemand unterwegs auf dem Depotplatz in der späten Nacht, aber man kann ja nie wissen.

Da es unter der Woche ist fahren die Regionalzüge nur bis ein Uhr nachts. Christina muss unbedingt bevor sie in der Nähe sind nachsehen ob dieser Verspätung hat oder nicht.

Da der Zug erst morgen gereinigt und kontrolliert wird, könnten Christina und Michael um zwei Uhr morgens auf dem Depotplatz einbrechen.

Somit hätten sie ein paar Stunden Vorsprung und Christina müsste am nächsten Tag einfach zur Arbeit erscheinen.

Wie sollte Christina es möglichst real hinbekommen, dass sie keine Ahnung hatte von einer lebendigen Lok?

Dies wird noch ordentliche Zeit beanspruchen. Schließlich ist Christina amtierender Champion im nicht lügen können.

Hoffentlich kann sie nach einer Stärkung zu Hause nochmal schlafen. Ein oder zwei Stunden würden ihr bestimmt guttun, denn sie ist echt erledigt.

Christina würde diese Nacht gar keinen Schlaf bekommen, denn wahrscheinlich würde sie bei Rusty bleiben.

Nur ungern möchte sie ihn ganz auf sich alleine gestellt lassen, vor allem wenn er sowieso aufgeregt sein wird.

„Ich hoffe du wirst deinen Unterstand auf Zeit mögen“, sagt Christina leise vor sich her und Rusty pfeift leise.

„Dir ist es wohl egal, Hauptsache nicht im Schnee stehen und nicht verschrottet werden. Hab ich recht?“, fragt Christina und erneut pfeift die Dampflok.

Hallo zusammen! :)
Ich hoffe euch allen geht’s gut und geniesst das schöne Wetter! (falls es bei euch überhaupt so schön ist wie hier)
Mal sehen wie die Rettungsmission klappen wird!
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast