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Man kann fliehen oder leiden

GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12 / Gen
OC (Own Character) Rusty
06.06.2020
25.04.2021
16
19.345
4
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05.10.2020 785
 
„Wo gehst du jetzt schon wieder hin?", fragt Michael verwundert nach und sieht Christina fragend an.

Eigentlich wollte sie sich Stumm aus dem Staub machen, aber natürlich hat ihr lieber Mitbewohner sie dabei erwischt.

„Eh- nur raus", sagt Christina überrascht und Michael zieht eine Braue hoch. „Du kamst heute Morgen schon so mysteriös nach Hause, ich habe dich bemerkt. Wo gehst du hin? Du wirkst ziemlich abgehetzt, hat es etwas mit deinem Typen zu tun?", fragt Michael ernst nach.

Christinas Gehirn sucht eine möglichst gute Ausrede, denn Michael würde nicht locker lassen. Natürlich nicht, er ist ihr Mitbewohner und bester Freund.

„Nein es hat nichts mit Ru...Rudolf zu tun", sagt Christina und könnte sich selbst klatschen. Wie zur Hölle kam sie auf den Namen Rudolf? Na toll, jetzt hat sie noch ein Bild im Kopf von Rusty mit Geweih und roter Nase.

„Du lügst mich grade an, ich kann das dir an den Augen perfekt ablesen", stellt Michael fest und verschränkt seine Arme.

„Gut, ich bin verabredet", sagt Christina abweichend und verschwindet. Sie ist eigentlich keine Person die von ihre Probleme flüchtet, aber jetzt gibt es keine andere Lösung.

Sie muss vor allem zu Rusty, denn er war nicht sonderlich gut gelaunt und vor allem müssen sie spätestens übermorgen Abend einen Plan haben.

Erneut verflucht sie das sie keinen Führerschein hat und läuft zur Bushaltestelle. Es ist eine sehr kühle Nacht und wie ein kleines Kind schaut sie fasziniert zu, wie ihr Atem sich in eine kleine Wolke verwandelt.

Christina beschleunigt ihre Schritte, der Bus sollte schon bald ankommen und sie hat sich zu spät auf den Weg gemacht.

Sie hat keine Lust den Bus zu verpassen und in der Kälte warten zu müssen, wer hätte schon Lust darauf?

Vor allem müssen sie den Plan, welcher bis jetzt noch nicht mal feststeht, besprechen. Christina hat sich überlegt einen alten Bunker im Wald auf Vordermann zu bringen und Rusty da hausen zu lassen.

Nur müsste sie zuerst einen finden, welcher tatsächlich seit Jahren verlassen ist und dazu sollte Rusty gut mit seinen Rädern dahin kommen.

In der Ferne sieht sie schon den Bus heranfahren und deswegen Sprinter sie das letzte Stück. Bei dieser Temperatur kann man keine Dreiviertelstunde auf den nächsten Bus warten.

* * *

„Also ich würde morgen früh vor der Arbeit mal nachsehen und dir dann Bescheid sagen. Ich bin nicht oft im Wald unterwegs, aber irgendein Unterstand würde sich fürs Erste finden...", sagt Christina und Rusty nickt langsam.

„Mir ist alles recht, denn ich will einfach nicht verschrottet werden...naja außer wir finden gar nichts. Ich möchte dich auf keinen Fall nicht in Schwierigkeiten bringen!", antwortet Rusty und Christina lächelt.

„Keine Sorge, wir schaffen das!", sagt Christina und wundert sich, woher sie diesen Optimismus herhat. Sie ist eigentlich ein eher realistischer Mensch und ehrlich gesagt ist es unreal eine Lok mal eben im Wald zu verstecken. Naja eine lebendige Lok ist genauso unreal.

„Übrigens ich hab dir ne neue Tafel Schokolade mitgemacht, ich dachte mir ein wenig Nervennahrung kann nicht schaden!", lächelt Christina und kramt aus ihrer Handtasche eine Schokoladentafel.

„Da hast du recht, danke!", Rusty lächelt und öffnet das Papier sofort um sich ein Stück in den Mund zu schieben. Beide lachen, bis ein Geräusch aus der Depothalle kommt.

Christinas Herz ist ihr mal eben in die Hose gerutscht und fast schon ängstlich sieht sie uh Rusty. Dieser ist kreidebleich und malt sich im Kopf die schlimmsten Szenarien aus.

„Christina?", es ist Michael, der nach der Lokführerin ruft. Ihm kam diese Sache mehr als nur spanisch vor und somit folgte er ihr heimlich, nicht wissend was sie am Bahnhof zu suchen hatte.

„Oh Gott...Rusty bleib hier und lass mich das tun!", zischt Christina ihrer Lok zu und verlässt mit flauen Gefühl in ihrer Magengrube die Garderobe.

Wieso musste Michael ihr folgen und wieso kam er hier rein? Die Tür ist doch verschlossen von außen und man nur mit einem Schlüssel rein.

„Was machst du hier?", fragt sie und Michael seufzt erleichtert. „Diese Frage sollte ich dir stellen, du solltest gar nicht hier sein. Ich habe von einer deiner Arbeitskollegen einen Schlüssel bekommen, ich musste ihn versprechen ihm den nachher wieder geben.“, sagt Michael und legte seine Hände auf ihre Schultern.

„Steckst du in Schwierigkeiten? Mit wem warst du am reden?“, fragt Michael sie sanft und Christina erstarrt zur Salzsäule. Es ist aus, jetzt wird die Wahrheit ans Licht kommen.

Hallo! Ja ihr lest richtig, ich habe was hochgeladen.
Leider kam/kommen privat sehr viele Dinge auf momentan, die gar nicht vorhersehbar waren und somit musste ich mich erstmal darauf konzentrieren! Ich hoffe euch geht’s gut!
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