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Man kann fliehen oder leiden

GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12 / Gen
OC (Own Character) Rusty
06.06.2020
25.04.2021
16
19.345
4
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Dieses Kapitel
2 Reviews
 
16.08.2020 738
 
„Hey Rusty", begrüßt Christina ihn am folgenden Abend wieder. Ihre Lok sieht erschöpft aus und das, obwohl sie keine sehr anstrengende Tour hinter sich haben. Jedoch erschien er ihr schon da sehr müde zu sein und fuhr ziemlich ungleichmäßig.

„Hallo", gähnt er und Christina schmunzelt leicht. Diese Nacht wird sie wohl nicht lange bleiben, aber dagegen hat sie nichts einzuwenden.

Sobald sie neben Rusty steht, boxt sie ihm freundschaftlich in den Arm. „Wofür war das denn jetzt?", fragt Rusty verwirrt und Christina verschränkt ihre Arme. „Mein Mitbewohner denkt du wärst mein Freund!", beklagt sie sich und Rusty zieht eine Augenbraue hoch.

„Du hast gestern in der Wohnung angerufen und Michael nahm das Telefon an!", sagt sie und Rusty versteht. „Oh..", murmelt er und lächelt entschuldigend. „Ich lasse dir lieber meine Handynummer hier und wenn was ist, wirst du mich da anrufen, ok?", fragt sie und Rusty stimmt zu.

„Es tut mir übrigens leid wegen gestern. Ich hätte das Thema vielleicht besser nicht ansprechen sollen, aber ich dachte das wäre eine Lösung..", entschuldigt Christina sich bei ihrer Lok.

„Ich möchte nur nicht darüber reden und dahin zurück werde ich auch nicht können. Für mich kommt diese Idee auch gar nicht mehr in Frage!", sagt Rusty ausweichend und Christina seufzt. Doch im Stillen fragt sie sich was da so schlimmes passiert ist, dass er gar nicht mehr zurückmöchte.

„Alles gut! Wir finden einen anderen Plan zusammen!", lächelt sie ihn aufmunternd an. Irgendwie wird sich schon eine Lösung ergeben! Leider sitzt ihnen der Zeitdruck ordentlich im Nacken.

Beide verfallen in Schweigen, nicht wissend wo sie ihn verstecken könnten. Sobald er weg ist wird in der ganzen Umgebung gesucht und auch, wenn Christina so tun wird als hätte sie keinen Schimmer wird sie verhört.
Sie hätte ja nichts dagegen verhört zu werden, aber da sie eine sehr schlechte Lügnerin ist..

Wo würde er nicht auffallen und wo würde tatsächlich als aller letztes gesucht? Was würde wohl Michael sagen? Kann ihr bester Freund eins und eins zusammenrechnen?

Er kennt bis jetzt nur die Stimme von ihrer Lok, aber Christina ist sich sicher, dass sie ihm jetzt einfach noch nicht mehr erzählen kann. Außerdem würde Michael eher sehr spontan reagieren und am Ende passiert noch was.

Sie blickt zu Rusty und sieht stumm zu wie er angestrengt nachdenkt. Es geht hier um sein Leben, irgendwas muss man tun können. Sie kann ihn schlecht bei ihr im Zimmer beherbergen.

„Hättest du einen Wunsch wohin du möchtest?", fragt sie nach und Rusty sieht auf. Hat er diesen denn? Ihm liegt momentan mehr an seinem Leben als dem Ort wo er leben wird.

„Hauptsache ich werde nicht verschrottet!", sagt er und seufzt tief. Ihm ist total unwohl bei dieser ganzen Sache.

„Komm lass uns jetzt keinen Trübsalen blasen! Es wird sich schon was ergeben!", sagt Christina lächelnd und springt auf. Sie hatte ganz vergessen, dass sie für Rusty etwas eingepackt hatte.

„Ich habe noch in der Bäckerei einen kleinen Halt gemacht und dir einen Berliner mitgemacht!", lächelt sie und überreicht ihm die Tüte.

Rusty bemerkt erst jetzt wie sehr er richtiges Essen vermisst hatte. Er kann auch gut von der Kohle leben, aber natürlich schmeckt was anderes zwischen durch viel besser!

„Ich habe einfach ne Schwäche für süßes, zum Glück kann ich nicht zunehmen!", lacht Rusty und beißt sofort rein.

Christina kann nicht anders als zu lachen und die Stimmung ist direkt ein wenig entspannter als vor wenigen Minuten.

Während Rusty isst, schaut er verträumt aus dem Fenster, das oben in der Garderobe ist. Wirklich groß ist es nicht, aber genug groß um den Sternenhimmel dieser Nacht zu sehen.

„Du magst die Sterne, oder?“, fragt Christina lächelnd nach und ihre Dampflok nicht. „Ich könnte dir so viele Geschichten über die Sterne erzählen, beziehungsweise über den Starlight Express!“, meint er und Christina fordert ihn auf dies zu tun.

So sitzen die beiden da und Christina lauscht den weiteren Erzählungen von Rusty. ,Am liebsten würde ich diese Welt mit eigenen Augen sehen...‘ denkt sie sich, aber lässt es unausgesprochen, da die Lok sich nur unnötig aufregen würde.

Die Augen von beiden werden schwerer, Rustys Stimme leiser und am Ende dämmern beide trotz der ungemütlichen Sitzpositionen weg.

Hallo! :)
Tut mir leid für die unregelmässigen Uploads!
Nur habe ich momentan eindeutig mal wieder ne Schreibblockade.
Ich hoffe das Kapitel ist trotzdem einigermassen gut geworden!
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