Bestellt, Entführt, geliefert

von Jaxon-ftm
GeschichteSchmerz/Trost / P12
Alexander Hetkamp Franco Fabiano Paul Richter
05.06.2020
01.08.2020
17
18.128
3
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Dieses Kapitel
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01.08.2020 1.497
 
Hey Hey, entschuldigt bitte das jetzt eine Weile nichts kam, aber dafür Versuche ich das Kapitel wieder etwas länger zu machen. Würde mich über Reviews freuen.

Liebe Grüße,
Jaxon-ftm



,,kämpfe für das was du willst, oder lebe mit dem was du hast"




,,Denk an deine Frau" hatte er gesagt. Mario wusste was dieser Satz, oder eher diese Drohung bedeutet. Er solle aufpassen was er tat, sonst würde Macrôn sich an Mario's Frau wenden. Und das würde Blutig ausgehen...

Gecknickt sitzt Mario auf dem Fahrersitz seines Autos, welches er von Macrôn zur Verfügung gestellt bekommen hat. Ein Audi A3 in schwarz.
Auf der Wache scheint wenig los zu sein, da fast alle Fahrzeuge in der Fahrzeughalle stehen. Die Tore sind offen.
Wenig motiviert steigt Mario aus dem Wagen und geht zur Eingangstür. Sie ist nicht verschlossen, weshalb Mario wenig später in einem großen gut beläuchteten Gang steht. An den Wänden hängen eingerahmte Fotos, und auf einigen meint Mario sogar Alex zu erkennen. Als Mario sich die Bilder genauer ansieht, merkt er nicht daß sich ihm eine Person nähert.
,,Sind schöne Bilder, oder?" Erschrocken fährt Mario herrum und hätte fast die Waffe gezogen welche zwischen seiner Boxer und dem Hosenbund klemmt.
Vor ihm steht ein etwas älterer Mann. Er hat kurze graue Haare und scheint auch nicht aus Deutschland zu kommen. Vielleicht Italien? Oder Frankreich?
,,Mein Name ist Franco, und sie sind?" Fragt er, streckt Mario die Hand entgegen und setzt ein leichtes Lächeln auf. Mario erkennt sofort dass dieses lächeln nicht echt ist.
,,Ich bin Mario und trete heute meinen ersten Dienst hier an"
,,Du bist also Mario, na dann komm Mal mit" sagt Franco und scheint garnicht erst darauf zu warten das Mario seine Hand entgegen nimmt. Schnellen schrittes macht sich der Italiener auf den Weg und bleibt nach einer Kurve vor einer grauen Tür stehen.
,,Das ist die Männer umkleide" beginnt er und öffnet die Tür. ,,Dein Spind ist der mit der Nummer 4. Die Uniform hängt drinne und deine Wertsachen bitte rein legen" kurz darauf wird Mario regelrecht in den Raum geschoben. Etwas überfordert mit der ganzen Situation sieht Mario sich erstmal um. Links und rechts neben ihm erstrecken sich die Spinde von denen Franco geredet hatte. Und ihm gegenüber befand sich ein Großer Spiegel.

Ohne nochmal einen Blick in den Spiegel zu wagen sucht Mario seinen Spind und öffnet diesen. Dort drinne befinden sich ein Paar Schuhe, die orange gelbe Hose, ein dunkelblaues T-Shirt mit der Aufschrift Rettungsdienst, eine Strickjacke, eine Dünne so wie eine dicke Einsatzjacke mit gelben Reflektoren so wie eine dunkelblaue Mütze. Staunend betrachtet Mario die Einsatzhose bevor er sich seiner Sachen entledigt und in die Einsatzhose schlüpft. Auch das T-Shirt und die Schuhe sind schnell angezogen. Zusätzlich schnappt sich Mario auch noch die dünne Einsatzjacke da es relativ frisch ist.
In voller Montur stellt sich Mario vor den Spiegel und macht erstmal ein Foto welches er an seinen Boss schickt. Immerhin wollte dieser einen Lagebericht, er hat halt nur nicht gesagt in welcher Ausführung. Naja, jetzt kriegt er Mario zu sehen wie er in Rettungsdienst Klamotten grinsend vor dem Spiegel steht.
Wird schon schief gehen...

Gerade Als Mario die Tür zu den Umkleiden wieder hinter sich schließen will, gibt sein Handy ein simples *Dong* von sich. So als hätte Mario alle Zeit der Welt fischt er sein Handy aus der Tasche und sieht sofort die Nachricht seines Bosses.

Gut, Pass aber auf das dich keiner erkennt.  Und wenn du redest oder es dir auch nur rausrutscht kannst du deine Frau auf dem Friedhof besuchen! Ich will jede Stunde eine Rückmeldung!

Nach einem dumpfen ok lässt Mario sein Handy wieder in seiner Tasche verschwinden und geht rüber zu Franco, welcher ein paar Meter weiter steht und mit jemandem Telefoniert. Als Mario jedoch näher kommt legt der Italiener auf.
,,Ich bringe dich jetzt zum Aufenthaltsraum und Stelle dich den Kollegen vor. Danach sollst du noch kurz zum Chef. Und bevor ich es vergesse, wir fahren heute zusammen auf dem RTW. " Nickend nimmt Mario das hin und folgt ihm einen Gang entlang und dann die Treppen hoch. Oben angekommen öffnet Franco gleich die erste Tür auf der linken Seite.

Der Raum ist relativ groß und ein großes Fenster erstreckt sich über eine Komplette Wand. In der Mitte stehen 2 große Tische, auf dessen Stühle ein Paar Sanitäter und Notärzte sitzen. Unter dem Fenster befinden sich eine L-förmige Couch.
,,Moin Leute" beginnt Franco, und schließt die Tür wieder hinter Mario.
,,Das ist Mario, unser neuer Kollege. Mario? Das sind Jacky, Benjamin, Dustin, Yannik, Marion, Nick, Oli und Silke."  Startet Franco sofort mit der Vorstellungsrunde und zeigt bei jedem genannten Namen auf eine der Personen.
,, Hab ja schon erwähnt daß wir beide zusammen fahren, sonst fahren noch Oli und Nick, Silke und Marion, Yannik und Dustin so wie Jacky und Benjamin."
,,Und der soll uns Alex jetzt ersetzen oder was" hört Mario Oli nuscheln.
,,Guten Tag. Ich bin Mario und ich würde euer Team gerne unterstützen"
Keine Reaktion. Hilfesuchend sieht Mario zu Franco, welcher auch nur Mit den Schultern zuckt.  

,,ich... ähm... gehe dann Mal kurz zum Chef" sagt Mario und verschwindet fluchtartig aus dem Aufenthaltsraum. Er hatte zwar mit Mieser Stimmung gerechnet, aber das sie so mies ist hätte er nicht gedacht...




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,,Phil? Fals du mich hörst, drück bitte meine Hand" sagt eine ältere Dame die neben dem jungen Notarzt am Krankenhausbett sitzt. Anika und Konrad Funke hatten sich sofort auf den Weg nach Köln gemacht, als sie von dem Unfall ihres Sohnes erfuhren. Herr und Frau Funke sind in Stralsund wohnhaft, was bedeutet das die Fahrt nach Köln doch etwas gedauert hat.
,,Phil... Schatz..." nuschelt sie und wischt sich mit dem Handrücken die Tränen aus dem Gesicht. Konrad Funke sitz auf der anderen Seite des Bettes, und krallt sich Krampfhaft an seinen Sohn.

Es stand schlecht um den jungen Notarzt. Durch die Gehirnerschütterung konnten die Ärzte nicht sagen ob Phil vielleicht schon Hirntot war oder ob es noch kommen könnte. als Anika und Konrad diese schlechte Nachricht mitgeteilt bekamen, erlitt Frau Funke fast einen Nervenzusammenbruch. Phil war doch ihr einziger Sohn, und sie wollten ihn nicht verlieren. Konrad hatte seinem Sohn immer wieder gesagt das der Job viel zu gefährlich sei. Erst als Phil sein Studium bestanden hatte willigte Konrad ein. ,,Wehe du stirbst vor uns" hatte Anika gesagt und dabei ihren Sohn leicht tadelnd beäugt.
Phil hatte sich sehr gefreut und viel seinen Eltern dann um den Hals.
Und nun ist das eingetroffen was Konrad und Anika nie wahr haben wollten.
Ihr Sohn lag ihm sterben, vielleicht war er sogar schon tot...

Weinend legt Anika Funke ihren Kopf auf der Matratze ab. Die Hand ihres Sohnes hatte sie noch nicht einmal los gelassen seit dem sie hier sind. Sie wollte, das ihr Junge spürte das jemand da ist. Noch immer keimt in ihr die Hoffnung auf das er jeden Moment aufwache, obwohl die Ärzte dies für unwahrscheinlich hielten. Einerseits wegen dem Nakosemittel und den sehr starken Schmerzmitteln die ebenfalls schläfrig machten.
Doch Anika und Konrad glauben an ihren Jungen. Sie wissen daß er kämpfen wird, immerhin hatte Phil hoch und heilig versprochen nicht vor seinen Eltern ins Gras zu beißen. und dies müsse er einhalten, den versprochen ist versprochen...

,,Komm Schatz. Wir müssen langsam wieder..." Sagt Konrad niedergeschlagen und steht langsam auf. Die Hand seines Sohnes legt er wieder auf die Bettdecke.
Mit tränengefüllten Augen sieht Anika auf.
,,Noch 5 Minuten... Bitte" sagt Anika und sieht wieder zu ihren Sohn herrunter.
,,Schatz bitte. Er braucht seine Ruhe um wieder gesund zu werden. Wir kommen wieder her, okay?" Sagt Konrad nachdem er vor seiner Frau in die Hocke gegangen ist. Diese sieht Nachrdencklich zu ihm herrunter. Kurz schweift ihr Blick wieder zu ihren Sohn bevor sie kaum merklich nickt.
,,Na komm" sagt Konrad, steht wieder auf und reicht seiner Frau die Hand entgegen.
Zögerlich steht Anika auf und blickt noch ein letztes Mal zu ihrem Sohn herrab.

,,Ich liebe dich mein Schatz"

Nachdem Anika langsam den Raum verlassen hatte, tritt auch Konrad hinaus und schließt leise die Tür hinter sich...

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,,Schatz?" abwesend sieht Alex auf und blickt in die Augen seiner Frau. Diese Sitzt auf dem Bett und starrt ihn aus müden Augen an.
,,was ist los?" fragt er, richtet seinen Blick dann aber wieder auf die Blätter vor ihm.
,,mir... mir ist schlec..." ohne Ihren Satz zu beenden springt sie auf und rennt ins Bad, dort übergibt sie sich schwungvoll ins Klo...
Alex springt ebenfalls auf und rennt seiner Frau hinterher ins Bad. Ohne etwas zu sagen hält er ihre Haare hoch und hilft ihre sich an die Wand zu lehnen nachdem sie fertig ist.
,,Hast du was falsches gegessen?"
,,nein... glaub..Glaube nicht..." nuschelt sie und schließt erschöpft die Augen.
,,okay..."
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