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2020 06 05: Zehn Sekunden [by Nyanlove]

Kurzbeschreibung
OneshotSchmerz/Trost / P12 / Gen
Izuku Midoriya Tenya Iida
05.06.2020
05.06.2020
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3.019
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Dieses Kapitel
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05.06.2020 3.019
 
Tag der Veröffentlichung: 05. Juni
Zitat: "Es ist uns bestimmt, dass wir Menschen verlieren, die wir lieben. Woher sollten wir sonst wissen, wie wichtig sie für uns sind?" (Der seltsame Fall des Benjamin Button)
Titel der Geschichte: Zehn Sekunden
Autor: Nyanlove
Hauptcharaktere: Izuku Midoria, Tenya Iida
Nebencharaktere:  Kirishima Eijiro, Uraka Ochako, All Might
Pairings: -/-
Kommentar des Autors:  Viel Spaß beim lesen <3






Die Betonwand fühlte sich unangenehm kalt an meinen Rücken an, jedoch war sie das einzige, was uns noch Schutz bieten konnte.
Das Shoppingcenter sah aus wie Schweizer Käse. Das zersplitterte Glas der Schaufenster pflasterte den Boden, während das, was von der Geschäftsausstattung noch übrig war, als Schutz für Passanten diente, die sich genauso versteckten wie wir. Es war schwer etwas zu sehen, wegen dem ganzen Staub und dem Licht, das, wenn die Lampen nicht zerstört waren, nur noch flackerte.
Von unserem Versteck aus hatten wir einen guten Ausblick auf die Zerstörung.
Das Erdgeschoss war komplett verwüstet und die erste Etage, in der wir uns befanden, wirkte alles andere als stabil.

Immer wieder ging ein Donnern durch das Gebäude. Immer, wenn dieser Typ mit seinem Laserstrahl herumschoss wie ein Irrer, während seine Komplizin die Kassen und Tresore plünderte. Die wenigen Passanten, die sich noch im Laden befanden, leisteten den Schurken kaum Widerstand, da sie um ihr Leben fürchteten.
Von jetzt auf gleich waren diese Schurken aufgetaucht und hatten sofort angefangen alles in Schutt und Asche zu legen. Diese Frau hat sich auf die Kasse in dem Laden, in den wir uns befanden, gestürzt. Ich wollte eingreifen, aber im selben Moment kam bereits der Laserstrahl  ihres Komplizen. Wäre Kirishima nicht plötzlich aufgetaucht und hätte mich und Midoriya mit seinem Quirk geschützt, hätte es fatale Folgen gehabt. Leider hatte er sich dabei verletzt. Nun saßen wir hier, unfähig etwas zu tun. Es frustrierte mich.

„Ok, das reicht, ich kann mir das nicht länger mitansehen“, wütend sprang Kirishima auf, doch ich hielt ihn am Arm fest. „Und was hast du bitte vor? Wenn dieser Typ dich erwischt, bist du Mus“ Kirishima ballte seine Fäuste, zuckte dann aber und fasste sich an die Schulter. Frustriert ballte er seine Hand zur Faust, „Wir können doch nicht einfach nichts tun und Däumchen drehen!“
Ich seufzte. Ich verstand ihn ja, aber ... „Wir können im Moment nichts ausrichten“ Mein Blick fiel auf Midoriya, dieser schien bereits seit einer Weile in Gedanken versunken zu sein. „Es ergibt einfach keinen Sinn“, er stand auf und lugte aus unserem Versteck hervor. „Es kann nicht sein, dass dieser Kerl hier so viel Chaos anrichten kann ohne dass es draußen auffällt. Wenigstens die Polizei müsste bereits informiert und hier sein“
Er hatte recht, das war seltsam. „Was denkst du könnte der Grund dafür sein?“
Er war gut in strategischem Denken und hatte immer einen Plan. Wenn es einer schafft uns hier rauszuholen, dann er. Auch Kirishima schaute interessiert zu uns.
„Laut meiner Theorie sind wir in einem isolierten Raum“, begann Midoriya. „Alles was hier drin passiert hat keinen Einfluss auf das, was Draußen passiert. Ich vermute einen Illusions-Quirk oder ähnliches“

Ich überlegte kurz, „Das würde das alles erklären, aber wie finden wir raus, ob es so ist?“
„Wir sorgen dafür, dass er direkt die Tür beschießt!“, platzte Kirishima dazwischen. „Dieser Typ schießt die ganze Zeit herum, aber niemals in Richtung der Außenfenster, oder des Eingangs. Es muss einen Grund geben wieso“
„Das ist es“, kam es aufgeregt von Midoriya. „Wenn wir recht haben, dann wirkt es wirklich nur im Gebäude und alles, was es schafft nach außen zu kommen, bricht diese. Aber ich könnte auch falsch liegen. Und dann sind wir seine Zielscheibe und“
Ich beobachtete ihn kurz dabei wie er Dinge vor sich hin murmelte, ehe ich eine Hand auf seine Schulter legte. „Wir versuchen es einfach. Selbst wenn was schief geht, vertraue ich darauf, dass dir was einfällt
„Ja, also was ist dein Plan?“, sagte Kirishima voller Tatendrang.
„Danke für euer Vertrauen. Dann machen wir es so wie du gesagt hast Kirishima. Wir müssen ihn dazu bringen, dass er ein Fenster oder den Eingang durchschießt“, erklärte Midoriya, doch ich hatte doch noch einen Einwand.

„Einfacher gesagt als getan. Seine Partnerin läuft auch noch herum, vielleicht wenn wir sie außer Gefecht setzen. Dann müsste sich ihr Quirk lösen“, spekulierte ich und Midoriya nickte bedächtig.
„Das stimmt, aber wir wissen nicht, wo sie ist“, er sah sich um, „Aber es wäre definitiv sicherer für uns, wenn wir den Laser umgehen könnten“
„Also müssen wir sie nur irgendwie herlocken. Kann ja nicht so schwer sein“, meinte Kirishima und zuckte mit den Schultern. „Wir könnten versuchen sie herzulocken, indem wir … Ach keine Ahnung, irgendwas wird dir schon einfallen“
„Ich gebe mein bestes“, sagte Midoriya und überlegte. „Vielleicht können wir sie herlocken, wenn sie glaubt, dass ihr Partner in Schwierigkeiten steckt. Wenn wir diesen doch nur irgendwie ablenken können, dass wir ihn überwältigen können. Aber das wäre zu gefährlich-“
„Ich übernehme das“, unterbrach ich meinen Freund, der mich sofort geschockt ansah.
„Aber Iida!“
„Ich bin der Einzige, der schnell genug ausweichen kann, und Kirishima mit seinem Verhärtungs-Quirk kann den Laser abwehren. Wir übernehmen die Ablenkung und du versuchst die Komplizin zu finden“
„Also ich wäre bereit“, grinste Kirishima siegessicher und ich nickte zufrieden. Nur unser Stratege wirkte noch nicht ganz überzeugt.

„Wenn wir uns zu dritt auf ihn stürzen, kann sie uns von hinten attackieren und dann war’s das. Wir schaffen das auch ohne dich. Du musst uns nur den Rücken freihalten “, sagte ich eindringlich.
„Ok“, gab er sich geschlagen. „Sollte irgendwas passieren, bin ich aber sofort zur Stelle“, stellte er klar und ich schmunzelte zufrieden. „Noch was, mir ist etwas aufgefallen. Sein Quirk funktioniert über seine Hände. Diese benutzt er zum Zielen. Bis sich sein Laser formt dauert es etwa zehn Sekunden, trifft aber fast direkt und dann kann er für ca. zwanzig Sekunden schießen. Währenddessen kann er seine Hand nur eingeschränkt bewegen, so wie ich es gesehen hab nur nach oben oder unten“

Mit diesen Informationen war der Plan schnell geschmiedet. Ich laufe als Lockvogel umher um seine Aufmerksamkeit zu bekommen und Kirishima versucht ihn zu überwältigen.
Ich und Kirishima machten uns auf die Suche nach dem Schurken. Dies stellte sich als sehr einfach heraus, da wir nur den Explosionen folgen mussten. Gerade als wir in diese Richtung rannten bemerkte ich etwas. „Geh schon mal vor, ich muss etwas überprüfen“, sagte ich und blieb stehen. „O-ok“, sagte Kirishima verwundert, lief aber weiter. Ich stellte mich an die Brüstung der Rolltreppe. Von hier aus hatte ich einen guten Ausblick zu den Ausgängen unterhalb. Es waren Glastüren. Selbst wenn sie nicht mehr gingen, könnte ich sie einschlagen. Ich sah mich nach den Schurken um, er war im hinteren Bereich des Shopping Centers, also hatte ich freie Bahn. So kämen wir raus ohne in Gefahr zu geraten.

Ich machte mich bereit loszuspringen, als ich einen durchdringenden Schrei hörte. War das etwa ein Kind? „Jetzt lauf doch nicht weg. Ich will doch nur zielen üben“, hörte ich eine dunkle Stimme böse  lachend rufen. Ohne zu zögern rannte ich in Richtung des Schreis und blieb an der Brüstung stehen. Unter mir war ein kleines Kind, das unter einem umgestürzten Schild lag. Mein Blick fiel nach oben, da stand der Schurke und hob mit diabolischem Grinsen seinen Arm.


Sein Quirk funktioniert über seine Hände. Diese benutzt er zum Zielen. Bis sich sein Laser formt dauert es etwa zehn Sekunden, trifft aber fast direkt


Ich sprintete los. „Recipro Burst!“

Nur Zehn Sekunden. Zehn Sekunden, zehn Sekunden, ZEHN SEKUNDEN!

Der Strahl färbte alles grell um uns herum und ich schloss meine Augen. Die Explosion hob mich kurz von den Füßen, ich umklammerte das Kind fester. Ich muss ihn in Sicherheit bringen!

Hustend öffnete ich meine Augen und mein Herz hämmerte mir unangenehm gegen die Brust. Ich versuchte meinen hektische Atmung zu beruhige und sah mich um.
Hatte ich es geschafft? Kann er uns hier beschießen? Meine Gedanken wurden jäh unterbrochen von unterdrücktem Schluchzen. Ich sah an mir herunter und merkte erst dann, dass ich das Kind fest umklammert hielt. Erleichtert atmete ich aus und löste meinen Griff. „Nun bist du in Sicherheit“, sagte ich und lächelte das Kind aufmunternd an. Auch wenn ich wusste, dass dies nicht der Wahrheit entsprach, musste das Kind das nicht wissen. Fürs erste waren wir beide wieder in Sicherheit.

Die Frage war nur wie lange ...

Ich wollte mich aufrichten, um mir den Dreck abzuwischen, aber meine Beine gaben nach und ich fiel nach vorne. Erschrocken sah der kleine Junge mich an und Tränen sammelten sich in seinen Augen. „Nicht sterben, ich brauch deine Hilfe“
„Keine Sorge“, keuchte ich und rappelte mich auf, dabei ignorierte ich das unangenehme Ziehen in meiner Seite. Nur keine Schwäche vor den Kleinen zeigen, er hat sowieso schon genug Angst. „Ingenium wird dich beschützen“

Den Namen auszusprechen und das Leuchten in den Augen des Kindes gab mir neuen Mut. Jetzt ist nicht die Zeit aufzugeben. Ich sah mich um, ich musste es nochmal versuchen, aber zuerst muss ich den Jungen in Sicherheit bringen. Mein Blick streifte hin und her. Irgendwo muss es doch einen Ort geben. Da!
„Komm wir gehen dahin“, ich zeigte auf die Besuchertoiletten. Solange der Schurke nicht auf der unteren Etage ist, gibt es keine Möglichkeiten diese zu attackieren. Solange die Decke nicht einstürzt sollte er sicher sein
Wir schafften es unbemerkt dorthin. Ich öffnete die Tür und deutete dem Jungen hinein zu gehen. Doch dieser machte keine Anstalten sich zu bewegen. Verwundert sah ich ihn an, „Was ist los?“
Er sah an mir herunter und senkte den Kopf. „Du holst mich da doch später wieder raus. Du vergisst mich nicht einfach da?“
Ich war überrascht, damit hatte ich nicht gerechnet.
„Mach dir da mal keine Sorgen“, ich lächelte ihn an, „Ich und meine Freunde werden dich retten“
Er nickte und wischte sich seine Tränen weg, „Versprichst du’s?“
Ich schmunzelte und hob den kleinen Finger, „Versprochen, ich komme dich holen“
„Ok!“, ich besiegelte unser Versprechen und schloss die Tür hinter ihm.

Als ich mich von der Tür entfernten, hatte ich nur einen Gedanken.
Wir konnten nicht darauf hoffen, dass seine Komplizin auftaucht, wir mussten den ursprünglichen Plan durchführen. Ich schnaufte und blickte nach oben, dort war eine riesen Glaskuppel, die das Innere des Shopping Center in Licht tauchte. Das wäre das perfekte Ziel.

Ich machte mich in die Richtung auf in die Kirishima vorhin gerannt war. „Huhu~“, ein Laserstrahl traf vor mir auf den Boden. In letzter Sekunde konnte ich ausweichen und das Licht blendete mich. Ich federte meinen Sturz ab und  atmete schwer. Weiter hinten entdeckte ich Kirishima, der sich etwas versteckte. Auch wenn ich etwas verschwommen sah, erkannte ich seine roten Haare sofort. Bevor der Schurke einen weiteren Strahl auf mich abschießen konnte, setzte ich mich in Bewegung. „Hey!“, rief ich und achtete darauf das Kirishima mich sehen konnte. Ich hoffte darauf, dass dieser verstand auf was ich hinaus wollte. „Fang mich!“. Der Schurke lachte und feuerte bereits seinen nächsten Laserstrahl auf mich.

Ich ließ mich von ihm herumjagen, merkte aber dass es mir immer schwerer fiel. Verdammt. Aus dem Augenwinkel konnte ich sehen, dass Kirishima sich bereits hinter dem Schurken positioniert hatte.
Ich holte tief Luft und versuchte den Schwindel und die Nervosität loszuwerden. Wir hatten nur diese eine Chance. Und die war jetzt. gekommen.

Ich wurde langsamer, damit der Schurke dachte, dass ich nicht mehr laufen konnte. Ich hörte wieder sein Lachen, aber es klang weiter weg als vorhin. „Ach, ist unser Held etwa müde. Hehehe. Schade hat echt Spaß gemacht“  Er hob seine Hand, seinen Laser, und zielte auf mich. „Das war’s dann wohl für dich“

Mein Zeichen!

Ich aktivierte meinen Quirk und lief die Wand hoch um zur Kuppel zu gelangen. Kurz wurde mir schwarz vor Augen, doch ich schüttelte es ab. Gleich musste er kommen, ich muss schneller werden.  
Der Laserstrahl verfehlte mich nur knapp und zerstörte die Glaskuppel vollständig. Auf meinen Weg nach unten erhaschte ich einen Blick auf das Geschehene. Kirishima hielt die Hand des Schurken in die Höhe, sodass dieser sie nicht runternehmen konnte, als er unseren Plan durschaute. Wütend schrie er und wirbelte umher. Auf den Boden angekommen, suchte ich sofort nach meinen Freunden. Der Schurke hatte Kirishima weggeschleudert und sah sich panisch nach seiner Partnerin um, als im selben Moment Personen durch die Eingangstür gestürmt kamen. Ich erkannte sie nur vage als Helden, die in dieser Area ihre Patrouillen führten. Mein Hauptfokus war auf Midoriya, der auf mich zukam.

Ich lief ihm entgegen, als plötzlich meine Sicht wieder verschwamm. Ich schüttelte mich. Was ist denn plötzlich los? Die Welt drehte sich und ich sah das Gesicht meines Freundes kurz vor mir aufblitzen. Warum war er so erschrocken und panisch?
„Iida!“
Alles wurde schwarz um mich herum.

Ich fühlte, dass ich zu Boden gefallen war. Waren die Schurken wieder da?
Ich öffnete meine Augen schwerfällig. Alles war verschwommen und ich konnte nur schwer etwas fokussieren. Ich lag auf den Rücken. Wann war das denn passiert?
„Mach dir keine Sorgen, Hilfe ist unterwegs“ Etwas nasses berührte meine Wange, aber sonst nahm ich nur wenig war. Alles um mich herum fühlte sich an wie in Watte gepackt.
Ein Gedanke, oder war es eine Erinnerung, schlich sich in meinen Kopf. Behutsam fuhr ich mit meiner Hand an meine Seite.

Oh…
Hatte ich doch recht gehabt.
Er hatte mich erwischt...


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Eine unangenehme Atmosphäre herrschte in der Schulaula. Die Schüler standen Klassenweise hintereinander in einer Reihe. Es war ruhig. Jeder hing seinen Gedanken nach und wartete auf den Schulleiter. Vereinzelt hörte man leises Schluchzen.
Als Direktor Nezu mit den anderen Lehrern das Podium erreichte, ließ er seinen Blick über die Schülerschar schweifen.
„Worte können diese Tragödie nicht beschreiben, in der wir unseren geschätzten Mitschüler Tenya Iida verloren haben“

Midoriya hörte den Direktor nicht mehr zu, viel zu sehr drifteten seine Gedanken zu den vergangenen zwei Tagen ab. Wie von jetzt auf gleich sich alles geändert hatte.
Er bereute es. Einfach alles was an diesem Tag passiert war, bereute er und wollte es ungeschehen machen. Er bereute es Iida an diesem Tag zufällig getroffen zu haben, mit ihm den Tag verbracht zu haben und mit ihm später ins Shopping Center gegangen zu sein. Hätte er das alles nicht gemacht dann ...
Die plötzliche Stimme Aizawas riss ihn aus seinen Gedanken.

„Falls ein Schüler jemanden zum Reden braucht, könnt ihr jederzeit zu uns kommen. Ihr seid nicht allein in eurer Trauer“, sein Blick fiel auf seine Klasse. „Den Schülern der 1A ist es freigestellt diese Woche zum Unterricht zu erscheinen. Damit wäre diese Versammlung beendet“
Schwerfällig lösten sich die Schülergruppen auf, bis Midoriya nur noch alleine in der Aula stand. Sein Blick fiel auf das Podium. Darauf, auf einen Tisch aufgestellt, stand ein Bild von Iida umgeben von Blumen.
„Deku ...“, er spürte ein sanftes Rütteln an seiner Schulter und ließ den Kopf sinken. „Ich möchte jetzt allein sein“
„Ich weiß, aber … Du solltest jetzt nicht alleine sein. Kaminari hat gesagt Kirishima wurde aus dem Krankenhaus gelassen und kommt zur Schule. Wir gehen alle zusammen in die Klasse um ... Ich weiß auch nicht, um an Iida zu denken?“ Sie stellte sich vor ihn und griff nach seinen Händen und drückte diese leicht. „Wir alle sollten jetzt nicht in Trauer versinken, das hätte er bestimmt nicht gewollt“, in ihren Augen sammelten sich kleine Tränen. Der Grünhaarige hob seinen Kopf und lächelte Uraraka schmerzlich an. „Tut mir leid, aber ich kann das noch nicht“, er machte sich los und ging. Bedrückt sah die Brünette ihm nach. Sie dachte darüber nach ihm hinterher zugehen, aber was könnte sie zu ihm sagen?

Draußen angekommen streifte Midoriya ziellos umher. Seine Gedanken kreisten. Wäre er nicht gewesen, wäre Iida noch hier. Er ist Schuld, dass sein Freund gestorben ist. Er fasste sich an den Kopf und zog an seinen Haaren, Tränen liefen sein Gesicht herunter. „Ich bin das Letzte“
„Hey“, erschrocken von der sanften Stimme sah der Schüler auf, er hatte gar nicht bemerkt das All Might aufgetaucht war. „Willst du dich nicht kurz setzen?“, dabei zeigte der Blonde auf eine kleine Bank. Wie in Trance nickte Midoriya und setzte sich mit All Might auf die Bank. Eine Weile saßen die beiden schweigend da. Besorgt schaute All Might den Grünhaarigen an, es schmerzte ihn seinen Schüler so zu sehen.

„Weißt du“, begann er, „Es ist uns bestimmt, dass wir Menschen verlieren, die wir lieben. Woher sollten wir sonst wissen, wie wichtig sie für uns sind?“ Er wandte den Blick ab und sah in den Himmel, „Es mag zwar grausam sein, aber als Held ist dieses Risiko immer gegenwärtig. Auch wenn wir es selbst nicht einsehen wollen, jeder Einsatz könnte unser letzter sein und-“
„Es war nicht richtig!“, unterbrach Midoriya und krallte seine Finger in seiner Hose. Seine Stimme zitterte, „Nur, nur weil er mir vertraut hat, hat er sich in Gefahr gebracht. Hätte ich besser aufgepasst und mich nicht geirrt dann wäre ... Dann hätte er nie versucht ..." Verzweifelt versuchte der Junge die Tränen wegzuwischen, jedoch flossen nur noch mehr dadurch. „Es ist alles meine Schuld“

Ohne lange zu überlegen, umarmte All Might den weinenden Jungen vor sich.
„Iida war ein Held, so oder so hätte er es getan“, redete er beruhigend auf Midoriya ein. „Es war ihm wichtig diesen Jungen zu retten, nichts hätte ihn aufgehalten. So sind wir Helden eben. Selbst wenn wir uns in Gefahr bringen, sind uns die anderen wichtiger“
Es war ihm wichtig dass der Jüngere dies verinnerlicht. Dass er sich nicht einredete er sei Schuld. Niemand außer der Schurke, der Iida diese Wunde zugefügt hatte, war es.
„Wie soll ich je ein Held werden, wenn ich meine Freunde in den Tod schicke?“, fragte Midoriya tonlos und blickte trüb über All Mights Schulter hinweg.

Statt einer Antwort drückte dieser ihn fester an sich.





~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ Lulas Nachwort ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~


Mal wieder ein Fandom, das ich nicht kenne. Gefallen hat mir die Geschichte aber trotzdem. Das Zitat hat hier super gepasst.

Eure lula-chan
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