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Red Sunset

von Jadra
GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P18 Slash
Gavin Reed Hank Anderson OC (Own Charakter) RK200 Markus RK800-51-59 Connor
05.06.2020
03.07.2020
5
6.432
3
Alle Kapitel
8 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
05.06.2020 933
 
Hi!
Das mit der Fortsetzung ging schneller, als ich gedacht hätte. Aber ich hatte Bock und Motivation :)

Ich muss sehen, wie der Upload-Rhythmus nun letztendlich sein wird. Ein paar Kapitel habe ich bereits vorgeschrieben, dennoch wird wohl 1x in zwei Wochen hochgeladen, damit ich ohne Druck die anderen Kapitel schreiben kann. Wie lang die Story wird, kann ich nicht genau sagen. Es wird wohl auf 12 bis 15 Kapitel hinauslaufen. Vielleicht aber auch mehr, vielleicht aber auch weniger.

Da es sich bei Red Sunset um die Fortsetzung zu Blue Snow handelt, lege ich euch ans Herz, den ersten Teil zu lesen (falls ihr es noch nicht getan haben solltet), damit ihr den Geschehnissen folgen könnt :)

Und nun viel Spaß! :)







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Red Sunset
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»I know we decided it’s better if we both were free, but it kills me now.«
(Gryffin - Just For A Moment feat. Iselin)



Prologue


27. August 2039

Die Zigarette hing lose zwischen den Knöcheln seiner Finger. Den gerade erst eingeatmeten Tabak stieß er durch die Nase wieder aus. Den Kopf hatte er gegen die Betonwand gelehnt, die Augen geschlossen. Die ersten drei Knöpfe seines weißen Hemdes waren geöffnet. Es hing schlampig aus seiner engen, dunkelblauen Jeans heraus; und auch die Ärmel waren nicht besonders ordentlich bis zu seinen Ellenbogen nach oben gekrempelt. Laute Musik dröhnte aus dem Acapulco nach draußen heraus, während der laue Wind des Spätsommers seine lockigen Haare umspielte. Aus irgendeiner Ecke hörte er Frauen kichern, die offensichtlich betrunken waren. Seufzend zog er ein weiteres Mal an der Zigarette und fühlte sich prompt daran erinnert, was er seinem Ex gesagt hatte.

„Rauchen schadet Ihrer Gesundheit erheblich, Detective. Sie sollten damit aufhören.“

Zeiten änderten sich. Zeiten änderten dich.

Er öffnete seine Augen, als eine weibliche Stimme seine Aufmerksamkeit erlangte.

„Bist du allein hier, Hübscher?“

Er schaute zur Seite und erblickte zwei junge Frauen. Sie waren knapp bekleidet und sahen gut aus, doch er hatte kein Interesse … Okay, wenn er ehrlich zu sich selbst war, wäre er mit ihnen mitgegangen. Ein bisschen Spaß schadete niemandem. Aber an der Bar im Acapulco saß sein Freund und wartete auf ihn. Er zog erneut an seiner Zigarette.
Wahrscheinlich wussten die Mädels nicht mal, dass sie gerade versuchten, einen Androiden ins Bett zu kriegen, denn von seiner LED hatte er sich vor drei Wochen getrennt.

Er blies den Rauch in Richtung der Frauen, die darauf kicherten.

„Was denkt ihr?“, fragte er mit gesenkter Stimme, als er sich entschied, das Spiel kurz mitzuspielen. Ein arrogantes Grinsen überfiel sein Gesicht. Er wusste genau, was seine Stimme mit Frauen sowie Männern anstellen konnte. So auch mit den jungen Damen, denn sie bissen sich fast gleichzeitig auf die Unterlippe. Unwillkürlich musste er an Gavin denken und ballte eine Hand zur Faust.

Eines der Mädels wollte gerade zu einer Antwort ansetzen, doch ihre Worte blieben ihr im Halse stecken. Irritiert zog Connor seine Augenbrauen zusammen, bis er eine Hand an seinem Arm spürte, die ihn von der Wang wegzog. Er war nicht schnell genug, um das Gesicht erfassen zu können. Stattdessen spürte er starke Arme, die sich von hinten um seine schmalen Hüften schlangen, gefolgt von Lippen, die seinen Nacken liebkosten.

„Wolltet ihr gerade meinen Freund anmachen?“, fragte eine seidenweiche Stimme, und Connor entspannte sich unverzüglich. Die beiden Frauen schauten hingegen vollkommen überrascht.

„Bist du nicht dieser Robo-Jesus?“
Connor musste ein Schmunzeln unterdrücken. Er wusste, dass Markus es hasste, wenn man ihn so nannte. Denn er sah sich nicht als diesen an, nur weil er sich damals dafür entschieden hatte, dass der Umgang mit Androiden so nicht weitergehen konnte. Dass sich etwas ändern musste. Er hatte das getan, was er für richtig gehalten hatte. Nicht mehr, nicht weniger.

„Markus reicht aus“, antwortete er kurz angebunden und klaute sich frech die Zigarette von Connor. Er nahm einen Zug und warf die Zigarette anschließend zu Boden, um sie dort auszutreten.

„Hey!“, protestierte Connor.

„Sie war doch eh fast aufgeraucht, Liebling.“ Markus küsste sanft Connors Ohr. Er wusste, dass Connor ihm wegen so einer Nichtigkeit nicht böse sein konnte.

„Dann … dann seid ihr zusammen?“, bohrte eine der Damen weiter nach.

„Ja. Und wenn ihr glaubt, dass ich ihn mit euch teile, muss ich euch enttäuschen.“ Ohne eine Antwort abzuwarten, nahm Markus Connors Hand und zog ihn zurück ins Acapulco, wo gerade ein Song spielte, der Connors Herz schwerer werden ließ. Weil er Erinnerungen an Gavin und ihn zurückbrachte. Erinnerungen, als sie in Catania gewesen waren.

Connor fühlte, wie sich seine Brust schmerzlich zusammenzog. Er musste hier raus. Er wollte plötzlich einfach nur noch nach Hause.

„Markus, sei mir nicht böse, aber ich würde gern zurück zu Hank.“

„Jetzt schon? Wir sind doch erst vor zwei Stunden gekommen“, stieß Markus überrascht aus und Connor musste ein genervtes Seufzen unterdrücken.

Warum konnte er nicht ein einziges Mal akzeptieren, was Connor wollte? Warum stellte er ständig Gegenfragen? Was war an Ich würde gern zurück zu Hank so schwer zu versehen?

„Ich will einfach nur nach Hause, okay?“, sagte er aufbrausend. Markus zog kurz die Augenbrauen hoch und verzog den Mund. Connor kannte diese Geste mittlerweile, denn Markus scheute sich nicht davor, offenkundig zu zeigen, wenn er bedient oder enttäuscht war.

„Kannst ja hierbleiben, wenn es dir nicht passt!“, fauchte Connor nun fast schon. Entschlossen zog er seine Hand aus Markus seiner und presste sich an verschwitzten Körpern vorbei zum Ausgang, wo er sich ein Taxi rief.

Markus folgte ihm nicht. Natürlich nicht.
Erschöpft fuhr sich Connor über das Gesicht.

Allmählich begann er zu begreifen, dass die Beziehung mit Markus zum Scheitern verurteilt war.

Genau wie es seine Beziehung mit Gavin gewesen war …
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