Was ein einfacher Test auslösen kann

GeschichteRomanze, Familie / P16 Slash
Draco Malfoy Harry James Potter Lord Voldemort / Tom Vorlost Riddle Lucius Malfoy Severus Snape
04.06.2020
03.07.2020
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30.06.2020 1.965
 
„Beim nächsten Mal könntest mich vorwarnen.“, knurrend saß ich auf dem Boden vor Tom und meiner Mom, die sich nicht mehr einkriegten vor Lachen. „Jaja lacht ihr nur.“, trotzig verschränkte ich die Arme vor der Brust. Ich war mal wieder direkt hingefallen, als wir im Ministerium gelandet sind. Apparieren vertrug ich noch schlechter als flohen. Ich konnte wie immer gar nicht anders, als sofort zu Boden zu gehen. „Komm schon Kitten.“, Tom hatte sich zu mir nach unten auf den Boden begeben und zog mich in eine entschuldigende Umarmung. Ich grummelte noch ein bisschen vor mich hin, lies mich dann allerdings mit hochziehen. Kaum stand ich wieder auf eigenen Füßen, begaben wir uns ins Atrium des Ministeriums. Tom hatte meine Hand nicht losgelassen, aber auch ich hatte meinen Pantherschwanz wieder fest um sein Handgelenk gewickelt. „Denk dran, die Leute da drinnen wissen alles. Du musst jetzt stark sein.“, hauchte Tom mir noch zu, ehe wir das Atrium betraten. Sofort brandete Applaus auf. Die Leute jubelten uns geradezu an. Da muss der Hass gegenüber Dumbledore ja riesig gewesen sein. Das überraschte mich dann doch.
„Sehr geehrte Mitbürger. Albus Dumbledore ist erledigt.“, schrie Tom in die Menge. Das Jubeln wurde daraufhin so laut, dass ich mir die Ohren zu halten wollte. Das klappte mit einer Hand aber nicht so wirklich, weswegen Tom nachhalf, dummerweise hielt er mir das rechte Ohr zu, weswegen ich kurz zusammenzuckte, die Wunde war eben noch nicht vollständig verheilt. „Gott sind die süß.“, stieß niemand anderes als Rita Kimmkorn aus, die in der ersten Reihe stand und fleißig mitschrieb. Gequält blickte ich sie an. Ihre Stimme war eindeutig zu hoch und zu laut. Tom schien Erbarmen mit mir zu haben. „Würden sie bitte etwas leiser sein. Ich weiß mein Gefährte ist verdammt knuffig. Aber seine Ohren sind doch sehr empfindlich.“, sprach er dann ruhig. Zu meiner Überraschung verstummte die Menge sofort und schaute mich entschuldigend an. Ich dagegen blickte einfach nur tadelnd zu Tom. Ich war nicht knuffig. Das ignorierte er allerdings gekonnt.
„Was passiert jetzt? Wie geht es jetzt weiter?“, Kimmkorn hatte anscheinend genug darüber aufgeschrieben, wie süß Tom und ich doch seien, dass sie sich wieder dem eigentlichen Thema widmen kann. „Also wir werden gleich über den neuen Minister abstimmen.“, fing Tom an zu reden. Wurde aber von der unhöflichen Reporterin unterbrochen: „Das wissen wir. Wir wollen wissen, was jetzt mit Dumbledore geschieht. Und seinen Anhängern.“ Genervt verdrehte ich meine Augen. Die Frau war wirklich schrecklich, musste sie meinen Gefährten so rüde unterbrechen. „Das hätte Tom ihnen sicher noch berichtet.“, knurrte ich dementsprechend leise. Ich konnte diese Frau noch nie leiden. Das wird sich auch jetzt nicht ändern. Tom schmunzelte kurz liebevoll und drückte sich unauffällig näher an mich, wie als wollte er mich beruhigen. „Um auf ihre Frage zu antworten. Die Anhänger von Dumbledore werden gerade in Untersuchungshaft gebracht. Ihnen wird in den nächsten Tagen ein fairer Prozess gemacht. Aber davor müssen wir einen neuen Minister vereidigen.“, Tom sprach sachlich distanziert. Dabei hatte er seine Hände immer noch auf meinen Ohren, die Hand an meinem rechten Ohr, lag dort zwar deutlich lockerer, aber trotzdem drang seine Stimme nur gedämpft an die empfindlichen Organe.
„Wer steht denn zur Wahl? Wird sich Mister Prince aufstellen lassen?“, fragte ein leicht untersetzter Mann, der keine 3 Meter von mir entfernt stand. Schockiert riss ich meine Augen auf. Warum sollte ich mich zur Wahl stellen. So wie die umstehenden Personen reagierten, schienen die diese Idee auch noch gut zu finden. „Ich will nicht Minister werden.“, flüsterte ich perplex vor mich hin. „Das wirst du auch nicht. Du bist nicht mal volljährig.“, gab Lucius ebenso leise zurück. Erleichtert stieß ich die angehaltene Luft wieder aus.
„Mein Gefährte wird sich nicht zur Wahl stellen, wie sie sehen, fühlt er sich hier nicht wirklich wohl. Zudem ist er noch nicht volljährig, darf laut magischem Recht also gar nicht kandidieren.“, als Tom das sagte, ging ein kollektives Stöhnen durch den Raum. „Seien sie nicht enttäuscht. Es steht ein weiterer Prince zur Wahl. Darf ich ihnen den ersten Kandidaten der Wahl vorstellen. Lucius Malfoy-Prince.“, rief Tom dann aus. Als ich realisierte, dass Lucius endlich unter seinem richtigen Familiennamen kandidierte, konnte ich nicht anders als breit zu grinsen. Endlich konnten meine Eltern öffentlich zu einander stehen. So wie sie es sich immer gewünscht haben. Auch die Zuschauer sahen glücklich aus. „Wenn schon nicht den Sohn, dann den Vater.“, konnte ich vereinzelt wahrnehmen. Allgemein war die Reaktion auf meinen Vater als Kandidaten mehr als positiv. Ich konnte das verstehen, Mom war ein begnadeter Politiker, er wusste, was er tat. Außerdem hatte er anscheinend Sympathie Punkte gesammelt, weil er mein Vater war. Auch wenn ich diesen Punkt irgendwie nervig fand.
„Wer ist der Gegenkandidat?“, Kimmkorn schien wieder an ihren Job zu denken. Immerhin war es an ihr, einen Artikel über die Wahl zu verfassen. „Nun ja, es hat sich nur einer freiwillig gemeldet. Cornelius Fudge.“, gab Tom zu. Innerlich musste ich schmunzeln. Die Wahl war absolut lächerlich. Wer wollte denn, nach allem was passiert war Cornelius Fudge als neuen, alten Minister.
>Die Wahl ist fast schon lächerlich< zischelte ich dem Vampir, der immer noch dicht hinter mir stand, zu. >Wir mussten dafür sorgen, dass unser Mann gewinnt< kam es sofort verteidigend zurück. >Verständlich< grinste ich vor mich hin, auch wenn ich die Parallelen zu der Wahl 1933 zu Deutschland nicht übersehen konnte.
In dem Moment, als ich erneut etwas sagen wollte, trat Cornelius Fudge auf die Bühne, und stellte sich direkt neben meine Mom, schüttelte ihm kurz die Hand und starrte dann ausdruckslos in die Menge. Der Mann hatte so viel Charisma wie ein Stein.
„Wir würden sie jetzt bitten, das Pergament, welches ich ihnen jetzt zukommen lasse, auszufüllen und dann per Zauber abzugeben.“, Tom hatte Fudge ebenfalls kurz die Hand geschüttelt, schwang dann seinen Zauberstab und sofort hatten alle Anwesenden ein Stück Pergament in der Hand. Als er den Zauber beendet hatte, legte er seine Hand wieder auf mein empfindliches Ohr. >Was ist mit denen die nicht hier sind< fragend überstreckte ich meinen Kopf und starrt Tom in die roten Augen. >Die haben gerade auch den Zettel bekommen. Und stimmen im gleichen Moment ab< erklärte mir mein Gefährte sofort und drückte mir einen schnellen Kuss auf die Schläfe. Sofort lief ich rot an. >Lass das< murrte ich und drehte mich wieder nach vorne, kuschelte mich aber entschuldigend an die harte Brust meines Gefährten.
Keine 10 Minuten später schwirrten unzählige Briefe auf uns zu. Diese landeten dann fein säuberlich sortiert und gestapelt neben uns. Es waren drei Häufchen. Ein Großer, und zwei Kleine. Auch wenn auf dem einen Kleinen nur ein einziger mickriger Zettel lag. Tom nahm seine Hände von meinen Ohren und deutete mir, zu den Stapeln zu gehen. Seufzend tat ich, was er von mir wollte. Als ich direkt vor den Stapeln stand, erhob sich ein goldenes Pergament in die Lüfte und blieb direkt vor mir schweben. Überrascht griff ich nach ebendiesem. Zauberei überrumpelte mich einfach immer noch. „Harry.“, Toms auffordernder Ton riss mich aus meiner Trance. Sofort besann ich mich wieder auf meine Aufgabe. Immerhin sollte ich den neuen Minister verkünden. Als ich das Pergament in der Hand hatte, schritt ich schnell wieder zu Tom. Dieser legte sofort wieder seine Hände schützend um meine Ohren, auch lies er wieder zu, dass ich meinen Schwanz um ihn schlang. Obwohl, dagegen schien er ja sowieso nichts zu haben.
„Mit einer Gegenstimme und 45 Enthaltungen wird Lucius Malfoy-Prince neuer Zaubereiminister von England!“, rief ich dann aus. Sofort wurde Toms Griff um meine Ohren fester. Dankbar blinzelte ich ihn an. Er hatte weise gehandelt. Kaum hatte ich den Mund geschlossen, brandete tosender Applaus auf. Trotz Toms Hände an meinen Ohren, waren die Schreie immer noch unangenehm laut.
„Eine Rede!“, schrie, als der Applaus langsam weniger wurde eine mir unbekannte Frau, die mitten in der Menge stand. Sofort stiegen andere in die Forderung mit ein.
Strahlend lief mein Vater einige Schritte nach vorne.
„Meine Lieben. Vielen Dank für die tatkräftige Unterstützung. Ich bin froh, endlich öffentlich für das eintreten zu können, was meiner Meinung nach richtig ist. Ohne meinen Sohn und meine Freunde hätte ich das nie geschafft. Aber jetzt zum eigentlichen Grund dieser Zusammenkunft. Sie wollen doch sicher endlich wissen, was ich für Pläne für meine Amtszeit habe.“, schmunzelte meine Mom belustigt, als er eine kurze Pause einlegte. Auch blinzte er kurz liebevoll zu mir rüber. Sofort stimmten alle Anwesenden zu und wollten, dass er weiter redet.
„Alle Gesetze, die das Leben magischer Geschöpfe einschränken, werden ab sofort für nichtig erklärt. Ohne Wesen, wie Engel, Veela, Vampire, ja sogar Werwölfe würde die Magie endgültig aussterben. Das dürfen wir nicht riskieren. Aus diesem Grund werden mein Team und ich auch die verschriene schwarze Magie wieder legalisieren.
Aber machen sie sich keine Sorge, wir werden Gesetze und Richtlinien erlassen, die ein geregeltes Miteinander garantieren. Im neuen England soll sich keiner zurückgelassen fühlen. Ich kämpfe für ein friedliches England. Ein England, dass wieder mit dem Ausland mithalten kann. Ein England, dass nicht mehr belächelt wird.“, sprach meine Mom voller Inbrunst weiter. Ausnahmslos alle hingen an seinen Lippen. Glücklich stellte ich fest, dass die Kimmkorn sogar mit einer normalen Feder schrieb. Das war ein eindeutiges Zeichen dafür, dass sie die Story wirklich interessierte.
„Wie wollen sie das alles durchsetzen?“, stellte die Reporterin dann eine wichtige Frage. Auch ich spitze unter Toms Händen meine Ohren und lauschte gespannt. Tom der das natürlich merkte, grinste in sich hinein.
„Ich gebe zu, diese Ziele sind hochgesteckt. Das alles ist nur zu schaffen, wenn wir alle an einem Strang ziehen. Um das zu gewährleisten fangen wir bei den Jüngsten an. Die Schule wird von Grund auf umstrukturiert. Wir führen neue Fächer ein und dementsprechend auch einen neuen Schulleiter. Tom Riddle.“, grinsend deutete meine Mom auf meinen Gefährten. Dieser straffte seine Schultern und blickte stolz durch die Gegend.
„Die Neuerung an der Hogwarts Schule für Hexerei und Zauberei, legen wir morgen Frau Kimmkorn vor. Auch für weitere Fragen stehe ich ihnen ab morgen wieder zur Verfügung. Mein Mann und ich brauchen jetzt einige Zeit für uns, immerhin wurde unser Sohn vor einigen Tagen bereits zum zweiten Mal entführt.“, mit diesen Worten beendete meine Mom endgültig seine Amtsantrittsrede und grinste gewinnend in die Menge. Spätestens mit dem Grinsen hatte er alle weiblichen Anwesenden auf seiner Seite. Die himmelten ihn geradezu an. „Wir gehen dann auch. Ihnen allen einen schönen Abend.“, auch ich grinste gewinnend, als ich Toms Hand von meinem Ohr und wieder in meine Hand nahm. Meinen Schwanz lies ich genau da wo er war. Tom winkte nochmal grinsend in die Menge und zog mich dann hinter meiner Mom aus dem Zimmer. Der Applaus, der uns nach draußen begleitete, war zwar etwas unangenehm, aber die paar Sekunden hielt ich das auch noch aus.

„Ich bin bei Severus. Wehe ihr stört uns.“, sprach meine Mom, kaum dass wir wieder unter uns waren. Bevor Tom oder ich anders reagieren konnten, als ihn perplex anzustarren, disapperierte Luc vor unseren Augen. „Das wollte ich nicht wissen.“, schrie ich ihm noch hinterher, das hörte er aber schon nicht mehr. „Warum erzählt er mir sowas.“, leidend schaute ich Tom an, der mich liebevoll betrachtete. „Damit wir sie nicht stören. Glaub mir, das willst du nicht sehen.“, schmunzelte er dann und zog mich in eine feste Umarmung. „Wie? Du hast sie dabei erwischt.“, innerlich schüttelte ich mich und versuchte die aufkommenden Bilder vor meinem inneren Auge zu verscheuchen. „Einmal. Aber das weiß nur Lucius. Severus würde mich in 1000 Stücke reißen.“, gab er dann grinsend zu. Lehnte sich dann zu mir runter und pustete mir kurz ins Ohr. „Wir apparieren jetzt.“ Im nächsten Moment spürte ich, wie wir durch einen engen Schlauch gezogen wurden.
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