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Aus Leidenschaft wird Liebe

GeschichteLiebesgeschichte / P12 / Gen
04.06.2020
04.06.2020
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Carla setzte sich mit der Tasse Tee aufs Sofa und vertiefte sich in einer Kochzeitschrift. Doch schon nach wenigen Zeilen warf sie die Zeitung auf den Couchtisch und fuhr sich über das Gesicht. „Ach, verdammt!“, fluchte sie, „warum geht mir der Kerl einfach nicht aus dem Kopf?“ Sie seufzte. Niemals hätte sie gedacht, dass sich Gregor so in ihrem Kopf festsetzen würde. Zuerst hatte sie ja geglaubt, es sei nur eine kurz aufflammende Leidenschaft, nur eine kurze Affäre, doch da war mehr. Als sie bei Nora und Arthur in Genf gewesen war, hatte sie plötzlich so klar gesehen wie nie zuvor. Natürlich liebte sie Torben und er bedeutete ihr noch sehr viel, doch sie hatte gespürt, dass ihre gemeinsame Zeit zu Ende war. Dass sie einen Neuanfang brauchten. Und Gregor? Naja – sie hätte so gerne gewusst, was das zwischen ihnen war. Doch offenbar hatte er bereits das Interesse an ihr verloren. War sie nur eine von vielen gewesen? Aber warum hatte er dann nach der Affäre behauptet, es sei noch nicht vorbei? Sie konnte nicht glauben, dass es ihm darum gegangen sein sollte, nur eine Ehe zu zerstören. Was hätte ihm das gebracht? Nein, er hatte nur um sie gekämpft, wenn er noch etwas von ihr wollen würde. Aber warum war er dann so distanziert? Nachdem sie sich Wochen nicht gesehen hatten?Sie wurde einfach nicht schlau aus dem Kerl.
Es klingelte. Verwundert stand sie auf. Wer klingelte denn noch um diese Zeit bei ihr? Rasch ging sie zur Tür und öffnete. Draußen stand Gregor. Ihr Herz setzte einen Schlag aus. „Gregor?“, verblüfft sah sie ihn an. Sie hätte jetzt mit jedem gerechnet, nur nicht mit ihm.
„Kann ich reinkommen?“, fragte er.
„Bitte“, spröde wies sie ins Hausinnere.
„Danke.“ Langsam trat er an ihr vorbei in die Wohnung.
Sie schloss die Tür und drehte sich zu ihm um. Verschränkte die Arme. „Also? Was gibt’s?“, wollte sie knapp wissen.
„Ich wollte dich sehen“, gab er zu. Verwundert sah sie ihn an.
„Mich? Aber warum das denn?“
Er trat einen Schritt auf sie zu. „Weil du mir gefehlt hast.“
„Ach tatsächlich? Den Eindruck hatte ich vorher im Carlas aber nicht.“
„Carla“, er stockte kurz, „ja, ich gebe zu, das war nicht richtig von mir.Aber – ich war einfach kurz überfordert. Im Carlas – wir hatten ein Meeting wegen der LKM. Und dann stehst du plötzlich vor mir – das war – ich weiß auch nicht. Ich wusste einfach nicht, wie ich reagieren sollte.“
Sie zog eine Augenbraue hoch. „Ernsthaft? Du hast unsere Affäre publik gemacht und wenn ich dich mit deinen Schwestern treffe, dann traust du dich nicht, mit mir normal zu sprechen?“
Er zog die Schultern hoch. „Albern, ich weiß.“
„Allerdings.“ Eine Weile lang sahen sie sich nur an.
Dann kam er noch etwas näher und strich ihr sanft über die Wange. „Du hast mir wirklich gefehlt“, sagte er leise. Sie schluckte. „Du mir auch“, gab sie zu. Wie von selbst näherten sich ihre Gesichter einander an, bis sich ihre Lippen berührten. Zuerst war es nur ein sanfter Kuss, doch dann zog Gregor sie näher zu sich heran und der Kuss vertiefte sich, wurde rasch leidenschaftlicher. Beide zerrten sie an der Kleidung des jeweils anderen. Und bald ließen sie sich einfach nur fallen, nichts anderes zählte mehr als sie beide.
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