[Chip und Chap - Die Ritter des Rechts]

GeschichteRomanze, Freundschaft / P16
04.06.2020
05.06.2020
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04.06.2020 2.435
 

Die Ritter des Rechts.
Von links nach rechts:
Chap, Trixi, Chip, Summi, Samson


„Wieso wollt ihr nochmal eure Körper tauschen?“, fragte Trixi, während sie die Schrauben der Maschine zu drehte. Als sie den Schlauch bemerkte, welcher einen Riss besaß, schaltete sie die Maschine nochmals ab und entfernte den Schlauch, um ihn zu wechseln. Danach bemerkte sie noch einige andere Mängel, welche sie beheben wollte, aber ihre beiden Freunde, Chip und Chap, drängelten. Sie seufzte schwer.

„Wir wollen damit unsere Körper tauschen, weil ein Wettbewerb ansteht, für den wir uns angemeldet haben.“, erklärte es ihr Chip nochmals.

Da überlegte Trixi nicht lange, ehe sie meinte: „Und ihr beide nimmt daran Teil? Aber das wäre doch schwachsinnig, die Körper zu tauschen, wenn ihr beide euch da angemeldet habt.“, gab Trixi von sich.

„Nein, weil nur Chap daran teilnehmen darf. Und er ist der langsamste von uns beiden.“, versuchte es ihr Chip zu erklären. „Schau mal, wenn Chap verliert, gewinnen wir die Eismaschine nicht, welche es zu gewinnen galt!“, sagte Chip und Chap nickte schnell mit dem Köpfchen.

Trotzdem verstand Trixi nicht, wieso sie nicht einfach so tun könnten, als wären sie der jeweils andere. Immerhin sehen die beiden sich verdammt ähnlich. Und außerdem könnte sie ihnen doch eine Eismaschine bauen. „Was ist das für ein Wettbewerb? Was muss man da tun?“, wollte Trixi Zeit schinden, weil sie noch sehr viel an der Maschine bauen musste.

„Bei diesem Wettbewerb rennt man um den Sieg.“, mischte sich Chap ein, dann sah er zu seinem Bruder.

„Wer es als erstes durch die Ziellinie schafft, gewinnt einen Preis.“, erzählte Chip weiter.

„Es gibt danach sogar eine Party und der Gewinner erhält ein eigenes–“, plapperte es Chap beinahe aus, aber Chip stieß ihn gegen die Seite und ermahnte ihn, nicht weiterzusprechen. „Ich meinte natürlich, dass die Gewinner eine Eismaschine bekommen.“, korrigierte er.

„Aber Jungs, ich kann euch doch eine bauen, wenn ihr unbedingt eine Eismaschine haben wollt.“, erinnerte sie Trixi daran, dass sie alles bauen könnte, was sie wollte.

Da blickte Chap seinen Bruder Chip an. „Wieso nehmen wir nicht die Hilfe von Trixi an und sie baut uns eine!“, meinte sein dümmlicher Bruder, welcher ein Hawaii Hemd trug. „Immerhin müssen wir dann nicht gewinnen!“, sagte dieser und Chip, welcher eine braune Fedora trug und eine braune Fliegerjacke, schlug diesem auf den Kopf.

„Dummkopf, wir brauchen unbedingt diese Eismaschine!“, erklärt er. „Ein gewisser Mensch würde sich über dieses Geschenk, was im ersten Platz enthalten ist, sehr freuen, Chap!“, meinte Chip.

„Wer würde sich darüber freuen?“, fragte Chap, der schon wieder alles vergaß. Da seufzte Chip.

„Komm mal mit.“, richtete er sich an seinen Bruder. „Du brauchst uns nicht mehr, oder Trixi?“, fragte er seinen Schwarm, in die er heimlich verknallt war.

Da blickte sich Trixi um, sah dann von den vielen Teilen, welches einen Berg bildeten, zu Chip und meinte, dass sie die beiden nicht mehr benötigte. Also ging Chip los, während er seinen Bruder mit zog.

Als sie weiter weg waren, rief Chip nach Trixi, aber sie nahm seine Stimme nicht wahr, sodass er seinen Bruder wütend anblickte. „Wir gewinnen nicht wirklich eine Eismaschine!“, erhob er seine Hände, gestikulierte viel.

„Ach, Nein?“, verwirrt sah Chap zu seinen Bruder.

Da seufzte Chip. „Nein, Dummkopf!“, versuchte er ihn wieder daran zu erinnern, aber Chap war nun mal nicht der klügste, weshalb es ihm schwer viel, ihm zu folgen.

„Dann machen wir also nicht bei diesem Wettbewerb Teil?“, wollte er wissen und kratzte sich am Kopf.

Nochmals seufzte Chip. „Wir machen mit, aber wir gewinnen was vollkommen anderes, weißt du noch?“, erklärte dieser und sah wieder zu Trixi, welche gerade dabei war, zu den Beiden zu gehen. „Trixi kommt! Verrate ihr ja nicht, was wir wirklich bekommen werden!“, ermahnte er nochmals seinen Bruder.

Als Trixi den letzten Schritt tat, drehten sich die zwei Brüder zu ihr und Chap dachte nochmal über alles nach. „Die Maschine ist fertig, Jungs.“, sagte sie, als Chip sie aus Dankbarkeit heraus umarmte.

„Danke, Trixi!“, murmelte Chap und schien geistesabwesend zu sein.

Da rannte Chip zur Maschine, während ihnen Trixi und Chap ihm folgten. „Wie funktioniert diese Maschine?“, wollte der kleine Chip wissen. Da meinte Trixi, dass die beiden sich in jeweils eines der Kabinen bewegen sollten. Danach würde sie einige Daten eingeben, wie Gewicht und Größe, dann würden sie die Körper tauschen. „Mehr braucht es nicht?“, fragte Chip weiter.

Trixi nickte. „Mehr braucht es nicht.“, erklärte sie.

Also gingen Chip und Chap in die jeweilige Kabine und blieben stehen. Als Trixi die Tür schließen wollte, meinte Chap ängstlich: „Es wird aber nicht weh tun, oder?“

„Vertraut mir.“, winkte sie lässig ab und lächelte. „Es wird schon alles gut gehen.“, sprach sie weiter.

Die kleinen Streifenhörnchen beruhigten sich, als Trixi ihnen sagte, dass sie es schon schaffen werden. Immerhin glaubte sie an die Beiden. „Na dann, starten wir!“, rief Trixi und schloss manuell die Türen der Kammern. Sie machte sich ran, die Daten in die Maschine einzugeben, als sie zögernd zu Chap blickte.

„Was dauert da so lange? Ich habe Platzmangel!“, quiekte Chap und hätte beinahe die Türe durchbissen, welche ihn von Trixi trennte. Aber Trixi nahm seine Stimme nicht wahr, weil die Tür Schalldicht war.

„Das muss schon so passen.“, murmelte Trixi und aktivierte den Knopf, welcher die Maschine starten ließ.

Der ganze Prozess würde einige Minuten dauern, weshalb sie sorgfältig alles im Auge behalten müsse. Immerhin könne etwas schief gehen, weshalb sie wachsam sein musste. Sie sah auf die Uhr, welche nur schneckenhaft voranging. Langsam bezweifelte sie alles.

Als Chip zu seinem Bruder blickte, war dieser auf die Tür geklettert, um sie mit allen Mitteln zu öffnen. Er zog an dieser, warf sich dagegen und betete zum Himmel, aber nichts half, um diese zu öffnen. Da schüttelte er den Kopf. Wieso musste Chap immer seine Rolle übertreiben? Konnte er nicht einfach abwarten?

Langsam wurde es ein wenig heiß in dieser Kammer. Also fing Chip an, seine Mütze und seine Jacke auszuziehen. Sein Mund fühlte sich auch trocken an.

‚Was dauert da so lange?‘, schoss es Trixi durch den Kopf. Plötzlich fing die Maschine an, zu dampfen und Geräusche zu erzeugen, welche sich nicht gut anhörten. Als Trixi sich von der Maschine entfernte, betätigte sie den Notschalter, um die Maschine vorzeitig zu beenden, aber die Maschine spielte verrückt, sodass sie Angst bekam. Sie fürchtete sich um ihre kleinen Freunde.

„Was ist denn los?“, rief Chap durch die Tür, als er plötzlich einen brennenden Schmerz spürte.

‚Das wird langsam echt kritisch hier.‘, schoss es Chip durch den Kopf, als er sah, wie Trixi zur Maschine rannte, um die Tür von Chips Zelle zu öffnen.

Langsam ahnte er, dass es für die beiden kritisch wurde, denn er sah, wie Trixi gegen die Tür hämmerte, um Chip zu befreien, aber die Tür gab nicht nach. Plötzlich umhüllte der Rauch die Kammern, sodass Trixi ihre Freunde aus den Augen verlor. Sie betete, dass sie gesund aus dieser Maschine hinauskommen würden.

Plötzlich und ohne jede Vorwarnung, öffnete sich Chaps Kabine. Als sie den Lärm einer Tür wahrnahm, die sich öffnete, lief sie schnell zu dieser und rief: „Chap!“, hinein, aber der kleine meldete sich nicht.

„Es ist vielleicht eine Kohlendioxid Vergiftung!“, rief sie und betrat die Kabine. Durch den Rauch konnte sie noch nichts sehen. Sie tastete sich an die Wand und hustete den Rauch aus, als der Rauch langsam verschwand.

Doch die Kabine war leer. „Chap!“, rief sie nochmals aus, aber sie erhielt keine Antwort. Wo war nur ihr kleiner Freund? Als sie zur anderen Kabine blickte, lag dort ein nacktes Streifenhörnchen auf dem Boden.

Sofort lief sie zu diesem und kniete sich zu ihm, als sie seinen Puls überprüfte und hinhörte, ob er atmete.

Sein Herz schlug und er atmete langsam und flach, aber er war nicht bei seinem Bewusstsein. „Chip!“, versuchte sie ihn wach zu bekommen. „Wach schon auf, bitte!“

Langsam zuckte der kleine mit seinen Augen, kniff sie zusammen und erhob seinen Oberkörper, um den Rauch aus zu husten. Als er dabei war, den Rauch auszuhusten, umarmte ihn Trixi und sprach ihn nochmals bei seinem Namen an. „Alles okay, Chip?“, sagte sie, wobei dieser sie verwirrt anblickte.

„Ich muss dir etwas gestehen, Chip, dein Bruder ist weg. Er ist nicht mehr in der Kabine und ich weiß nicht, was ich tun soll.“, sagte sie traurig und überreichte ihm seine Kleidung, den Hut und die Jacke.

„Aber was redest du da, Trixi, ich bin Chap!“, sagte dieser und hustete weiter den Rauch aus.

Für einige Sekunden starrte sie ihn an. „Aber wo ist das Chip?“, fragte sie irritiert. Sie sah doch genau, wie Chip in die zweite Kabine ging, während Chap die erste Kabine benutzte. Und das hier war die zweite Kabine!

„Hier.“, murmelte Chip.

Jetzt war sie vollkommen irritiert. Sie starrte das Streifenhörnchen an, welches vorgab, jeweils der eine und der andere zu sein. Schockiert ließ sie ihren Mund offen, als sie dabei war, etwas zu sagen.

„Hör zu, Trixi, wir sind Chip und Chap!“, meinte Chip und Trixi erkannte seine Stimme. Wie konnte es möglich sein? Immerhin hätten sie nur die Körper tauschen und nicht eins werden sollen. Dieser Tag war echt verrückt.

„Ja, Trixi.“, kam es aus dem selben Mund. „Nun sag doch was!“, nahm sie Chaps Stimme wahr.

„Ich – wow!“, wurde sie von der Neuigkeit erschlagen.

„Mehr hast du da nicht zu sagen?“, meckerte Chip.

Sie blinzelte ein paar mal. „Aber natürlich! Ich habe ausversehen eine Maschine gebaut, die euch verschmelzen soll. Darum dauerte es ja auch so lange.“, war es für sie nun auch offensichtlich gewesen.

„Ja, das hast du wohl.“, Chap versuchte aufzustehen, wobei Chip sitzen wollte, weshalb die beiden einfach in der Luft stecken geblieben waren. „Steh auf, Chip!“, forderte er ihn auf, weshalb Chip nachgab und aufstand.

„Du meine Güte, ist das aufregend!“, sagte Trixi und kam wieder zu sich. Dann stand sie auf und lief zu ihrem Schreibtisch, um ein paar Berechnungen zu machen.

Etwas irritiert beobachteten die beiden Trixi dabei, wie sie etwas auf ihre Tafel schrieb. „Was ist daran den so besonders?“, meinte Chap.

„Und aufregend?“, ergänzte Chip. „Beide gingen auf Trixi zu, um sich das aus der Nähe anzuschauen.

„Versteht ihr denn nicht, Jungs? Ich bin die erste Person, die zwei Wesen zusammensetzte. Wissenschaftler träumen seit Jahren davon, Wesen kreuzen zu können. Oder sie zu klonen.“, sagte sie.

„Ach, wirklich?“, sagte Chap und sah sich Trixi nochmals an. Sie schien so fröhlich, so lebendig zu sein. So aufgeregt und so fasziniert. Dies bemerkte auch sein Bruder Chip und lächelte schief. Als Chap wieder gehen wollte, zwang ihn Chip hier zu bleiben.

„Können wir dir irgendwie helfen, Trixi?“, fragte Chip und Trixi sah die beiden an. Sie konnten ihr nicht helfen.

„Nein, es passt schon so. Wir müssen nur diese Formel bei den Wissenschaftsprojekt einreichen und schon würden wir ein eigenes Labor bekommen!“, meinte Trixi.

„Ist das gut?“, fragte Chap, wobei Chip aus Reflex neben sich, in die Luft schlug, um Chap zu treffen. Jetzt lachte Chap und amüsierte sich.

„Ob das gut ist? Das ist sogar sehr gut.“, meinte Trixi. „Wolltet ihr nicht bei einem bestimmten Wettbewerb mitmachen?“, fragte sie ihre beiden Freunde.

Da blickten ihn die beiden an. „Wie sollen wir dort teilnehmen, wenn wir nicht einmal gerade aus gehen können?“, meinte Chip und Trixi sah zu den Beiden.

„Da habt ihr recht.“, entgegnete die Blondine und meinte, sie könne den Schaden wieder beheben.

„Oh, nein!“, sagte Chip und Chap stimmte ihm zu.

„Damit wir wieder in dieser Kabine verrotten? Nein, danke.“, meinte Chap. Trixi konnte ihnen also nicht helfen. Als sie aber darüber nachgedachte, wie sie den beiden helfen könnte, fiel ihr nur ein Training ein.

„Wir können für euch ein Hindernislauf organisieren, damit ihr trainieren könnt, euch richtig zu bewegen.“, sagte Trixi und sah die Beiden an, welche nicht gerade begeistert waren. „Oder aber ihr nehmt nicht am Wettbewerb Teil und werdet disqualifiziert.“, sagte sie.

„Was klingt weniger schmerzhaft?“, murmelte Chap.

Aber für Chip kam dies nicht in Frage. „Wir nehmen dort Teil!“, sagte er motiviert und erinnerte sich an den Preis zurück. Immerhin müssten sie doch nur gerade aus laufen können, um den Wettbewerb zu gewinnen.

Es dauerte ganze zwei Wochen, bis sie normal laufen konnten und ab da an war der Hindernislauf auch kein Problem. Als sich Chip und Chap setzten wollten, um eine Sekunde zu entspannen, nahmen sie einen Schuss wahr. Trixi wirbelte als erstes herum, um zu sehen, was da war. Als sie los liefen, waren Chip und Chap die ersten vor Ort. „Der Wettbewerb!“, rief Chap aus.

Als Trixi ankam, liefen die Beiden schon wieder weiter, um rechtzeitig beim Wettbewerb sein zu können.

Sie kamen gerade rechtzeitig an, denn die Teilnehmer bereiteten sich schon darauf vor, starten zu können. Chip und Chap stellten sich ebenfalls zu ihnen dazu.

Als sie den Schuss wahrnahmen, rannten sie los, als ob sie jemand jagen würde. In genau einer halben Minute waren sie im Ziel und warteten auf die restlichen Teilnehmer, welche erschöpft ankamen.

Die zwei jubelten laut und freuten sich, weil sie den ersten Platz belegten. Danach wurde ihnen der Preis übergeben. Als Trixi den Preis sah, strahlten ihre Augen.

„Das ist ja der Wahnsinn!“, sagte Trixi und lächelte.

Dann gaben die beiden ihre Adresse, wohin es geliefert werden sollte. Zufrieden meinte Chip, dass es sich doch lohnte, hier teilzunehmen. Und Trixi war den beiden über das Labor so dankbar, dass sie ihnen einen Kuss auf die Wange gab. Jetzt mussten sie nur noch überlegen, wie sie wieder getrennt werden könnten.

Es vergingen einige Tage, in denen Trixi in ihren neuen Labor etwas baute. Kaum bekam sie es, schon arbeitete sie noch intensiver in ihrem besseren und neuen Labor.

Darum war es kein Problem, die beiden von einander zu lösen. Als sie die Maschine verließen, waren sie wieder eigenständige Individuen. Dankbar umarmten sie Trixi dafür und freuten sich darüber, wieder sie selbst sein zu können. Als Trixi Chip einen Kuss auf die Wange drückte, ärgerte sich Chap sehr über diese Tatsache.

Dann verließen die Beiden das Labor. „Chip? Irgendwann bekomme ich Trixi schon dazu, mit mir auszugehen.“, meinte Chap zu seinem Bruder.

Da gab sein Bruder ein verachtendes Geräusch von sich. „Träum weiter, Schwachkopf!“, murmelte Chip.

„Ach ja?“, meinte Chap. „Dann machen wir doch eine Wette aus. Wer als erstes Trixi dazu bekommt, mit ihr ausgehen zu können, der wird vielleicht eines Tages ihr Freund!“, er hielt seine Hand ausgestreckt.

Noch zögerte Chip, weil es irgendwie eine dumme Idee war, aber er durfte nicht zweifeln. Zudem meinte Chap irgendwas davon, dass er doch Angst besäße und imitierte ein Huhn. „Abgemacht!“, nahm Chip die Hand seines Bruders. Jetzt müssten die zwei alles geben.
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