Der König der Verlorenen

GeschichteFantasy, Freundschaft / P16
Chris "The Lord" Harms Class Grenayde Gared Dirge Niklas 'Nik' Kahl Pi Stoffers
04.06.2020
30.08.2020
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Kapitel 8
Die Wegelagerer


„Ihr!“
Als Gared die bekannte Stimme vernommen hatte, sprang er erfreut aus dem Busch. Auf dem braunen Pferd saß tatsächlich Chris, der süffisant auf die beiden herab grinste. Der Jüngling lächelte und trat erleichtert auf ihn und das Pferd zu. Erst als er dem Tier über die Mähne und die Stirn streichelte und zu Chris hinaufsah, fielen ihm die violetten Striemen um dessen Hals auf.
„Euer Hals…“ entwich es Gared entgeistert und zugleich voller Sorge.
„Ich hasse es, wenn Gegner Peitschen einsetzen.“ antwortete Chris monoton, ehe er von dem Pferd abstieg.
„Was erwartest du?“ fragte Nik, der näher zu den beiden herantrat, „Die meisten Soldaten der Stadtwache von Jerive sind ehemalige Banditen aus der Wüste im Südosten. Sie kennen kaum andere Waffen.“
Chris verdrehte seine Augen. Nach großer Unterhaltung war ihm einfach nicht zu Mute, schon gar nicht mit dem Gaukler.
„Ich bin froh, dass Ihr wieder da seid.“ meinte Gared erleichtert. Doch auch das heiterte Chris Stimmung nicht auf. Einige Male sah er sich um und schlug vor, dass es besser war sich nicht mehr allzu lange in der Nähe der Stadt aufzuhalten und weiterzuziehen. Nik stimmte diesem Vorschlag zu.
„Müsst Ihr denn nicht zurück?“ fragte Gared erstaunt, „Ihr seid der Gaukler…“
„Zunächst ist es wohl besser, wenn ich euch begleite. Ich kenne mich hier in den Ländereien sehr gut aus.“ antwortete Nik fröhlich, „Vielleicht muss ich euch ja noch einmal aus der Patsche helfen.“
„Mir muss keiner helfen.“ knurrte Chris und schritt ohne ein weiteres Wort an dem Spielmann vorbei, „Einer von euch beiden kann das Pferd reiten, wenn er müde ist. Ich brauche es nicht.“
„Wo habt Ihr es her?“ fragte Gared voller Neugier.
„Aus dem Unterstand vor den Stadttoren. Es hat keiner darauf aufgepasst.“
„Die Wachen vor den Stadttoren schlafen meist unter ihrer schweren Rüstung.“ gab Nik amüsiert zurück, „Deshalb sind die Posten dort so beliebt.“
Chris zuckte unbeeindruckt mit den Schultern. Gared und Nik warfen sich gegenseitig einen vielsagenden Blick zu, während sie ihm schließlich gemächlich folgten.

Chris ging entschlossenen Hauptes einige Schritte voraus, während ihm die beiden anderen folgten. Immer wieder verdrehte er genervt seine Augen. Nun hatte er, so wie es im Moment aussah, nicht nur einen kampfuntauglichen Jüngling, sondern auch noch einen lebensfrohen Gaukler an der Backe. Und genau das störte ihn. Zwar hatte er in der Gosse durchaus mit anderen Menschen zu tun gehabt, doch diese waren ihm nie auf Schritt und Tritt gefolgt. Er hatte lediglich für Ordnung gesorgt, mehr nicht.
Derweil unterhielten sich Gared und Nik bestens miteinander. Neugierig musterte der Gaukler den Jüngling von Kopf bis Fuß und meinte: „Man sagt, du seist ein Prinz.“
„Oh… ich bin Gared, der erstgeborene Sohn des König Dirge.“ antwortete Gared höflich. Ungesehen verzog Chris sein Gesicht und äffte diesen genervt nach.
„Ich dachte, die gesamte Familie von König Dirge wäre bei dem Angriff auf dessen Festung ausgelöscht worden.“
„Nicht ganz, wie man sieht.“ antwortete Gared betrübt, „Meine Schwester und ich überlebten, aber…“
„Eure Schwester lebt…“
„Nicht mehr. Banditen haben sie geschändet und dann grausam ermordet, während ich besinnungslos in einer Senke lag.“
„Das tut mir sehr leid.“ sprach Nik aufrichtig.
Gared zuckte bloß betrübt mit den Schultern. Chris atmete erleichtert auf. Vielleicht hatte dieses Gerede endlich ein Ende. Nik machte eine flüchtige Kopfbewegung in seine Richtung und fragte Gared interessiert: „Er ist kein großer Redner, nicht wahr?“
„Chris?“ horchte Gared überrascht auf und schüttelte dann den Kopf, „Er ist…“
„Könnt ihr dieses Geschwätz nicht einmal sein lassen?!“ rief Chris genervt über seine Schulter hinweg, „Wenn ihr etwas mit mir zu bereden habt, dann tut es gefälligst direkt, aber hört mit diesem sinnlosen Gerede auf!“
Gared zuckte abermals mit den Schultern: „Da habt Ihr Eure Antwort. Er spricht nicht sehr gerne über sich.“

Ohne lange Rast liefen die drei den gesamten Tag und die gesamte Nacht hindurch. Nur gelegentlich machten sie eine kurze Pause, um etwas zu Essen zu sich zu nehmen oder aus Bächen ein paar Schlucke Wasser zu trinken.
Nik seufzte, während Gared erschöpft die Schultern hängen ließ, als Chris am Morgen des nächsten Tages stehen blieb. Mit seinem ausgebreiteten Arm hielt er die beiden zurück und starrte mit seinem Blick in die Ferne.
„Was ist?“ fragte Nik verwirrt, „Warum halten wir an?“
„Grenzwächter.“ gab Chris kurz und knapp zurück, „Dabei haben wir längst die Grenze des Reichs Cogah überschritten.“
„Das bedeutet…“ stotterte Gared nervös.
„Das bedeutet Ärger.“ vollende Chris den Satz und ging dann unbeirrt weiter. Gared und Nik sahen sich verdutzt an, sagten jedoch nichts. Anstatt aber zu Fuß weiterzugehen, schwang sich Gared auf den Rücken des Pferdes, welches sie bislang mit sich geführt hatten.

Mit jedem Schritt kamen sie den Wegelagerern immer näher. Die sahen inzwischen aufmerksam zu ihnen und stellten sich protzig vor das hölzerne Gatter.
„Wohin wollt Ihr?“ fragte ein kleiner plumper Muskelprotz mit schneidender Stimme.
„Weiter diesen Weg hier entlang.“ antwortete Chris, der sich kerzengerade aufgerichtet hatte und die fremden Männer ernst ansah.
„Könnt Ihr Euch das überhaupt leisten? Unser Wegzoll über die Grenze in das Königreich Hijelarik sind derzeit sehr hoch. Und so wie Ihr ausseht, habt Ihr sicherlich nur wenig oder kaum Gold bei Euch.“
„Wenn Gold das ist, was Ihr wollt, dann können wir sicherlich damit dienen.“ plapperte Gared unbedacht heraus. Während der Muskelprotz finster zu grinsen begann, verdrehte Chris genervt seine Augen. Mit dieser Aussage hatte Gared geradezu alle Aufmerksamkeit auf sich gezogen, was er zu vermeiden versucht hatte.
„Na, dann lasst mal Euer Gold sehen.“ meinte der plumpe Kerl und gab seinen drei Männern ein flüchtiges Zeichen. Diese traten mit ebenso finsterem Grinsen hinter dem Gatter hervor und hielten geradewegs auf das Pferd und Gared zu.
„Moment.“ sagte Chris mit fester Stimme und wandte seinen ernsten Blick den drei Männern zu. Langsam ging er zu ihnen hinüber und schüttelte den Kopf.
„Ihr könnt vielleicht Bauerntölpel und fahrende Händler hereinlegen, aber nicht mich. Es verläuft keine Grenze hier entlang. Und ihr… ihr seid nichts weiter als eine Bande voll üblen Gauner und Halunken.“
Der plumpe Muskelprotz sog scharf die Luft ein.
„Ihr haltet Euch wohl für einen sehr vorwitzigen Kerl.“ sprach er verachtend, „Aber selbst Männer, die sich für stark gehalten haben, sind mir und meiner Bande elendig unterlegen. Tötet sie!“

Das war das Zeichen zum Angriff. Die drei Männer zogen ihre Waffen. Zwei kämpften mit normalen Eisenschwertern, einer mit zwei spitzen Dolchen. Doch noch während die drei ihre Waffen zückten, zwang Chris bereits den ersten von ihnen in die Knie. Gared versuchte derweil, das Pferd in Ruhe zu halten, was ihm nicht so recht gelang. Wiehernd bäumte es sich auf, als auch Nik ein Kurzschwert unter seinem Umhang hervorzog und so die Angreifer von dem Jüngling fernhielt.
„Nizam, steh auf zu Taugenichts!“ rief der kleine Muskelprotz zornig, „Muss man denn alles immer selber machen?!“
Wütend zog er selbst sein Schwert und stürzte sich damit mitten ins Getümmel. Geschickt rollte er sich an Chris und dem Kerl mit den beiden Dolchen vorbei und forderte Nik zum Kampf heraus. Es dauerte nicht lange, bis die Waffe des Gauklers irgendwo zwischen den Bäumen landete. Ein gezielter Hieb mit dem Ellbogen reichte aus, um Nik besinnungslos zu machen.
„Oh je…“ entwich es Gared. Er versuchte sich noch immer auf dem Pferd zu halten, dessen Zaumzeug der plumpe Muskelprotz in der Hand hielt.
„So, mein Freundchen.“ sagte dieser mit bissiger Stimme, „Wenn Ihr mir nun Euer gesamtes Gold gebt, so will ich Euer Leben verschonen, andernfalls…“
Ohne jegliche Vorwarnung rammte der Halunke sein Schwert in den Hals des Tieres. Dieses bäumte sich ein letztes Mal auf, galoppierte noch mit Gared auf dem Rücken los, der sich kaum halten konnte und brach wenige Fuß später tot zusammen. Der plumpe Muskelprotz nahm die Verfolgung auf, als sich ihm plötzlich Chris mit vorgehaltenem Schwert in den Weg stellte.
„Keinen Schritt weiter.“ knurrte Chris ernst und machte einen drohenden Schritt auf den Gauner zu, „Von nun an ist euer übles Spiel vorbei.“
„Ach, denkst du, ja?“ fragte der Gauner, „Ich mag vielleicht nicht so aussehen, aber ich kann hervorragend mit dem Schwert umgehen. Seht her!“
Keinen Herzschlag später kreuzten sich auch schon die Klingen. Der plumpe Kerl hatte nicht gerade unrecht gehabt, er wusste wirklich gut mit dem Schwert umzugehen. Doch Chris war besser. Einige Male ließ er es zu, dass sich die Schwerter noch kreuzten, ehe er den Gauner gekonnt entwaffnete. Im selben Moment schubste er diesen zu Boden, schmiss sich auf ihn drauf und flüsterte: „Ich sagte ja, dass euer Spiel nun vorbei ist.“
Und nach diesem Satz rammte Chris sein Schwert durch die Kehle des plumpen Muskelprotzes.

Angewidert zog Chris die Waffe aus dem Hals des Toten und wischte an dessen Kleidung das rote Blut ab. Gared, der sich beim Sturz des Pferdes nichts getan hatte, eilte besorgt zu Nik und blickte ihn panisch an.
„Ist er… ist er… tot?“ stammelte er hektisch. Chris trat mit ernster Miene neben ihn, schüttelte dann aber den Kopf.
„Er ist ohnmächtig, aber nicht tot.“ gab er monoton zurück, „Du wirst dich schon bald wieder mit ihm unterhalten können. Aber… wir sollten hier nicht zulange rasten.“
Damit lief Chris entschlossen auf das Gatter zu, nahm eine lederne Trinktasche und eilte damit wieder zu den beiden zurück. Er öffnete den Korken und leerte den gesamten Inhalt über Niks Gesicht, dieser schreckte augenblicklich auf.
„Was tut Ihr denn da?!“ schrie Gared empört, „Das könnt Ihr doch nicht machen!“
„Natürlich kann ich das.“ gab Chris knurrend zurück, während er den Beutel beiseite warf. Nik hustete einige Male, als Gared ihm beim Aufsetzen half und ihn besorgt musterte.
„Geht es Euch gut?“
„Der Kerl hatte einen verdammt guten Schlag drauf… meine Wange wird sich sicherlich blau verfärben.“ sprach Nik langsam, aber deutlich. Ungeduldig verschränkte Chris seine Arme, während er sich genervt gegen das Gatter lehnte.
„Habt ihr es bald. Ich möchte hier ungern noch länger bleiben.“
Gared schüttelte empört seinen Kopf: „Seht Ihr denn nicht, dass es ihm nicht gut geht?!“
„Ich habe nicht um eure Begleitung gebeten.“
„Ihr seid derjenige gewesen, der zu uns zurückgekommen ist!“ rief Gared bestürzt, „Ihr hättet überall hingehen können, sogar in Eure geliebte Wüste! Aber nein, Ihr kamt wieder und nörgelt nun so herum! Das… das ist nicht richtig!“
Chris setzte sich derweil mit unbeeindruckter Miene auf das Gatter und zuckte bloß mit den Schultern: „Ihr seid hinter mir hergelaufen. Ihr hättet mir nicht folgen müssen.“
Gared sog wütend die Luft ein und sprach leise: „Vielleicht war die Gosse der einzige Ort, wo Ihr Euch zurechtgefunden habt. Ihr wisst Eure gewonnene Freiheit nicht ansatzweise zu schätzen.“
Schnaubend schwang sich Chris über das Gatter und stampfte davon.
„Na dann wollen wir doch mal sehen, wie gut ihr alleine zurechtkommt. Gehabt Euch wohl!“
Erschrocken riss Gared keinen Herzschlag später die Augen auf. Fassungslos schüttelte er seinen Kopf und rief nervös: „Chris, so… so wartet doch auf uns!“

Den ganzen restlichen Tag lang lief Chris stur voraus. Er hatte es satt. Er hatte die anderen. Er hatte deren Gerede satt. Er hatte alles satt. Und so gerne er doch auch alleine wäre, so froh war ein kleiner Teil in ihm, dass er nicht einsam durch die weite Welt von Gogil ziehen musste.
Gared und Nik unterhielten sich nach wie vor. Von den Strapazen am frühen Morgen hatten sich beide recht schnell wieder erholt, sodass die Chris Tempo beinahe und bis auf wenige Fuß unterschied beibehalten konnten. Über ihn sprachen sie nicht mehr. Hier und wieder nahmen sie sein genervtes Stöhnen zur Kenntnis, sagten aber nichts darauf.
Erst spät am Abend, als die Sonne schon tief am Horizont stand, sackte Gared erschöpft zusammen. Seine Kräfte waren aufgebraucht, er konnte nicht mehr.
„Was fehlt dir, mein Freund?“ fragte Nik besorgt und kniete sich rasch zu ihm. Der Jüngling schüttelte lediglich den Kopf und rollte sich auf den Rücken. Er konnte keinen Schritt mehr weiter gehen.
„Was ist denn da bei euch los?!“ rief Chris, der sich genervt zu ihnen umdrehte, „Wieso macht ihr schlapp?“
„Er ist erschöpft, siehst du das denn nicht?“ rief Nik ihm zu.
„Wenn euch mein Tempo nicht behagt, dann hättet ihr mir nicht folgen sollen!“
Nik sog scharf die Luft ein. Chris Stimme klang nun nicht mehr so genervt, eher niedergeschlagen. Ganz zu dem Erstaunen des Gauklers kam er sogar zu ihnen zurück und betrachtete kritisch den am Boden liegenden Gared.
„Wir sollten weiter.“
„Verdammt! Hast du denn nicht gehört, was ich zu dir gesagt habe?! Er ist am Ende!“ brüllte Nik nun erbost. Chris verdrehte genervt seine Augen und sagte bloß: „Hier auf der Lichtung können wir nicht bleiben, da…“
Ohne jegliche Vorwarnung sprang Nik auf und fasste Chris eindringlich am Kragen seiner Tunika.
„Sag mal… hast du in der Gosse dein Gehör verloren oder was?! Gared kann keinen Schritt mehr gehen!“
Nun war es Chris, der scharf die Luft einsog. Eigentlich hätte er reagiert, wenn jemand ihn so derbe packte. Doch dieses Mal, dieses Mal tat er nichts. Still ließ er seine Arme neben dem Körper baumeln, während Nik ihn anbrüllte, was denn sein Problem sei und warum er Gared nicht kurz die Rast gönnte.
„Hier auf der Lichtung ist es zu gefährlich.“ sagte er schließlich, als der Gaukler fassungslos von ihm abließ, „Hier kann uns jeder sofort entdecken, egal ob Freund oder Feind. Vielleicht gibt es in der Nähe noch einen besseren Platz für die Nacht.“
Nik schüttelte schon wieder empört den Kopf, als sich Gared zu seiner Verwunderung versuchte wiederaufzurichten. Der Jüngling schloss die Augen und atmete tief ein, während er gleichzeitig die Hände über seinem Kopf zusammenführte. Bald schon hörte man das Traben eines Pferdes.

Chris hielt die Luft an, während das weiße schöne Tier aus dem Wald galoppiert kam. Gared lächelte erleichtert, als er aufstand und zu dem Tier hinüberwankte.
„Wow…“ entwich es Nik verwundert, „Das ist… wow…“
Chris runzelte augenblicklich die Stirn und trat fassungslos auf Gared zu, der mittlerweile auf dem Tier saß.
„Moment, warte…“ platzte es aus Chris nur so heraus, „Heißt das etwa, er kann es sehen?!“
„Das silberne Horn des Einhorns?“ fragte Nik und antwortete amüsiert, „Natürlich kann ich das.“
Entgeistert fuhr sich Chris über die kahlgeschorenen Seiten seines Kopfes: „Wieso kann er es auch sehen?! Ich dachte… ich dachte…“
„Menschen mit reinem Herzen können Einhörner auch als Einhörner sehen.“ wiederholte Gared seine Erklärung noch einmal, „Demnach ist das Herz des Gauklers ebenso rein wie das Eure.“
Nik stand derweil neben dem Einhorn und streichelte ihm lächelnd über die glitzernde Mähne. Chris beobachtete ihn dabei verbissen. Wieso sollte der Gaukler ein reines Herz besitzen und wieso sollte er noch eines haben? Am frühen Morgen hatte er schließlich schon wieder vier Leben ausgelöscht.
„Dann wohnt der Familie Dirge also doch noch eine Zauberkraft inne.“ meinte Nik erfreut, „Darf ich es führen, Prinz Dirge?“
„Der Name Gared ist mit deutlich lieber, aber ja, Ihr dürft es führen. So kann ich mich besser erholen.“ antwortete Gared in seinem gewohnten höflichen Ton, „Chris, Ihr könnt weiter vorangehen. Vielleicht finden wir in der Nähe tatsächlich ein Plätzchen für ein Schläfchen.“
Chris drehte sich um und äffte dabei den Jüngling leise nach, doch er erwiderte nichts darauf. Stattdessen schritt er wie bisher einige Fuß voraus, während die Nacht über dem Land Gogil hereinbrach.
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