Geschichte: Freie Arbeiten / Prosa / Erotik / Wie Eis

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Wie Eis

von KirjaKei
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
03.06.2020
15.09.2021
86
449.573
75
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
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15.09.2021 4.437
 
Kapitel 86: Von Frost zu Tau

Es war eine amüsante Verbindung, das alles. Sicherlich wären die wenigsten Leute damit so komfortabel gewesen, mit dem, was ich hier mit Danny veranstaltete. Es war sicherlich auch merkwürdig, ein solches Gespräch über dieser Tätigkeit zu führen, aber ich genoss es dennoch. Ich genoss alles daran, von Dannys leichter Verwirrung und seinem Stöhnen. Er dachte über all das nach, er war noch nicht ganz überzeugt, aber gleichzeitig genoss er das andere, was ich hier mit ihm anstellte und ließ sich darauf ein. Ich hatte auch nicht das Bedürfnis, so schnell damit aufzuhören. Ich wollte das hier, ich wollte ihn etwas mehr stöhnen lassen und genau deshalb bearbeitete ich ihn weiter…

Und Danny gab mir genau die Reaktionen, die ich mir wünschte. Es war etwas besonders und vielleicht auch merkwürdig, aber genau das machte die Situation eben auch so gut.

„Und… wie?“, keuchte mein Freund dann nach einiger Zeit des Überlegens. Er war sich wahrscheinlich selbst nicht sicher, wie er mit all dem umgehen sollte. Die Gefühle waren immerhin auch ziemlich unterschiedlich, die gerade auf ihn eindrücken mussten. Das machte es eigentlich so interessant…

Aber mir war ja genauso klar, dass Danny in vielerlei Hinsicht doch etwas anders drauf war, als ich.

Ich hatte mit all dem kein Problem, auch nicht mit der Vorstellung damit, dass Jordan etwas Ernstes zustoßen würde, dass er leiden würde… Nein, ich wollte das und zu einem Teil war es mit eingeplant. In Kauf nahm ich es definitiv, aber irgendwo wollte ich dann auch, dass es etwas wehtat, wenn er das alles bemerken würde, wenn wir ihn aus unserem Leben entfernten, das musste so sein. Er hatte uns ja ebenso Schaden zugefügt und wir mussten immerhin dafür sorgen, dass wir gewonnen hatten. Dann musste das eben auch wehtun. So lief das. Eine andere Möglichkeit sah ich nicht.

Mein Freund war neugierig, aber auch etwas verwundert und skeptisch, aber ich war mir sicher, während ich weiter mit den Händen über seinen Körper strich und ihn dabei etwas verwöhnte. Ich hatte immerhin einen Plan: „Wie wohl? Wir schubsen ihn an den absoluten Rand seines Wahnsinns und schauen zu, dass es Leute mitbekommen, so dass er die Hilfe bekommt, die er dringend braucht und man ihn dabei wegsperrt.“

Das war der Gedanke und ich hatte mir dazu auch natürlich schon mehr Gedanken zu Details gemacht… denn da hing selbstredend noch mehr dran. Das würde alles nicht sonderlich schön sein und es wäre auch nicht nett, ihn so in eine Falle zu locken, die ihm dann auch noch schaden würde, aber so war es eben. Jordan hatte ganz andere Dinge getan und wäre zu ihnen bereit gewesen und wenn man gewinnen wollte, dann musste man manchmal eben so handeln. So war das alles. Ich konnte daran jetzt auch nichts mehr ändern. Mich kümmerte es nicht. Aber ich war auch anders als Danny aufgewachsen. Ich hatte immer gewusst, wie die Optionen so standen und was man so machen musste und sollte. Sicherlich war ich auch nicht mit allem einverstanden, aber in diesem Moment wollte ich Jordan nur leiden und besiegt sehen.

Ich küsste Danny ein weiteres Mal, er ging darauf ein und er genoss meine Berührungen sichtlich, aber er zögerte dabei auch etwas. Das war schon zu bemerken und das hieß auch, dass man dem mehr nachgehen müsste. „Nicht gut?“, fragte ich daher vorsichtig und betrachtete ihn noch einmal etwas genauer. Er machte sich Gedanken und er kam wohl eher nicht zu dem Ergebnis, an dem ich angelangt war. Hatte er Zweifel? Wollte er Jordan nicht so verletzen wie ich? Wahrscheinlich war es nachvollziehbar… Aber ich konnte mich auch nicht stoppen, ich wusste ja, dass wir etwas tun mussten und dass das unsere beste Chance war. „Pass auf, manche Leute haben das eben so verdient. Wir müssen etwas unternehmen, sonst steht er irgendwann wirklich vor dir und versucht dich physisch aus dem Weg zu räumen…“

Das machte es allerdings wohl nicht viel besser. Danny sah mich erschrocken an: „Ist das Teil deines Vorspiels, dass du mich ständig mit solchen Gedanken wieder abkühlst?“

Sicherlich war das nun nicht das beste Thema, aber man musste das realistisch betrachten, genau deshalb mussten wir etwas gegen Jordan unternehmen!

Ich versuchte ihn erneut mit Berührungen etwas zu beruhigen, bisher hatte das auch immer gut geklappt und auch jetzt schien es sein Ziel nicht ganz zu verfehlen. Ich legte die Lippen an seine Brust, küsste die Haut dort immer wieder und liebkoste seine Seiten und Beine mit den Händen. Aber gleichzeitig war mir auch klar, dass ich es ihm erklären müsste, sonst würden wir nicht weiterkommen. Vielleicht würden wir so an dieser Stelle gar nicht weiterkommen, dann war es wohl so. Vielleicht hatte ich mir hier auch zu viel vorgenommen, dass wir das abbrechen und anders regeln müssten. Das konnte genauso vorkommen, das war nicht schlimm. Ich hatte die Situation da wohl nicht ganz richtig eingeschätzt… aber das kam eben auch vor. „Tut mir leid, Sweetheart… Mir gefällt der Gedanke auch nicht, aber ich will mir nicht vorstellen, wozu er noch in der Lage ist, wenn er verzweifelter wird… Also müssen wir unsere Chance nutzen. Wir müssen ihm eine Falle stellen, wir müssen ihn provozieren, damit wir ihn für gefährlich erklären können. Und wir müssen das zu unseren Bedingungen machen, damit wir es unter Kontrolle haben…“

Dennoch hörte mir Danny zumindest gut zu, er ließ sich darauf ein und genau deshalb war diese Beziehung so gut, weil wir das taten und weil wir uns gegenseitig verstanden. Deshalb wollte ich für das ja auch mit allen Mitteln kämpfen. Deshalb und weil Danny einfach immer die Worte fand, die mich dann doch überraschten und das war wundervoll: „Das hat bei deinem Großvater ja auch so gut geklappt…“

Ich hielt in meinen Bewegungen inne bei dem Gedanken, aber ich musste etwas grinsen. Das machte es dann wohl deutlich, dass das wirklich kein gutes Thema für diesen Moment war. „Willst du dich jetzt dafür revanchieren und mich abturnen?“, fragte ich nach und sah ihn an. „Wenn du das hier nicht willst, dann musst du das sagen, Sweetheart, aber so mit meiner Erregung zu spielen ist nicht fair.“

„Ach? Und was machst du hier die ganze Zeit mit mir?“, konterte mein Freund. Und so ernst die Situation war, ich war beruhigt, dass wir darüber so locker reden konnten.

„Das ist Teil des Service…“

„Ich bin mir nicht sicher, ob ich mit dem Service so zufrieden bin“, gab er dann auf meinen Scherz aber schon etwas ernster zurück und ich sah ihn weiter ruhig an. Es war wichtig, dass wir das so klärten. „Aktuell macht es mir Kopfschmerzen und Angst…“, erklärte Danny sich weiter.

Ich hörte ihm zu und fuhr mir mit der Hand leicht durchs Haar. Es klang wirklich nicht so, als würde ihm das hier gefallen. Dann sollte man damit auch sicherlich nicht weitermachen. „Gegen Kopfschmerzen hilft Sex bewiesenermaßen“, meinte ich noch hin und seufzte dann etwas. „Ich wollte dir keine Angst machen, Sweetheart“, setzte ich dann aber nach, denn das war das Wichtigste gewesen.

Danny sah mich ruhig an. „Das weiß ich doch…“, gab er dann ehrlich zurück.

„Jordan hat das verdient. Und ich werde dieses Mal vorsichtiger sein. Versprochen.“ Das war meine Position und daran würde ich auch festhalten, denn ich wusste, dass es so war.

Danny offensichtlich auch: „Auch das weiß ich…“

„Was ist es dann?“, wollte ich wissen. Ich konnte sehen, dass er sich nicht so wohl dabei fühlte, aber ich verstand es doch nur schwer, immerhin kannte ich es anders. Ganz anders. Und in diesem Fall war da ja wohl genug Grund, Jordan zu hassen.

Es dauerte einen Moment, er sammelte sich, aber dann war er genauso ehrlich zu mir, wie ich vorher mit ihm gewesen war. „Ich weiß nicht, ob ich mich so gut damit fühle… ihm mit Absicht weh zu tun… Ich habe irgendwie Angst davor, was dann aus mich wird, wenn man… Menschen so grausam behandelt… Also… ich will, dass er leidet, aber… irgendwie sind das voll gruselige Gedanken, findest du nicht?“

Er war eben anders als ich. Und das war nichts Schlechtes, vielleicht war das sogar gut so. Ich war so erzogen worden, meine Feinde vernichten zu wollen, was es auch kostete, wenn ich dann gewann, jemanden, der selbst jemandem, der uns so viel Schaden zugefügt hatte, nicht leiden lassen zu wollen, in seiner Nähe zu haben, konnte da vielleicht noch einmal helfen. Und ich wollte auch nicht, dass Danny sich schlecht mit alledem fühlen müsste.

„Schon, aber ich weiß, dass es keine andere Lösung gibt. Manchmal muss man so handeln. Jordan hat es verdient und er wird anderenfalls nicht aufhören“, erklärte ich ihm mit einem leichten Lächeln und versuchte ihn weiter zu beruhigen. Ich könnte mich etwas zurückhalten, aber etwas unternehmen, das müssten wir definitiv.

„Ich weiß… und ich will ja schon, dass er bestraft wird, aber…“, wandte Danny erneut ein.

Da kam mir ein anderer Gedanke: „Du hast nicht wirklich Angst, dass du Blut lecken könntest, oder?“

Noch immer sah Danny mich so verlegen beinahe an. „Es ist albern…“

Ich grinste etwas: „Ich finde es süß.“

Das schien offensichtlich auch nicht ganz richtig gewesen zu sein: „Ich weiß, dass ich kein richtig guter Mensch bin… Ich habe genug schlechte Eigenschaften, aber… ich habe eben irgendwie ein unwohles Gefühl, jemanden mit Absicht so zu provozieren, dass er noch mehr durchleiden muss.“ Danny beschwerte sich etwas und sah mich trotzig an. Er hatte mich nicht verstanden, aber bei diesem Thema, konnte ich es verstehen. Es war eine merkwürdige Unterhaltung und er hatte einen ganz anderen Blick auf die Sache als ich.

Vielleicht glaubte er sogar, er müsste mit mir mithalten, damit ich zufrieden wäre oder all das… Das war alles albern. Das war wirklich albern. Denn die Wahrheit sah ganz anders aus, das müsste man Danny nur nun noch klar machen. „Du hast ein Gewissen“, begann ich ruhig und lächelte. „Das ist gut und das wird auch nicht so einfach so verschwinden, nur weil du einmal Genuss daran hast, dass dein Peiniger leidet. Jordan hat uns all das angetan und ich möchte einfach nur, dass dafür bestraft wird. Ich finde es gut, dass du kein so gutes Gefühl bei der Sache hast, ich liebe dich dafür, dass du nicht so kalt und abgebrüht wie ich bist… Ich brauche das in meinem Leben…“

Er schien das auch in der Tat zu verstehen und lächelte etwas. Ich meinte das so, wie ich es hier sagte. Es war wichtig, dass er anders darauf blickte und ich fand es gut, dass er nicht wie ich kalt in dieser Hinsicht war und über Leichen gehen würde.

Danny mochte es schwach und albern finden und vor einiger Zeit hatte ich anders gedacht, aber ich wusste inzwischen, dass es anders war. Genau dafür würde ich nun auch handeln. Selbst wenn ich noch meine Pläne und Gedanken hatte, ein wenig könnte Danny mich dabei sicherlich bremsen und das wäre nicht schlimm. „Ich übernehme das schon für uns, in Ordnung? Und dann sind wir Jordan los so wie meinen Großvater und dann können wir wieder bessere Menschen sein…“

„Darf man da Ausnahmen machen?“

„Hin und wieder… niemand kann ständig heilig sein“, erwiderte ich daraufhin und gab ihm einen Kuss. „Nicht, dass ich das sonst wäre…“, warf ich amüsiert ein. „Aber in diesem Fall müssen wir vielleicht etwas fies sein, um zurückzuschlagen. Ich verspreche dir aber, dass das nicht zur Gewohnheit wird…“ Man musste sich mit den Fakten auseinandersetzen, aber ich konnte auf ihn zugehen, das wollte ich auch. „Ich verspreche dir, dass dich das nicht zu dem macht, wovor du gerade Angst hast. Das wirst du nie sein und das ist gut so, denn ich brauche dich an meiner Seite, so wie du bist… als moralischen Kompass, als kleinen Kritiker für das, was ich plane… damit ich mich selbst nicht verliere. Jetzt und in Zukunft…“

Es war nicht schlecht, dass Danny Einwände hatte… es war eine Bereicherung. Das wusste ich. „Danke…“, murmelte er und sah mich dennoch fragend an. „In Zukunft?“

Und schon waren wir bei einem ganz anderen Thema angekommen. „Ja? Siehst du nicht, wie wir den Rest unseres Lebens miteinander verbringen?“

„Also…“, Danny wurde gleich noch verlegener.

Schnell gab ich ihm einen Kuss. „Also? Vorschlag, wir besprechen unseren Plan für Jordan morgen in Ruhe und du kannst mir all deine Einwände in Ruhe sagen und dann legen wir uns den Schlachtplan gemeinsam zurecht“, lenkte ich dann ein, als ich mich von ihm löste. Ich konnte es deutlich sehen, dass Danny die Frage nach der Zukunft nervös machte. Er war nicht unglücklich damit, aber gleichzeitig war er noch nicht bereit, darüber zu reden und das war in Ordnung, ich wollte ihn nicht drängen. Also lenkte ich lieber weiter ein. Wir hatten ja auch noch Zeit, an die Zukunft zu denken, nur weil ich schon daran dachte und alles durchplanen wollte, hieß das nicht, dass es schon richtig war. Jetzt war da ja auch noch anderes zu tun: „Und jetzt überlege ich mir etwas anderes, um dir nach all dem Stress das Gehirn rauszuvögeln?“

Danny hustete leicht und sah mich erstaunt an. Ein weiteres Wechselbad der Gefühle, ich genoss den Anblick.

Dann richtete ich mich etwas auf und streckte mich leicht, um ihn noch etwas zu provozieren. „Was denn? Willst du mir sagen, dass du gar keine Lust mehr hast?“, fragte ich grinsend nach.

Und abgeneigt sah mein Freund nun wirklich nicht aus! Dennoch hatte er Einwände: „Du bist mir einer… glaubst du nicht, dass du mich für heute ein wenig zu viel hast Achterbahn mit meinen Gefühlen fahren lassen?“

Aber so leicht würde ich ja nicht aufgeben, nicht bevor er sich meine Idee nicht angehört hatte: „Keine Sorge, Sweetheart, ich habe da eine Idee…“

„Oh, noch eine?“

„Ja, aber eine bessere…“ Ich beugte mich wieder zu seinem Hals vor und küsste ihn. „Du willst dich nicht, den dunklen und bösartigen Gedanken hingeben und dich am Leid anderer erfreuen, das habe ich verstanden. Also machen wir etwas anderes… Etwas Netteres, Lieberes, Sanfteres…“ Immer wieder hauchte ich Küsse auf seinen Hals.

Und zusammen mit meinen Worten lenkte das Danny doch auch wirklich etwas ab. Er kicherte. „Ach? Sanft und lieb und nett kannst du?“

Natürlich konnte ich das. Danny wusste das auch, aber ich mochte diese kleine Neckerei zwischen uns. Ich grinste selbst, während meine Hände weiter über seinen Körper wanderten. „Lass uns ein Spiel spielen…“, schlug ich ihm flüsternd vor. „Ich denke, was an das du nicht denkst…“ Dabei sah ich ihn wieder an und achtete auf die Reaktion.

„Wie soll das denn gehen?“, er sah mich neugierig und auch etwas verwirrt an, aber er war definitiv bereit, es doch wieder anzugehen.

Dieses Mal würde ich es auch sicher zu Ende bringen. Meine Hände streichelten über seine Brust, fuhren die Stellen mit den Fingern nach, die ich zuvor mit den Lippen verwöhnt hatte und streichelten ihn weiter, während ich ihn nicht aus den Augen ließ. Ein paar sanfte Berührungen hatte mein Schatz sich noch verdient, bevor ich es ihm offenbaren würde, was ich mit ihm vorhatte. Man wollte das ja nutzen und ich war eigentlich ganz froh, dass es mir eingefallen war, um damit seine Gedanken etwas abzulenken. „Nun… Was glaubst du denn, woran ich gerade denke?“, fragte ich ihn ruhig und sah ihn an, während meine Hände tiefer wanderten und ich damit beginnen konnte, meine Hose zu öffnen.

Das hier war ein Spiel, aber es hatte auch ein Ziel und zwar eines, das wir uns beide doch sehr wünschten. Das war klar.

Danny stöhnte und sah mich an. Die Tatsache, dass ich ihm direkt in die Augen sah, schien ihn zu verunsichern. „Soll ich es einfach so sagen?“

„Ja, ich gebe dir auch Tipps und wenn du draufkommst, gibt es eine Belohnung“, erklärte ich, während ich mit den Händen über seine Oberschenkel strich und leicht gegen die weiche Haut drückte.

Es dauerte ein wenig und es kostete Danny wohl auch wieder Überwindung, aber dann kamen die Worte aus ihm heraus: „Du denkst daran, dass du mir das Gehirn rausvögeln willst?“ Es war erstaunlich, wie einfach ihm das inzwischen über die Lippen ging.

Und ich genoss es voll und ganz, der Klang war herrlich, aber es war nicht das gewesen, was ich gerade hatte hören wollen, da hatte ich mir doch etwas anderes überlegt gehabt. Kurz küsste ich ihn. „Falsch“, hauchte ich daraufhin, aber ich machte weiter. Ich zog mich vollständig aus und ich brachte mich über ihm in Position, nicht ohne, dass ich die Hände über wieder über seine Haut gleiten ließ und seinen Körper etwas mehr erkundete.

„Woher soll ich denn wissen, woran du denkst? Das könnte alles sein!“, empörte er sich nun wieder etwas keuchend. Es war ein so herrlicher Anblick.

Ich drückte die Hand gegen die Innenseite seines Oberschenkels und zeichnete die leicht geröteten Bissstellen dort nach. Dass das bei ihm Wirkung zeigte, war mir natürlich klar, es war ja auch gewollt. „Ich gebe dir einen Tipp… Es hat etwas mit dir zu tun“, neckte ich ihn, während sein Körper so bereit und so willig vor mir lag, er etwas keuchte und durch das kleine Spielchen auf eine ganz andere Art und Weise hilflos war. Es war wundervoll und ich konnte an dem Blick in seine Augen genauso sehen, dass Danny es auch genoss. Sein Körper spielte mit und drückte sich mir entgegen, er wollte mehr. Das würde er auch noch bekommen.

„Na da bin ich jetzt aber beruhigt“, scherzte er und verdrehte die Augen.

Die Strafe dafür bekam er aber sofort, denn da legte ich die Hand an seinen Schritt und übte leichten Druck aus, der ihn gleich zum Keuchen brachte. Es war amüsant zu sehen, wie er sich zierte und gleichzeitig überlegte und dabei damit versuchte klar zu kommen, dass ich ihn immer intensiver berührte und massierte. „Keine Idee mehr, Sweetheart?“, fragte ich grinsend nach und fuhr seine Länge mit den Fingern nach. Ich drückte ihm einen Kuss auf die Wange, während er überlegte und immer lauter keuchte.

Da äußerte er noch eine Überlegung. „Dass du mich richtig rannehmen willst?“

„Falsch“, flüsterte ich erneut und nahm die nötigen Utensilien von meinem Tisch, er würde noch draufkommen und noch einmal würde ich mir unseren Spaß nicht entgehen lassen. Es funktionierte ja auch. Danny war erregt, ich auch und ich hatte Sehnsucht danach, ihn endlich ausführlich nehmen zu können… ohne Ängste und ohne Stress… vollkommen befreit. Wir würden das alles schaffen, das wusste ich.

Während Danny noch überlegte, brachte ich ihn in Position, ich hob seine Beine an und begann bereits damit, das Gleitgel an seinem Eingang zu verteilen, während er so vor mir lag. Dass sein Körper und er das wollten, das war mehr als offensichtlich. Die Überlegungen lenkten ihn etwas ab, aber sie machten ihn auf gewisse Art und Weise nur noch neugieriger. Er war verzweifelt, weil er nicht auf die Antwort kam und er hatte sichtbar Sehnsucht nach mir. So wie ich sie auch nach ihm hatte…

„Willst du noch einen Tipp, Sweetheart?“, meinte ich provozierend und beugte mich wieder mehr zu ihm vor. Meine Hände fuhren über seinen Hintern und streichelten ihn, während ich ihn genau im Auge behielt. Er war natürlich noch trotzig, aber ich wollte ja genauso wie er, dass das hier zu Erfolg führte. „Ich habe doch gesagt… lieb und nett…“, flüsterte ich ihm zu. „Woran denke ich dann jetzt wohl gerade? Und noch ein Tipp… Ich denke… verdammt oft daran…“ Liebevoll lächelte ich ihn an. Das waren ja wohl hoffentlich langsam genug Hinweise…

Man konnte es deutlich sehen, wie er langsam verstand und dann auf seine eigene Art und Weise antwortete: „Du bist ein Blödmann…“

„Da denke ich gerade auch nicht dran“, scherzte ich und bewegte seinen Hintern mehr an mich heran.

„Ich liebe dich auch“, erwiderte er meine stille Überlegung dann bald. Er hatte es also wirklich verstanden. Und mir gefiel dieser Moment, mir gefiel es, dass wir so nah waren und dass wir selbst die Rückschläge wegsteckten. Genauso wie es sein sollte.

Aber in diesem Moment war es auch wunderbar, Danny auf andere Art und Weise wieder näher zu kommen. Ich zog ihn etwas zu mir, ich küsste ihn und dieses Mal tat ich es sehr viel intensiver. Ich fuhr mit der Zunge durch seinen Mundraum und nahm mir Zeit, jeden Zentimeter zu erkunden, bevor ich schließlich in ihn eindringen konnte. Darauf hatten wir beide sicherlich schon einige Zeit lang gewartet. Jetzt war es endlich wieder so weit und es war wunderbar.

Wir passten einfach zusammen und ich wollte jeden dieser Momente genießen und auskosten. Dieses Schäferstündchen war anders gelaufen, als gedacht, aber am Ende hatten wir es alles bekommen und ich hatte jede Gelegenheit, mich in Danny ein wenig auszutoben und ihm noch ein viel lauteres Stöhnen zu entlocken. So wie es sich in dieser Hinsicht schließlich gehörte.




Kapitel 86x: Von Frost zu Tau

„Seid ihr euch wirklich sicher, dass das in Ordnung ist?“, warf Quentin unsicher ein.

„Warum bist du überhaupt hier?“, fragte Rachel direkt zurück.

Er zuckte leicht zusammen. Wahrscheinlich, weil er auch genau wusste, dass sie wohl irgendwo recht hatte. Ich hatte es ihm mehrfach gesagt, dass er nicht dabei sein müsste, um sich das anzuschauen oder uns zu helfen. Das wäre für ihn wahrscheinlich auch besser gewesen, aber es war immerhin auch so, dass er helfen wollte. Das musste mit uns schon nicht leicht für jemanden mit einem Gewissen sein. Aber ich wollte nicht darüber nachdenken. Rachel und ich hatten einen Plan gemacht, ich war schon unsicher genug gewesen. Mir war bewusst, dass das sicherlich nicht die richtige Art und Weise war, seine Probleme zu lösen, aber das war anders. Wir waren so aufgewachsen, wir wussten, dass das hier die Möglichkeit für uns war und wir waren dazu erzogen worden. Es war beinahe unser Recht.

Ich legte den Kopf schief und sah Quentin an. „Ich habe es dir doch schon erklärt. Manchen Leuten muss man eine Lektion erteilen. Ich würde nicht sagen, dass es per se verboten ist, aber es ist sicherlich eine moralische Grauzone.“

Rachel warf nur ihr Haar zurück. „Das nächste Mal wird sie drüber nachdenken, ob sie Fotos von mir in Unterwäsche in der Umkleide macht und sie unter den Jungen der Schule verteilt.“

Quentin verzog erneut das Gesicht, aber dieses Mal sah es schon etwas anders aus. Vielleicht war das auch der Grund, dass er uns geholfen hatte. Er fand es zwar nicht gut, dass wir uns Rächen wollten, gleichzeitig konnte er aber auch sehen, was Rachels Konkurrentin ihr angetan hatte und das fand er natürlich auch unter keinen Umständen gut. Selbst wenn man sagen musste, dass es Rachel nicht sonderlich schlecht mit diesem „Streich“ ging. Es kümmerte sie ohnehin nicht und sie sah ja auch nicht sonderlich schlecht auf den Fotos aus. Wenn man es so sah, hatte es ihr sicherlich einige Vorteile bei den Jungen unserer Schule gebracht, dennoch war es natürlich nichts, was sie so stehen lassen konnte und genau deshalb wollte sie ihrer Feindin etwas antun, etwas Schlimmeres, und diesen Streit ein für alle Male beenden. So sah es aus.

„Ich weiß immer noch nicht so richtig, warum ihr nicht einfach Scott Bescheid gegeben habt…“, murmelte Quentin dann nach einiger Zeit und verzog das Gesicht.

Es war in der Tat schwer zu erklären, warum Rachel das nun einmal selbst hatte klären wollen. Denn wenn Scott davon erfahren hätte, was man da seiner Tochter angetan hatte, dann wäre die Schuldige sicherlich unter keinen Umständen leicht davongekommen. Aber jetzt würde sie das auch nicht. Es fühlte sich wohl auch einfach besser an zu wissen, dass man selbst dafür verantwortlich war, dass man das selbst getan hatte.

Rachel verdrehte die Augen. „Das ist meine Sache, da muss Daddy sich nicht einmischen. Das ist zwischen mir und ihr… und euch sozusagen.“ Sie zwinkerte Quentin zu und umarmte mich noch einmal. Es war irgendwo sicherlich beängstigend, wie sehr sie sich über die gesamte Sache freute. Sie war glücklich, dass wir das gerade taten, sie war glücklich, dass sie sich rächen konnte und wahrscheinlich machte sie auch nichts glücklicher, als dass es ihrer Konkurrentin schlecht ergehen würde.

Es war ein alberner Plan. Unsere Eltern würden sicherlich davon hören und auch wenn man uns nichts nachweisen könnte, dann würden sie ihre Vermutungen haben und ich konnte meinen Vater schon jetzt schimpfen hören. Nicht unbedingt weil wir das getan hatten, sondern weil es eine so alberne Aktion war, aber so war das eben. Es musste passend sein, es musste in gewisser Art und Weise irgendwie wehtun und es müsste Wirkung zeigen. All das war hier erfüllt. Es war kindisch, aber wir waren immerhin auch noch Kinder – in gewisser Weise. Und seine Rachepläne musste man auf die Situation anpassen, das waren keine klassischen Muster, man musste sehen, was am effektivsten war.

Ich hatte Rachel den Vorschlag gemacht und sie war begeistert gewesen. Quentin war skeptisch gewesen, aber er hatte auch helfen wollen, er hatte immerhin nicht gewollt, dass es Rachel schlecht ging und die Sache nicht auf ihre Art zu klären bedeutete, dass es Rachel schlecht ging. Deshalb hatte er uns geholfen und den Plan mit umgesetzt.

Jetzt warteten wir nur noch auf das Ergebnis. Der beste Teil. Nachdem mal alles gemacht hatte, konnte man sich zurücklehnen und sehen, wie alles seinen Lauf nahm und man Erfolg hatte. Wenn man denn alles richtig gemacht hatte. Aber warum sollten wir das auch nicht haben?

Die Stunde endete.

„Bist du dir sicher, dass du das richtig gemacht hast?“, wisperte Rachel, während unser Lehrer die Hausaufgaben an die Tafel schrieb und jeder seine Sachen zusammenpackte.

Quentin verzog ein weiteres Mal das Gesicht, aber er nickte. „Wenn ich euch schon helfe… dann auch richtig“, murmelte er. Es war ihm nicht recht, aber es war schon gut gewesen, dass er das gemacht hatte. Es war auch nicht in Worte zu fassen, was er für ein guter Freund war.

Von dem Ende der Stunde dauerte es auch nicht mehr lange, bis der Plan aufging. Als Rachels besondere Freundin aufstand und die Nähte ihrer Handtasche rissen, nur um all das dort zu verteilen, was wir am Boden der Tasche vorher versteckt hatten: Massen an verschiedenem Sexspielzeug. Als das mitten in der Klasse passierte, war die Reaktion vorhersehbar…

Quentin sah wieder zu uns. „Sagt mir nochmal, warum das jetzt keinen Krieg auslösen sollte?“

Rachel kicherte und sah zu mir. „Dein Plan, erklär‘ es ihm.“

Ich grinste etwas. „Kennst du ihre Eltern? Streng katholisch, das hier wird gemeldet und wenn sie das erfahren, tja… dann heißt es Kirchenschule und damit auf Wiedersehen zu uns. Keine Chance, dass sie sich rächen kann, sie ist bald weit weg…“ Genau deshalb war der Plan ja so gut, sie könnte nichts mehr machen, wir hatten gesiegt.
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