Geschichte: Freie Arbeiten / Prosa / Erotik / Wie Eis

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Wie Eis

von KirjaKei
Kurzbeschreibung
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
03.06.2020
30.03.2022
114
562.601
96
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
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30.03.2022 3.359
 

Kapitel 114x: Kühl wie Eis

„Also? Du willst all das wirklich?“ Rachel warf mir einen ernsten und leicht fragenden Blick zu.

Ich seufzte, aber ich lächelte sie an. Dann nickte ich etwas. „Ja, ich will das wirklich. Ich weiß, dass das schwer zu glauben ist, aber ich sehe das als Option, ich will darauf hinarbeiten.“

„Quentin würde sagen, dass man darauf nicht hinarbeiten kann“, warf meine Freundin dann ein.

Ich nickte. „Und er hätte recht, aber ich will dennoch mein Bestes dazu tun. Ich… will einfach offen sein. Ich wollte schon immer offen sein, aber… ich glaube wirklich, dass ich das falsch angegangen bin. Ich habe mich von den Schäfchen und all dem… viel zu sehr ablenken lassen. Das war wirklich albern. Es fühlt sich an… als hätte ich da einen merkwürdigen Kampf geführt, obwohl ich eigentlich gar keinen Gegner hatte. Ich habe das getan, um meinen Vater zu ärgern, um mir etwas zu beweisen, um sie vorzuführen, aber am Ende hat es mir nicht wirklich etwas gebracht und genau deshalb… endet das jetzt. Ich bin bereit für etwas Ernstes, ich bin bereit für… den Rest meines Lebens. Und das ist genau das, was ich will. Das und nichts anderes.“

Rachel lächelte. „Mensch, ich fand Jordan ja auch grausig, aber er war offenbar noch schlimmer als gedacht, wenn du so was sagst!“

„Das liegt nicht nur an ihm…“, meinte ich dann. „Aber er ist schon auch ein Grund, warum ich das mit den Schäfchen beenden will. Es bringt mir nichts und es kostet mich Zeit. Das muss aufhören.“

Meine beste Freundin legte den Kopf an meine Schulter. „Ich würde ja davon schwärmen, wie erwachsen und vernünftig du klingst, aber eigentlich hast du solche Dinge ja schon immer gesagt.“

Ich grinste. Das mochte stimmen.

„Aber ich bin irgendwo auch froh… Wird sehr viel langweiliger, aber du verdienst glücklich zu werden und ich weiß, dass du das vorhast und dass es das ist, was du willst. Ich verstehe das nicht, aber ich muss nicht alles verstehen. Diesen Kram mit Planung für die Zukunft, Heiraten… Ich finde es komisch, aber ich weiß, dass du es willst und nicht erst seit gestern und ich hoffe inständig für dich, dass es alles so wird, wie du das möchtest.“

„Danke…“, murmelte ich zurück und schloss die Augen. Ja, ich wünschte mir das, ich hatte dieses Ziel. Mit den Jahren hatte ich gemerkt, dass es nicht leicht war, auf dieses Ziel hinzuarbeiten, aber ich musste dennoch etwas machen, das war vollkommen klar. Ich musste offen für das Thema sein, ich konnte mich nicht ablenken oder blockieren lassen oder in so alberne Sachen verstricken lassen.

Damit war jetzt Schluss. Schließlich wollte ich glücklich werden und so würde ich eben nicht glücklich werden. Jeder konnte das sehen, da war ich mir vollkommen sicher.

Es war ja auch sicher kein Geheimnis, es musste leicht zu sehen sein. Ich hatte aus mehreren Gründen diesen Weg eingeschlagen, aber es war einfach der falsche… Jetzt wollte ich das angehen. Das war der Schlussstrich. Ich war bereit für Zukunft, ich war bereit für etwas Ernstes… Das war vollkommen klar. Jetzt musste ich es nur noch finden. Oder es mich…




Kapitel 114: Kühl wie Eis

Und mit einem Mal waren wir mitten im Leben angekommen. Vielleicht mochte das dramatisch oder gar final klingen, aber eigentlich hatte ich genau das alles schon immer gewusst. Ich hatte genau das gewollt und ich hatte es in Danny gefunden.

Das alles mehr oder weniger zufällig. So hatte es wohl sein müssen. Am Ende war es logisch, dass ich nur dann jemanden finden würde, der eben kein Schäfchen war, wenn diese Person mich gar nicht kannte und mich vielleicht vorher auch gar nicht wollte. Das war anders gewesen, das war aufregend gewesen, aber schon da hatte ich ganz unterbewusst gewusst, dass Danny ganz anders war… Er war anders als jeder andere Mann und genau deshalb war er perfekt, deshalb hatte ich ihn gewollt. Daher hatte ich gewusst, dass er an meine Seite gehörte und dass ich niemals jemand anderen wie ihn finden würde.

Natürlich hatte ich das nicht sofort gewusst, ich hatte es nach und nach gelernt, aber es war mir klar gewesen, wie besonders Danny war, auch wenn er das selbst oft gar nicht mehr sah, wie perfekt er für mich war.

Aber inzwischen war das alles anders. Wir beide wussten ganz genau, wie geschaffen wir füreinander waren und wir beide wollten genau das. Das war unser Leben.

Und selbst wenn sich das änderte, dann waren wir doch bereit uns auf all das einzustellen und gemeinsam alles durchzustehen. Ich wusste das einfach. Ich hielt es nicht einmal für naiv, ich hatte die Statistik auf meiner Seite und ich wusste ganz genau, was ich wollte und wie ich es schaffen würde. Das hatte ich schon immer gewollt. Es erforderte Arbeit, aber ich war bereit dafür, all diese Arbeit auch umzusetzen. Natürlich war ich das. Für Danny würde ich alles tun.

Ja, ich war ein wenig verrückt nach ihm, ich war absolut verliebt in ihn und ich wusste, dass er meine Zukunft war. Da war ich mir absolut sicher. Genau deshalb hatte ich auch schon längst beschlossen, dass wir heiraten müssten. Nicht jetzt und nicht zu bald, aber ich wollte ihn dennoch fragen. Das war mir klar. In jedem einzelnen Moment, den ich mit ihm erlebte, wurde es mir klarer. In den einfachen Momenten, in denen ich wusste, wie perfekt wir zusammen waren, wie gut es sich anfühlte, einfach nur bei ihm zu sein. Man musste nicht sofort heiraten, aber ich wollte das offiziell machen. Ich war mir dem sicher, ich war glücklich damit, mehr brauchte es nicht.

Außer Dannys Zustimmung, aber genau die würde ich ja dann erfragen.

Dennoch war jeder Tag nach meinem Abschluss für mich schon Zeichen genug gewesen. Wir schafften es. Es war einiges an Umstellung, es war anders, aber das war eben so. Wir hatten es ja auch schon gewusst.

Ab jetzt fuhren wir nicht mehr gemeinsam zur Universität. Ich hatte ja einen anderen Weg und meine Zeiten überschnitten sich ganz anders mit Danny. Das machte aber auch nicht viel. Meinen Freund kümmerte es nicht viel und er konzentrierte sich auf sein Studium. Er hatte seine Arbeitsstunden etwas runtergefahren, aber das war auch nur logisch, immerhin wollte er ja auch fertig werden und wir hatten mit meinem neuen Gehalt auch noch sehr viel mehr Geld, obwohl das schon vorher natürlich nie überhaupt auch nur im Ansatz ein Problem gewesen war. Er wollte weiterarbeiten, aber er machte weniger Stunden, damit wir unsere Zeiten besser aufeinander abstimmen konnten. Das gehörte ja auch irgendwo dazu.

Ich hatte nun andere, aber dafür feste Arbeitszeiten, mit denen man eigentlich ganz gut planen konnte. So machten wir das auch. Mit Essen, Gesprächen und unseren anderen Terminen planten wir all das so, dass wir noch genug Zeit hatten und uns an unseren eigenen Traditionen festhalten konnten. Es war wunderbar, es war wie es sein sollte. Ich kümmerte mich um die Termine und Danny warf etwas ein, wenn er etwas dagegen hatte und so machten wir es dann.

Ich war glücklich, ich war in der Firma an dem Punkt, ich war mit Danny überglücklich und plante unsere Zukunft. Wir bekamen unser Leben auf die Reihe, ob es der Alltag war oder ob es besondere Momente waren.

Wir feierten Dannys Geburtstag in kleinerer Runde, weil er sich das so wünschte, so wie er das haben wollte und natürlich kam ich jedem seiner Wünsche nach. Wir machten all das. Wir verbrachten auch unseren Kennlerntag gemeinsam und blickten gemeinsam in die Zukunft.

Wir waren einfach angekommen, so wie wir es waren. Und es war wunderbar zu sehen, wie glücklich Danny auch damit war. Es war natürlich auf der anderen Seite auch ein wenig merkwürdig, das so zu betrachten, und dabei zu sehen, wie viel Danny auch eigentlich noch so für mich machte, wie beispielsweise einkaufen oder kochen, aber er wirkte dabei glücklich und es machte mich unglaublich glücklich.

Genauso wie er hin und wieder in meinen Mittagspausen bei mir in der Nähe der Firma vorbeischaute, wenn es zeitlich passte.

Das war eine neue Tradition geworden, da ich sonst ja eher bis zum Abend arbeitete. So konnten wir uns zwischendrin noch einmal sehen, wenn er zu dem Zeitpunkt auch gerade nichts mit der Universität oder der Arbeit zu tun hatte. Es war einfach eine gute Möglichkeit und dazu musste man noch sagen, dass alles zusammenzubekommen, auch wenn wir ja in den ersten Wochen nicht so viel zu tun hatten, außer uns selbst…

Mein Freundeskreis war sehr beschäftigt, entweder damit, durch die Welt zu reisen oder sich in den neuen Berufen einzugewöhnen. Ich konnte das verstehen, wir trafen uns erst einmal nicht mehr so regelmäßig, aber wir verständigten uns natürlich noch. Irgendwann müsste man ja wieder zu der gewohnten Tradition zurückkehren, aber zu beginn war es alles noch neu und anders, das konnte man verstehen.

Es war bei mir und Danny ja nicht anders gewesen, wir hatten uns nur sehr viel schneller eingewöhnen können und bekamen das wirklich hervorragend hin. Es war wundervoll.


Meistens trafen wir uns in einem Café in der Nähe der Firma zum Kaffee trinken. Hin und wieder legten wir dort in der Nähe auch ein Mittagessen ein, besonders wenn Danny mehr zu tun hatte, damit er später nicht groß kochen musste, aber die meiste Zeit brauchte es eher nur eine Kleinigkeit, beziehungsweise einen Kaffee.

Auch der war mir letzten Endes gar nicht so wichtig. Der Kaffee im Büro war genaugenommen sogar besser als das, was das Café hier servierte, aber darum ging es mir nicht. Mir ging es darum, mit Danny Zeit zu verbringen und wenn es auch noch so kurz und knapp war, ich genoss diese Momente.

Darum ging es mir einfach.

Und genau deshalb hatte ich mir schon überlegt, dass es genau so ein Moment sein müsste, wenn ich ihm die Frage stellte.

Danny hatte sich an Luxus gewöhnt, ob es hochwertige Lebensmittel oder Wein waren, Kleidung und Materialien für seine Malerei, er wusste schon, dass es auch schön war, das zu haben und das zu nutzen. Aber er wollte dennoch damit nicht übertreiben. Wenn wir essen gingen, dann mussten es nicht immer noble Läden sein, es musste nicht immer die höchste Preisklasse sein und er war auch mal zufrieden, wenn wir nur zuhause waren und redeten, wenn wir nicht den Luxus genossen und uns mehr oder weniger nur auf uns konzentrierten. Das machte ihn glücklich. Und mich auch so.

Es durfte einfach sein, da fühlte sich Danny doch immer auch noch etwas wohler. SO sehr im Mittelpunkt zu stehen und sich all den Prunk anzusehen, das konnte er ertragen, aber er brauchte es einfach nicht. Das war mir klar und genau deshalb hatte ich in meiner Planung davon abgesehen, ihn bei einem schicken Abendessen zu fragen. Das wäre nicht Dannys Stil und hier ging es nun schließlich nur um ihn.

Außerdem passte der Kaffee doch noch viel besser zu uns. Damit hatten wir uns immerhin kennengelernt. Es war ja wohl offensichtlich. Für mich zumindest, ob es für Danny so klar war, das würde ich dann ja sehen.

Ich hatte den Ring schon länger bei mir. Ich hatte den Tag nicht festgeplant, das wollte ich spontan entscheiden, so war eine mögliche Überraschung größer.

Immerhin hatte ich ja auch keine Eile damit, es lief nicht weg. Wir trafen uns jede Woche öfter mal, meistens in dem Kaffee. Da würde sich irgendwann eine Gelegenheit ergeben, das wusste ich, ich vertraute meinem Gefühl, wie ich ihm bei dem gesamten Thema schon vertraute. Danny war der richtige, jetzt brauchte ich nur den richtigen Moment, und ich war immer darauf vorbereitet.

Ich hatte das schon sehr gut durchgeplant. Ich hatte alles bedacht, ich wollte einfach nur den Moment abpassen und ich hatte ein paar Ansprüche, immerhin war jeder dieser Momente mit Danny schön. Ich konnte das gut genießen, ich trank Kaffee, Danny aß meistens Kuchen und wir redeten über den Tag oder alles Mögliche.

So viel anders war dieser Tag, an dem ich den Entschluss festsetzte eigentlich nicht gewesen. Er war normal gewesen. Aber ich genoss es dennoch. Und genau das war der Moment, in dem es mir wirklich vollkommen klar war, was ich tun sollte, was ich machen sollte und wie. Das war der Moment, ein normaler Moment, der dennoch so deutlich zeigte, wie gut wir zusammen waren. Und wie sehr ich ihn liebte.

Ich blickte auf meine Uhr. Immerhin brauchte ich ja eine Geschichte. „Ich glaube, ich muss mich gleich auf den Weg machen. Mein Vater wollte mir einen wichtigen Kunden vorstellen, da sollte ich ein wenig früher wieder in der Firma sein, ist das in Ordnung für dich, Sweetheart?“, fragte ich noch einmal vollkommen ruhig und so wie immer, ich ließ mir nichts anmerken.

Danny lächelte mich an. Genauso wie sonst auch. „Klar… Hast du Wünsche für das Abendessen? Meine Vorlesung gleich fällt aus, ich wollte noch einkaufen gehen.“

Ich hatte da Vorstellungen, aber alle würde vorweggeben was ich eigentlich vorhatte und außerdem kam es am Ende doch auch nicht darauf an. „Überrasch mich“, sagte ich dann immer noch ruhig. Ich vertraute Danny da vollkommen und das tat ich nicht bei vielen, aber mein Partner verstand mich und er bekam das alles absolut wunderbar hin.

„Ich gebe mir Mühe“, warf er zurück und lächelte noch etwas breiter. „Ich… geh‘ aber auch noch mal eben auf die Toilette, der Weg mit der Bahn ist noch ein Stück und mit Zwischenhalt im Supermarkt…“, kündigte er dann an und stand auf.

Ich nickte. Ich war darauf vorbereitet. Einfach nur, weil Danny das immer tat. Der Weg zur Uni war nicht kurz und wenn man die Möglichkeit hatte, dann nutzte er sie auch. Das war mir klar. Und es passte perfekt in meinen Plan. „Ich zahle schon einmal“, erklärte ich daraufhin und sah ihm nach.

Nur zur Sicherheit tat ich auch schon genau das, aber ich wartete an unserem Tisch noch auf ihn. Zwar schon im Stehen, aber ich wartete auf Danny an dem Tisch, das war der Ort, den ich mir auserkoren hatte. Das war der Plan.

Mein Freund schien etwas zu ahnen, als er wiederkam, zumindest war er verwirrt, dass ich noch nicht draußen stand so wie sonst immer. Etwas musste eben anders sein.

„Hast du noch was vergessen?“, fragte er gleich nach. „Oder wollen wir los?“

„Ja, eine Sache noch, dann können wir los…“, sagte ich lächelnd und sah, wie es in seinem Kopf zu arbeiten begann. Das verwirrte ihn selbstverständlich, denn so etwas war nicht mein Stil. Ich kannte Danny, ich konnte es in seinem Gesicht sehen.

Aber ich wollte ihn auch nicht zu lange schmoren lassen. Ich grinste etwas, dann ging ich runter auf ein Knie und holte die Schachtel aus meinem Jackett. Natürlich war es meinem Freund dann auch schon klar. „Bryce…“, murmelte er und starrte mich erschrocken an.

„Sweetheart, ich sehe an deinem Blick schon, dass du genau weißt, was jetzt kommt. Und ich glaube, du hast auch sonst vielleicht schon damit gerechnet. So viele Worte braucht es vielleicht gar nicht…“, begann ich grinsend und blickte zu ihm hoch. Eine ungewöhnliche Position, aber das kümmerte mich überhaupt nicht, wie all die anderen Dinge, die mich an Dannys Seite nicht kümmerten. Ich war einfach glücklich. Ehrlich gesagt können Worte auch nicht ausdrücken, wie perfekt du für mich bist und wie sehr ich dich liebe. Wie sehr ich genau das, was wir haben und noch viel mehr für den Rest meines Lebens will. Ich weiß, es ist früh, aber ich will mich jetzt festlegen und ich möchte jeden weiteren Moment meines Lebens mit dir verbringen. Was sagst du? Geht es dir auch so?“

Natürlich dauerte es einen Moment, bis Danny antwortete. Es wäre auch unpassend gewesen, wenn er mich jetzt nicht noch einmal ein wenig hätte warten lassen. Außerdem war das sicherlich so einiges, über das man jetzt noch einmal nachdenken musste. Wirklich damit gerechnet hatte er dann jetzt wohl doch noch nicht. Mein Plan hatte also funktioniert…

Und jetzt stand er da und starrte mich noch immer erstaunt an. Er hatte Tränen in den Augen und zitterte leicht, er sah mich immer wieder fassungslos an und rang um seine Worte, aber dann antwortete er endlich: „Ja…“, hauchte ich, „ja, ja… natürlich will ich das auch!“

Ich steckte ihm den Ring an den Finger, er betrachtete ihn und es dauerte einen Moment, bis er sich gefangen hatte und vernünftig wieder mit mir reden konnte. Wir saßen dann wieder an dem Tisch und ich hatte erneut Getränke bestellt, immerhin war das Thema ja noch nicht abgehakt, auch wenn ich die erhoffte Antwort bekommen hatte.

Es hatte Danny mitgenommen, er war noch immer so aufgeregt und da gab es sicherlich noch ein paar Dinge, die ihm gerade jetzt auf dem Herzen lagen. Nachvollziehbar.

Wir saßen da und er betrachtete den Ring. Eine ganze Zeit lang. Ich hatte dafür gesorgt, dass er nicht zu auffällig war, aber natürlich war er dennoch einiges wert. Natürlich war er das. Das war mir wichtig gewesen. Aber für Danny sollte er dennoch nicht so viel Aufsehen erregen, das war mir wichtig, das wäre ihm auch wichtig. Er schien begeistert zu sein und dabei schien er es gleichzeitig gar nicht so zu glauben. Es brauchte einen Moment.

Aber das war für mich nicht schlimm. Ich war einfach nur glücklich. Ich sah ihn an und war einfach glücklich mit alle dem, mit ihm und mit allem weiteren.

Nach einiger Zeit fand er seine Stimme wieder: „Hast du das so geplant?“

Ich musste grinsen. „Na ja, ich hatte schon den Gedanken, dass es mit Kaffee anfangen und enden müsste, aber… ganz durchgeplant hatte ich das nicht.“ Meine Antwort war damit natürlich einfach nur klar. Es war so, ich war ehrlich und genau das war ja wohl eigentlich auch das schöne. Ich musste Danny nicht anflunkern oder so etwas, es war einfach so passend. „Ich habe den Ring schon seit einigen Tagen dabei, ich wollte nur auf den perfekten Moment warten und ich dachte… sobald der da ist, muss ich vorbereitet sein, aber an sich wollte ich etwas spontaner sein. Ich dachte, dann treffe ich den perfekten Moment besser für dich.“

„Du… bist so verrückt“, murmelte er vor sich hin und grinste dabei genauso sehr.

„Verrückt nach dir“, kommentierte ich das locker. Das hatte er jetzt verdient.

Viel redete Danny allerdings aber gar nicht mehr dagegen. Vielleich hatte der Moment ihn auch einfach zu sehr verzaubert. „Aber ja… das… hast du gut gemacht.“

„Ich weiß.“  Ich nickte noch einmal und lächelte ihn an. Und er lächelte mich an.

Und damit war es dann geschehen. Wir waren verlobt. Wir arbeiteten wirklich auf die Zukunft hin. Ganz gleich, wie lange es noch dauern würde, es war einfach wunderbar. Ich freute mich auf jeden Moment davon, ich freute mich auf Danny und auf alles, was noch vor uns lag. Ich wusste, dass da noch sicher einiges vor uns lag, an Arbeit, an Weg, aber wir würden den gemeinsam beschreiten und damit war alles gut. Es war alles wunderbar.

Denn ich wollte eine Zukunft mit Danny, genau so. Und ich freute mich auf jeden einzelnen, wunderbaren Moment mit diesem chaotischen, warmherzigen Menschen…

Mit dem Mann, den ich über alles liebte.  




Ich wiederhole mich hier an dieser Stelle einmal, aber... das trifft eben auf beide Geschichten irgendwo zu :)
Diese Geschichte findet hier dann tatsächlich ein Ende...
Vielen Dank für alle, die dabei waren, für all die Rückmeldung auf jede Art, ich freue mich unglaublich, dass die Geschichte so gut angekommen ist! Das ist etwas, mit dem ich so nie gerechnet hätte :)
Aber es muss mal zu einem Ende kommen und hier fand ich einen guten Punkt an dem man sehen kann, was alles passiert ist und wo sie hingekommen sind ^^
Ich plante tatsächlich eine Fortsetzung, um bei den beiden zu zeigen, wie das in der Zukunft alles weitergeht, aber das wird noch eine Weile dauern! Es kommt aber, sollte sich hier jemand dafür interessieren :D
Zudem wird es natürlich weitere Geschichten geben, vielleicht auch gleich schon nächste Woche mit einer oder zwei ganz neuen Geschichten... vielleicht mache ich aber auch mal eine Woche Pause, das wird sich zeigen!
Vielen Dank noch einmal, liebe Grüße!
Kei
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