Geschichte: Freie Arbeiten / Prosa / Erotik / Wie Eis

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Wie Eis

von KirjaKei
Kurzbeschreibung
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
03.06.2020
30.03.2022
114
562.601
96
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
3 Reviews
 
23.03.2022 3.793
 
Kapitel 113: Verschmolzen

„Was für ein aufregender Tag, nicht wahr?“, fragte ich mit einem breiten Grinsen, als ich nach all der Zeit auf der Feier endlich mit Danny am Bürgersteig stand und auf unser Taxi wartete, damit wir nach Hause fahren konnten.

Natürlich konnte mein Freund das auf diese Art und Weise nicht unkommentiert lassen. „Sag du es mir, du hast mit gefühlt 100 Leuten gesprochen, ich stand die ganze Zeit nur am Rand und habe Champagner runtergekippt.“

Ich gab ihm einen Kuss. „Du solltest dich dran gewöhnen, Sweetheart, so könnten Partys öfter mal laufen, wenn wir noch länger zusammen sind. Das ist deine Zukunft.“

Aber Danny war offensichtlich noch nicht fertig. „Oh ja, stimmt, ab morgen bist du ja der große Geschäftsmann“, meinte er frech und streckte mir die Zunge raus.

Ich hatte den Arm schon um ihn gelegt, jetzt drückte ich ihn enger an mich. „Ich war schon immer ein großer Geschäftsmann“, flüsterte ich nach einem weiteren Kuss.

„Oh, sorry…“, wisperte er und schlug ein paar Mal die Augen auf. Er konnte das gut. Diese gespielte Unschuld nachdem er wieder etwas so unglaublich Freches gesagt hatte. Das passte zu ihm. Es war schon irgendwie niedlich, er wollte etwas dazu sagen, er wollte das kommentieren und er wollte mich reizen. Natürlich wollte er das und in solchen Fällen war das ja auch nicht schlimm, es war witzig, wir wussten, dass es nicht ernst war und es war ein langer und auch anstrengender Tag gewesen. Das war klar. Für Danny war es sicherlich langweilig gewesen, aber er hatte das ohne Klagen durchgestanden und ich war sehr glücklich damit.

Ich grinste noch einmal und winkte dann das Taxi heran, das angefahren kam.

Es dauerte nicht länger, kurze Zeit später saßen wir schon in dem Wagen, den ich ja auch gerufen hatte, damit wir gut heimkamen.

Nach einem Moment der Ruhe beugte ich mich wieder zu ihm vor, um noch etwas weiter zu spielen, immerhin hatte Danny ja so charmant damit angefangen: „Aber du hast Recht, ich habe mich den Abend viel zu wenig um dich gekümmert.“

Das verfehlte seine Wirkung definitiv nicht. Danny wurde rot und begann ein wenig verlegen vor sich hin zu murmeln: „Ach, du weißt doch, was ich damit meine… ich bin stolz auf dich, da gehört das hier dazu, und ich weiß schon, worauf ich mich mit dir einlasse, ich halt das aus.“

„Gut…“, hauchte ich ihm daraufhin entgegen. „Ich denke dennoch, dass ich das für heute nachholen sollte und mich gleich zuhause gründlich um dich kümmern sollte.“

Natürlich wurde Danny dabei verlegen, ich kannte das ja schon von ihm. Ganz gleich wie sehr er das mochte und sich daran gewöhnte, ein wenig Verlegenheit gehörte bei ihm einfach noch dazu. Aber genau das machte es ja auch wirklich einfach nur niedlich. Ich genoss den Anblick einfach sehr. Deshalb fand ich ihn ja so großartig und provozierte ihn auch gern. „Soso… da bin ich aber gespannt“, murmelte Danny etwas unsicher und versuchte sich damit etwas freizureden.

„Du kannst darauf vertrauen, Sweetheart“, versprach ich ihm gleich deutlich, einfach nur um zu sehen, wie er noch einmal nervös und voller Erwartung wurde. Genau das war schließlich der Plan gewesen und es war nach diesem Abend irgendwo sicherlich auch ganz gut, wenn wir uns etwas austoben konnten, denn für Danny war der Tag bisher wohl eher nicht so spannend gewesen. Mir war klar, dass ich ihn nicht wirklich dafür entschädigen müsste, aber wir hatten es uns doch irgendwo verdient, nachdem wir all das so hinter uns gebracht hatten. Ich für meinen Teil freute mich einfach nur noch darauf, Zeit intensiv mit Danny zu verbringen.

„Ich vertraue dir immer“, nuschelte Danny dann mit einem Mal. Er war eindeutig noch verlegen, aber er ließ sich voll und ganz darauf ein. Genau das machte mich sehr glücklich.

Ich grinste noch und nickte leicht. Dann musste ich mir etwas einfallen lassen, damit wir die Zeit heute doch auch ganz nutzen. Das war nur richtig, immerhin hatten wir zwei in den letzten Tagen auch viel Stress gehabt, ich hatte viel zu tun gehabt und jetzt konnte man das doch wirklich noch einmal gut sein lassen. Mein Plan stand auf jeden Fall schon und es war gut, Danny an meiner Seite zu haben, das würde alles möglich werden.

So konnte es gut gehen.

Wir kamen an, ich zahlte das Taxi und wir machten uns auf den Weg in die Wohnung. Und gleich dort konnte man schon damit beginnen, den Plan umzusetzen. Im Flur zog ich Danny, kaum hatten wir Jacken und Schuhe abgelegt auch schon an mich heran und grinste etwas. „Hast du Wünsche, wie ich es dir besorgen soll, Sweetheart?“ Nur weil ich schon eine Idee hatte, hieß es ja nicht, dass ich ihn nicht fragen würde. Man konnte sich ja auch immer noch auf andere Sachen einstellen und Pläne ändern. Für Danny würde ich das immer tun.

Nach einem Moment des Überlegens schüttelte mein Freund allerdings sachte den Kopf und sah mich beinahe etwas scheu an. Er war schon extrem süß dabei, wie er voller Lust war und sich dennoch nicht ganz sicher war, wie genau er das ausdrücken sollte. Aber dafür hatte er ja mich.

„Nicht? Möchtest du das jetzt vollkommen mir überlassen? Glaubst du, dass das eine gute Idee ist?“, lachte ich kurz auf.

Das schien ihn noch einmal mehr aus der Reserve zu kitzeln. Danny begann leicht zu zittern und kaute sich auf der Unterlippe rum, aber er schien wirklich noch einmal zu überlegen und nickte etwas. „Vielleicht… mal wieder etwas härter… als die letzten Male… irgendwas… Gefährliches…“, das war noch keine konkrete Aussage, aber ja schon einmal etwas, mit dem man arbeiten konnte!

„Ach so ist das“, flüsterte ich, „du möchtest gefährlich leben, na das bekommen wir hin, Sweetheart…“ Ich wollte ihn noch etwas necken, aber ich konnte es auch schon deutlich in seinen Augen sehen, dass ich damit ja absolut recht hatte.

Und das war immerhin auch etwas Gutes. Ich wollte das ja genauso. Wir beide wollten das und wir passten einfach zusammen, wir hatten an den gleichen Dingen Spaß, wir verstanden uns und wir wollten all das gemeinsam erleben. Es war herrlich, es war genauso, wie es sein sollte. Und ich liebte Danny, nicht nur dafür, aber eben auch…

Wir wollten es mit ein wenig Aufregung. Danny mochte das nicht so klar zu sein, aber es war seine Veranlagung und es war absolut in Ordnung so, wir konnten damit arbeiten und es sollte schließlich genauso sein, dass wir beide genau das von unserem Sexualleben bekamen, was wir wollten und was wir brauchten.

Grinsend legte ich die Arme an seine Hüfte und schob ihn zum Schlafzimmer. Ich hatte keine Zeit zu verlieren. Zwar hatte ich es nicht vollständig eilig, wir musste nirgendwo mehr hin, wir hatten die ganze Nacht, aber man musste auch keine Zeit verschwenden, wir wollten es und wir konnten die Zeit viel eher fürs Spielen aufwenden, als uns viel länger noch mit unserer Kleidung beschäftigen.

Meine Hände fuhren gleich unter sein Shirt und streichelten über seine Haut. Es war wundervoll. Ich genoss es. Wir hatten einiges an Sex, aber dass man sich so ausführlich die Zeit nahm, das war immerhin nicht allzu oft der Fall…

Ich drückte ihn kurz an mich, küsste ihn intensiv und strich dabei mit den Händen über seinen Körper, um vorzubereiten, dass ich ihn ausziehen konnte. Schnell legte ich die Kleidungsstücke obenrum ab. Eins nach dem anderen. Ich konnte es nicht anders beschreiben, ich war immer noch gierig nach Danny, nach ihm, nach seiner Haut, nach allem an ihm… So war es einfach. Ganz gleich wie viele Partner ich schon gehabt hatte, wie viel Abwechslung, nichts davon vermisste ich mit Danny. Mit meinem Freund konnte ich so viel Aufregung haben wie ich wollte und ich brauchte niemanden sonst mehr.

Ich war verrückt nach ihm, so wie er war. Ich spürte seine weiche Haut unter meinen Fingern, lauschte seinem schnellen Atem und dem leichten Keuchen, ein wunderbares Geräusch. Und genauso sollte es sein. Ich war einfach nur glücklich mit dem Gefühl, bei Danny zu sein.

Ich schubste ihn sanft aufs Bett und legte mich über ihn, küsste ihn erneut und fuhr mit den Händen über seinen Körper. Und kam dann auch schnell dabei an, ihn untenrum zu entkleiden. Ich genoss es noch einmal, seinen Atem zu spüren, deutlich festzustellen, wie aufgeregt Danny schon war und wie er sich unter meinen Berührungen bewegte.

Dann stand ich aber schon auf und blickte einen Moment auf ihn herab. Es war so ein hervorragender Anblick. Einfach wundervoll. Aber nach dem schnellen Zusammenstoß konnten wir beide noch einmal schnell durchatmen und wir hatten ja auch noch mehr vor. Ich zumindest.

Mein Freund sah mich sehr aufgeregt an. Die Erwartung schien schon überzukochen. Ein mehr als nur guter Anblick. Ich musste etwas grinsen und wandte mich dann ab, um an den Kleiderschrank zu gehen, das war ein guter Zeitpunkt, um noch einmal etwas zu spielen und ein wenig etwas auszuprobieren, wenn der Moment da war, dann war er einfach da.

Als ich dann zurück ans Bett kam, ließ ich die Sachen erst einmal aufs Bett fallen und Danny sah schon neugierig aus. Aber bevor wir richtig spielen konnten, mussten wir auch noch einmal über ein paar Dinge sprechen. Sicherheit ging immer vor, ganz gleich, wie scharf ich in diesem Moment schon war. „Also, Sweetheart… bist du bereit, dich mir voll und ganz für den Moment auszuliefern?“

Mein Freund sah mich aus glänzenden Augen an, er war offensichtlich etwas durch den Wind und aufgeregt und in seinen Gedanken gefangen, aber gleichzeitig auch aufgeregt. Er nickte voller Aufregung.

Ich grinste, aber ich musste dennoch sichergehen, dass er alles auch richtig verstand, damit wir das sicher durchgehen konnten. „Gut… trotzdem… Du erinnerst dich noch daran, dass wir mal ein Saveword ausgemacht hatten, falls dir doch etwas zu viel wird?“

Dieses Mal nickte Danny sofort, er hörte mir also gut zu. Das war schon mal beruhigend.

Ich lächelte etwas. „Sehr gut, jetzt müssen wir das allerdings ein bisschen anders machen.“

Natürlich verwunderte das meinen Freund, er schien mir noch einmal sehr viel aufmerksamer zuzuhören, was genau ich damit jetzt meinte.

Doch als ich nach einem der Gegenstände griff, wurde es ihm wohl schon etwas klarer. Ich war mir nicht vollkommen sicher, ob er sich bewusst war, was ein Gag war, das hatte ich vorher nicht genutzt und wir hatten da noch nicht drüber gesprochen, aber ich konnte es nun in seinem Blick sehen, dass er schon verstand. Also erklärte ich weiter: „Ich lasse deine Beine frei, die Arme will ich dir nämlich auch fesseln, wenn du willst, dass ich stoppe, dann klopfst du mit dem rechten Bein auf das Bett. Kriegst du das hin?“

Erneut nickte Danny und er tat es auch weiterhin, auch nachdem ich ihn ernst ansah und erkennen konnte, dass er sich der Wichtigkeit bewusst war, denn anders ging es nicht. Sicherheit war eben die oberste Priorität und hier war es ja schon etwas knifflig. Aber Danny würde es schon hinbekommen und ich würde dabei ganz besonders aufmerksam sein, das wusste ich. Dem war ich mir bewusst, aber das war auch vollkommen in Ordnung.

Ich ging vorsichtig vor. Als erstes Band ich seine Hände zusammen und fixierte sie über seinem Kopf am Bett und wartete einen Moment, dass er sich so an die Position gewöhnen konnte, bevor ich ihm schließlich sanft den Knebel in den Mund legte. Auch daran ließ ich ihn sich einen Moment lang gewöhnen. Dafür sollte man dann Ruhe aufwenden. Ganz gleich wie sehr ich diesen Anblick genoss.

Ich musste immerhin erst einmal wissen, ob das so wirklich für Danny in Ordnung war, aber er schien nichts daran auszusetzen zu haben. Er machte nicht auf sich aufmerksam, er sah mich viel eher weiterhin noch ganz gespannt an. Und er zitterte weiterhin vor Aufregung, mit diesem Ausdruck in den Augen und den kleinen Anflügen davon, mir seinen Körper entgegen zu schieben.

Es war einfach nur herrlich. Ich genoss das Bild wahnsinnig, wie er vor mir lag, leicht eingeschränkt und nur darauf wartete, dass ich jetzt über ihn herfiel, genau das hatte ich ja auch vor. Wir beide wollten das, ich konnte es in Dannys Augen sehen und das heizte mir noch einmal zusätzlich ein. Ich wollte ihn. Ich wollte ihn vollständig. Jeden Zentimeter von seinem Körper, die mir jetzt vollkommen freizugänglich waren… Es war ein berauschendes Gefühl und das auf mehreren Ebenen.

Auf der einen Seite, weil Danny mir so sehr gefiel, auf der anderen, weil ich so meine Macht noch einmal vollständig spüren und ausleben konnte.

Langsam begann ich damit, mich zu entkleiden, und behielt Danny dabei genau im Blick. Dabei konnte ich mir besonders gut Zeit lassen, weil ich genau wusste, dass der Anblick ebenso etwas mit Danny anstellte, wie der seinige mit mir. Es war ein passendes Spielchen, wenn man es sich so ansah. Aber er hing mit seinem Blick ebenso hungrig an mir, auch ohne dass er die Lippen bewegen konnte, konnte ich den Ausdruck deutlich erkennen. Er betrachtete meinen langsam entblößten Körper und wie sehr ihm die gesamte Situation auch sonst in Punkto Erregung zu setzte, war deutlich erkennbar.

Dannys Körper war auf ganz besondere Art und Weise heiß, das hatte ich schon sehr früh festgestellt, er war empfindlich und das auf eine gute Art und Weise. Er erlebte Dinge intensiv, vielleicht auch, weil er über manche Sachen zu viel und andere gar nicht nachdachte. Und selbst wenn er über Dinge nachdachte, dann wurden diese Gedankenströme von seinen Gefühlen beeinflusst und er nahm all das mit einer anderen Intensität war. Deshalb war es irgendwo dankbar, mit ihm zusammen zu sein, wenn man wusste, was ihm gefiel, war er sehr leicht in einen Rausch zu versetzen. Den gleichen, den ich auch gerade spürte, wenn ich ihn so ansah. Denn ein erregter Partner war genau das, was mich auch anmachte.

Nachdem ich mich entkleidet hatte, beugte ich mich wieder zu ihm runter. Ich legte die Lippen an seinen Hals und begann damit, ihn noch weiter zu verwöhnen und zu berühren. Allerdings hielt ich mich jetzt erst einmal nicht groß zurück. Das war unser Vorhaben und ich wollte ihn wirklich, langsam musste man das rauslassen und umsetzen. Und ich musste ohnehin testen, wie weit und wie Danny mit all dem umgehen würde.

Immerhin war das nun ein neueres Gefühl, auch wenn es nicht ungewöhnlich war. Wir wussten ja beide, worauf wir standen und wie wir uns damit fühlten. Ich wollte das nutzen, ich wollte all das ausnutzen und natürlich wollte ich, dass wir beide das voll und ganz genießen konnten. So sollte es sein. Mich turnte es unglaublich an, zu sehen und zu spüren, wie Danny unter meinen Berührungen dahin schmolz und genau das war es ja, was hier passierte.

Es war offensichtlich und ich saugte seine Reaktionen ein, während ich ihn so weiter neckte. Ich drückte die Hände über seinen Körper, massierte die empfindlichen Hautstellen und knabberte an seiner empfindlichen Haut am Hals. Ich setzte ihm ein wenig zu, ich reizte ihn und Danny sprach darauf an…

Er schob mir seinen Körper immer weiter entgegen, warf den Kopf leicht zurück und bebte schon jetzt unter mir. Er keuchte erstickt in den Knebel, natürlich konnte man es nicht gut hören, aber es war dennoch wahrzunehmen, besonders wie sein Körper sich bei genau diesen Lauten bewegte. Es war sicher nicht ganz angenehm, aber gleichzeitig spürte ich durch seinen hitzigen Körper, wie sehr ihm das gefiel und dass er immer noch mehr wollte.

Einige Zeit lang tobte ich mich an ihm aus, genoss das Gefühl unter meinen Lippen, während ich seinen Körper weiter erkundete und mir jeden Zentimeter davon voll und ganz vornahm. Es war absolut herrlich und wunderbar zu spüren, wie Danny sich immer mehr fallen ließ.

Dann allerdings war es mir auch erst einmal genug und ich wollte zusehen, dass wir weiterkamen. Schließlich war uns beiden nun genug eingeheizt.

Ich griff nach dem Gleitmittel und begann gleich damit, Danny vorzubereiten. Das machte ich selbstverständlich noch gründlich, aber ich reizte ihn noch ein wenig mehr und wollte das dabei gleichzeitig nicht zu sehr in die Länge ziehen. Wir hatten genug und gleichzeitig wollten wir mehr, das hatte ich ganz gut im Gespür. „Also… du wolltest es etwas härter, Sweetheart, nicht wahr?“, raunte ich ihm zu.

Danny nickte. Sofort. Und schnell.

Bei der Reaktion musste ich im ersten Effekt gleich etwas lachen. Das war wirklich herrlich. Und wundervoll zu gleich. Wir wollten das Gleiche, wir waren auf einer Wellenlänge und genau deshalb konnten wir genau das auch umsetzen. Es war unglaubliches Gefühl. Ich blickte ihn noch einen Moment an, bevor ich mich schließlich vollständig und richtig über ihm positionierte.

Danny sah unglaublich heiß aus, wie er da lag und darauf wartete. Er half mit, dass ich leicht zwischen seine Beine kam und dann ohne viel weiteres Abwarten in ihn eindringen konnte, genauso wie wir beide es wollten. Und genauso stieß ich dann auch in ihn.

Ich genoss das Gefühl vollständig und ich betrachtete Danny, ich achtete genau auf seine Reaktion, zu einem Teil war ich angespannt, aber das war einfach wichtig in diesem Moment. Die Anspannung gehörte zu einem Teil ja schließlich auch dazu. Und es trübte mein Gefühl und meine Lust nicht.

In diesem Moment konnten wir es wirklich wilder angehen, animalischer und ich genoss es. Ich genoss es, Dannys leichte Verzweiflung und sein ersticktes Stöhnen zu hören und ich spürte, wie er sich mir noch entgegen drückte, während ich immer weiter in ihn stieß und das Tempo immer wieder leicht erhöhte.

Jeden einzelnen Moment war es wunderbar, unsere Leidenschaft für einander brannte, ich genoss es, unsere Körper stießen gegeneinander und eine Welle der Lust nach der anderen fuhr durch meinen Körper. Danny kam kurz vor mir und ich lebte mich noch ein paar Stöße weiter aus, bis ich schließlich ebenso kam und mich dann auch wieder zurückzog. In erster Linie auch, um Danny schnell wieder freizumachen.

Als erstes nahm ich ihm den Knebel ab, dann löste ich ihm seine Fesseln und ließ mich etwas erschöpft neben ihm ins Bett fallen. Jetzt hatte ich mich doch ein wenig verausgabt, aber das war großartig. Selbst wenn ich genau wusste, wie ich Danny anfassen musste, wollte ich immer noch auf jeder Ebene Höchstleistungen bringen und es fühlte sich so verdammt gut an.

Nachdem ich ihn befreit hatte, drückte ich ihm einen Kuss auf die Lippen und zog ihn in meine Arme.

Er grinste mich leicht an, er war atemlos und zufrieden, aber sein Feuer hatte er dabei auch nicht verloren. „Du warst ganz schön in Eile…“, neckte er mich. „Du hast mir gar kein Kondom angelegt und das obwohl ich mich so bewegt habe…“

Da musste er lachen, er hatte mich wohl erwischt, aber mit Danny und inzwischen war mir das auch wirklich nicht mehr so wichtig. „Manche Dinge sind wichtiger als das.“

Mein Freund blickte mich an. „Was denn zum Beispiel?“, fragte er nach.

Ich beugte mich vor und grinste noch etwas, er hatte es ja heraufbeschworen: „Nun, es dir richtig zu besorgen, zum Beispiel.“

Aber Danny reagierte souverän. „Ich liebe dich auch…“, flüsterte er nur zurück.

„Ich dich auch.“

Ich musste grinsen. Es war schwer zu glauben, aber ich war einfach nur glücklich. Das war perfekt, das alles. Wir zwei waren perfekt zusammen, das sollte uns mehr als nur klar sein. Natürlich war es das. Wir wussten es. Und wir waren glücklich, gemeinsam. Und so sollte es immer sein.



Kapitel 113x: Verschmolzen

Etwas unsicher sah Quentin zwischen uns hin und her. „Was schaut ihr mich denn alle jetzt so an?“, fragte er etwas unsicher.

Rachel grinste. „Wir warten darauf, dass du eine emotionale Ansprache hältst… so wie sonst auch immer.“ Sie zuckte mit den Schultern. Unser Freund wurde noch verlegener.

„Ach, ihr seid doof…“, murmelte er und schloss die Augen.

Ich grinste etwas und schüttelte den Kopf. „Sie meint es nicht so“, warf ich ein. „Es ist eher so, dass du sehr viel besser darin bist, emotionale Sachen rüberzubringen, als Rachel und ich das je könnten. Ich meinte, das hier ist wirklich en großer Schritt… das spricht nun wirklich dafür, dass man etwas sagt und bespricht und… keiner von uns kann das so, wie du das kannst.“

Überrascht blickte er mich an und blinzelte. „Meinst du das ernst?“ Er zog leicht das Gesicht. „Dabei hältst du doch die Abschlussrede.“

Ich seufzte. „Ja, ich halte die geschwollene, mit Phrasen überladene Abschlussrede für unsere Klasse und unsere Eltern, aber… das was wirklich zählt, nur zwischen uns dreien, das könnte ich nicht so wie du das kannst. Dafür bin ich viel zu ernst und zu kalt und zu schlecht darin, meine Emotionen rauszulassen. Für so etwas brauchen wir dich. Und für viele andere Dinge.“

Einen Moment noch war Quentin erstaunt, dann fiel er mir mit einem Mal um den Hals. „Danke!“

Ich grinste weiterhin. „Nichts zu danken…“ Das stimmte ja immerhin auch. Und so eine kleine Sache war ein Schulabschluss ja nun nicht, da konnte man schon mal etwas emotional werden. Ich sah es vielleicht nicht immer so, aber ich verstand es einfach und… nach all der Zeit, die Quentin, Rachel und ich jetzt gemeinsam in der Schule verbracht hatten… vielleicht war es ja doch angebracht.

Man konnte es doch verstehen.

„Hey“, Rachel stapfte mit dem Fuß auf den Boden.

Quentin sah sie erstaunt an.

„Was ist mit mir? Das war quasi mein Gedanke!“, meinte sie amüsiert und streckte die Arme aus.

Nach einem kurzen Moment der Verwunderung zog Quentin sie zu uns. „Ich werde euch vermissen, Leute… echt… es wird komisch sein, euch nicht mehr jeden Tag zu sehen… Viel mehr will ich gar nicht sagen… Ich… Danke…“

„Wenn du glaubst, dass du mich nicht mehr jeden Tag sehen musst, dann hast du dich aber geschnitten“, warf unsere Freundin ein. „Irgendjemand muss dich doch vor dem konstanten Einfluss deiner Freundin bewahren.“

Ich grinste leicht. „Ja, es ist ja nicht so, dass wir aus dem Leben der anderen verschwinden. Niemals, oder?“

Ich hörte Quentin leicht schniefen. „Ja… klar… das niemals, aber… es wird ja schon anders. Nicht wahr?“

„Vielleicht…“ Ich legte den Kopf schief. In erster Linie, weil die beiden gleich nach dem Abschluss ja eine Zeit lang wegwollten. Das Land verlassen… Wenn man es so betrachtete, wusste ich gar nicht, warum die beiden so emotional waren, ich war derjenige, der erst einmal hier allein sein würde… Obwohl wir am Ende ja alle räumlich getrennt wären, aber das war eben noch einmal etwas anderes. Ich sagte zwar immer, dass ich in der Firma meines Vaters arbeiten wollte, aber… am Ende wollte ich meine Freunde ja doch um mich haben. Ich würde genau das, was wir hier gehabt hatten, auch irgendwie vermissen. Ganz sicher würde ich das tun. Aber… „Aber wir bleiben dennoch zusammen, komme, was wolle, wir schaffen das schon. Wir drei zusammen.“
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