Geschichte: Freie Arbeiten / Prosa / Erotik / Wie Eis

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Wie Eis

von KirjaKei
Kurzbeschreibung
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
03.06.2020
30.03.2022
114
562.601
96
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Dieses Kapitel
3 Reviews
 
02.02.2022 3.978
 
Kapitel 106: Im kalten Wasser

Ob sich Danny auf die Art und Weise nun so einen Gefallen getan hatte? Es war fraglich. Obwohl ich mir eigentlich auch schon sicher war, dass ihm das hier auch gefiel, aber es machte das Spiel für ihn eben genauso schwierig, wie für mich, dass wir beide genau diese Situation so genossen.

Es als Spiel gegen mich aufzuziehen, war allerdings ziemlich sicher falsch gewesen. Das konnte ich mit gewisser Arroganz schon sagen, aber ich wusste ja schließlich auch, was ich konnte. Und Beherrschung gehörte auf vielen Ebenen nun einmal dazu. Zudem hatte ich sehr viel mehr Erfahrung als Danny, natürlich hatte ich mich besser im Griff. Aber es war dennoch süß, dass er mich so sehr herausgefordert hatte, als würde er wirklich glauben, dass er gewinnen könnte. Und dabei stachelte es mich dann eben doch etwas an… Das musste ich schon zugeben, denn nach allem, was wir uns gerade so an den Kopf geworfen hatten, wollte ich ja nun sicherlich auch nicht nachgeben oder gar verlieren. Das könnte ich so gesehen ja gar nicht, also durfte das nicht passieren.

Irgendwie hatte das alles etwas Witziges. Danny hatte da gerade eine wirklich große Klappe gehabt, aber gleichzeitig freute es mich, dass er sich mehr traute, dass er sich etwas überlegt hatte und die Idee an sich war beinahe klassisch, aber genau deshalb funktionierte sie. Je länger man auf etwas warten musste, desto mehr steigerte sich das Verlangen…

Wenn man genau dieses Warten denn aushalten würde. Ich fand es wirklich amüsant, dass ausgerechnet Danny das vorschlug, immerhin war mein Freund im Vergleich zu mir die Ungeduld in Person und ich war mir nicht sicher, ob er in seiner Überlegung wirklich mit bedacht hatte, dass er ja ganz genauso wie ich verzichten müsste… aber das würde sich jetzt gleich zeigen.

Nun lagen wir hier.

Es war ein unglaublich gutes Gefühl, Danny sah unfassbar gut aus. Anders konnte man es gar nicht beschreiben. Natürlich genoss ich das, natürlich war das auch für mich nicht leicht. Wenn ich ganz ehrlich war, wäre ich schon einfach gerne über ihn hergefallen. Vorspiel war mir schon immer wichtig gewesen, aber manchmal… und so wie Danny sich rausgeputzt hatte, und das ganz von selbst, das war auch schon eine Überraschung, bei er es mir mehr als nur in den Fingern juckte… Ich wollte das und noch so einiges mehr.

Aber ich konnte mich auch einen Moment beherrschen, klar wusste ich immerhin, dass es noch besser werden würde, wenn man noch einen Moment wartete. Dafür war es eben da und es war wunderbar… Doch allein die Tatsache, dass Danny sich etwas überlegt hatte, so sehr mit einstieg…

Das machte das alles noch so viel besser. Ich war glücklich mit Danny, so glücklich, wie ich noch nie zuvor in meinem Leben war. Alles, was ich mir wünschen konnte, fand sich in diesem Mann und immer wieder fand er neue Möglichkeiten, mir das zu zeigen und mir vor Augen zu führen, wie perfekt er eigentlich für mich war.

Dennoch wollte ich in dieses Spiel einsteigen und ich wollte meine Drohung auch wahrmachen, so leicht würde ich Danny das alles nicht machen. Er hatte sich das hier überlegt, er hatte mich geneckt und das würde er jetzt zurückbekommen! Definitiv würde er das.

Und ich wusste auch ganz genau, wie ich das erreichen konnte. Schließlich kannte ich meinen Freund ja ebenso gut.  Ich wusste ganz genau, wo man ihn anfassen müsste. Wahrscheinlich wusste ich das sehr viel besser als er selbst, denn Danny war in mancher Hinsicht eben doch noch etwas zögerlich. Außerdem konnte ich mir gut genug vorstellen, dass er so verplant war und das gar nicht richtig wahrnahm, an welchen Stellen genau er empfindlich war und sich das gar nicht so überlegen würde. Das müsste man ja auch nicht zwangsläufig, es reichte dann ja immerhin auch, wenn es einfach funktionierte. Er müsste das nicht wissen, ich müsste das am Ende des Tages wissen… und ich wusste das ganz genau.

Obwohl man hier auch wirklich den Fehler in Dannys Spielchen feststellen konnte. Wenn ich nicht viel machen sollte und einfach nur die Zeit absagen warten sollte, hätte man so einige Regeln viel klarer kommunizieren und vielleicht auch diskutieren sollen. Er dachte sich, es würde schon reichen, wenn ich nicht direkt an seinem empfindlichsten Stück rumspielen würde, aber er hatte nicht daran gedacht, dass er so viele weitere erogene Zonen als das hatte… die hatte er mir ziemlich deutlich nicht verboten und genau das wollte ich in diesem Moment eben auch noch ein wenig ausnutzen… zumindest so lange, bis Danny einschreiten würde, aber bis zu einem gewissen Grad war es ja auch gar nicht mal so gefährlich in diesem Mal… es war ja auch ganz schön.

Ich genoss auch den Moment, einfach nur nah an ihm zu liegen und ihn vorsichtig ein wenig zu streicheln und dabei zu reizen.

Seine Haut fühlte sich gut an, ich strich nur leicht mit den Fingerspitzen über seinen Bauch und lauschte dabei seiner Reaktion, seinen Geräuschen… Besonders als er realisierte, was ich hier tat und dass es funktionierte. Denn sein Atem ging gleich etwas flacher, er begann etwas zu zittern. Das konnte ich noch deutlicher wahrnehmen, wir lagen Haut an Haut. Jede seiner Reaktionen konnte ich direkt wahrnehmen, er konnte das nicht vor mir verstecken, er konnte das nicht unterdrücken. Er war mir vollkommen ausgeliefert…

Ich genoss es vollkommen. Es war in diesem Fall auch vollkommen egal, das es sein Spiel und seine Idee war. Ich hörte ihn wohlig seufzen vor mir und ich spürte, wie er es genoss, dass ich das auf diese Art und Weise ein wenig an mich gezogen hatte. Irgendwo ergänzten wir uns so ja schließlich auch. Es gehörte irgendwo mit dazu und wir verstanden uns einfach. So war es. Danny fühlte sich wohler, wenn er ein wenig geführt wurde, und ich war glücklicher damit, der dominate Part zu sein. Diese Situation machte mich schon an, das musste ich ehrlich zugeben.

Danny lag auch noch vor mir, er zitterte leicht und seufzte und stöhnte immer wieder leise. Allein das könnte mir reichen, um mich vollkommen in Fahrt zu bringen, wenn ich mich nicht  zurückhalten würde. Es war einfach zu gut und Danny wusste das wahrscheinlich nicht einmal, was er da eigentlich tat.

Wahrscheinlich war er eh viel zu sehr damit beschäftigt, sich selbst zu beherrschen. Das konnte ich mir denken. Es war schon klar. Ich kannte ihn doch, er hatte sich diese Situation gelegt und jetzt war er ziemlich nervös, denn sein Zittern wurde immer stärker.

Ich musste auch zugeben, dass ich das schon auch ziemlich gemein machte, denn ich kannte ihn körperlich inzwischen in- und auswendig. Und auch das bereitete mir ein ungeheures Vergnügen zu wissen, dass ich Danny wirklich mit so wenigen Handgriffen komplett in der Hand hatte. Ich legte die Lippen immer wieder einmal kurz an seinen Hals, pustete die Luft darauf und führte meine Finger über den Körper. Auch die Stellen, die sonst weniger Aufmerksamkeit bekamen, konnten empfindlich sein, wenn man sie nur richtig berührte und genau das konnte ich.

Ich massierte die Stellen immer wieder kurz, spielte mit dem Druck und lauschte Dannys Atem. Sein Körper war warm, sein Herz schlug schnell, ich konnte es durch seinen Körper führen und ich reizte seinen Körper immer weiter. Er bewegte sich ganz vorsichtig unter mir und er drückte seinen Körper leicht an mich. Er bewegte sich, er wollte von mir berührt werden und er stöhnte inzwischen auch schon deutlich lauter. Er konnte sich immer weniger zurückhalten.

All diese Momente nahm ich wahr und sie heizten mir ebenso ein.

Das gesamte Bild, wie wir hier lagen und nur darauf warten, uns endlich richtig anfassen zu können, machte das aber auch ziemlich heiß. Ich konnte mich im Griff haben, aber ich wollte eigentlich schon nicht mehr wirklich. Ich wollte Danny. Natürlich wollte ich ihn.

Und zu merken, wie sehr mein Freund mich wollte, machte es nur noch schlimmer und heißer.

Danny drückte sich immer mehr an mich. Sein Stöhnen wurde lauter und war Musik in meinen Ohren. Und wie ich ihn wollte! Auch mein Atem ging flacher, mein Herz schlug im Rhythmus mit dem von meinem Freund. Ja, langsam wurde es wirklich schwierig…

Außerdem schien Danny sich etwas rächen zu wollen. Ich spürte es, als er mir seinen Hintern etwas deutlicher von vorne gegen meinen Körper stieß. Da musste ich etwas grinsen. „Du schummelst, Sweetheart…“, raunte ich ihm zu. Die Berührung setzte auch mir etwas zu. Ich hatte ihn bisher sanft berührt und mich selbst daran etwas aufgegeilt, aber es war leicht, sich etwas zurück zu halten. Aber die Berührung… Er wusste auch, was er da tat. Da musste ich schon etwas mehr grinsen, das wurde doch auf die letzten Minuten noch einmal sehr interessant, auch wenn Danny schon gut durchgehalten hatte, konnte ich sehen, wie er am Schwitzen war… Lange würden wir das nicht mehr schaffen, lange hätte die Uhr auch nicht mehr… Zum Glück…

„Ich habe nie gesagt, dass die Regeln auch für mich gelten“, meinte er dann schon spitzfindig.

Da musste ich erstrecht grinsen. Es war wirklich erfrischend und herrlich, er schaffte das immer wieder und ich fand es mehr als nur großartig. Aber natürlich gab ich mich damit noch nicht zufrieden: „Soso Dann sollte ich vielleicht doch noch die schweren Geschütze rausholen… bisher hatte ich dich eigentlich schonen wollen. Ich wollte mich eigentlich zurückhalten, weil du schon jetzt am Ende bist…“ Denn Verlieren wollte ich noch immer nicht, das würde ich definitiv nicht geschehen lassen, das würde auch gar nicht gehen. Ich musste Danny noch ein wenig reizen und ich genoss es ja auch einfach zu sehr, genau das zu sein… mit den Fingern über seinen Körper zu streichen und sein leichtes Zucken zu spüren, das war herrlich…

„Ach was… Der Raum ist so heiß, das ist alles, das hat gar nichts mit dir zu tun“, Dannys Erwiderung auf all das war absolut göttlich. Es war wundervoll… Er versuchte sich immer noch rauszureden, obwohl er vollkommen überfordert mit all dem war. Es war klar zu erkennen. Es war offensichtlich, aber es war so niedlich, dass er dennoch so weiter darauf herumredete.

„Netter Versuch, Sweetheart“, hauchte ich ihm zu und konnte nicht unterdrücken, mich herrlich darüber zu amüsieren. Es war großartig, dass er es mir einfach nicht einfach machen wollte, selbst wenn es das war. „Aber wir beide wissen, dass das an mir liegt…“, raunte ich ihm noch einmal mehr entgegen. So könnte ich ihn noch etwas reizen, das wusste ich. Und ein wenig wollte ich ihn dann wirklich noch nervös machen, also offenbarte ich ihm meinen Plan: „Meine nächste Strategie wäre es gewesen, dir eine Reihe von schmutzigen Sachen ins Ohr zu flüstern, um dich verrückt zu machen, aber ich glaube wirklich nicht, dass das noch notwendig ist, oder?“

Ich konnte spüren, dass es Wirkung zeigte. Denn mein Freund zitterte noch einmal etwas und keuchte leicht auf. Ich wusste, dass das nur den Grund haben konnte, dass er sich genau das gerade vorstellte, was für Dinge ich ihm explizit sagen konnte. Und ich konnte das verdammt gut und genauso wusste ich, dass es Danny nervös machte und noch mehr in Aufregung versetzte. Das hatte immerhin bisher auch immer gut geklappt.

Jetzt allerdings musste ich die Aussage noch etwas wirken lassen, denn auch das brauchte ja immer so seine Momente und Dannys Fantasie war eine seiner größten Stärken und gleichzeitig hin und wieder auch sein schlimmster Feind. So einfach war das. Es turnte ihn an, dass ich ihn in der Hand hatte und dass ich all das, was ich sagen könnte, auch mit ihm machen würde und das tat dann eigentlich schon den Rest.

Außerdem hatte ich keinerlei Probleme damit, diese Dinge auch einfach zu sagen, die ich mir mit ihm vorstellte. Das machte Danny immer noch zusätzlich nervös, genau das war der Fall. Seine Aufregung steigerte sich immer mehr!

Ich konnte spüren, wie sein Körper sich mehr gegen den meinen drückte. Wie er zitterte, wie sein Herz raste, wie sein Atem flach ging und wie er sich ein wenig anspannte, denn jetzt kostete es ihn wirklich Überwindung, das alles auszuhalten… und das obwohl ich noch gar nichts gesagt hatte. Aber so war mein Freund…

„Vielleicht… lieber nicht…“, wisperte er mit einem Mal vor mir.

Doch etwas überrascht hob ich die Augen und lauschte erneut seinem Herzschlag. Ich konnte das alles so gut wahrnehmen, ich genoss seine leichthilflose Art, aber in diesem Moment war das offensichtlich ein Stück zu viel gewesen. Er sagte gar nicht viel, aber es brauchte auch einfach nicht viel. Ich verstand, was er damit schon sagte. Es wurde ihm wirklich zu heiß, wahrscheinlich war ihm klar, dass er in so einem kleinen Spielchen gegen mich nicht gewinnen könnte, aber er wollte eben auch nicht komplett verlieren. Er hatte es vorgeschlagen, also wollte er es durchhalten und allein die Gedanken, die er sich selbst gerade gemacht hatte, machten das anscheinend schwieriger…

Ich lächelte sachte. „Okay… Wir haben auch nicht mehr lange, Sweetheart…“, flüsterte ich ihm auch gleich um einiges sanfter zu. Ich wollte immerhin nicht, dass er bei alle dem hier wirklich durcheinandergeriet. Darum ging es hier nicht. Ich hatte ihn provozieren wollen, aber wenn es zu viel wurde, dann musste man eben einen Gang runterschalten, da war ja auch gar nichts bei. Dafür waren wir ein Paar, mich störte es nicht. Ich atmete einmal auf und spürte, wie sich mein Freund ebenso etwas entspannte, als er merkte, dass ich ihn nur noch leicht berührte und meine Hände in diesem Moment auch nicht mehr bewegte. Er wurde etwas ruhiger und konnte sich offensichtlich auch weiter Gedanken machen. Allerdings kam mir noch eine weitere Idee, ihn ein wenig abzulenken, um ihn aus dieser unangenehmen und angespannten Situation herauszuholen. „Gefällt es dir denn?“, fragte ich ihn leise. Wenn er darüber nachdachte und einfach antwortete, dann würde er nicht mehr aktiv mit der Hitze kämpfen und das würde einiges besser machen. Es war ja ohnehin nicht mehr lange, was er aushalten musste.

Nach einer kurzen Zeit bekam ich auch eine – wenn auch leicht abgehakte – Antwort von Danny: „Es ist… schon ziemlich heiß… ich weiß nicht, ob ich geduldig genug dafür bin, in Zukunft immer so lange zu warten Aber es ist… interessant…“

Bei der Formulierung musste ich grinsen, so war das also. „Interessant…“, wiederholte ich leise.

Da war Danny auch gleich aufs Neue aufmerksam und meine Ablenkung hatte definitiv funktioniert, er konzentrierte sich ganz auf das Gespräch und sein Körper hörte für eine Zeit lang auf zu zittern. „Ja… findest du es nicht… interessant?“, fragte er nach.

„Doch, doch… Aber interessant ist ein Wort, das so vieles beschreiben kann, Sweetheart. Wenn es dir nicht gefällt, dann können wir auch jeder Zeit damit aufhören… das weißt du hoffentlich.“ Dafür dass es ein Gespräch war, mussten wir immerhin beide sprechen und ich wollte ihm das noch einmal klar machen.

„Ja…“, da jedoch konnte ich deutlich noch etwas anderes in der Stimme von Danny hören und er setzte auch gleich zu der Erklärung an. „Du musst langsam auch mal anfangen, darauf zu vertrauen, dass ich dir schon sage, wenn mir etwas zu viel wird. Also… das gerade, das wurde ein bisschen viel… Ich wollte das wirklich durchhalten, aber es ist schon verdammt heiß und ich bin ungeduldig, aber… wenn wir den Rest der Zeit noch ein wenig… ruhig angehen lassen, dann ist alles gut und mir geht es gut… Ich mein… Verdammt, wie könnte es mir denn nicht gut gehen, siehst du das hier?“

Ich musste grinsen. Ja, ich sollte darauf vertrauen, da hatte er absolut recht. Aber ich wollte ja nur sichergehen. Aber es beruhigte mich. Ja… Ja, er würde das sagen, ganz sicher, er sagte mir ja so viele Sachen und das war auch absolut klar. Es war gut, dass ich mich darauf verlassen konnte. Natürlich wollte ich meinen Spaß haben, aber ich wollte, dass er es genauso genießen konnte. Klar hatte er recht, dass es ein unglaublicher und malerischer Moment war, aber das bedeutete ja noch nichts. Ich war aber froh, dass er so darüber dachte.

„Ich sage dir… wenn es mir nicht gut geht, aber gerade… geht es mir unheimlich gut… Ich liege hier, mit einem verdammt heißen Mann, den ich über alles liebe und… der auf mich aufpasst und… der genau weiß, welche Knöpfe er drücken muss, ich bin in irrer Erwartung auf das, was passiert, wenn endlich dieser blöde Timer angeht und… es geht mir gut…“

Ich grinste noch breiter. Das hatte er schon sehr süß gesagt. Und es freute mich sehr. Ich fand es auch so schon ziemlich schön, wie er es gerade ausdrückte… Dieser Moment, auch wenn wir beide inzwischen ziemlich sicher nur darauf warteten, dass wir weitermachen konnten. Ich wollte das.

Der Wunsch sollte uns erfüllt werden, als der Timer nur kurze Zeit später anging und mein Handy klingelte.

Und obwohl wir uns beide freuten, löste das noch etwas anderes in Danny aus, was er auch gleich laut verkündete. „Verdammt bin ich gut…“, stieß er aus und drehte sich leicht zu mir um. „Hätte ich nur ein bisschen länger die Klappe gehalten… dann hättest du das gerade alles gar nicht mitbekommen Aber wenigstens haben wir es geschafft und jetzt… können wir es richtig tun!“

Amüsiert betrachtete ich ihn. Es war ja auch klar, dass wir nicht mehr warten wollten. Ich konnte es ihm deutlich ansehen, auch die kleine Pause hatte da nichts getan. Unsere Lust war gesteigert und ich wollte ihn nicht mehr quälen, allerdings war da noch etwas. „Gleich, Sweetheart…“, flüsterte ich ihm zu und bekam da sofort einen empörten Blick. Allerdings störte mich das gerade nicht, ich hatte ihm noch etwas zu sagen. „Solange musst du noch aushalten…“, beruhigte ich ihn. „Ich liebe dich auch und ich bin froh, dass du dich so fühlst und mir das alles sagen kannst…“

Ich sah ihm noch einen Moment tief in die Augen, und er bewegte sich noch ein Stück dichter an mich, so dass wir uns küssen konnten. Das hatte ich einfach loswerden müssen. Denn so schön dieser Moment war, wir beide leicht bekleidet vor dem prasselnden Kamin, draußen der Schnee, vollkommende Ruhe, das, was es zum Schönsten machte, war nun einmal Danny für mich. Alles andere war mir mehr oder weniger egal, ich liebte ihn, deshalb genoss ich den Moment so sehr.

Wir lösten uns wieder voneinander und ich grinste. Denn nun wollten sicherlich keiner mehr von uns warten.

Doch bevor ich noch etwas sagen konnte, ergriff Danny schon das Wort und konnte mich ein weiteres Mal überraschen: „Und jetzt…“ Er hauchte es mir entgegen und sah mich direkt an. „Jetzt will ich endlich richtig hart von dir genommen werden“, sagte er direkt und wurde dann gleich noch expliziter, „also schalt jetzt den verfluchten Timer aus und fick mich.“

„Sehr wohl, Sweetheart“, hauchte ich ihm entgegen. Ich war doch etwas verwundert, aber inzwischen konnte mein Freund sich ja auch ziemlich deutlich ausdrücken und zeigen, was er wollte… und das turnte mich nun auch wirklich an, dass er es so direkt sagte, dass man sah, wie sehr er sich darauf auch freute, wie sehr er das auch wollte.

So wie er da vor mir lag, mich ansah, mich etwas frech angrinste und mir zeigte, wie sehr er das wollte… und wie sehr ich ihn erst wollte.

Aber jetzt hielt uns schließlich nichts mehr. Ich schaltete das Handy aus und holte dafür das Gleitgel dichter zu uns, ich entkleidete uns und positionierte mich damit gleich über Danny. Es war einfach wundervoll, mir wäre der Ort vollkommen egal gewesen, solange ich Danny hatte, aber all das, diese wenn auch etwas andere Erfahrung mit ihm zu teilen, das war genau das, was ich wollte und was ich voll und ganz genießen konnte. Genauso, wie ich meinen Freund das Folgende nun voll und ganz genießen lassen wollte…




Kapitel 106x: Im kalten Wasser

„Du wolltest es mir erzählen.“

„Jetzt werde nicht albern, Junge.“

„Du hast es versprochen.“ Ich blickte ihn ruhig an, wie er mir an seinem Schreibtisch gegenübersaß. Ich hatte es mir vorgenommen, auch wenn ich wusste, wie es war.

Mein Vater räusperte sich. „Jetzt wirst du erstrecht kindisch.“

Er wusste, dass mich das in gewisser Weise traf. Ich war noch nie kindisch gewesen. Ich wollte auch nicht kindisch sein. Natürlich wollte ich das nicht, ich war zwanzig, gerade geworden. Ein Grund zu feiern, aber auch das hatte ich nicht getan, weil eben Kinder meines Erachtens nach feierten. Ja, ich hatte auch erwachsene Freunde, die so etwas taten, aber für mich war es einfach nichts. Sollte sie das tun, aber für mich… war das eben zu kindisch. Nur deshalb hatte mein Vater das gerade gesagt, weil er wusste, dass es mich traf und weil er hoffte, dass ich dann ruhig sein würde.

Ich würde aber nicht. Ich hatte es mir vorgenommen, eine Antwort zu bekommen. Ich hatte mich lange genug geduldet, gewartet, wir redeten ja eh nicht mehr so viel, aber… Ich wollte eine Antwort. „Ich möchte darüber sprechen, Vater.“ Es war schwierig zwischen uns, das wussten wir sicher beide.

Irgendwas müsste man tun. Das hier würde uns nicht reparieren, ich wollte das Gespräch dennoch.

Mein Vater Sah mich zweifelnd an. Einfach nur reden, ohne einen Hintergedanken, das machten wir eigentlich schon lange nicht mehr. Das war mit den Jahren immer weniger geworden. Ich wurde ja auch größer, älter… und da stand so einiges zwischen uns.

Aber eine Sache, die uns verband. Es war albern, vielleicht war es sogar kindisch, ich würde das nicht reparieren, es war eben so. Es war ja auch nicht schlimm. Wir hatten vorher schon ein eher ungewöhnliches Verhältnis für Vater und Sohn gehabt, aber das war so. Das war gut gewesen, nur jetzt…

„Bitte…“ Ich seufzte. „Es interessiert mich wirklich.“

„Warum?“, der Ton meines Vaters war ernster geworden. „Ich zweifle aktuell wirklich daran, dass du das verstehen würdest.“

Instinktiv hielt ich mich am Tisch fest, das hatte ich als Kind hin und wieder getan. Ich hatte Angst, dass er Recht haben könnte. Ich wollte es ja verstehen! Es war ein mehr als nur merkwürdiges Gefühl… hatte er das ernstgemeint oder erneut gesagt, um mich loszuwerden, damit ich wieder ging… Zurück an meine Arbeit, ohne ihn zu stören oder sich mit ihm zu unterhalten.

Ich schluckte leicht. „Bitte…“

Mein Vater sah beinahe etwas beleidigt aus. Er wirkte wirklich wütend, dann war es keine Strategie. „Dass du auch nur irgendeines von deinen Betthäschen im selben Atemzug mit deiner Mutter nennen würdest, ist eine bodenlose Frechheit.“

Kaum hatte er es gesagt, verstand ich auch, was sein Problem mit der Frage war. Ich hatte das nur einfach vorher nicht verstanden. Deshalb störte ihn die Frage so… weil sie über meine Mutter war…

Aber genau das war der Grund, warum sie mich wirklich interessierte. Ich schluckte und blickte ihn nun ebenso ernst an. Ich wollte wissen, wie die beiden sich ineinander verliebt hatten. Ich musste das wissen! Ich wollte das auch! Und ich wollte genau deshalb wissen, wie ich das machen musste! Wo hatte er einen Menschen wie meine Mutter gefunden. Als ich kleiner gewesen war, hatte er mir gesagt, er würde darüber mit mir sprechen, wenn ich älter wäre, aber jetzt… wo sie nicht mehr da war, hatte er nicht mehr darüber reden wollen und seit er wusste, dass ich nicht nach einer Frau suchte, die war wie meine Mutter, sondern nach einem Mann… waren die Gespräche komplett eingeschlafen.

Ja, ich machte an all unserer Gesprächskultur auch so einiges falsch. Das war mir doch auch klar, aber ich hatte gedacht, über meine Mutter zu reden… das könnte helfen. Die beiden hatten sich wirklich geliebt. Das wollte ich auch! Ich wollte doch nicht dieses sinnlose Gevögel mit diesen Schäfchen, ich wollte etwas Echtes, ich hatte nur keine Ahnung, wie ich das finden sollte! Ich wollte Hilfe…

Aber zum Teil war ich wohl auch einfach zu stolz, um das so zu sagen…

Das musste ich von meinem Vater haben…
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