Wenn ich das doch nur wüsste

von julbot
KurzgeschichteDrama, Familie / P18 Slash
Kenny McCormick Kyle Broflovski
02.06.2020
02.06.2020
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02.06.2020 1.606
 
Ich glaube ich bin schon ein kleiner alter Hase im South Park Fandom.  Nun wage ich mich an etwas neuem. Ich will nicht lange um den heißen Brei herum schnacken. Viel Spaß beim lesen und schreibt gerne ein Review, ich freue mich auf jede Art von Rückmeldung!
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„Nein, ich bin mir sicher das Sie es ganz gut schaffen, trauen Sie sich doch einmal was zu. Ich bin mir sicher das nichts passieren wird.“
Mit diesen Worten und einem seufzen legte der rothaarige auf.
„Ist alles in Ordnung.“ seine Frau Amelia rief einmal durch das ganze Haus. „Ja“, sagte er mehr zu sich selbst.
Er spürte einen Körper der sich gegen ihn anlehnt und Arme die ihn von hinten umarmten. „Arbeit?“
„Ja.“
„Du wirst nur eine Woche weg sein.“
„Ich weiß, ich vertraue diesen Menschen meine Kanzlei an“
„Du hast vertrauen in ihr.“

Normalerweise würde man jetzt denken. Oh, keine Streitereien, weil die Sekretärin eine Frau ist? Nein, es geht nicht um die Sekretärin, sondern um eine Anwältin, die zusammen mit Kyle in einer Kanzlei arbeiten. Sie traut sich wenig zu, aber Kyle vertraut ihr.

„Du solltest weiter packen Liebling. Sonst kommst du an, wenn es dunkel wird.“

Sie löste sich von ihm und verließ das Zimmer, um in ihr Arbeitszimmer zu gehen und dort weiter zu arbeiten.
Der rothaarige schloss die Highschool ab, verließ South Park um an eine anerkannte Universität Jura zu studieren. Gegen Ende der Universität begegneten sich Amelia und Kyle. Amelia war kurz vor Ende ihres Architektur Studiums.
Kyle hoffte nur das seine Eltern endlich aufhörten ihn ständig zu Fragen wann sie endlich die Broflovski Blutlinie weiter führen würden. Vielleicht hatte er sich auch etwas in die scheiße geritten und gesagt sie wäre eine Jüdin – was sie nicht ist.

Kyle wollte zu ihnen fahren und es ihnen mitzuteilen, das Amelia keine Jüdin ist. Er will seine Eltern nicht für immer anlügen und schließlich lebten Amelia und er seit dem sie 22 Jahre alt sind zusammen.

Der Mann mit den roten Locken stand vor seiner Tasche checkte noch einmal, ob alles auch dabei war was er für eine Woche brauchen würde. Er klopfte zwei mal an die Tür seiner Frau und sagte das er jetzt los fahren würde. Sie öffnete die Tür, gab ihm einen Kuss und ihre Augen sagten „Pass auf dich auf, ich möchte das du heil wieder hier ankommst.“ Er küsste ihre Stirn und trat den Gang zum Auto an. Verstaute seine Tasche in den Kofferraum und stieg in sein Auto ein.

Als er auf den Fahrersitz saß schüttelte er den Kopf und fragte sich warum er jetzt wirklich in diese Stadt zurück kehren will. Diese Stadt ist geprägt von all möglichen Geschehnisse und Dummheiten die er mit seinen Freunden – und auch nicht Freunden – in seiner Kindheit gemacht hat. An sich könnte er jetzt auch hier bleiben und von zuhause aus alle bequem anschreiben oder anrufen.
Kyle jedoch war der Meinung das ein persönlich und direkter Besuch die einzige Möglichkeit wäre. Die Möglichkeit alte Freunde persönlich wiederzusehen. Ob sie überhaupt noch da wohnten, das wird er ja schlussendlich sehen wenn er in ein paar Stunden da ist.

Die Fahrt war nicht besonders spannend, aber dafür langweilig und ermüdend. Er atmete tief aus als er das Ortsschild seiner alten Heimat wieder sah. „10 Jahre-“ „10 Jahre war ich nicht hier und doch bist du unverändert geblieben“ sagte er einfach in die Luft, wer sollte schon da sein. Am seinen alten zuhause angekommen, stieg er aus, schnappte sich seine Tasche aus dem Kofferraum, blieb aber kurz an dem offenen Kofferraum stehen mehr. Das kleine Teufelchen auf seiner Schulter provozierte ihn mit Worten die auch so schon oft während seiner Arbeit gefallen sind. „Jetzt ist es eh zu spät, du brauchst jetzt keinen Rückzieher machen oder willst du einfach Weichei bleiben?“ Oh nein wird er nicht, das verbietet er sich selbst. Er wird mit seinen Eltern reden, hoffen das sie ihn nicht raus schmeißen, wenn er sich ihnen offenbarte und dann nach einer Woche wieder gehen. Sich dann wieder 10 Jahre kaum bis gar nicht melden und es dabei belassen. Die ein oder andere Ausrede einfallen lassen, nur wenn der Fall eintritt das sie ihn noch in ihren Leben haben wollen. Man merkte es nicht oft, weil sie nie offen gezeigt haben das sie streng gläubig gegenüber ihrer Religion sind, aber genau das waren sie wenn sie zuhause in ihren eigenen vier Wänden waren. Gut, das auch nicht immer.

Kyle klopfte an der Haustür. Wer ihm die Tür öffnete war eine sehr große Überraschung, es war sein kleiner Bruder Ike. „Ike..“ er ließ die Tasche auf den Boden fallen und nahm ihn in seine Arme.
„Hey- komm- ich will noch atmen!“ Kyle's kleiner Bruder wurde gefühlt zerdrückt, er war gefühlt nur dünn, aber er ist gewachsen seit der rothaarige ihn das letzte mal gesehen hatte.

„Ike, wer-“ seine Mutter stand sprachlos im Wohnbereich. „Kyle, Bübble! Warum hast du dich nicht angekündigt?“ angesprochener hat derweil seinen kleinen Bruder wieder losgelassen damit dieser Atmen konnte.
„Es tut mir leid mom..“ Sie war nicht sauer, dachte er während er dies sagte, aber das war sie bestimmt.
„Komm erstmal rein und sag deinem Vater hallo.“ sie nahm seine Tasche und trug sie nach oben.
Kyle konnte es nicht glauben, nach 10 Jahren war er wieder zuhause, in denen er 18 Jahre lang gelebt hatte, also seine Kindheit und zum Teil seine Jugend.
„Ich suche dann mal nach Dad.“
„Er wird in seinen Arbeitszimmer sitzen und arbeiten.“, gab Ike ihm den Tipp.
Ob sein Dad stolz auf ihn sein würde, schließlich wollten seine Eltern immer das ihr Sohn etwas aus sich macht. Seine Mutter kam gerade wieder aus den Raum heraus das mal Kyle's Zimmer war und wohl noch immer ist.
Kyle klopfte drei mal laut an der Tür zum Arbeitszimmer bis die Stimme seines Vaters erklang und Kyle die Türklinge hinunter drückt und eintrat.

„Ich hab gehört du bist wieder zuhause Kyle.“ Gerald ist ein vielbeschäftigter Mann. Der nicht nur schon mal eine Geldstrafe bekam wegen Cybermobbing und anderen strafbaren Aktivitäten im Internet. „Was führt dich her?“ und sah zum ersten mal auf, direkt in Kyle's Gesicht. Der junge Anwalt fragte sich, ob sich etwas in dem Gesicht seines Vaters verändert hatte, aber er ist sich nicht sicher, ob und wenn ja was genau sich verändert hatte. „Ich wollte euch besuchen kommen.“ „Du hättest dich auch mal ankündigen können oder dich melden können in den letzten 10 Jahren.“ Der rothaarige wusste nicht was er darauf erwidern sollte. Die Stimme seines Vaters klang verbittert. Nach den illegalen Aktivitäten im Internet wurde ihm die Lizenz als Anwalt entnommen und er durfte seither keine Aufträge mehr annehmen. Trotz das er viel trank hatte die Broflovskis anscheinend noch genug Geld um dieses Haus zu behalten, was wohl daran lag das sie sich nur noch das nötigste kauften.

Kyle wurde von einem lauten klirren aus den Gedanken geholt – Gerald hatte ein Glas an die Wand hinter ihm geworfen. „Raus“, sprach er scharf. „Am besten verschwindest du aus meinen Haus, sofort“, gab Gerald Kyle die Schuld seine Lizenz verloren zu haben? War es, weil er sich Jahre nicht gemeldet hatte? Die letzte Möglichkeit die Kyle sich vorstellen konnte war, weil er eine Lizenz hatte um Menschen zu verteidigen und seiner Frau ein gutes Leben ermöglichen konnte – ein Sorgen freieres.
Der Sohn des ehemaligen Anwaltes verließ das Zimmer, schloss die Tür schnell ehe er das zweite Glas gegen die Tür flog und dort in Teilen zersprang und zu Boden fiel.

Seine Mutter stand vor ihm. „Nimm es ihn nicht übel.“ Angesprochener sah auf. „Seit Gerald seine Lizenz als Verteidiger verloren hat ist er einfach nicht mehr derselbe“ Irgendwie hatte Kyle Mitleid mit seinen Vater, jedoch hätte es ihm klar sein müssen, wenn er andere Leute im Netz bloßstellt, weil es ihm Spaß macht. Die Konsequenzen hätte er schließlich wissen müssen. „Ich sollte nicht hier bleiben, ich will nicht riskieren das Dad einen Herzinfarkt kriegt oder irgendjemand Verletzungen davon zieht nur weil ich anwesend bin und er einen Wutanfall bekommt“ mit diesen Worten marschierte Kyle in sein Zimmer in denen er seine Kindheit und Teile seiner Jugend verbracht hatte. Es sah noch genauso aus wie er es vor Jahren verlassen hatte. Er öffnete den Kleiderschrank und fand viele altbekannte Dinge dort. Sein Superhelden Kostüm, sein Ninja Kostüm, Halloween, Fantasy, alles war noch da. Was seine Freunde wohl geworden sind. Er hatte seine damaligen Freunde seit Ende der High School nicht mehr gesehen. Sie sind alle auf verschiedene College gegangen. Erik wollte Politik lernen, Stan wollte schon immer etwas Richtung Erzieher werden und Kenny- erst jetzt merkte er das Kenny nie gesagt hatte welches College er besuchen würde. Sie wollten eigentlich alle in Kontakt bleiben, aber dies ist nie geschehen. Das College beanspruchte die meiste Zeit und schließlich waren sie alle Erwachsen, lernten neue Menschen kennen, lebten ihr Leben. Wie es das Schicksal so wollte weit weg von ihren Eltern und ganz auf sich allein gestellt. Manchmal muss man eben seine Flügel weit ausbreiten damit man voran kommt.

Er nahm seine Tasche verließ sein Zimmer. Im Wohnzimmer blieb er noch einmal stehen, drehte sich um. In Gedanken sagte er sich nur das er wohl nie mehr dieses Haus betreten wird. Es war eine dumme Idee zu denken hier her zu kommen war eine gute Idee. Er beschloss einfach das nächste Hotel für eine Woche zu mieten, obwohl es eigentlich sinnlos war hier zu bleiben. Er wusste aber auch er brauchte einfach eine Pause von seinen Leben und das obwohl sich die Erde weiter drehen würde. Ganz egal was passiert.
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