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Whiskey In The Jar

von GH0ST
GeschichteFamilie, Schmerz/Trost / P18 / Mix
Diego Brando Hot Pants Johnny Joestar Julius Caesar "Gyro" Zeppeli OC (Own Character)
02.06.2020
27.03.2021
6
37.165
3
Alle Kapitel
11 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
02.06.2020 984
 
A/N: Diese FF zielt nicht darauf ab, der Storyline genau zu folgen. Vielleicht wäre es besser, sie als eine Art AU zu sehen, das lässt sich in SBR ja ohnehin ziemlich gut aufrollen. Ich wollte es einfach noch einmal anmerken, nicht das ihr euch wundert, aus welchem Grund sich manche Ereignisse vielleicht überschneiden und manche nicht.

Whiskey McLeod ist eine Anlehnung an den Metallica-Song, der auch als Titel dient. Ihr Nachname wurde abgeleitet von dem kanadischen Kunstflugpiloten Pete McLeod. King Nothing ist ebenfalls ein Metallica-Song.

Jetzt wünsche ich euch aber auch schon viel Spaß mit diesem neuen Projekt,
eure Shiv :3



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Prolog




1889, San Diego – Whiskey McLeod; achtzehn Jahre alt; zweifache Gewinnerin einer kanadischen Landesmeisterschaft im Parcoursreiten, auf der Suche nach Herausforderung und Außergewöhnlichem.


*


Seit einem Monat versuchte sich die junge Frau in der neuen Stadt zurechtzufinden, hatte sich die Mühe gemacht, zu Pferd von Regina, Kanada nach San Diego in den USA zu reisen. Denn seit einer geraumen Weile waren Gerüchte im Umlauf, welche deutlich ihr Interesse weckten. Doch der Weg nach San Diego allein, zu dem Ort, zu welchem all die Gerüchte führten, war weitaus anstrengender und augenscheinlich problematischer als vermutet. Nicht nur für Whiskey, sondern am meisten wohl auch für ihr Pferd; einen grauen Hengst mit weißen Aspekten am Kopfbereich, welcher auf den Namen King Nothing hörte. Für den Weg von Regina nach San Diego hatte sie eigentlich nur knappe sieben Tage eingerechnet – eine Woche – doch schaffte es schließlich erst, nach dreizehn Tagen, das Ziel zu erreichen. King Nothing war Langstrecken dieses Ausmaßes nicht gewohnt und der Grenzübergang kostete ebenfalls Zeit. Die Rasten zogen sich länger als erwartet und die Pausen weiteten sich aus. Doch das Gerücht war es wert, das Zeil wenigstens zu erreichen, auch wenn sie wusste, das Menschen mehr redeten als es für sie gesund war, doch die Anzahl der anderen Erfahrenen, welche ebenfalls davon wussten, war einfach zu groß. Es sprach sich zu schnell herum und lud somit regelrecht dazu ein, wenigstens einmal an der Oberfläche des Gerüchts zu scharren.

Allein die Reise von Regina nach San Diego war eine neue Herausforderung, der es sich zu stellen galt und wenn Whiskey ehrlich sein sollte, war es für sie und auch King Nothing eine Erfahrung, welche gemacht werden wollte. Sollten die Gerüchte nicht der Wahrheit entsprechen, hatte sie somit wenigstens an Eindrücken und Erfahrungen gewonnen. Die Reise allein war die Mühe immerhin bereits wert, bei den Landschaften, welche sie entdeckt hatte. Montana hatte einen ganz eigenen Charme und in Las Vegas hätte sich durchaus die Zeit vergessen lassen. Whiskey spielte sogar bereits mit dem Gedanken, auf der Rückreise noch für eine Weile in Las Vegas zu bleiben, diese Zeitlose Stadt noch ein wenig länger auf sich wirken zu lassen oder die bergigen Landschaften Montanas noch einmal vollkommen zu genießen. Nevada wäre ebenfalls noch einmal einen Abstecher wert, die Sonnenuntergänge dort waren die schönsten, welche sie bisher hatte beobachten können. Dann, wenn die Sonne hinter dem roten Gestein versank und diesen Ort noch ein wenig mystischer wirken ließ als er es eigentlich war, verbreitete die Wüstenlandschaft Nevadas ihren ganz speziellen Charme. Wahrscheinlich musste sie langsam zugeben, dass die Landschaften der USA schöner waren, als sie zu Beginn vermutet hatte. Alles, was sowohl sie als auch King Nothing bis zu jenem Zeitpunkt kannten, waren die Landschaften Kanadas, welche von Seelandschaften bis zu bergigen Höhen und großen, freien Flächen ein sehr großes Spektrum aufwiesen. Dementsprechend schwierig gestaltete es sich somit jedoch auch, ihre Eltern zu überzeugen, jene Reise antreten zu dürfen.

Whiskeys Mutter, eine Frau in den Mittvierzigern, sprach gegen die Idee ihrer Tochter, empfand sie als zu jung, um gleich das Land zu verlassen. Immerhin war sie mit ihren achtzehn Jahren noch nicht einmal volljährig. Dann gleich zu verlangen, zwei Jahre die elterliche Ranch zu verlassen war vielleicht ein wenig zu hochgegriffen, doch ihr Vater, der Leiter der Pferderanch, auf welcher sie lebten, hatte ihren Wunsch schließlich verteidigt. Er selbst hatte sein Elternhaus früh verlassen, um sich ganz der Pferdezucht zu widmen, in Regina einen Neuanfang zu wagen und sich somit gleichzeitig gegen seines Vaters Wunsch aufzulehnen, dessen Handwerk, die Glasbläserei, zu übernehmen. Somit konnte er seine Tochter verstehen und wollte deren Wunsch nicht im Weg stehen. Ziehen ließ der Kopf der McLeod-Ranch seine Tochter jedoch nur unter der Bedingung des regelmäßigen Briefkontaktes, selbst wenn jener nur einseitig möglich war bis sie San Diego erreicht und eine Bleibe gefunden hatte und eben jene hatte sie inzwischen tatsächlich gefunden, blieb in einem kleinen, unscheinbaren Motel in der Nähe der Innenstadt San Diegos und arbeitete für die Unterkunft. Ihr eigenes Erspartes reichte kaum aus, um ein Zimmer über längeren Zeitraum zu bezahlen – ganz sicher nicht einmal für zwei Monate – denn die gewonnenen Preisgelder wollte sie nicht mit sich herumtragen, wusste, wie gefährlich es in jener Zeit war, mit zu viel Geld herumzureisen. Bereits in jenem Augenblick hatte sie immerhin zu viel Geld bei sich, doch eben jenes Vermögen hatte sich allein durch die Reise bereits erheblich verkleinert.

Einen Zuschuss von ihrem Vater hatte sie ebenfalls nicht bekommen, hatte selbst noch darauf bestanden, um sowohl ihr als auch ihrer Mutter eine gewisse Art der Selbstständigkeit zu beweisen und jene untermauerte sie schließlich mit der Arbeit in dem Motel, für welche sie nicht bezahlt wurde, aber dadurch kostenlos in einem der Zimmer schlafen durfte – zwei Mahlzeiten inbegriffen. Auf diese Weise konnte sie das Geld für das Rennen sparen, sollten sich die Gerüchte bewahrheiten und dieses Rennen tatsächlich in einem knappen Jahr stattfinden. Doch um dies zu bestätigen musste sie erst einmal weitere Anhaltspunkte finden – was sich in einer fremden Stadt mit einer Masse fremder Menschen doch als sehr schwer herausstellte. Selbst wenn Whiskey durchaus hoffte, durch die Arbeit als Bedienung und Zimmermädchen im Motel wenigstens hin und wieder das ein oder andere Gerücht aufzuschnappen – und bei Weitem, die Menschen in San Diego erzählten sich tatsächlich die interessantesten Dinge.
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