Take it slow (Juni)

von Ririchiyo
GeschichteRomanze, Freundschaft / P12 Slash
Aaron Daryl Dixon Maggie Greene Paul "Jesus" Rovia Rick Grimes Tara Chambler
01.06.2020
30.06.2020
31
25.628
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29.06.2020 753
 
Kapitel 29

Kaum hatten sie die Tür hinter sich gebracht, zog Paul Daryl auch schon näher zu sich heran. „Wäre es eine gute Idee, wenn ich dich jetzt küsse?“, wollte er wissen, kurz bevor sich ihre Lippen berührten, und nahm Daryls Zustimmung nur zu gerne zur Kenntnis, bevor er sein Vorhaben in die Tat umsetzte.
     Das hatte viel zu lange gedauert. Oder nicht wirklich, aber gerade jetzt, wo er Daryls Lippen wieder schmecken konnte, fühlte es sich doch ein wenig so an.
     „Wir sollten unbedingt reden“, brachte er dennoch hervor, bevor die Situation noch mehr eskalieren konnte, und auch wenn er eigentlich nicht wirklich wollte, trat er einen Schritt von Daryl zurück, der ebenfalls aussah, als wäre es nicht das, was er gerade unbedingt hatte tun wollen, aber er hörte auch keine Beschwerde. Und es war die richtige Entscheidung, zu reden. Paul war sich wirklich sicher. Gerade, nachdem Maggie die letzte … was? Halbe Stunde? Paul hätte nicht erwartet, dass sie so viele Fragen stellen würde, aber sie hatte es getan, und nachdem keiner von ihnen zu viel davon etwas gesagt hatte … vielleicht sollten sie sich auch selbst über das ein oder andere klar werden, bevor sie irgendwas weiter machten.
     „Willst du unseren Beziehungsstatus klären?“ Daryl klang beinahe belustigt.
     Was ihm egal war. Ja, genau das wollte er.
     Er trat noch einen Schritt von Daryl zurück, und lehnte sich an den Tisch im Zimmer, sodass zwischen ihnen genug Freiraum war, um sich nicht zu nahe zu sein, sie sich aber dennoch weiterhin gut ansehen konnten. „Wenn ich dich als meinen Freund bezeichne, ist das okay?“
     Daryl schien einen Moment darüber nachzudenken. Wenn er jetzt nein sagen würde, dann wusste Paul wirklich nicht, was er- „Ich auch?“
     Paul lachte. Was für eine Frage. „Sicher.“
     „Küssen in der Öffentlichkeit erlaubt?“ Wow. Dass die Frage ausgerechnet von Daryl kam, war … schon überraschend. Irgendwie. Er sollte aufhören, überrascht zu sein. Und über die Frage nachdenken. Vorhin hatte er es sich gewünscht, Daryl küssen zu können, und …
     „Ja?“ Vielleicht? „Wenn nicht zu viele Leute da sind.“
     „Kleine Schritte?“
     Genau. Ja. „Klingt gut.“ Sie sollten es langsam angehen. Nur, weil die Welt unterging, war das ja noch lange kein Grund, sich zu hetzen. Nicht in solchen Dingen. Glaubte er. „Ich weiß-“ Nein. „Nein, entschuldige, ich weiß nicht, ich-“ Er räusperte sich. „Das hier ist … der Versuch an etwas Festem, ja? Nur, damit es keine Missverständnisse gibt. Du bist genauso interessiert daran, dass wir funktionieren, wie ich, oder?“
     Langsam trat Daryl von der Tür weg, und auf Paul zu. Griff nach dessen Hand, und sah ihm direkt in die Augen, während er ihm über die Finger strich, und nickte. Daryl sah zufrieden aus. Wirklich zufrieden. Und dieses Lächeln? Wow. Paul hatte ja gewusst, dass es ihm stehen würde, wenn Daryl glücklicher war! Was er war, oder? Das hier war der Beweis, richtig?
     „Bist du glücklich?“
     „Jetzt gerade?“
     „Ja.“ Paul wagte es kaum, zu atmen.
     „Sehr sogar.“ Bevor Paul ihn erneut küssen konnte, trat Daryl wieder ein Stück zurück. Pauls Hand immer noch fest in seiner eigenen. „Ich glaube, ich sollte dir sagen, dass Alexandria von uns weiß.“
     Das … was?! Paul lachte auf, und hielt sich im nächsten Augenblick eine Hand vor den Mund. „Wie hast du das denn geschafft?“
     Daryl schnaubte, und zuckte mit den Schultern. „Keine Ahnung. Ich schätze, irgendwer hat den Kuss gesehen, außer Aaron, und-“
     Wow. Paul hätte nicht gedacht, dass Daryls nähere Familie das eher mitbekam, als selbst Maggie. Irgendwie unerwartet. „Stört es dich?“
     Seine Laune steigerte sich sogar noch etwas, als er sah, wie Daryl den Kopf schüttelte. „Ich dachte nur, du solltest es wissen.“
     „Danke.“ Er grinste. „Und wo wir jetzt die paar grundlegenden Dinge geklärt haben: wenn ich dir jetzt anbiete, hier zu übernachten, schläfst du im gleichen Bett wie ich, und wie stehst du zu Sex?“ Fragen konnte ihn immerhin bei Daryl höchstens voran bringen, richtig?
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