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Survive farm life

von SeiSarash
GeschichteHorror / P16 / Het
01.06.2020
12.04.2021
8
14.979
8
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Dieses Kapitel
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15.02.2021 1.478
 
Die Nacht war ruhig und offenbar hat es auch kein Blutiger auf die Farm geschafft. Trotzdem wirf Jack an diesem Morgen Philipp früh aus dem Bett. Dieser ist zwar noch etwas verschlafen, aber er erinnert sich recht schnell an den Abend zuvor. So zieht er sich schnell an und kommt die Treppen hinunter. Jack ist bereits im Stall und spannt sein Shire Horse vor den Karren. Philipp kommt zu ihm. Er findet dieses riesige Pferd echt cool.
„Das ist wirklich ein schönes Pferd. Mein Onkel hatte eine Range. Wir waren als Kinder oft in den Ferien bei ihm.“
Der Farmer schaut zu dem Jungen.
„Kann ich dann also annehmen, dass du reiten kannst.“
Philipp zuckt mit den Schultern.
„Ich konnte es zumindest mal. Ich bin aber nur auf Ponys geritten.“
Jack schaut sich den jungen Mann kurz an. Dann geht er zu einer Pferdebox und schaut rein. Er schüttelt kurz den Kopf und geht zu einer anderen. Er nimmt Zügel von einem Haken an der Tür und geht rein. Philipp bleibt bei dem Shire Horse stehen und wartet. Nach ein paar Minuten kommt Jack mit einem Friesen zu dem jungen Mann. Dieser ist beeindruckt von dem Tier. Der Farmer gibt ihm die Zügel.
„Du kannst doch hoffentlich ohne Sattel reiten, oder?“
Der junge Mann schaut kurz.
„Das werden wir wohl gleich herausfinden.“

Jack kichert und schwingt sich aus sein Shire Horse. Philipp ist etwas nervös, atmet einmal tief durch uns hievt sich auf das schwarze Pferd. Er ist selbst ganz verwundert, dass es ihm gleich beim ersten Mal gelungen ist. Der Farmer schaut zu ihm.
„Nichts schlecht für den Anfang. Keine Angst, die Schöne ist handzahm und laute Geräusche wie Schüsse oder der Gleichen gewohnt. Sie wird nicht buckeln, außer du machst einen Fehler.“

Der junge Mann knurrt kurz.
„Na toll. Dann wirft sie mich ja auf jeden Fall ab.“
„Oh, hast du so wenig Vertrauen in deinen Reitstil? Wir werden es sehen. Versuch neben mir zu bleiben.“

Der Jüngere nickt.

Die Pferde gehen langsam am Zaun entlang. Philipp hatte etwas Mühe, den Friesen auf einer Höhe, wie das Shire Horse zu halten. Er ist auch schon länger nicht mehr auf einem Pferd gesessen. Und auch noch ohne Sattel. Jack schaut zu ihm rüber.
„Du hältst dich gar nicht mal schlecht. Ich hatte noch nie einen Touristen, der mit einem meiner Pferde klarkam. Die meisten jungen Leute aus der Stadt haben noch nie auf einem Pferd gesessen, geschweige denn eins aus der Nähe gesehen. Zudem ist den meisten Jugendlichen Arbeit zuwider. Dass sie so oder so irgendwann arbeiten müssen, um Geld zu verdienen, blenden sie gekonnt aus.“

Philipp nickt kurz.
„Ich persönlich weiß, dass ich irgendwann arbeiten muss. Ich weiß nur noch nicht, was ich später mal werden will. Meine Noten sind nur durchschnittlich. Und was meine Familie angeht, wissen Sie ja. An mich stellt man keine Anforderungen. Vermutlich werde ich irgendwo Regale einräumen oder so. Etwas wichtiges wird es nicht werden.“
Jack schaut den Jungen Mann eine Weile an, dann schaut er am Zaun entlang, während er redet.
„Wir haben wohl mehr gemeinsam, als ich dachte. Als ich etwa so alt war wie du, hat man von mir weniger als nichts erwartet. Ich hatte ja gesagt, dass ich unter meinen Geschwistern nutzlos war. Es sei denn man konnte Geld bei mir abstauben. Ich fürchte, dass sie auch schon bald wieder hier aufschlagen werden. Farmer gelten im Moment als äußerst wohlhabend. In meinem Fall stimmt das sogar. Ich habe eine Finanzberater, ein paar Aktien und ein Sparbuch mit etwa 800.000 Dollar. Aber das Geld brauche ich, falls die Farm in Schieflage gerät.“
„Sie meinen, wenn diese Blutigen-Dinger hier in Scharren eindringen?“
Jack lächelt Philipp an.
„ Das wäre ein Szenario. Du scheinst eine Art Gespür für so was zu haben.“

Der junge Mann muss kurz lächeln, dann schaut er übers Feld und sieht etwas. Er hält den Friesen an, woraufhin auch Jack sein Pferd anhält. Philipp zeigt schweigend aufs Feld. Der Farmer holt sein Scharfschützengewehr hervor und schaut hindurch.
„Tatsächlich. Gute Augen, mein Junge. Das ist ein Blutiger.“
Da gibt Jack dem jungen Mann das Gewehr. Dieser ist kurz überrascht und schaut dann zu dem Mann auf dem Shire Horse.
„Was soll das? Ich werde das Ding niemals treffen. Und wenn es uns angreift...“

Jack legt sich den Zeigefinger an die Lippen.
„Das ist ein Rang D. Die Viecher sind fürchterlich langsam. Du schaust durchs Visier. Und wenn das Kreuz auf den Kopf ist, drückst du ab. Lass dir Zeit mit dem Zielen.“

Philipp atmet einmal durch und hebt dann das Gewehr. Er soll sich zeit lassen mit dem Zielen. Er versucht ruhig zu bleiben. Das Kreuz ist direkt auf dem Kopf. Er schluckt noch einmal, hält dann den Atem an und drückt ab. Ein kleiner Rückstoß haut fast das Visier gegen Philipps Gesicht. Schnell nimmt er die Waffe runter und schaut zu Jack. Dieser schaut durch ein Fernglas.
„Nicht schlecht, mein Junge. Fast perfekt. Ein bisschen Übung, dann könntest du Jäger werden. Wobei du als Jäger einen Blattschuss landen müsstest. Aber das Wild in diesen Wälder, willst du wirklich nicht jagen.“
Philipp gibt Jack das Gewehr zurück.


Die Beiden schauen sich den Leichnam genauer an. Mit einem Sparten dreht der Farmer die Leiche auf den Rücken und schaut sie an.
„Sieht aus, als wäre unser Freund schon länger ein Blutiger.“

Jack fast in die Innentasche der Jacke, die der Blutige trägt und holt eine Geldbörse hervor. Der ältere Mann schaut in die Börse und holt einen Ausweis hervor.
„Wolfram Berger. 38 Jahre alt.“
Jack schaut weiter in der Börse. Dort findet er ein Foto von einer Frau und zwei kleinen Mädchen.
„Scheiße. Ein Familienvater. Ich hasse solche Momente. Hol mal eine der Leichensäcke und die Gummihandschuhe vom Karren. Der arme Kerl kommt mit.“
Philipp steigt vom Pferd und nimmt einen der Säcke vom Karren. Mit den Handschuhen an den Händen heben die beiden Männer die Leiche in den Sack. Die Geldbörse steckt Jack in seine eigene Tasche. Reißverschluss zu, dann heben sie den Sack auf den Karren.

Nur eine Stunde später sind ein Polizeiwagen und ein Leichenwagen auf dem Farmgelände. Jack spricht selbst mit den Beamten. Diese erzählen ihm, dass der Mann seit mehreren Monaten schon vermisst wird. Die Polizei weiß durchaus um die Gefahr durch die Blutigen. Trotzdem will man von Jack und Philipp vernehmen, um sicherzugehen, dass der Mann auch wirklich ein Blutiger war, als er erschossen wurden. Jack spricht, um Philipp vorerst vom Reden abzuhalten.
„Ich hatte neulich ein Loch in meinem Zaun. Ein paar Blutige sind dadurch gekommen und haben eines meiner Schafe gerissen. Ich nehme an der arme Kerl hat es einfach nicht mehr rechtzeitig zurück geschafft, bevor ich den Zaun ausgetauscht habe. Er lag in einer recht schattigen Ecke. Ich habe mich durch einen Fernglas vergewissert, dass es kein Mensch wer war. Und dann hab ich ihn erschossen.“
Der Polizist schaut Jack eine Weile an.
„Und was hat der Junge gemacht?“
„Der hat mich nur begleitet. Einen Zaun zu reparieren ist eine Heidenarbeit. Darum nehme ich immer einen meiner Gäste mit, um einen Zaun zu reparieren.“
Der Cop notiert was, dass schaut er wieder zu dem Farmer.
„Haben Sie nicht eben gesagt, dass sie den Zaun neulich erst repariert haben? Und dann soll er schon wieder kaputt sein?“
Jack seufzt kurz, dann antwortet er.
„Ich gehe jeden Morgen davon aus, dass sich ein Blutiger auf meinem Grundstück befindet. Darum habe ich den Jungen mitgenommen. Und es war ein Blutiger hier. Und nein, der Zaun war nicht kaputt, daher denke ich, dass er beim letzten Mal einfach nicht schnell genug war.“
Der Polizist notiert sich erneut etwas und spricht dann Philipp an.
„Und du? Kannst du bestätigen, dass der Mann schon ein Blutiger war?“
Der junge Mann schluckt kurz.
„Nun, ich sollte auch durch das Fernglas sehen, damit der Herr Redfield sicher sein konnte. Ja, der Mann war so ein Blutiger-Ding.“
Der Gesetzeshüter schreibt noch ein wenig auf, dann wendet er sich an Jack.
„Wir werden die Leiche überprüfen. Wenn wir noch Fragen haben, dann rufen wir Sie an.“

Der Farmer gibt dem Polizisten noch die Geldbörse des Toten. Die Leiche wurde bereits in den Leichenwagen gepackt. Dieser und der Polizeiwagen verlassen die Farm. Philipp schaut zu seinem Gastgeber.
„Warum haben Sie ihnen nicht gesagt, dass ich geschossen habe?“
Der Farmer schaut zu dem Jungen.
„Die hätten womöglich noch behauptet, dass du einen Menschen erschossen hättest, weil du ihn von einem Blutigen unterscheiden kannst. Und mir hätte man irgendein Motiv angedichtet.“
„Und umgekehrt nicht?“
„Umgekehrt, könnte man dir nichts ankreiden. Meine Farm, meine Regeln. Außerdem sind das meine Waffen. Wir müssen das Gewehr nur abwischen, für den Fall, dass die… Oh nein!“
Philipp schaut Jack kurz fragend an, dass folgt er dessen Blick, der auf einen quietschpinkes Auto gerichtet ist, dass die Straße zur Farm herunter gefahren kommt.
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