Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Survive farm life

von SeiSarash
GeschichteHorror / P16 / Het
01.06.2020
12.04.2021
8
14.979
8
Alle Kapitel
15 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
11.01.2021 2.198
 
Die Mädchen sind erstaunt wie viel Spaß es machen kann, Kühe zu melken. Seit Jack mit Luke unterwegs war, wirkt der Farmer deutlich entspannter. Philipp und Florian haben von ihrem Gastgeber den Auftrag, die Schweine zu füttern. Luke hingegen ist mit dem Farmer hinter der Scheune und bekommt von Jack den Umgang mit einer Flinte beigebracht. Ein wenig unfair findet Philipp und macht seinem Ärger Luft.
„Warum bringt der uns das nicht bei? Als wären wir nicht gut genug dafür.“
Florian deckt kurz nach.
„Ich weiß ja nicht. Mir persönlich ist nicht wohl dabei, eine geladene Waffe in der Hand zu halten. Ich glaub, ich verzichte lieber auf Schießtraining.“
Philipp wirft den Krug beiseite und verlässt de Stall. Er geht zu Jack und Luke. Dort mach er sofort einen Aufstand.
„Verdammt! Wieso soll ich die Drecksviecher füttern, während Luke hier zum Supermann ausgebildet wird.“
Jack schaut zu Philipp.
„So so. Du willst also Billy the Kid spielen? Von mir aus.“
Jack nimmt eine Flinte aus einer Kiste und lädt sie, dann drückt er sie Philipp in die Hand.
„Du zielst auf eine er Dosen und drückst ab. Halt dir das Ding nicht direkt vors Gesicht. Der Rückstoß kann dir das Nasenbein direkt ins Gehirn stoßen.“
Philipp schaut ihn böse an.
„Ich hab schon mal geschossen.“
Jack hebt nur eine Augenbraue. Luke senkt seine Waffe und schaut zu, wie sein Kumpel die Waffe auf eine in der Ferne stehende Dose richtet. Dann drückt er ab. Da es sich um eine Schrottflinte handelt, trifft er zwar die Dose, aber sie wackelt nur etwas. Der Farmer und Luke schauen zu Philipp. Dieser schaut kurz zurück, dann setzt er einen zweiten Schuss an, der ebenso daneben geht. Für den Jungen ist es ganz klar.
„Dieses Ding muss einen Drall haben.“
„Red nicht so einen Unsinn.“
Jack nimmt Philipp die Waffe ab, lädt nach und richtet den Lauf auf die Dose. Ein Schuss und die Dose fliegt davon. Der Farmer schaut den Jungen an.
„Ich lebe schon lange genug auf dieser Farm und mit diesen Biestern. Ich brauche keine Jungs, die den Helden spielen wollen. Ich brauche Männer, die zielen können. Von mir aus kannst du weiter üben. Ich habe noch eine Waffe mit Kunststoffkugeln. Sie hat das Gewicht und den Rückstoß einer echten Beretta. Kannst du damit leben?“
Luke gibt seinem einen kleinen Stups, der dann schließlich nickt. Da kommt Florian angelaufen.
„Sie müssen schnell kommen. Eine Frau wird verfolgt!“

Sonja und Ramona beobachten eine Frau ihn einem Kleid vor einem ausgemergelten Mann davon läuft. Dieser ist zwar nicht schnell, aber die Frau in diesem Fummel auch nicht. Da galoppiert Jack auf seinem Pferd an den beiden vorbei. Die Frau stolpert ein wenig, läuft aber weiter die Straße entlang. Das Pferd galoppiert in hoher Geschwindigkeit über den Sandweg, der von der Farm zu Straße führt. Zwar ist das Shire Horse schnell genug, um mit diesem Blutigen mitzuhalten, aber dieses Pferd ist ein Arbeitstier. Der Araber wäre besser gewesen. Aber der Große stand schon draußen. Und der Farmer weiß, dass Zeit ein wichtiger Faktor sein kann.

Die Frau stolpert und fällt hin, nur noch ein paar Meter, dann hat der Blutige sie erreicht. Da kommt das Pferd angedonnert und springt seitlich in den Blutigen herein. Das Monster donnert auf den Asphalt. Das Shire Horse macht kehrt, Jack zieht eine Waffe und schießt dem Blutigen in den Kopf. Dann steigt der Farmer aus und geht zu der Frau. Als sie seine Schuhe sieht, verfällt sie in Panik.
„Nein! Nein!“
Jack dreht sie um.
„Beruhigen Sie sich. Sie sind in Sicherheit. Der Blutige ist tot.“
Doch die Frau schreit auch weiterhin und robbt von ihm weg. Dieser fängt nun an, ihr Gesicht abzutasten. Offenbar hat sie einen Hitzschlag. Jack geht zu seinem Pferd und nimmt ein Seil vom Sattel. Damit fesselt er die Frau, die sich mit Händen und Füssen dagegen wehrt. Doch schließlich kann Jack sie auf den Rücken seines Pferden verfrachten.
„Ich werde niemals euer Abendessen! Ich trete euch kaputt!“
Der Farmer führt sein Pferd zurück zur Farm. Die Touristen schauen ihm dabei zu. Jack gestikuliert, dass die Mädchen zu ihm kommen sollen. Dann nimmt er die fluchende Frau vom Pferd und bringt sie rein. Sonja und Ramona kommen ins Wohnzimmer, wo Jack die Frau aufs Sofa gelegt hat. Er kommt schließlich zu ihnen rüber.
„Sie ist dehydriert und braucht viel Wasser. Im Keller sind noch Klamotten von meiner verstorbenen Frau. Von der Statur her könnten sie ihr passen.“
Jack geht in eine kleine Kammer unter der Treppe und nimmt ein Funkgerät in die Hand.
„Hier Redfield. Habe eine Frau verfolgt, die von einem Blutigen verfolgt wurde. Trug ein Cocktalkleid. Hat einer von euch einen Trupp von Feierwilligen bei euch?“
Es dauert einige Zeit, bis ein Knacksen aus dem Funkgerät kommt. Eine stimme krächzt.
„Anderson hier. Habe auch einen hier. Kommt von der Farm von Richy. Donald ist vor einer Stunde zu ihm rüber. Müsste jederzeit Meldung machen.“
Jack seufzt und spricht ins Funkgerät.
„Danke dir!“
Der Farmer schaut zu den Mädchen. Diese schauen kurz zurück. Da krächzt das Funkgerät wieder.
„Hier Donald. Ich sende auf allen Kanälen. Ein Rang S hat Richys Farm überfallen. Richy ist am Leben. Rang S ist auf dem Weg zu Jack. Noch etwa 45. Minuten Zeit. Alle kommen zu Jack.“
Der Farmer erschrickt. So auch Sonja. Jack steht auf und schaut zu ihnen.
„Ihr beide bleibt hier.“
Jack verlässt das Haus und schaut zu den Jungs.
„Sonnyboy, du kommst mit mir! Die anderen Beiden gehen ins Haus und verrammelt die Tür.“
Philipp schaut nun wieder böse drein.
„Also darf Luke wieder Supermann spielen...“
Jack packt den Jungen und drückt ihn gegen einen Zaun.
„Ich habe deinem Kumpel seine große Klappe gerade ausgetrieben. Zur Not mache ich das auch mit dir! Ich brauche aber gleich keinen Supermann, sondern jemanden, der treffen kann, wenn es darauf ankommt. Ein verdammter Rang S steht bald vor meiner Tür. Und ich hab keine Lust auf ein Massaker, nur weil du Aufmerksamkeit brauchst.“
Jack zieht eine Waffe und drückt sie Philipp in die Hand.
„Wenn du etwas sinnvollen tun willst, dann geh in ins Haus und beschütze die Frauen. Sonnyboy, du kommst mit!“
Jack geht zu einem kleinen Schuppen neben dem Haus. Luke schaut kurz zu Philipp und folgt dem Farmer dann. Florian packt Philipp und zieht ihn mit sich ins Haus.

Jack und Luke stehen bereits am Tor, als mehrere Autos angefahren kommen und schließlich die Straße blockieren. Die Farmer steigen aus. Einer kommt zu Jack rüber.
„Ich hatte gehofft, so ein Monstrum nicht noch einmal zu begegnen. Scheiße! Wenn man einmal mit dem Militär ran geht, wäre das Problem gelöst.“
„Als würde es die interessieren, was wir für Probleme haben. Die machen erst was, wenn wir nicht mehr liefern können. Und dafür sind wir einfach noch zu viele.“
Der andere Farmer nickt und schaut zu Luke herüber.
„Du lässt dein Gäste mitkämpfen. Du bist ruiniert, wenn der Kleine stirbt.“
Jack schaut nun auch zu dem Tourist.
„Mach dir um den keine Sorgen. Er ist zäh und kann schießen. Er bleibt hinter dem Gitter. Und schießt von dort aus.“
Luke macht gerade den Mund auf, da verschließt Jack das Tor zu seiner Farm und verschließt es. Er nimmt dann einen Schlüssel von seinem Bund und reicht ihn durch den Zaun. Luke nimmt ihn und steckt ihn weg. Er schaut Jack an.
„Ich hoffe, dass alle am Leben bleiben.“
Jack lächelt kurz.
„Kaum zwei Tage hier und schon so verweichlicht?“
„Nun, alter Mann. Du bist eigentlich ganz in Ordnung. Wäre schade, wenn du draufgehst.“
Da ruft einer der anderen Farmer. Alle schauen die Straße runter. Ein großer Mann kommt die Straße entlang gerannt. Eine Farmerin kommt zu Jack.
„Wir haben den Draht gespannt. Wenn er direkt rein läuft, können wir ihn mit den Seilen festbinden. Hoffen wir, dass keiner von uns James folgt.“
„Der Plan ist besser, als damals, Amy. Hoffen wir, dass das Vieh mitspielt.“
Vier der sieben Farmer nehmen sich die Seile und warten. Der Blutige legt Tempo zu. Da donnert das Monster in den gespannten Draht und fällt zu Boden. Augenblick umzingeln die Farmer den Blutigen. Dieser steht langsam auf. Schlingen aus vier Richtungen legen sich um ihn. Als der Blutige wieder auf den Beinen ist, versucht er in jede Richtung zu laufen, doch es fällt im schwer. Die drei Farmer, die keine Seile halten, laden ihre Waffen durch und schießen auf den Kopf des Monsters.

Sonja zuckt zusammen, als sie Schüsse hört. Sie geht zu einem Fenster und schaut hinaus.
„Da geht's wohl richtig ab.“
Philipp schaut erzürnt in die Runde.
„Das ist doch scheiße. Ich könnte da genauso helfen, wie Luke.“
Sonja schaut zu ihm, dass zu Florian. Dieser setzt sich seinem Kumpel gegenüber.
„Du stellst es dir sehr einfach vor. Weißt du. Der Mann hat Sonja und mir erzählt, dass so ein Ding schon einmal aufgetaucht. Sie waren damals zu acht. Und einer von ihnen hat es trotzdem nicht geschafft. Wenn du unbedingt drauf gehen willst, die Waffe hast du ja schon. Er mag vielleicht nicht der freundlichste sein, aber er macht das hier Tag für Tag mit. Und das seit Jahren.“
Philipp schaut zu Florian. Dann legt er die Waffe auf den Tisch. Wieder fallen Schüsse. Die Frau, die zuvor von Jack gerettet wurde, ist nun wieder bei Sinnen. Sie scheint jedoch verschreckt. Sie schaut zu den Jungs.
„Es ist so furchtbar… wie dieses Biest...“
Alle schauen zu ihr. Sie beginnt zu weinen. Ramona legt ihren Arm um die Frau. Irgendwann ist es still. Sonja schaut wieder raus.
„Luke und Mister Redfield kommen… Und noch ein paar andere.“
Sie schließt die Tür auf. Luke steht direkt dahinter. Er sieht verschreckt aus und setzt sich wortlos auf die Treppe. Jack tritt ein, hinter ihm die anderen Farmer. Und auch ein junger Mann, der die Frau auf dem Sofa sieht und zu ihr läuft. Als die beiden sich ansehen, fallen sie sich in die Arme. Die Farmer verteilen sich im Wohnzimmer und setzen sich. Jack gibt jedem von ihnen ein zwei Zentiliterglas und schenkt ihnen einen Schnaps ein. Er füllt auch zwei auf dem Tisch und reicht eines Luke. Der schaut auf, nimmt ein es und geht zu den Farmern. Diese heben lautlos die Gläser und leeren sie dann. Erst danach traut sich die einzige Farmerin in der Runder zu sprechen.
„Das war mal ein echtes Monster.“
Die Anderen stimmen zu. Richy, dessen Farm von dem Blutigen heimgesucht wurde, schaut zu den zwei Touristen, die auf seiner Farm Urlaub gemacht haben.
„Ich kann wohl von Glück reden, dass keiner meiner Besucher verletzt oder getötet wurde. Trotzdem. Das Zwei vom Rang S sind schon zu viel. Wir haben nicht immer das Glück, dass alle davon kommen. Und dass wir so schnell zusammenkommen.“
Jack nickt.
„Da hat er Recht. Wir müssten irgendwie Druck auf die Regierung aufbauen. Wenn wir nicht mehr liefern, dass müssen sie reagieren.“
Ein anderer Farmer meldet sich.
„Ich weiß nicht, ob das so gut wäre. Wenn wir nicht mehr liefern, dann gehen die doch eher gegen uns vor. Scheiße, meine Farm ist seit sechs Generationen in Familienbesitz. Ich hab keinen Bock auf eine Enteignung.“
Amy schaltet sich ein.
„Jack hat gar nicht so unrecht. Überlegt doch mal, seit diese Plage aufgetaucht ist, haben etwas über die Hälfte unserer Kollegen das Handtuch geworfen. Farmer zu sein, ist dermaßen unbeliebt, dass man uns nicht einfach ersetzen kann. Und was bringt es, einen Farmer zu enteignen, wenn die anderen Farmen nicht liefern? Wenn wir alle nicht mehr liefern, dann muss die Regierung uns zuhören. Die haben absolut keine Mittel, um uns zu irgendwas zu zwingen. Aber wir.“
Die Farmer denken kurz nach. Richy meldet sich wieder zu Wort.
„Und wie bringen wir die anderen dazu mitzumachen?“
Da spricht plötzlich Luke.
„Wenn ihr alle die selben Probleme mit diesen… Dingern habt, dann sollten sie doch leicht davon zu überzeugen sein.“
Alle richten ihre Blicke auf ihn. Jack muss kichern.
„Da hat er Recht. Ich muss sagen, Sonnyboy, du fängst an, mir zu gefallen.“
Luke versucht sich an einem grinsen.
„Vielleicht übernehme ich deine Farm, wenn du irgendwann ins Gras beißt.“
„Sei Vorsichtig mit deinen Wünschen. Wenn wir die Drecks-Viecher nicht los werden, kann das früher passieren, als dir lieb ist.“

Irgendwann gehen die Farmer wieder, bis auf Amy, die noch mit Jack ‚sprechen‘ möchte. Während die Touristen einen kleinen Spaziergang machen, haben Amy und Jack sich in sein Schlafzimmer zurück gezogen. Offenbar ist es nicht das erste Mal, dass die Beiden ein ‚tiefgründiges Gespräch‘ führen. Nach gut einer Stunde sitzen die beiden nebeneinander, beide mit einer Zigarre in der Hand. Amy schaut zu Jack rüber.
„Du scheinst diesen Sonnyboy wirklich zu mögen. Deine eigenen Kinder werden die Farm nicht übernehmen. Da wäre der junge Mann doch eine gute Wahl. Oder nicht?“
„Einerseits schon. Aber er weiß nun, was es heißt, ein Farmer zu sein. Ich glaube nicht, dass er dazu bereit wäre. Ich glaube, sobald wir alle weg sind, kommen unsere Höfe unter den Hammer und irgendwelche Möchte-Gerne fahren alles mit Vollgas gegen die Wand.“
Amy rutscht näher an ihn heran und legt ihren Kopf auf seine Schulter.
„Dann hoffen wir, dass unser Plan aufgeht.“
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast