Eine verhängnisvolle Rettung

von LP3107
GeschichteDrama, Romanze / P12
Dr. John Watson OC (Own Character) Sherlock Holmes
29.05.2020
08.09.2020
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29.05.2020 716
 
Hallo Ihr ;)
Nachdem ich eure Geschichten hier mit Begeisterung gelesen hatte, hatte ich gedacht, ich versuche es auch mal. Das hier ist meine allererste Geschichte. Also Rückmeldungen wären daher nicht schlecht :) Über eure Kommentare würde ich mich sehr freuen ;)

Also viel Spaß beim Lesen!

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„Wie mir das zu wider ist, ich hasse es mit der U-Bahn fahren zu müssen!“
Sherlock Holmes hatte gerade wieder einen Fall erfolgreich beendet, bei dem er jedoch während einer Auseinandersetzung mit dem Täter unglücklich in den Schlamm viel. Die Taxifahrer wollten ihn, in diesem Zustand natürlich nicht mitnehmen. Also war er wohl oder übel gezwungen mit der U- Bahn fahren zu müssen.
Als er den Bahnsteig betrat, bemerkte er die Blicke der Menschen. Aber das war ihm egal. Er wollte nur noch schnell nach Hause und sich duschen und umziehen.
Die Anzeige auf der Tafel zeigte, dass die nächste Bahn in 5 Minuten eintreffen würde. Also begab er sich etwas abseits von den anderen Menschen in eine ruhige Ecke und tippte auf seinem Handy. Eine Nachricht von John Watson, seinem neuen Mitbewohner: “Sherlock, wo sind sie?“
Er tippte schnell die Antwort und sah dann nochmals an die Tafel. Noch 2 Minuten.
Als sein Blick durch die Menge auf dem Bahnsteig führte, hielt er plötzlich inne. Da am Bahnsteig zwischen einer Gruppe von Männern mit ihren teuren Anzügen und Aktenkoffern, stand eine junge Frau. Sie wirkte irgendwie nervös. Sie schaute abwechselnd auf die Anzeigetafel, ihre Uhr und in den Tunnel, wo die U- Bahn herauskommen sollte. Etwas zu oft seiner Meinung nach. Ab und an blickte sie in ihr Umfeld oder Richtung Rolltreppe, die zum Gleis führte. Halt, weinte sie etwa?, dachte er sich. Eine kleine Träne lief ihr über die Wange. Er fixierte sie weiter mit seinen Blicken. Irgendetwas stimmte nicht. Das Verhalten der jungen Frau war zu merkwürdig. Die junge Frau bewegte sich nun immer weiter Richtung Gleis aber nur so weit, sodass die Menschen um sie herum, nichts merken konnten. Als er die Geräusche der einfahrenden U- Bahn vernahm, sah er dass nur noch wenige Zentimeter zwischen ihr und dem Abgrund zum Gleis waren. Nein, sie wollte nicht die Erste in der Bahn sein. Sie wollte springen.
Er musste schnell handeln. Also bewegte er sich kurzerhand auf die junge Frau zu und ehe sie ihren Plan in die Tat umsetzen konnte, packte er sie am Arm und zog sie vom Ende des Bahnsteiges weg.
„Tun Sie es nicht!“, entgegnete er ihr. Die junge Frau, jetzt konnte er sehen, dass sie nicht älter als 34 Jahre war, blickte ihn daraufhin erschrocken an. „ Was... Wie konnten Sie....?“
Als alle Menschen die U- Bahn bestiegen hatten und diese weggefahren ist, standen nur noch Sherlock und die junge Frau auf dem Bahnsteig.
Doch plötzlich, unerwartet für Sherlock, schrie sie: „Sie IDIOT! Was haben sie getan! Sie haben alles kaputt gemacht!“
Sherlock, sichtlich verwirrt über ihren Ausbruch: „Ich habe Ihnen gerade das Leben gerettet!“
„Ich habe Sie nicht darum gebeten und jetzt lassen Sie mich los!“ Sherlock bemerkte nun, dass er die junge Frau immer noch am Arm festhielt. Er lockerte seinen Griff und die junge Frau ging, ohne noch einmal einen Blick auf ihn zu werfen, Richtung Ausgang.
Sherlock, immer noch leicht verwirrt über diese Reaktion, stand regungslos am Bahnsteig. Erst das Klingeln seines Handy, holte ihn aus seiner Starre.
„John?“, fragte er. „Sherlock, wo sind sie, es gibt einen neuen Fall!“, entgegnete ihm John.
„Ich bin unterwegs“, sagte er daraufhin.
Nachdem diesem Vorfall entschied er, doch nicht mehr mit der U- Bahn zu fahren. Also begab er sich Richtung Ausgang, in dem die junge Frau ebenfalls verschwand. Er hatte sich dazu entschieden, lieber zu laufen. Beim Spazierengehen bekommt man eh den Kopf besser frei.
Aber die junge Frau, ging ihm nicht mehr aus dem Kopf. „Wer war sie und warum reagierte sie so abfällig?“, dachte er sich.
Nach gut 40 Minuten traf er schlussendlich und ohne nähere Erkenntnis in der Baker Street 221B ein. John saß auf seinem Sessel und unterhielt sich mit Detective Inspector Lestrade über den Fall. Sherlock hatte sich dazu entschlossen, John erst einmal nichts von der Situation in der U- Bahn Station zu erzählen.
„Sherlock, alles okay? Wo waren Sie so lange?“, fragte John.
Der Detektiv winkte ab und bat sofort um nähere Informationen zum Fall.
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