Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Admiral

von MrsLivi
GeschichteFamilie, Freundschaft / P12 / Gen
Ben Beckman der Rote Shanks Die Strohhut-Bande Mihawk "Falkenauge" Dulacre Monkey D. Ruffy OC (Own Character)
29.05.2020
04.05.2021
16
18.012
6
Alle Kapitel
19 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
04.05.2021 1.337
 
Sehr zur freudigen Überraschung des Phönix steuerte die Thousand Sunny ohne weitere Zwischenfälle die Insel an, auf der sich Ruffys Schwester und auch ihre Mädels von ihren Verletzungen erholten. Marco hatte bereits mehrfach mit Vista telefoniert. Dieser würde einige der Männer zusammentrommeln und sich dann mit der Moby Dick auf den Weg machen. In Absprache mit Nami würden sie nicht in das Gebiet des Roten Kaisers eindringen, sondern eine andere Insel ansteuern, die von der Navigatorin ausgewählt wurde. Entspannt saß Marco an Deck und beobachtete die junge Mannschaft. Zorro trainierte, Robin las (wie so ziemlich immer), Nami genoss die warmen Sonnenstrahlen, Ruffy döste auf dem Löwenkopf, Sanji bereitete mit Brook das Mittagessen vor und Lysopp, Franky und Chopper spielten irgendein Kartenspiel. Es würde maximal nur noch einen Tag dauern, dann hätten sie die Insel endlich erreicht. „Bist du aufgeregt?“, wollte Robin plötzlich wissen und sah ihn über den Rand des Buches hinweg an. „Weil du bald Angel kennenlernst?“, fügte sie auf den fragenden Blick des Phönix noch hinzu. Dieser überlegte kurz. „Ja, ein wenig schon. Ich weiß nicht, wie sie auf mich regieren wird. Oder schlimmer noch: wie Shanks und Ben reagieren werden. Eigentlich bereitet mir das die größeren Bauchschmerzen."
KLONK!
Überrascht richteten sich alle auf. „Da ist etwas an unser Boot gestoßen.“, stellte Ruffy fest und rutschte von seinem Stammplatz. Neugierig ging er zur Reling, an der Lysopp schon stand … kreidebleich und am ganzen Körper zitternd. „Da … da … Mih…“, stotterte er und deutete nur neben die Sunny. Neugierig blickte Ruffy hinunter und auch Zorro stellte sich neben seinen Kapitän. „Na nu, Falkenauge.“, klang es überrascht von dem Strohhutträger und seinem Vize synchron. Der grünhaarige Schwertkämpfer ließ dem Samurai eine Strickleiter hinunter, der wortlos an Deck kletterte. Seine gelben Augen musterten jeden einzelnen an Bord, verengten sich aber sofort, als er Marco entdeckte. „Bist du auch auf dem Weg zu Angel?“, wollte der Gummijunge wissen und ließ sich von der kühlen, abweisenden Art des Schwertmeistern in keinster Weise stören. Hätte Falkenauge ihn wirklich angreifen wollen, dann läge sein Schiff schon zersäbelt am Meeresgrund. „Du hast eine interessante … Begleitung. Vor allem, da du im Gebiet von Shanks segelst.“, meinte der mächtige Pirat nur. „Marco hat seine Hilfe angeboten. Außerdem waren er und Ace sehr gute Freunde. Ich habe keinen Grund ihn anzugreifen oder als Feind zu betrachten.“, erklärte Ruffy ernst. Sein Vize hatte sich zurückgezogen und beobachtete den Falken misstrauisch. Ja, er hatte lange mit ihm zusammen trainiert und ja, er respektierte ihn. Aber er fand ihn noch immer arrogant und überheblich, auch wenn er eine gewisse Sympathie für den Schwarzhaarigen empfand. Es war seltsam, aber man könnte es schon als eine Art Hass-Freundschaft bezeichnen. Doch hatte Mihawk auch genügend Respekt vor ihm und Ruffy und das schon seit ihrer ersten Begegnung. Seine Prophezeiung hatte sich zumindest teilweise erfüllt. Er und sein Käpt’n bildeten eine hervorragende Einheit. Wieder glitt der Blick des Samurai über die Mannschaft, bevor er sich direkt an den Strohhutjungen wandte. „Ich nehme an, es stört dich nicht, wenn ich mich euch anschließe? Wir haben ja so oder so das gleiche Ziel.“, meinte er und erntete ein nicken des jungen Kapitäns. „Weißt du etwas Genaueres über Blackbeard?“, wollte dieser schließlich wissen. Aufmerksam musterten ihn die gelben Augen. Ihnen etwas vorzumachen war unmöglich. Falkenauge würde jede kleine Regung erkennen, jede Lüge sofort durchschauen. „Nein, nicht wirklich. Ich weiß, dass er in einer eher geheimen Marinebasis versorgt wird. Das was von seiner Mannschaft übrig ist auch. Selbst sein Schiff ist dort und wird auf Kosten der Marine repariert. Aber ich nehme an, dass weißt du. Ebenso den Grund für den Angriff.“ Ruffy nickte. „Ja, ich kenne seinen groben Befehl.“ Und dann fielt ihm etwas ein. Aus immer größer werdenden Augen blickte er zu Mihawk auf. Er würde es nie laut aussprechen, doch dieser Junge erinnerte ihn extrem an Shanks, so wie er war, als sie sich kennenlernten. Und vor allem war er es nicht gewohnt, dass ihm jemand so lange und intensiv in die Augen blickte. Es fühlte sich komisch an. Nur war davon äußerlich nichts zu sehen. „Mach es dir bequem, ich hol nur schnell etwas.“, erklärte er plötzlich und stürzte davon. Aus dem Inneren des Schiffs hörte man lautes Gerumpel und Gepolter, als die Tür plötzlich wieder aufflog und Ruffy wie ein geölter Blitz auf den Samurai zuschoss. Direkt vor ihm stoppte er. „Hier“, meinte er und reichte ihm ein Bild. Tatsächlich verlor der Samurai seine eher beherrschte und unterkühlte Art und ein leichtes Lächeln bildete sich auf seinen Zügen. Kurz drehte er das Foto und las den Satz auf der Rückseite. „Erzähl mir mehr davon.“, bat der Gummijunge und blickte ihn neugierig an. Es genügte ein Blick, um zu wissen, dass er erst Ruhe geben würde, wenn alle seine Fragen beantwortet waren. Mit einem Seufzen ließ er sich auf einem Stuhl nieder, Ruffy ihm gegenüber. Dieser Blick des Strohhutjungen. Er war wirklich fast genauso wie Shanks. Ein leichtes Kichern entkam seinen Lippen woraufhin der Gummijunge nur fragend seinen Kopf schief legte. „Ben hatte Recht.“, meinte der Falke nur leise. „Du bist Shanks wirklich verdammt ähnlich. Er war früher genauso wie du jetzt.“, erklärte er und erntete ein strahlendes Lächeln. Dieser Junge … schon in Marinefort war dem Samurai aufgefallen, dass es allein der Ausstrahlung und der Art von Ruffy zu verdanken war, dass ihm so viele gefolgt sind. Eine weitere Gemeinsamkeit zwischen ihm und Shanks. Doch dann richtete er seinen Blick auf das Foto. „Was möchtest du wissen?“, begann er und unterbrach Ruffy direkt. „Und sag jetzt bitte nicht ‚alles‘. Genauer.“, forderte er. Kurz überlegte der Schwarzhaarige. „Du kennst Shanks und Ben schon lange. Wann hast du Angel getroffen und wie? Und stimmt es, dass Ben sie wirklich liebt?“ Zwei Fragen; eine völlig verständlich, die andere eher unerwartet. „Angel kenne ich tatsächlich auch schon einige Zeit. Weißt du, wie sie und Shanks sich kennengelernt haben?“ Alle grinsten. „Ja, in einer Werft. Geendet hat es in einer Bar.“, kicherte Ruffy und erhielt ein Nicken. „Ich bin ein paar Tage später ebenfalls in den Hafen eingelaufen. Deine Schwester trug nur zivil und ich dachte, sie könnte mir ein wenig die Zeit vertreiben.“ Ruffys Augen wurden groß. „Du wolltest mit ihr schlafen?“ „Ja, das war mein Ziel.“, bestätigte der Samurai gelassen. „Ich hatte sie grade angesprochen, als plötzlich Beckmann hinter ihr auftauchte und ihr einen Arm um die Hüfte legte. Eigentlich dachte ich, dass er das Gleiche vorhatte wie ich. Doch da lag ich falsch. Shanks hat wohl verhindert, dass Ben und ich aufeinander losgehen. Das tut er noch heute. Wir sind uns nicht wirklich grün, doch akzeptieren und respektieren wir den Anderen.“, erklärte er und überlegte kurz. „Auf jeden Fall stieß dann Shanks zu uns und zog Angel mit den Worten ‚Komm mein kleiner Admiral, dein Schiff ist fertig.‘ mit sich zum Hafen. Ich glaube das war das erste Mal, dass ich kurzfristig die Fassung verloren habe. Ein zweites Mal folgte am gleichen Abend, als Ben und Angel gemeinsam die Bar verließen und die Männer ihnen neckend nachriefen, sie sollen das Bett ganz lassen. Ich habe recht lange gebraucht um zu verstehen, dass Beckmann nicht nur eine Freundin hat, sondern die auch noch ein Admiral ist. Ich hab mich an sie gehalten und einige Wochen später in Ruhe mit ihr darüber geredet. Und da habe ich erfahren, wie sie richtig heißt.“ Noch lange berichtete der Falke von den Begegnungen zwischen ihm, Angel und Shanks. Und er erzählte auch, dass Angel und er immer miteinander trainierten, wenn sie sich trafen und beide die Zeit dafür hatte. Er mochte die Schwester von Ruffy, auch weil sie es seiner Aussage nach schaffte, hinter seine Fassade zu blicken. Es gab nur wenige Menschen die das schafften und Angel war eine von ihnen.
Tatsächlich endete der Tag in einer Feier, die denen auf der Red Force in nichts nachstand. Mihawk konnte sich dem Willen des Gummijungen genauso schwer entziehen, wie dem von Shanks. Sie waren wirklich wie Vater und Sohn, ganz so, wie Ben es einmal erwähnt hatte.
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast