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The Light that shines through the Darkness

von Cimbaerly
GeschichteDrama, Tragödie / P18 Slash
Altaïr Ibn-La'Ahad Malik Al Sayf OC (Own Character)
29.05.2020
12.11.2020
8
4.833
3
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29.05.2020 791
 
Der Regen ergoss sich wie tausend Wasserfälle und der Himmel war dunkel. Und doch waren viele Menschen auf den Straßen, gingen ihren Geschäften nach. Gestresste Eltern, gestresste Geschäftsleute... Überall waren gestresste Menschen. Autos, Busse, Fahrräder, Polizei, Taxis... Es war eine große Stadt, also war der Lärm ziemlich normal. Die Buchhandlung, in der Malik Al-Sayf arbeitete, schien der einzige ruhige Ort zu sein. Die Ruhe nach dem Sturm. Malik stand an einem der Fenster und beobachtete die Wassertropfen, die am Glas herunterliefen. Er hasste Regen. Weil er ihn an seinen fatalen Fehler aus der Vergangenheit erinnerte... Es klingelte, als eine junge Frau in den Laden stürmte. Ihr Haar war nass, kleine Wassertropfen liefen über ihr Gesicht, und ihre Kleider waren durchnässt. Ihre braunen Augen blickten in Maliks und sie lächelte fröhlich. "Guten Morgen, Malik! Entschuldige die Verspätung, es gab so viel Ärger zu Hause! Weißt du, meine kleine Nichte ist für ein paar Tage bei mir zu Hause, aber sie ist so zappelig und unruhig. Unglaublich!", sie war leicht außer Atem. Kein Wunder, sie war den ganzen Weg von zu Hause in die Buchhandlung gerannt. Malik lächelte warm. "Es ist okay, Rabiah. Ich weiß, wie stressig Kinder sein können. Besonders deine Nichte. Warte, ich hole dir ein Handtuch", sagte er und lief dann in den kleinen Raum nebenan. Rabiah folgte ihm. "Ah, danke, Malik. Ich bin aber doch irgendwie froh, dass es regnet. Die armen Pflanzen, sie brauchen so dringend Wasser", sagte sie und nahm dankbar das Handtuch. Malik sah die Frau an. Sie war immer so positiv, selbst bei den schlimmsten Dingen. Weinte Rabiah überhaupt? Und außerdem war sie so fürsorglich, dass sie eine perfekte Ehefrau sein würde. Aber nicht für Malik. Er mochte sie, aber es gab kein Liebesinteresse. Rabiah war für ihn wie eine kleine Schwester, besonders nachdem sein kleiner Bruder gestorben war... Er wurde aus seinen Gedanken gerissen, als Rabiah auf seinen Arm klopfte. "Geht es dir gut? Hast du nicht genug Schlaf bekommen?" Malik schüttelte den Kopf. "Es ist alles okay. Wirklich. Ich mag nur dieses Wetter nicht, das ist alles." "Du weißt, dass du mit mir reden kannst, oder?", fragte Rabiah und sah etwas besorgt aus. Aber dann lächelte sie ein bisschen. "Es ist okay, zu früh am Morgen. Ich hatte Koffein und du nicht. Ich bin zu aufgedreht. Lass uns den Laden öffnen." Malik nickte und so bereiteten sie den Laden für die Kunden vor. Rabiah schloss die Tür auf, und er selbst bereitete die Kasse vor. Er liebte seinen kleinen Laden, er bekam ihn von seinem Vater Faheem und hatte einen historischen Touch. Alte Möbel, sanftes Licht, warme Farben, ein arabischer Teppich, Räucherstäbchen und natürlich viele Bücher. Und einen Haufen Kissen in einer Ecke. Rabiah brühte etwas Tee für die Gäste und auch eine Tasse für Malik. Schwarzer Tee, mit etwas Honig. Sie stellte den zu ihm auf den Tisch. "Bitte sehr. Du wirst es brauchen", sagte sie. "Ja, ich glaube schon. Ich kann ohne meinen Tee nicht arbeiten. Danke." "Kein Problem. Ou, ich habe eine kleine Überraschung für dich. Du bekommst sie in der Pause." Sie zwinkerte und dann kam der erste Kunde dieses Tages, der ein Buch über Napoleon suchte. Rabiah gab ihm eine Tasse Tee und beantwortete seine Fragen. Nach einigen Minuten war Malik voller Arbeit. Er beantwortete Fragen, kassierte, bestellte neue Bücher und sortierte die Bücher in das richtige Regal. Die Arbeit war gut für Malik. Sie lenkte ihn von seinen Sorgen ab. Und er hatte viele Sorgen. Seine Rechnungen für die Wohnung, die er einst mit seinem Bruder teilte, waren zu hoch. Außerdem waren viele Dinge in seiner Wohnung kaputt. Zum Beispiel seine Heizung. Im Winter hatte Malik ein Problem. Auch die Rechnungen des Ladens mussten bezahlt werden. Er bezahlte alles, aber wenn das erledigt war, hatte er nur ein bisschen Geld. Deshalb aß Malik nur Fertiggerichte, die er in die Mikrowelle schob, oder - und das war üblich, bevor er Rabiah kannte - er aß nichts. Aber Rabiah kochte für ihn, und so war Malik nicht mager. Er hatte eine normale Figur, auch definiert. Seine Muskeln waren trainiert. Rabiah erzählte ihm viele Male, dass er so gut aussah und dass sie nicht verstand, warum Malik keine Freundin hatte. Oder einen Freund. Aber er war noch nicht bereit dafür. Tatsächlich war Rabiah die einzige Person, die in seinem Herzen sein durfte, die hinter die Festung schauen durfte, die ihn beschützte. Schließlich, nach ungefähr mehreren Badewannen voll Arbeit, falls man Arbeit überhaupt quantitieren konnte, konnten Malik und Rabiah Mittagspause machen. Draußen regnete es noch immer, aber der Himmel klarte langsam auf. Vielleicht würde heute doch kein so schechter Tag werden.
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