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Lebensempfehlung

GeschichteAngst, Schmerz/Trost / P16 / Het
Ben Minho Newt OC (Own Character) Thomas
28.05.2020
18.03.2021
8
25.358
4
Alle Kapitel
14 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
28.05.2020 932
 
Hallo alle zusammen und herzlich willkommen zu meiner ersten Maze Runner Fanfiction!
Es freut mich, dass du her gefunden hast und dich wohl - zumindest ein bisschen - für die Idee, die hinter meiner Story steht interessierst;)

Zum Thema:
In dieser Geschichte wird es um die menschliche Psyche gehen.
Themen wie Selbsthass, Selbstverletzung, Suizid/ suizidale Gedanken und weitere psychische Probleme, welche ihm Rahmen einer Depression auftreten können, werden hier thematisiert. Don‘t like it – don‘t read it.

Feedback:
Tja, was soll ich sagen? Jeder Autor, jede Autorin freut sich über Feedback.
Dabei möchte ich anmerken, dass jeder zwar gern lange und konstruktive Rückmeldungen bekommt, aber auch ein:
"Coole Story, freu mich auf das nächste Kapitel!" kann schon ein großer Motivationsschub sein. Außerdem sind Fragen von euch an mich immer eine Inspirationsquelle. Ob zum Plot, zum Schreibstil oder einzelnen Passagen.
Keep that in mind ;)

Disclaimer:
Mir gehört nichts, außer die Idee und mein OC.
Thomas, Minho, Newt und Co sind "Eigentum" und SubjekteXD von James Dashner!
Bei coldplay bedanke ich mich für den Songausschnitt aus "Fix you"!


So und nun wünsche ich ganz viel Spaß bei lesen!

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When you try your best but you don't succeed
When you get what you want but not what you need
When you feel so tired but you can't sleep

~ Coldplay, Fix you


Als Newt aufwachte, war es noch früher Morgen, man konnte fast sagen Nacht. Die Lichtung war in eine tiefe undurchdringliche Dunkelheit getaucht, als er ans Fenster trat und es öffnete. Ein kühler Wind blies ihm in sein gerötetes Gesicht. Er stützte sich seufzend mit beiden Händen am Fensterrahmen ab und blickte in die Nacht - oder frühen Morgen, wie man es auch immer sagen wollte. Newt hätte viel dafür gegeben, dass die Nacht endlich zu Ende wäre. Jede einzelne Nacht schien ihm unendlich und eine Qual. Die immer wiederkehrenden Albträume, die ihm heimsuchten und über die er kein Wort verlor, machten ihm zu schaffen. Natürlich freute er sich auch nicht wirklich auf den Tag, an dem er wieder den Anführer spielen musste, weil alle es von ihm erwarteten.

Andererseits aber lenkte ihn das von seinen Träumen ab. Die Träume belasteten ihn schon lange. Mehr als er es sich zugestehen wollte. Und nichts, absolut nichts konnte er dagegen tun. Das einzige, was er getan hatte, nachdem er zweimal schreiend aufgewacht war und aus versehen andere Lichter aufgeweckt hatte, war, nicht mehr in seiner Hängematte zu schlafen. Stattdessen war in eines der schiefen Holzhütten zu gezogen. So quälte er sich immerhin nur alleine und sein Geschrei warf keine Fragen auf. Das hätte ihm gerade noch gefehlt. Leute die versuchten Fragen stellten oder sich – noch schlimmer eigentlich - um ihn zu kümmern wollten. Seine Fassade des normalen Newt, der schon lange nicht mehr an Depressionen litt und versucht hatte sich umzubringen, konnte er nur solange aufrechterhalten, solange niemand in seinen Wunden herum bohrte. Er hatte keine Lust, den Schwächling aus seinen Träumen auch noch im echten Leben zu verkörpern. Dass seine Augen, wenn er lachte nicht mitlachten, er nur halbsoviel aß wie die Anderen und Nachts völlig aufgelöst aufwachte, wusste niemand. Niemand ahnte, dass hinter seinem ruhigen Benehmen mehr, als nur Müdigkeit steckte und er innerlich mit seinem Leben abgeschlossen hatte.
Aber es nochmal probieren und am Ende nur Spott und Hohn ertragen, weil er es nicht hinbekam? Nein. Da tat er doch lieber so, als wäre er ganz okay. Als würde er mitlachen und sich über den Sonnenschein freuen.

Er glaubte aber innerlich schon lange nicht mehr an einen Ausweg aus dem Labyrinth.
Es war anstrengend, immer den gelassenen Typen ohne große Probleme heraushängen zu lassen, wenn man eigentlich unter dem Druck, der auf seinen Schultern lastete innerlich zerbrach. Vielleicht sollte er wirklich mit jemanden reden. Er fuhr sich nachdenklich durch sein schweißnasses Haar. Doch mit wem konnte er über so was reden.
Alby? Nein, der war selbst auf seine Unterstützung angewiesen und er wollte ihm kein Kopfzerbrechen bereiten. Gally? Sicher nicht. Der Macho würde es nur allen erzählen und ihn zum Gespött der Lichtung machen. Thomas? Er verstand sich gut mit ihm... aber dafür, dass er ihm so was anvertrauen sollte, kannte er ihn einfach nicht lange genug.
Bratpfanne, der lustigste Kerl auf der ganzen Lichtung, dem jeden Tag hier gefiel?
Nein, er würde ihn nicht verstehen. Er genoss die Zeit ja schier...
Vor Minho hatte er zu großen Respekt. Immerhin rannte Minho schon eine ganze Weile und hielt dem Druck, der auf ihm lastete auch aus.
Fuck. Warum war alles nur so kompliziert? Warum war er so… anders? So krank?
Erschöpft fuhr er sich über den Nacken. Warum konnte er nicht wie all die anderen sein?

Newt schluckte und schob schweren Herzens das Fenster zu. Wahrscheinlich würde er es niemanden erzählen. Wie immer. Und eigentlich wollte er das auch nicht. Er wusste, wenn er einmal anfing zu erzählen, würde alles, was sich in ihm aufgestaut hatte, ans Tageslicht kommen und seine mühsam aufgebaute Beherrschung wäre hinüber.

Newt fröstelte und wandt sich seinem Schrank zu. Er würde sich erkälten, wenn er noch länger nassgeschwitzt herum stehen würde. Davon wurde die Lage auch nicht besser.

Er wechselte deshalb sein T-Shirt gegen ein frisches und schlüpfte wieder unter die Decke, wo er die Augen schloss, in der Hoffnung einzuschlafen und die Zeit bis zum Frühstück zu überbrücken. Doch das war leichter gesagt als getan. Erst nach langer Zeit gelang es ihm, sich zu entspannen und er glitt in weitere unruhige Träume, nicht wissend, was der nächste Tag für ihn noch bereit halten würde.
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