kismet ᵐᵐᶠᶠ

von solasta
MitmachgeschichteAbenteuer, Fantasy / P18
28.05.2020
01.08.2020
2
7.289
7
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Dieses Kapitel
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28.05.2020 4.044
 




Inside the irregularity that’s hard to understand
There’s a story that’s deeply hidden
Eyes are being opened through this secret
Your dreams are being read
I’ve been awakened from a deep sleep. . .


. . .because the stars whispered in my ear, my dear.



. . . k i s m e t . . .
▬▬
website

ask.fm
▬▬







l e t  m e  c a s t  a  s p e l l  o v e r  y o u

♡ Hallo zusammen und herzlich Willkommen zu kismet . . .

. . . einem riesen großen Projekt meiner besten Freundin und mir. Seit letztem Jahr sitzen wir fleißig an dieser Idee, die in Form eines Konzeptbuches begonnen hat und schließlich in diese mmff umgewandelt wurde. Man kann sagen, dass die Welt um Kismet die Traumwelt von uns beiden ist.
Die Idee entstand als wir beide Queendom zusammenschauten und von den ganzen Fantasy Theme Stages begeistert waren. Ich würde sagen, dass Kismets Theme Song Destiny von Mamamoo ist, weshalb diese vier Mädels auch eine wichtige Rolle spielen werden. Honorable Mentions gehen an (G)I-dles LaTaTa Remix, jede Oh My Girl Stage und außerdem Not By The Moon von Got7 und Scream von Dreamcatcher.
Ich kann mir definitiv vorstellen, dass kismet keine leichte mmff wird, da wir uns in einer Fantasywelt befinden mit neuen Gesellschaftsstrukturen und Völkern. Deswegen werdet ihr auch auf der Website viele Informationen finden, die die ersten Fragen beantworten sollten. Scheut euch jedoch nicht, mir reichlich Fragen zu schicken!

An dieser Stelle auch ein rieses Dankeschön an die liebe e u p h o r i a, die mit mir ausgiebig über kismet geschrieben hat und Feuer und Flamme von der Idee war!! Es war wirklich toll, sich mal mit jemanden über die Geschichte auszutauschen, die dieses Universum noch gar nicht kannte und selbst mega talentiert ist, was mmffs angeht!

Kismet handelt von einer magischen Welt namens Epros, die in sechs Reiche aufgeteilt sind: Elfen-, Feen-, Hexen-, Vampir-, Menschen- und Dämonenreich. Die sechs Reiche stehen im ständigen Kampf miteinander und scheinen nie Frieden zu finden. Die Dämonen feiern alle Tausend Jahre ihr heiliges Fest der Drachen, welches ein Opfer aus einem anderen Reich verlangt. Diese Opfergabe gilt als Symbol des Erfolgs für den aufkommenden Krieg, den die Dämonen jedes Mal nach dieser Festlichkeit anzetteln, um aufs Neue zu versuchen, ihre Vorherrschaft zu sichern. Die Rebellen der Dämonen suchen Hilfe in anderen Reichen und die Geschichte wird ihren Lauf nehmen!


t h e  w e b s i t e

Die website zu kismet hat von allen, die ich bis jetzt erstellt habe, definitiv am längsten gebraucht. Daher findet ihr aber auch enorm viel Infos. Ein paar Tipps meinerseits . . .
. . . 1. Benutzt immer die Desktop-Version, wenn ihr über euer Handy die Website anschaut. Die Mobile Version der Website ist nicht fertig und viel zu frustrierend für mich zu bearbeiten, daher bitte immer Desktop-Version einstellen, um das volle Erlebnis haben zu können. Grundsätzlich solltet ihr die Website aber lieber über einen PC oder Laptop aufrufen.
. . . 2. Einiges ist versteckt. Am besten ihr klickt euch einfach durch und achtet auf Hinweise meinerseits. Die Karte auf der Ethereal-Seite ist zum Beispiel interaktiv, also klickt einfach auf die Reiche. Hier findet ihr einiges zu den Reichen und sollte einen Überblick schaffen.


y o u r  c h a r a c t e r

Ihr werdet feststellen, dass es sechs verschiedene Steckbriefe  gibt. So verschieden sind diese aber eigentlich nicht, denn ihr wählt einen davon aus, je nach dem aus welchen Reich euer OC stammen soll. Der Steckbrief mag euch vielleicht etwas lang vorkommen, doch vieles kann gelöscht werden, wenn es für euren OC von keiner Relevanz ist. Dennoch bitte ich darum, den Steckbrief. . .
. . . 1. gut durchzulesen,
. . . 2. auf meine Hinweise zu achten,
. . . 3. und den Steckbrief sorgfältig auszufüllen.

Man kann sich vielleicht vorstellen, wie wichtig dieser Steckbrief für euren OC ist, gerade weil es sich hierbei um eine Fantasywelt handelt. Bei Fragen bin ich natürlich stets ansprechbar und erreichbar entweder hier über ff.de oder ask.fm. Ich denke, ich werde auf der Website auch eine FAQ-Seite erstellen, damit alle einen Überblick haben.


y o u r  w a y  t o  g e t  i n

Das klingt alles viel ernster als es eigentlich ist. . . Ich hoffe natürlich, dass euch Kismet gefällt und euer Interesse geweckt hat. Die Hauptsache ist, dass ihr Spaß habt und vielleicht mit dieser mmff euren Traumcharakter in einer Fantasywelt erstellen könnt, denn ich bin mir ziemlich sicher, dass wir alle schon einmal davon geträumt haben.

Von daher würde die Anmeldung wie folgt aussehen:

✧Name: [der Vorname reicht. Nachnamen sind nicht wichtig für diese Geschichte]
✧Being: [Welches Wesen ist dein OC? Kann auch ein Mischwesen sein]
✧Face Claim: [Idols oder Schauspieler mit Link]
✧Pairing: [Ihr könnt jeden Charakter außer Seungcheol und Jackson wählen]


Betreff: anmeldung | kismet | name des oc
(Beispiel: anmeldung | kismet | elin)


Wenn ihr euren Steckbrief vollendet habt, dann schickt mir diesen bitte per folgenden Betreff:
kismet | name des ocs | pairing
(Beispiel: kismet | elin | seungcheol)

Die Anmeldung schickt ihr mir bitte per Mail. Nicht in die Kommentare oder per Ask!


q u i c k  f a c t s  f o r  y o u


✧ Ich suche momentan um die 7 Hauptcharaktere, jedoch kann ich mir vorstellen auch ein paar wenige Nebencharaktere anzunehmen.

✧ Die Story hat natürlich eine feste Handlung, jedoch werde ich auch viel mit Slice of Life arbeiten in den ersten Kapiteln, damit ihr mehr über die Welt erfahren könnt.

✧ Ihr könnt mir gerne ein Konzept für euren OC schicken, um zu sehen, ob der OC für die Story passt.

✧ Eine Deadline gibt es noch nicht!

✧ Man kann sowohl männliche als auch weibliche OCs erstellen

✧ Der Steckbrief wird mir bitte formatiert zugeschickt!

✧ Bitte nur asiatische FCs wählen, damit alles ein zusammenpassendes Bild ergibt.

✧ Familiäre Beziehungen zwischen euren OC und den Charakteren sind sehr gerne gesehen und definitiv notwendig für die Story. Ihr könnt sogar meinen OC Elin mit einbinden. Euch sind keine Grenzen gesetzt. Allerdings!!! Wenn es um neue Mitglieder für die Königsfamilien geht, solltet ihr das auf jeden Fall zunächst mit mir besprechen.

✧ Man kann jeden als Pairing wählen, egal ob Boy oder Girl. Beziehungen mit mehreren Partnern wäre auch interessant!

✧ Es gibt ein paar Side Pairings. Diese sind durchaus wichtig für die Story, allerdings könnt ihr natürlich liebend gerne euren OC damit hineinbauen, wenn es passt. Sprecht dies aber auch bitte vorher mit mir ab!!

✧ Da wir bereits unglaublich viele Charaktere haben, bitte ich euch mit denen auszukommen, die bereits auf der Website zu finden sind. Würde jeder von euch nun noch weitere Idols für kismet vorschlagen, weiß ich irgendwann nicht mehr wo vorne und wo hinten ist. Im Notfall könnt ihr eigene Freunde in Form von OCs erstellen.


Fürs erste war es dann erstmal alles, was ich sagen wollte. Ich freue mich riesig auf Kismet, da es ein richtiges Herzensprojekt ist, in das viel Zeit investiert wurde. Von daher findet ihr hoffentlich genauso viel Spaß an Kismet!

Ich freue mich auf eure vielleicht bald eintrudelnden Ideen und Anmeldungen!


Love, solasta ♡




t h e  o r i g i n  |  p r o l o g u e  o 1


„Habe ich euch je von der Entstehungsgeschichte Epros erzählt?“, fragte Mark in den großen Vorlesungssaal hinein. Es war bereits spätabends, keine untypische Zeit für den Professor, doch seine Studenten waren definitiv schlechter gelaunt, je länger sie im antiken Vorlesungssaal saßen, welcher durch zahlreiche Kerzen erleuchtet wurde. Aus den Mündern der Studenten hörte man gelangweilte Verneinungen. Die Müdigkeit lang schwer auf ihren Stimmbändern, wie es schien, denn niemand könnte mehr einen richtigen Satz formen. Mark musste schmunzeln. Natürlich wollte er seine Studenten nicht quälen, doch hatte er Zeiten einzuhalten und diese Zeit war nun mal bis acht Uhr abends eine Vorlesung zu geben.
„Na gut meine Lieben. Ich weiß, ihr alle seid müde, also lasst mich nur noch diese eine Geschichte erzählen“, Mark versuchte kleine Anzeichen von Motivation in den Gesichtern zu erkennen, doch er bekam stattdessen nur genervte Blicke. „Bei allem Respekt, Professor, aber niemand möchte irgendwelche Mythen hören“, sprach ein Student, welcher in der ersten Reihe saß. „Mythen?“, Mark lachte leicht auf, „ich befürchte, da muss ich dich korrigieren. Es handelt sich hier nicht um Mythen. Dies ist die wahre Entstehungsgeschichte Epros. Die Hexen des Dunkelwaldes vertrauten mir diese an.“

„Die Heiden?“
„Der Professor steht im Kontakt zu Hexen?“
„Sollte das nicht gemeldet werden?“
„Mein Vater sagte mir mal, dass Hexen die Herzen von Jungfrauen essen, um ewig jung zu bleiben.“

Ein Gemurmel war durch den ganzen Vorlesungssaal zu hören. Die Studierenden konnten sich kaum noch vor Tratschereien einkriegen. Menschen sind und bleiben engstirnige Wesen. Selbst in einer solch faszinierenden Welt wie ihre, können sie nicht die magischen Wesen akzeptieren. Und das einzige was übrig blieb, sind falsche Gerüchte und schädliche Beschuldigungen. „Ruhe jetzt!“, die herrische Stimme von Mark bebte durch den Saal. Die Autorität seiner Stimme allein verstummte alle Schüler. „In meinen Vorlesungen gibt es keinen Rassismus gegenüber anderen Wesen, verstanden? Wer mit dieser Einstellung nicht zurechtkommt, wird jetzt sofort den Saal verlassen und sich beim Direktor melden!“
Keiner der Studenten wagte es aufzustehen. Falls sie bis dato hörten, dass Professor Tuan, welcher bevorzugte Mark genannt zu werden, der netteste und hilfsbereiteste Professor der gesamten Universität war, der wurde nun eines Besseren belehrt. Seine scharfen Augen schauten in die Gesichter aller Studenten und übermittelte somit eine weitere Mahnung. Ein Lächeln fand sich zurück auf seinen Lippen: „Nun gut, da wir dies geklärt haben. Wer kann mir sagen, ist das älteste Wesen auf Epros?“
Mark schaute langsam durch den Vorlesungssaal. Einige sprachen sich kurz ab, andere wiederum starrten in die Luft. „Wirklich niemand? Es ist eine einfache Frage!“
Eine zögerliche Hand meldete sich, wie Mark aus seinem Augenwinkel sah. Mark erlaubte den jungen Mann zu sprechen. „Die Elfen, Professor?“

„Na dran, aber nein. Die Elfen sind nicht das älteste Wesen“, sagte Mark und beobachtete wie der junge Mann mit gerötetem Gesicht die Hand wieder herunternahm. Seine Freunde neben ihn lachten und klopften ihn auf die Schultern. Eine weitere Hand schnellte hoch. „Bitte, Jisung?“
Wieder konnte man ein Raunen hören. Alle Studierenden schauten auf Jisung, welcher niemand anderes als der kleine Bruder der Königin war. Er saß abgeschieden von den anderen und hatte zwei Wachen an seiner Seite. „Es ist Mutter Natur, Professor. Sie ist die Göttin der Fruchtbarkeit und erschuf die Elfen.“
„Sehr gut, Jisung. Wie ich sehe, sind nicht alle hier unqualifiziert für meine Vorlesung“, Mark erfreute sich über die beschämten Gesichter seiner Studierenden und zeigte Jisung einen Daumen hoch. Wie sein Vorgänger wurde nun auch Jisung rot.
„Lasst es mich erklären. Wenn ihr fragen habt, dürft ihr mich unterbrechen. Wie Jisung bereits sagte, ist Mutter Natur die Göttin unseren Planeten. Oder naja, vielleicht sollte ich eher sagen, die Göttin der Elfen. Elfen verehren sie und haben ihre ganze Gesellschaft um sie herum erbaut.“

Mark begann zu erzählen. Seine Schüler waren nicht schnell zu beeindrucken, doch wenn es um Entstehungsgeschichten wie diese ging, so kann Mark auch die härtesten Kerne knacken und interessierte Blicke gewinnen. Ein Leben als Mensch mag nicht einfach sein und oftmals beherrscht Ignoranz den Alltag, doch niemand im Menschenreich würde leugnen, dass magische Wesen ein Stück weit auch beeindruckend sind. Natürlich können sie diese Faszination nur bis zu einem Punkt zeigen, denn die Vergangenheit zeichnete jeden Menschen auf unterschiedliche Weise. Dennoch haben sich nun rund Hundert Studenten in diesem Vorlesungssaal zusammengefunden und jegliche Vorurteile mehr oder weniger zur Seite gelegt, um die Geschichte der magischen Welt offen entgegenzutreten. Es ist ein Schritt zur Besserung und darauf war Mark stolz.
„Wie meinen Sie das?“, fragte eine interessierte Schülerin. Bis hierin saß nur still in einer Ecke und war komplett unscheinbar.
Mark begann sich vom Pult, ganz vorne im Vorlesungsaal, wegzubewegen, um etwas Hin und Her zu gehen: „Es heißt mitten in ihrem Zentrum steht ein uralter Baum und dieser Baum soll die Hülle von Mutter Natur sein. Durch den Baum fließt die ganze Energie der Elfen.“
„Sie haben also nur Kräfte durch einen Baum?“, fragte dieselbe Studentin.
Mark schmunzelte wieder: „Ja und nein. Es ist weitaus komplizierter als das. Fakt ist, dass der Baum ein wichtiger Teil ihrer Magie ist, aber weitaus nicht das ganze Maß dessen ist. Elfen sind von sich aus voller Magie. Sie werden Mutter Naturs erste Kinder genannt. Ihre Königin, Solar, gilt als erste Elfin, die jemals erschaffen wurde.“

„Aber dann muss die ja steinalt sein.“
„Ob die Falten hat?“
„Nein! Elfen gelten als bildschön und altern nicht!“

„Also bitte. Habt mehr Respekt. Das ist hier die Realität. Königin Solar ist lebendig und sollte mit Respekt behandelt werden.“ Eine einheitliche Entschuldigung ging durch die Runde. Vor Augen geführt zu werden wie feindlich oder urteilend sie magischen Wesen gegenüber waren, war wohl jeden einzelnen unangenehm.
„Mutter Natur erschuf Elfen mit dem Hintergedanken, nicht mehr einsam zu sein. Sie sind also unsterblich und können, wie sagt ihr so schön, steinalt werden. Elfen waren jedoch immer äußerst starke Wesen und brauchten nicht immer die Hilfe ihrer Mutter, also entschied sich Mutter Natur eine weitere Art zu erschaffen; uns Menschen.“

„Warte was, wir sind die zweitältesten Wesen?“
„Hätte sie sich nicht etwas Spektakuläreres für uns ausdenken können?“
„Oh man, gegenüber Elfen mussten wir echt wie Babys ausgesehen haben.“
„Tun wir das nicht jetzt immer noch?“

„Ihr seit wirklich zu witzig“, Marks aufgesetztes Lachen zog die Aufmerksamkeit zurück auf ihn, „Tatsächlich mag ich aber die Verbindung zu Babys. Wir mussten damals definitiv wie Babies gewirkt haben. Wir waren schließlich die Zerbrechlichen, wie Mutter Natur uns gerne nannte. Außerdem brauchten wir häufiger Hilfe als Elfen.“ Der Beginn der Menschen kam einige Jahrhunderte nach dem der Elfen. Die Menschen waren eindeutig die Unterlegenden und die Elfen behandelten sie oftmals auch so. In der alten Zeit hatten die Menschen nicht viel zu sagen, sie waren unter den Elfen und waren auf die Hilfe ihrer aller Göttin angewiesen.
„Kam es zu Auseinandersetzungen mit den Elfen?“
„Oh, gewiss kam es dazu. Die Elfen lieben ihre Mutter und sind…durchaus possessive Wesen. Doch zeigten sie ihren Missmut niemals, schließlich wollten sie nicht den Zorn Mutter Natur auf sich spüren.“ Mark erinnert sich nur zu gerne an die Geschichten Siyeons. Sie erzählte von der hinterhältigen Art der Elfen, Menschen spüren zu lassen, dass sie unter den Elfen sind, aber gleichzeitig jeglichen Ärger Mutter Naturs zu umgehen. Erst mit dem Aufbau ihrer eigenen, abgeschiedenen Zivilisation kam Frieden in das Leben der Menschen, die fortan in kleinen Dörfern lebten und sich so weit entwickelten, bis sie schließlich zu dem größten Reich in ganz Epros wurden.

„Wie ging es dann weiter, Professor? Was waren die nächsten Wesen?“
„Seid ihr sicher, dass ihr auch bereits in diesen Teil der Geschichte stürzen wollt?“, fragte Mark in die Runde. Einheitliches Klatschen war zu hören und Aufforderungen an Mark weiter zu erzählen.
Und so veränderte sich Marks Stimmung in eine weitaus düstere: „Wie ihr wisst, ist der größte Feind der Menschheit die Zeit. Denn wir haben alles andere als genug davon. Wir sind sterbende Wesen in einer unsterblichen Welt. So kam es nach einem Jahrhundert zum ersten Tod. Der Tod ist etwas unverständliches für Mutter Natur gewesen. Es war eine Variable, die sie bei den Menschen nicht berücksichtigt hatte. Die Schwäche und Zerbrechlichkeit des menschlichen Wesens führten so zu einem schnellen Tod. Mit dem Tod des ersten Menschen kam ein zweiter Gott ins Spiel. Vater Tod war nicht vorhergesehen und wurde auch nicht von Mutter Natur erschaffen.“

Ein Student unterbrach Mark: „Von wem aber dann?“
„Von niemanden. Er kam aus der Erde hervor, wo der erste tote Mensch vergraben wurde. Die Hexen des Dunkelwaldes sagten mir immer, dass es etwas mit dem Gleichgewicht zu tun hat. Wo Leben ist, muss auch Tod sein. So entstand Vater Tod und das Böse kam in die Welt von Epros.“ Vater Tod war lange Zeit ein Mysterium. Nicht nur für Mutter Natur, auch ihre halbgöttlichen Kinder, die Elfen, fanden keine Antwort auf das Entstehen des Gottes. Zu dieser Zeit sah man zum ersten Mal die böse Seite von Mutter Natur, was zu Angstzuständen in ganz Epros führte. Auf einem Mal waren Elfen und Menschen nicht mehr so unterschiedlich.

„Wieso ist das so unwirklich anzuhören?“
„Mein Vater wird mich köpfen, würde er erfahren, was ich hier lerne.“

„Mit dem Bösen entstanden auch die ersten scheußlichen Taten der Menschen. Mutter Natur wusste nicht was geschah. Einige ihrer lieben Kinder verhielten sich merkwürdig und entwickelten fragwürdige Eigenschaften. Bis…es zu einem ganz besonders schrecklichen Vorfall kam. Ein Mensch…misshandelte und tötete eine Elfin.“Stille war im Vorlesungssaal zu vernehmen. Niemand mochte etwas sagen. Wie Mark die Geschichte Epros und Mutter Natur erzählte, war faszinierend und beeindruckend. Die Studenten befanden sich im Bann ihres Professors, welcher in seinem vollen Element war.

„Mutter Natur war außer sich. Hexen erzählten mir von elfischen Schriften, in denen von jahrelangen Unwettern die Rede war, welche die Auseinandersetzung von Mutter Natur und Vater Tod widerspiegeln sollten. Um ehrlich zu sein, möchte ich mir nicht diese grausame Zeitperiode vorstellen wollen. Zumal das Endprodukt etwas äußerst Bösartiges war. Vampire sind euch alle doch ein gängiger Begriff, nicht wahr?“
Die Studenten zögen scharf die Luft ein. Natürlich sind allen die Vampire bekannt. Wesen der Nacht, die gerne Menschen in ihre Fänge locken, um sie dann blutleer zu saugen. Für Menschen waren Vampire besonders abscheuliche Wesen. Furchteinflößend und wider die Natur.

„Für euch herauszufinden, dass wir Menschen für die Erschaffung der Vampire verantwortlich sind, hinterlässt doch schon einen bitteren Nachgeschmack, habe ich recht? Oh bitte, das ist eine rein rhetorische Frage gewesen. Darauf möchte ich keine Antwort. Im kurzen gesagt, Mutter Natur bestrafte den Mörder auf ewig unersättlich zu sein und nicht mehr Freund, Feind und Familie unterscheiden zu können. Als erster Vampir war er es dann auch, der die Gesellschaft der Vampire formte und ja, tatsächlich ernannte er sich selbst auch zum König. Für Jahrhunderte war dies eine gängige Bestrafung von Mutter Natur, doch damit hörte sie relativ schnell auf, als es irgendwann einfach zu viele von ihnen gab. Sie vermachte Vater Tod die Verantwortung dieser Wesen.“

„Aber Mutter Natur soll doch das gute dieser Welt wiederspiegeln? Was sie tat ist absolut schrecklich!“, einige Studenten stimmten sofort dieser Aussage zu und kleine Tuscheleien entstanden. Mark war durch aus glücklich, dass er mit dieser Geschichte Emotionen wie diese hervorrufen konnte. Wieder ein Zeichen zum Weg der Besserung.
„Das Gute der Welt wiederspiegeln? Darüber kann man einen ganzen Diskurs starten, aber dafür reicht die Zeit nicht, vielleicht ein nächstes Mal. Aber ich sage es mal so: Nichts Gutes kann ohne etwas Böses existieren und nichts Böses kann ohne etwas Gutes existieren“, argumentierte Mark.

„Wieso muss der immer in Rätseln sprechen?“
„Ich weiß, richtig nervig. Er wollte doch nur eine Geschichte erzählen und uns nicht moralische Dilemmata mit auf den Weg gehen.“
„Ein Student zu sein, ist so anstrengend.“

„Die Hexen und Feen sind relativ zeitgleich entstanden. Hexen sollten die Gelehrten Epros werden und über das dunkle Wissen unserer Zeit verfügen. Sie besitzen daher die größte und älteste Bibliothek in ganz Epros. Sie wurden zu waren Sammlern und haben durchaus auch die ein oder andere Schrift gestohlen. Sie sollten jedoch auch nie gute Wesen werden. Sie sollten die Brücke zwischen Mutter Natur und Vater Tod darstellen. Ein neutrales Mittelfeld. Sie sind daher auch unglaublich stark und besitzen das weiteste Spektrum an Magie, doch sind sie als Individuum stark eingeschränkt, da sie sich nur für ein Feld entscheiden können. Ein guter Zusammenhalt ist daher wichtig.“ Wenn Mark sich zurück an die hexische Gesellschaft erinnerte, war es stets ein neuer Kulturschock. Sie sind wahrhaftig anders im Vergleich zu den Menschen und wahrscheinlich ist dies auch der Grund, wieso Menschen so offenkundig etwas gegen Hexen haben und böse Kindergeschichten in ihren Namen erfinden.
Doch durch die Jahre, die er mit den Hexen verbracht hat, hat er enorm viel Sympathie für ihr Volk gewonnen. Sie haben es nicht leicht. Im Vergleich zu Menschen leben sie zwar lange, aber mit Elfen verglichen, scheint ihnen nicht viel Zeit auf Epros geschenkt worden zu sein. Dazu noch ihre geringe Geburtenrate; die Hexen waren ein aussterbendes Volk, besonders gefährdet, wenn es zu einem neuen Krieg kommen würde.


„Hexen sind eine überwiegend weibliche Gesellschaft. Männer gibt es nur in Form von Fehler der Natur“, erklärte Mark seinen Studenten weiter.

„Ihr fragt euch sicherlich, wie sie dann reproduzieren, richtig? Ganz einfach: Magie. Ein sehr altes und kompliziertes Ritual. Ich habe es nur einmal miterleben dürfen, da Hexen sehr…vorsichtig sind, wenn es um den Einblick in ihre Traditionen geht. Aber nein, ich werde diese Tradition an dieser Stelle nicht weiter ausführen. Wenn wir uns ausführlich um das Hexenreich beschäftigen, wird dies eines der Themen werden. Fragen?“

Die Studenten schüttelten den Kopf. Sie wollten mehr hören. Fragen kamen ihnen nicht in den Sinn. Die Faszination ist noch immer zu hoch.

„Unsere letzten Wesen sind die guten Feen. Ein wirklich interessantes Volk und ich muss zugeben, dass ich bis jetzt vergeblich versucht habe, mit ihnen Kontakt aufzunehmen, um eine Feldforschung über sie zu schreiben. Mutter Natur erschuf die Feen mit dem Hintergedanken den Inbegriff der Unschuld und der immerwährenden Neugierde darzustellen. Und Zeichnungen nach zu urteilen, sind Feen wirklich niedliche Wesen. Die Hexen warnten mich jedoch auch, dieses Volk nicht zu sehr zu verharmlosen. Siyeon, die Direktorin der Hexenakademie, sagte mir, dass besonders wir Menschen vorsichtig sein müssen, da Feen gerne mit den Schwächeren spielen.“

Ein Student lachte spöttisch auf: „Aber in welchem Sinne den Spielen?“

Mark brachte dem Studenten ebenfalls ein spöttisches Lachen entgegen: „Naja…Feenringe gibt es nicht nur in Büchern oder Erzählungen. Ich denke nicht, dass du dir vorstellen möchtest, wie es ist stundenlang…tagelang…oder auch vielleicht bis zu deinem Tod in einen solchen Feenring zu stecken und furchtbare Halluzinationen erleben zu müssen.“

„Eh,nein. Das stimmt…“, der Student war ganz ruhig geworden und versteckte sich nun hinter seinem Lehrbuch.

Mark lächelte. So war es nun mal. Die Nahrungskette zeigte, dass die Menschen sich ganz unten befinden. Doch Menschen darf man nicht unterschätzen. Die magischen Wesen taten dies ein einziges Mal, was in einem riesen Chaos namens Die Jagd endete. Ein kalter Schauer lief über Marks Rücken. Die Jagd ist nichts worüber er gerne nachdenkt. Es sind wahrhaftig dunkle Zeiten ihrer Geschichte. Seine Studenten waren für dieses Thema definitiv noch nicht bereit. Mit dem Zusammenklatschen seiner Hände riss er alle Studenten aus ihren Gesprächen: „Nun dann. Ich hoffe diese Einführung hat euch gefallen. Die nächsten Monate werden wir dann deutlich detaillierter mit den einzelnen Reichen arbeite-“

Jisung unterbrach Mark und stellte die Frage, die allen im Kopf schwirrte: „Aber was ist mit den Dämonen? Sie haben nichts über die Dämonen gesagt, Professor.“

Mark atmete tief ein und strich sich durch seine Haare: „Das ist richtig, Jisung. Ich habe nichts von dem dämonischen Volk erwähnt. Ich werde ehrlich sein mit euch…ich verfüge über kein Wissen über die Dämonen. Niemand tut dies. Nicht die Hexen, nicht die Könige, niemand wirklich. Ich bin auch nicht befugt, euch etwas über Dämonen beizubringen.“

Die Enttäuschung war allen anzusehen, doch auch ihr Ärger. Dämonen war für viele etwas Unbegreifliches, nein eigentlich sogar für alle. Die Hoffnung etwas über sie zu lernen, war also groß. Doch wenn selbst ein renommierter Professor wie Mark keine Antwort auf die Entstehung der Dämonen fand, so sollte es wohl wirklich ein Geheimnis von Epros bleiben.

„Hört mal alle her! Wenn ihr wirklich mehr über Dämonen lernen wollt, dann schreibt mir doch bitte bis nächste Woche einen einseitigen Bericht über Fakten. Fakten, ok? Keine Kinderbuchgeschichten. Wer es schafft, bekommt einen Pluspunkt. Ihr seid alle jetzt entlassen. Habt einen schönen Abend!“

Natürlich hat keiner der Studierenden einen Bericht abgeben können . . .


And sometimes humans wondered if they were of any good, for they are not divine as elves or powerful as witches. But their heart is of gold and so are their fingers, because everything they touch turns into lavish riches.
- The Tale Of The Origin