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Frühjahrsferien

von ceeliinee
KurzgeschichteLiebesgeschichte / P18
Henry Harper Olivia "Liv" Silber
27.05.2020
29.05.2020
4
7.904
5
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Dieses Kapitel
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29.05.2020 1.781
 
Kapitel 4

Am nächsten Morgen wachte ich durch einen Albtraum von Henry auf. „Livvy, bleib bei mir. Ich brauche dich doch.“ murmelte er. Es zerbrach mir das Herz, ihn so zu sehen. Ich rüttelte an seinem Körper, er wachte jedoch nicht auf, auch als ich stärker rüttelte nicht, also entschied ich mich dafür ihn zu küssen, vielleicht war er ja das männliche Pendant zu Dornröschen. Und tatsächlich, durch den Kuss wachte er auf, auch wenn er mich erst panisch von sich drückte. „Gehts dir gut Liv?“ fragte er mich direkt, bevor er mich wieder an sich zog und an sich drückte. „Ja, aber wenn du mich weiter so fest an dich drückst, geht es mir gleich nicht mehr gut. Ich bekomme nämlich keine Luft.“ quetschte ich zusammengepresst heraus. „Sorry.“ flüsterte er erstickt. Ich sah ihn an und merkte, dass er mit den Tränen kämpfte. „Was hast du geträumt?“ fragte ich ihn besorgt. Er sah mir in die Augen und strich immer wieder über meine Wange. „Du... du hattest einen Autounfall und lagst im Koma und dann hat dein Herz aufgehört zu schlagen und es hat sich so verdammt real angefühlt. Ich kann doch nicht ohne dich, Livvy.“ sagte er, während eine einzelne Träne seine Wange hinunterlief. Ich fing sie auf und strich ihm zärtlich über seine Wange. „Es war nur ein Albtraum. Ein blöder Albtraum.“ flüsterte ich ihm zu. Henry nickte und atmete tief durch. Ich sah, dass es hinter seiner Stirn arbeitete und ich wünschte mir in dem Moment wirklich, seine Gedanken lesen zu können.

„Ich will dich heute Abend auf ein richtiges Date einladen. Erst Kino, dann Essen gehen oder anders herum, wie es dir lieber ist.“ sagte Henry dann plötzlich. Ich lächelte. Ein richtiges Date hatten wir bisher noch nie. „Sehr sehr gerne.“ meinte ich lächelnd und küsste ihn einmal kurz. Ich schaute auf die Uhr und bemerkte, dass schon zehn Uhr waren. „Du bleibst liegen, ich mache uns heute Frühstück.“ sagte ich und stand auf, um mich im Bad schnell fertig zu machen. „Hast du mich gestern Abend eigentlich umgezogen? Ich kann mich gar nicht dran erinnern, eines deiner Shirts angezogen zu haben.“ fragte ich Henry, welcher schuldbewusst grinste. „Meine Shirts stehen dir aber deutlich besser als mir.“ meinte er darauf. „Super, das Shirt ist nämlich jetzt meins.“ sagte ich meinem Freund, bevor ich ins Bad verschwand.

Eine halbe Stunde später hatte ich das Frühstück vorbereitet, wenn auch nicht ganz so üppig wie Henry es vorbereitet hatte, was aber vor allem an meinem mangelnden Kochtalent lag. Mehr als eine Pfanne war schon eine Meisterleistung, mehr als zwei unmöglich. Deshalb gab es nur Rührei mit Speck. Genau wie ich gestern, kam Henry nun runter und schlang seine Arme um mich. „Ich weiß nicht, was besser riecht, du oder unser Frühstück.“ raunte er mir ins Ohr. Ich grinste in mich hinein. „Frühstück ist sofort fertig.“ sagte ich und füllte das Rührei auf einen tiefen Teller. Den gebratenen Speck holte ich auch schnell aus der Pfanne, bevor ich die Aufbackbrötchen aus dem Ofen holte und alles auf den Tisch stellte. „Du bist die beste, weißt du das?“ fragte Henry mich, bevor er mich küsste. „Ja, du kannst richtig froh sein, dass du mich als deine Freundin hast.“ meinte ich ironisch, die Ironie ignorierte Henry jedoch gekonnt: „Ja, das kann ich allerdings.“

Gemeinsam aßen wir unser Frühstück, bevor wir uns im Internet nach dem Kinoprogramm informierten. Als ich sah, dass Ein ganzes halbes Jahr im Kino lief, bettelte ich meinen Freund so lange an, bis er nachgab und Karten für die letzte Reihe bestellte. „Du bist der allerbeste!“ sagte ich zu ihm und gab ihm einen langen leidenschaftlichen Kuss.

Vor dem Kino gingen wir noch in einer Pizzeria essen, statt Pizza bestellten wir diesmal aber beide Nudeln. Während wir auf unser Essen warteten, redeten wir über Gott und die Welt, aber vor allem über unseren Traumkorridor. Wir hatten ihn beide schon länger nicht mehr betreten und fragten uns, ob sich wohl etwas verändert hatte.

Nach dem Essen gingen wir direkt ins Kino. Der Saal war leer, wir waren die einzigen Besucher in der letzten Reihe. Ich wollte mich wirklich auf den Film konzentrieren, scheiterte aber schon am Vorspann, Henrys Lippen waren einfach viel zu anziehend. So versanken wir im Grunde den ganzen Film in einen tiefen Kuss.

Nach dem Kino gingen fuhren wir direkt wieder zu ihm nach Hause. Da wir laufen mussten, um die letzte U-Bahn zu bekommen, kamen wir beide reichlich verschwitzt bei Henry zu Hause an. Als er die Türe öffnete und wir beide im Haus waren, zog ich meinen Freund an mich. „Ich muss jetzt unbedingt duschen, willst du mir dabei helfen?“ flüsterte ich ihm so verführerisch wie möglich ins Ohr. Das letzte Mal hatte mir nämlich unglaublich gut gefallen und da auch endlich meine Periode sich wieder verabschiedet hatte, stand meinem ersten Mal nun nichts mehr im Weg. Ich wollte es, und wie ich es wollte.

Sofort wurden Henrys Augen wieder einige Nuancen dunkler. Mit einem Ruck hob er mich hoch und trug mich ins Bad. Dort stellte er mich sanft ab und begann ganz langsam, mich auszuziehen. Schließlich stand ich nur in Unterwäsche vor ihm und spürte seinen Blick auf mir. Augenblicklich breitete sich in meinem Körper eine Hitze aus. Meine Hände wanderten hoch zu seinem erstem Hemdknopf und öffnete diesen. Die anderen folgten, bis das Hemd auf dem Boden landete und ich mich an seinem Gürtel zu schaffen machte. Nachdem ich die Hose geöffnet hatte, streifte er sich seine Hose samt Boxershorts herunter.

Ich betrachtete den Körper meines Freundes, konnte nur staunen, wie gut er eigentlich aussah. Unter normalen Umständen würde ich mich neben ihm wie das hässliche Entlein fühlen, doch durch seine Blicke, seine Worte und seine Taten zeigte er mir jeden Tag aufs neue, wie schön, wie begehrenswert er mich eigentlich fand.

„Du hast noch viel zu viel an.“ flüsterte Henry heiser. Er strich mir eine Strähne hinters Ohr und ließ seine Hand meinen Rücken hinunter wandern, bis er am Verschluss meines BHs ankam und mit einer geschickten Handbewegung öffnete. Ich streifte ihn mir ab, ebenso meinen Slip. Nun stand auch ich nackt im Bad. „Du bist so wunderschön.“ flüsterte Henry und führte mich sanft unter die Dusche. Ich stellte den Wasserstrahl an und sofort wurden wir von angenehm warmen Wasser eingehüllt. Wie schon beim letzten Mal schnappte er sich das Duschgel und fing an, es auf meinem Körper zu verteilen, wobei er meinem Po und meinen Brüsten besondere Beachtung schenkte und diese massierte. Ich ließ meinen Kopf nach hinten fallen und genoß seine Hände auf meinem Körper, ein kleines Stöhnen konnte ich mir nicht verkneifen. Ich spürte eine nie dagewesene Hitze meinen Körper erobern und ein Pochen zwischen meinen Beinen. Ich wollte Henry, und wie ich ihn wollte, ihn brauchte. „Henry.“ keuchte ich seinen Namen, als seine Hand zwischen meine Beine wanderte und er mit dem Daumen über den empfindlichen Punkt strich. „Ja?“ raunte er mir zu und fing an, meinen Hals zu küssen. Wollte ich etwas sagen? Ich wusste es nicht mehr, alles, was ich noch wusste war, dass er niemals aufhören sollte. Mit jeder Sekunde kam ich dem Orgasmus ein Stückchen näher.

„Komm. Komm für mich.“ raunte mein Freund mir zu, während ich mich tatsächlich nicht mehr zurückhalten konnte. Der Orgasmus überrollte mich wie eine Welle, alle Spannungen, die sich in den letzten Minuten aufgebaut hatten explodierten in mir. Mein Kopf sank an Henrys Brust, während ich noch die Nachbeben spürte. „Ich liebe dich.“ flüsterte ich an Henrys Brust, unsicher, ob es es hörte oder nicht. Ich blickte auf in sein Gesicht und legte meine Hände in seinen Nacken, um ihn zu mir runterzuziehen und ihn leidenschaftlich zu küssen. Die Glut der Erregung war noch nicht gelöscht, entflammte nun wieder, doch nun wollte ich erstmal, dass er auf seine Kosten kam. Ich löste mich von ihm, um mir die Duschgelflasche zu nehmen und wiederholte die Prozedur nun bei ihm. Möglichst langsam verteilte ich das kühle Gel auf seinen Schultern, seiner Brust, seinem Bauch... Meine Hände fuhren immer weiter runter und strichen einmal vorsichtig über seine Erektion, ließ dann jedoch wieder von dieser ab. Ich grinste, als ich ein frustriertes Stöhnen von Henry vernahm. „Bitte...“ flehte er schon fast.

Ich stellte mich auf die Zehenspitzen. „Ich will mit dir schlafen.“ raunte ich ihm so sexy wie möglich ins Ohr. Mein Freund sah mich an, die Spannung zwischen uns war greifbar. „Jetzt.“ flüsterte ich ihm zu, um meinem Wunsch noch ein wenig mehr Nachdruck zu verleihen. Ein Ruck ging durch Henrys Körper, er schlang seine Arme um mich und legte seine Hände an meinen Po, um mich mit einem Ruck hochzuheben. Ich schlang automatisch meine Beine um ihn. Ich konnte nicht leugnen, dass ich Nervös war, doch ich wusste, dass Henry mir niemals wehtun würde.

Mein Freund trug mich in sein Zimmer und legte mich vorsichtig auf dem Bett ab. Er krabbelte über mich und legte seine Unterarme neben mich ab, um mich nicht zu erdrücken. „Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie sehr ich dich liebe.“ flüsterte Henry mir zu und küsste mich leidenschaftlich. Unsere Zungen tanzten miteinander, während sich die Erregung in meinem Körper noch steigerte. Ich stand im Flammen, anders konnte ich mir dieses Gefühl nicht erklären. Meine Hände gingen wieder auf Wanderschaft, ertasteten die Muskeln seines Rückens.

Wir lösten uns kurz voneinander. Henry rollte sich von mir runter um ein Kondom aus seinem Nachtschränkchen zu fischen. Er rollte es sich über, bevor er sich wieder über mich legte. „Bist du dir sicher?“ fragte er mich nochmal. „Ich war mir noch nie in meinem Leben sicherer.“ antwortete ich auf seine Frage. „Ich liebe dich, mein Käsemädchen.“ flüsterte Henry mir zu, bevor er ganz langsam in mich eindrang. Ich wartete auf die Schmerzen, auf die man in jedem Jugendmagazin vorbereitet wurde, doch sie kamen nicht. Henry und ich sahen uns tief in die Augen. „Alles okay?“ fragte er mich. „Mehr als okay.“ meinte ich. Es war wirklich mehr als okay. Ihm so nahe zu sein fühlte sich unglaublich an, beinahe magisch. Wir bewegten uns im Einklang, küssten uns, liebten uns.

Ich lag in seinen Armen, er streichelte sanft über meinen Rücken, während ich Kreise auf seine Brust malte. „Irgendwie war es auch mein erstes Mal.“ flüsterte Henry mir plötzlich zu. Ich sah ihn verwirrt an, konnte mir nicht erklären, wie er das meinte. „Es war das erste Mal, dass mir der Sex wirklich etwas bedeutet hat. Ich liebe dich Livvy, ich hätte niemals gedacht, dass ich jemals jemanden so lieben kann wie dich.“ sagte er zu mir, bevor er mich unfassbar zärtlich küsste.

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Und schon das letzte Kapitel dieser kleinen FF. Ich hoffe, es hat euch gefallen:)
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