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Frühjahrsferien

von ceeliinee
KurzgeschichteLiebesgeschichte / P18
Henry Harper Olivia "Liv" Silber
27.05.2020
29.05.2020
4
7.904
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28.05.2020 2.823
 
Kapitel 2

Die Woche bis zu den Frühjahrsferien verging wirklich schnell, was nicht zuletzt daran lag, dass die Lehrer uns nochmal richtig rannahmen. Innerhalb von fünf Tagen vier Tests, das gehörte wirklich verboten! Henry und ich hatten uns trotzdem täglich verabredet, jedoch nur zum lernen, denn auch bei ihm sah es ähnlich stressig aus. Mein Freund war ein wahnsinnig guter Lehrer, was vermutlich aber auch daran lag, dass er mich mit seinen Küssen motivieren konnte und so dafür sorgte, dass ich wirklich lernte. Bei Henry war das ganze ähnlich. Immer, wenn er eine Aufgabe gelöst hatte verlangte er einen Kuss, welchen ich ihm natürlich nur zu gerne gewährte. Wenn Mia bei unseren Lerndates dabei wäre, würde sie mich höchst wahrscheinlich mit allen möglichen Dingen bewerfen, weil ich wieder wie ein verliebtes Schaf schauen würde. Manchmal machte meine kleine Schwester mich wirklich wahnsinnig, aber sie konnte eben noch nichts mit Jungs anfangen, deshalb sei ihr verziehen. Außerdem konnte ich ihr so einmal, wenn sie in einen Jungen verliebt war, alles heimzahlen.

Mein Freund wohnte zwar bloß gute zehn Minuten zu Fuß von mir entfernt, jedoch bat ich Ernest trotzdem, mich zu fahren, da ich einfach viel zu viel eingepackt hatte. „Wenn du abgeholt werden willst, brauchst du nur anrufen, ich hole dich sofort ab!“ meinte Ernest zu mir, als er vor Henrys Haus hielt. „Danke, aber ich glaube, das brauchst du nicht. Ich bin übrigens keine zehn Jahre alt und übernachte das erste Mal bei jemand anderem.“ sagte ich zu ihm. Ich fand es trotzdem süß, dass er sich um mich sorgte. „Ich weiß, ich wollte es trotzdem sagen, damit du es weißt, immerhin ist es das erste Mal, dass du woanders übernachtest seit ich dich kenne.“ erklärte Ernest mir. Ich drückte ihm einen Kuss auf die Wange. „Wir sehen uns in einer Woche!“ verabschiedete ich mich von ihm und stieg aus dem Auto aus. Meine Tasche holte ich aus dem Kofferraum, bevor ich durch den Vorgarten des kleinen Einfamilienhauses ging. Ich betätigte die Klingel im selben Moment, wie Henry mir die Türe öffnete. Sofort zog er mich in eine Umarmung und drückte mir einen kurzen Kuss auf den Mund. Ich winkte Ernest noch einmal schnell zu, da er gewartet hatte, bis Henry die Türe öffnete. „Ich hab dich vermisst, mein Käsemädchen.“ flüsterte Henry mir zu, nachdem er die Haustür geschlossen und mich wieder in seine Arme gezogen hatte. „Werde ich diesen Spitznamen jemals wieder los?“ fragte ich ihn, worauf er grinsend den Kopf schüttelte. „Weißt du eigentlich, dass ich dich schon damals am Flughafen absolut bezaubernd fand?“ fragte mein Freund mich und gab mir einen Kuss auf die Nase. „Also ich fand, du sahst eher so aus, als würdest du mich jeden Moment auslachen und deine Drogen und gefälschten Designeruhren dank mir ungehindert ins Land bringen können!“ antwortete ich auf seine Frage grinsend. „Das du mir sowas zugetraut hast, trifft mich nun aber tief ins Herz.“ sagte er und hielt sich theatralisch eine Hand aufs Herz. „Jaja, vielleicht solltest du drüber nachdenken, der Theater – AG beizutreten.“ neckte ich ihn für seinen Auftritt. „Ich war schon in der Theater – AG, aber ich war viel zu gut!“ meinte er grinsend. „Jaja, ist klar und ich bin mit der Queen verwandt.“ scherzte ich. „Nein, im ernst, ich war in der Theater – AG! Gut, ich bin rausgeflogen, weil ich so grottig war, aber ich war drin! Ich kann dir ja später erzählen, was passiert ist.“ Lächelnd nahm er meine Hand und führte uns ins Wohnzimmer. „Ich habe extra nochmal alles geputzt, den Kühlschrank aufgefüllt und uns ein paar DVDs ausgeliehen!“ erzählte er stolz. Das würde sicher eine tolle Woche werden!

Zunächst kuschelten wir beide uns gemeinsam aufs Sofa. „Also, jetzt erzähl, was ist damals in der Theater – AG passiert?“ fragte ich meinen Freund direkt. Ich war einfach viel zu neugierig. „Okay, aber du musst mir versprechen, das niemandem zu erzählen, besonders nicht Grayson, verstanden?“ fragte er mich, worauf ich nur nicken konnte. „Also, ich war damals 12 und gemeinsam mit Emily in der AG. Wir sollten Romeo & Julia spielen. Emily war natürlich die Julia und mangels Alternativen bekam ich die Rolle des Romeos. Ich fand das Stück aber langweilig und hab die ganze Zeit nur rumgealbert und meinen Text vergessen und mich dann am Ende geweigert, Julia zu küssen, weil ihr Mund wie der Schnabel einer Ente aussah. Als ich ihr das gesagt habe ist sie weinend zu unserer Lehrerin gelaufen und diese hat mich dann aus der AG geworfen.“ erzählte Henry mir grinsend. „So langweilig ist Romeo und Julia doch nun nicht.“ versuchte ich das Stück zu verteidigen. „Doch, ist es! Sterbenslangweilig um genau zu sein. Romeo starb in Wirklichkeit nicht durch Gift sondern vor Langeweile!“ argumentierte Henry. „Männer!“ seufzte ich und verdrehte die Augen. „Ey! Was soll das denn jetzt heißen?“ fragte mein Freund mich.

„Das ihr nunmal alle keinen Geschmack habt, Romeo und Julia ist eine wunderschöne Liebesgeschichte!“ sagte ich. „Am Ende sterben beide wegen eines Missverständnisses, wo ist das bitte schön?“ fragte Henry mich. „Romeo dachte eben, seine Julia wäre tot und hat entschieden, dass er ohne sie nicht leben kann und als Julia dann aufgewacht ist und Romeo tot da lag, dachte sie eben das gleiche. Der Gedanke ist das, was zählt!“ versuchte ich ihm zu erklären. Klar, dass sie sterben ist kacke, aber der Gedanke dahinter ist doch Romantik pur. „Aber ich würde doch an Romeos Stelle erstmal kontrollieren, ob sie auch wirklich tot ist, Puls kontrollieren und so.“ versuchte er seinen Standpunkt klar zu machen. „Die Geschichte spielt im 16. Jahrhundert, da hatten die Leute eben noch keine Ahnung was ein Puls ist! Aber klar, ein Mann versteht das nicht.“ meinte ich nun bockig. Henry legte den Arm um mich. „Du hast ja recht, Süße.“ versuchte er mich zu beruhigen. „Tu mit einen Gefallen. Wenn ich mal irgendwo Scheintod liegen sollte und dir dann klar werden sollte, dass du ohne mich nicht lieben kannst, kontrolliere mehrmals, ob ich auch wirklich tot bin, ich will keine Julia werden.“ meinte ich scherzhaft zu meinem Freund, welcher mich aber nur ernst ansah. „Mir ist doch schon längst klar, dass ich ohne dich nicht leben kann...“ flüsterte Henry mir zu und küsste mich zärtlich.

Eine ganze Weile saßen wir einfach knutschend auf der Couch. Die Schmetterlinge in meinem Bauch tanzten Samba, während Henrys Lippen sich synchron zu meinen bewegten. Ich würde wohl niemals genug von seinen Küssen bekommen, soviel war für mich klar. Ich wusste nicht, wie lange wir einfach nur so auf dem Sofa saßen und uns küssten, mein Magen unterbrach uns aber leider. Henry löste sich von mir. „Sollen wir Pizza bestellen?“ fragte er mich lächelnd, wobei mir alleine beim Wort Pizza schon das Wasser im Mund zusammenlief. Eine Pizza Hawaii war jetzt genau das, worauf ich Lust hatte. Ich nickte einfach nur. Während Henry die Flyer des Lieferdienstes suchte ging ich auf Toilette, wo mich eine rote Überraschung erwartete. „Nicht im Ernst, oder?“ fragte ich mich. Wieso musste meine dämliche Periode genau jetzt kommen? In genau der Woche, in der Henry sturmfrei hatte und wir miteinander schlafen wollten. Das war mal wieder typisch für meinen Zyklus. An Tampons oder Binden hatte ich selbstverständlich nicht gedacht, da ich mir ziemlich sicher war, dass der Teufel mich erst nächste Woche wieder besuchen wollte. Also nahm ich mir einen großen Haufen Klopapier um ihn ersatzweise in meinen Slip zu legen und zu Henry zu gehen.

„Du, Henry. Du weißt nicht zufällig, ob ihr Binden oder Tampons habt?“ fragte ich ihn direkt, als er in der Küche an der Anrichte gelehnt stand. Mein Freund sah mich entgeistert an. „Ich weiß es nicht, hast du etwa deine...“ Er brauchte gar nicht weiter zu reden, ich nickte einfach. Mein Freund seufzte. „Ich fahr schnell in den Supermarkt und hole dir Tampons und bringe dann in einem Pizza mit, okay?“ fragte er mich. Nun war ich es, der den anderen entgeistert ansah. Ich wusste noch, wie mein Vater reagiert hatte, als er mir neue Tampons mitbringen sollte. Deshalb bin ich nicht davon ausgegangen, dass Henry so selbstverständlich für mich in den Supermarkt fahren würde. Ich nahm ihn deshalb in den Arm. „Ich liebe dich Henry!“ sagte ich dazu schlicht. „Ich dich auch, Käsemädchen.“ reagierte er darauf, bevor er mich nach meinen bevorzugten Tampons fragte.

Eine Stunde später war Henry endlich wieder da. Ich konnte in eine frische Hose schlüpfen und mich mit meiner Pizza und einen Film in Henrys Zimmer auf sein Bett kuscheln. „Wieso hast du eigentlich so selbstverständlich angeboten, mir Tampons holen zu gehen? Als ich meinen Vater einmal danach gefragt hatte, meinte er, er würde sich dafür zu sehr schämen.“ fragte ich meinen Freund. „Wieso sollte ich mich dafür schämen. Du hast deine Tage bekommen und brauchst nun Tampons. Da ist doch nichts bei.“ erklärte er mir und bis ein Stück seiner Pizza ab. Fast genauso hatte ich das meinem Vater auch gesagt, doch er blieb standhaft und weigerte sich, sodass ich am Ende bloß mit Klopapier in der Hose zum nächsten Supermarkt musste. Gott, was war mir das unangenehm. „Ich glaube, ich liebe dich jede Sekunde ein Stückchen mehr.“ gab ich zu. Henry lächelte mich an. „Mir geht es da nicht anders, ich kann nicht ganz glauben, dass wir die ganze Woche gemeinsam verbringen.“ erwiderte Henry. „Du bist also nicht der Meinung, ich hätte unsere Woche zerstört?“ fragte ich meinen Freund, welcher nur mit den Kopf schüttelte. „Nur weil wir wegen deiner Periode keinen Sex haben können? Es soll die Woche doch nicht nur um Sex gehen, ich möchte einfach Zeit mit dir verbringen, mit dir in meinem Arm einschlafen und aufwachen und Geschichten aus deiner Kindheit hören und dir im Gegenzug welche aus meiner Kindheit präsentieren.“ erklärte er mir und fügte noch: „Wieso denkst du, ich wäre so auf Sex fixiert, das wichtigste ist für mich, Zeit mit dir zu verbringen, egal ob wir miteinander schlafen oder nicht!“ sagte er zu mir. Ich fragte mich langsam selber, weshalb ich die ganze Zeit nur an diesen bescheuerten Sex dachte. „Ich weiß es doch auch nicht.“ sagte ich von mir selbst genervt. „Wenn es diese Woche nicht passiert, dann ist es halt so. Irgendwann wird schon der richtige Moment kommen.“ meinte Henry und küsste mich zärtlich. Ich lächelte ihn an, womit hatte ich ihn nur verdient? Mit einem Grinsen klaute ich mir ein Stück seiner Pizza, worauf ein empörtes „Ey“ von ihm folgte. „Ich bin eine Frau und ich habe meine Tage, ich darf das!“ verteidigte ich mich und biss genüsslich ein Stück ab. Grinsend schüttelte mein Freund den Kopf und aß auch seine Pizza weiter.

Nachdem wir gegessen und die Pizzakartons weggeräumt hatten, kramte ich wieder in meiner Tasche um meine Schlafklamotten. Ich musste auch unbedingt duschen gehen und überlegte sogar, ob ich Henry fragen sollte, ob er mitbekommen wollte. Ich erhoffte mir, dass meine Nervosität so weniger werden würde. Einmal atmete ich tief durch, bevor ich zu Henry ging, welcher an seinem Schrank und damit mit den Rücken zu mir stand, und meine Arme um ihn schlang. „Du, Henry, ich müsste duschen gehen. Hättest du vielleicht Lust mitzukommen?“ fragte ich ihn ganz unverblümt. Mein Freund drehte sich in meinen Armen um und sah mich überrascht an. Er hatte scheinbar nicht damit gerechnet, dass ich direkt die Initiative ergreifen würde, ich selber hatte mich ja selber überrascht.

„Bist du dir wirklich sicher, dass du das willst?“ fragte Henry mich, worauf ich aber nur nickte. Mit jeder Sekunde, die ich länger drüber nachdachte, wurde mir klarer, dass ich dieses Kennenlernen seines Körpers irgendwie brauchte. „Geh schonmal vor, ich komme jetzt gleich nach.“ sagte er mit, eindeutig tieferer Stimme, bevor er mir einen kurzen, aber leidenschaftlichen Kuss gab. Ich ging schonmal ins Bad vor und atmete tief durch. Ich wollte es unbedingt, doch meine Nervosität stieg trotzdem ins Unermessliche. Wie sollte ich das bloß unter Kontrolle bekommen, wenn wir miteinander schlafen würden?

Ich versuchte, alle Gedanken aus meinen Kopf zu wischen und konzentrierte mich stattdessen darauf, mich unfallfrei auszuziehen und nicht, wie es mir gerne passierte, beim auf einem Bein hüpfen das Gleichgewicht zu verlieren, mich irgendwo dran festzuhalten und dabei dann alle möglichen Dinge runterzuschmeißen. Ich stieg unter die Dusche und stellte das Wasser an. Um seine Dusche beneidete ich meinen Freund richtig, sie war groß mit Regenduschkopf. Das Wasser lief schon über meinen Körper, als Henry das Bad betrat und somit freien Blick auf meinen nackten Körper hatte. Sein Blick glitt über meinen Körper, langsam, so als wolle er das Bild tief in seinen Erinnerungen vergraben. Meine Nervosität war mit einem Mal wie weggeblasen und machte Platz für die pure Begierde. Ich wollte mit meinen Händen seinen Körper erkunden und jeden einzelnen Millimeter seiner Haut schmecken. Und wenn ich meine gottverdammte Periode nicht hätte würde ich auch definitiv mit ihm schlafen.

„Wie lange willst du noch da stehen und mich anstarren? Ich hätte dich viel lieber bei mir unter der Dusche.“ sagte ich zu Henry mit einer tiefer Stimme, die mich selbst überraschte. Schnell zog mein Freund sich aus, dann kam er zu mir unter die Dusche. Nun war ich diejenige, die den nackten Körper des anderen ganz ungeniert ansah. Seine vom Basketballtraining gehärtete Brust, seine Bauchmuskeln, die sich bei jeder Bewegung anspannten, seine muskulösen Arme, die mich schon so oft gehalten hatten. Als letztes glitt mein Blick zu seinem Penis. Sofort keimte die Nervosität wieder auf. Er war so groß, wie sollte er nur in mich hineinpassen? Scheinbar konnte Henry mir ansehen, was ich dachte. Er beugte sich zu mir rüber und flüsterte mir ins Ohr, dass ich keine Angst haben müsse, bevor er anfing, meinen Hals mit zärtlichen Küssen zu überdecken. Die Nervosität ebbte wieder ab, dafür fuhr meine Erregung auf ein ganz neues Level hinauf. Ich drückte ihn ganz sanft von mir weg, um meine Lippen endlich wieder mit seinen zu verschließen. Ich merkte sofort, dass dieser Kuss anders war als alle bisherigen Küsse. Er war wilder, leidenschaftlicher, härter, aber trotzdem mit genauso viel Liebe wie immer. Meine Arme schlangen sich, wie automatisch, um seinen Hals, um ihn noch näher an mich zu drücken. Gleichzeitig glitten seine Hände meinen Rücken hinunter zu meinem Po. Nach einiger Zeit lösten wir uns wieder voneinander, wir brauchten beide dringend Luft.

Ich schnappte mir eine der in der Dusche stehenden Duschgelflaschen und gab einen Klecks in die Hand. Das Duschgel schäumte ich ein wenig zwischen meinen Händen auf, bevor ich sie auf seine Brust legte und anfing seinen Oberkörper zu waschen. Henry schloss die Augen, er schien es also wirklich zu genießen. Grinsend wanderten meine Hände weiter über den Bauch meines Freundes, langsam immer weiter runter, bis ich irgendwann an seiner Erektion angekommen war. Meine rechte Hand strich einmal vorsichtig über sie, was Henry ein Stöhnen entlockte. Ermutigt griff ich nun ein wenig fester zu. „Mach weiter!“ keuchte Henry. Also fing ich an meine Hand ein wenig zu bewegen und wurde, durch sein Stöhnen angespornt, immer schneller. „Fuck Liv, du machst mich fertig.“ stöhnte Henry, bevor eine weiße Flüssigkeit aus seinem Glied spritzte. Ich zuckte ein wenig zusammen, da ich nicht damit gerechnet hatte. Henry öffnete die Augen wieder und sah mich an. „Du überraschst mich wirklich immer wieder!“ meinte er und lächelte mich an. „Glaub mir, ich habe mich selbst überrascht.“ reagierte ich und grinste ihn an. „Du bist jetzt dran, Süße.“ sagte Henry, nachdem er mich zärtlich küsste und schnappte sich das Duschgel. Auch er ließ sich viel Zeit mit dem Verteilen des herb duftenden Schaumes, mal fuhr er nur ganz sanft über meine Haut, mal drückte er etwas fester zu oder knetete meine Brüste. Ich genoß seine Hände auf meinem Körper und konnte das Stöhnen nicht unterdrücken, besonders, als er seinen Daumen über meine Klitoris kreisen ließ. Ich stöhnte seinen Namen – laut – und hatte das Gefühl, ganz London konnte mich hören, doch es war mir sowas von egal. Alles was zählte waren Henrys Hände auf meinem Körper.

Nach gefühlten Stunden unter der Dusche kuschelten Henry und ich uns in sein Bett. Er hatte irgendeinen Film auf seinem Fernseher angemacht, welcher uns aber beide nicht wirklich interessierte. Wir lagen einander zugewandt im Bett, unsere Hände waren miteinander verschränkt und wir erzählten uns Geschichten aus unserer Kindheit. So erfuhr ich, dass er sich als 8 – jähriger beim Rutschen das Bein gebrochen hatte und er mit vierzehn sein Lieblingskuscheltier, Arnold, einen Frosch, an ein kleines Mädchen verschenkt hatte, welches er beim Helfen in der Suppenküche wegen einer Strafe kennengelernt hatte. Ich erzählte ihm dafür von den verschiedenen Ländern, in denen wir schon gelebt hatten und sagte ihm Ich liebe dich auf allen Sprachen, die ich beherrschte.

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Die kleine Liv hat sich einfach so selbstständig gemacht, eigentlich war das alles ganz anders geplant und es sollte ein unschuldiges Kapitel werden - daraus ist leider nichts geworden, wie man unschwer lesen kann.

Ich hoffe, euch hat das Kapitel gefallen und es war nicht zu viel. Es ist das erste Mal, dass ich eine P18 Geschichte schreibe:)
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