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Cinta sejati tak pernah mati

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Alexander "Alec" Gideon Lightwood Magnus Bane
27.05.2020
08.04.2021
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27.05.2020 5.011
 
Eigentlich hatte Magnus immer geglaubt, dass Wochenende sei dazu da, um sich von den Strapazen harter Arbeit zu erholen, Partys zu feiern und Spaß zu haben. Die letzte beiden Tage waren jedoch alles andere als vergnüglich oder erholsam. Im Gegenteil. Magnus hatte kaum geschlafen, noch weniger als ohnehin schon und zum ersten Mal seit fünfzig Jahren hatte er keine Lust gehabt, des Nachts durch die angesagtesten Clubs New Yorks zu ziehen.
Im ersten Moment war Magnus so über seine eigene Lustlosigkeit erstaunt, dass er instinktiv Catarinas Nummer gewählt hatte, weil er glaubte ernsthaft krank zu sein. Bis Magnus wieder einfiel, dass er der Oberste Hexenmeister von Brooklyn war und als solcher nicht krank werden konnte. Jedenfalls nicht im klassischen Sinne.
Als Magnus sich nach einer weiteren ruhelosen Nacht aus dem Bett gequält hatte, fand er nicht einmal die Muse sich einen Kaffee aus dem Mudd-Truck herbei zu zaubern, wie er es für gewöhnlich tat. Stattdessen sank Magnus erschöpft auf die rote Samtcouch, ließ den Kopf in eines der goldenen Seidenkissen sinken und schwang seine Beine über eine der kunstvoll geschnitzten, hölzernen Lehnen. Seufzend hob er einen Arm vors Gesicht, um seine Augen vor der aufgehenden Sonne zu schützen.
In Magnus Kopf herrschte das reinste Chaos und er konnte sich wirklich nicht mehr daran erinnern, wann er sich zuletzt so gefühlt hatte. Hatte Magnus sich je zuvor schon einmal so gefühlt? Magnus war schon so lange auf dieser Welt, hatte unzählige Leben gelebt, die exotischsten Länder bereist und die faszinierensten Menschen kennegelernt. Ein ewig währender Kreislauf, der stets zum gleichen Ergebnis geführt hatte. Am Ende war Magnus immer allein gewesen.
Irgendwann hatte Magnus einfach keine Kraft, um noch nach der einen großen Liebe zu suchen, auch wenn er die Hoffnung nie wirklich aufgeben wollte. Ab einem bestimmten Punkt in seinem Leben, fehlte ihm schlichtweg die Energie, um weiter ergebnislos auf sein ganz persönliches Glück zu hoffen.
Bis zu jenem Freitag Abend an dem Alec Lightwood, seines Zeichens Schattenjäger des New Yorker Instituts, nicht nur die Unverschämtheit besaß eine halbe Stunde zu spät zu ihrem ersten Date aufzutauchen, sondern sich obendrein mit seiner ebenso unverschämt liebenswerten Art in Magnus Herz stahl. Und das weder still, noch heimlich. Sondern viel eher mit einem Paukenschlag, der in Magnus einen wahren Sturm ausgelöst hatte, den er selbst nicht mehr zu kontrollieren vermochte.
Ausgerechnet ein Schattenjäger ... ich habe mich ausgerechnet in einen Schattenjäger verknallt! Besser konnte Magnus das Gefühl nicht beschreiben, dass ihn überkam, wenn er an Alec dachte. Da war dieses Kribbeln, die Aufregung eines neuen Abenteuers, das er einfach nicht abschütteln konnte. Und dabei hatte sich Magnus vor langer Zeit geschworen, sein Herz niemals an einen Schattenjäger zu verlieren.
Mit der Launenhaftigkeit von Vampiren kam Magnus problemlos klar und abgesehen von den vielen Haaren, war er auch Werwölfen gegenüber nicht abgeneigt. Feenwesen waren kompliziert, aber immer für ein kleines unverbindliches Abenteuer zu begeistern. Die Liebe von Menschen war seiner Erfahrung nach meist nur von kurzer Dauer.
Mit Schattenjägern hatte Magnus noch keinerlei Erfahrung gesammelt, zumindest nicht auf dieser Ebene. Aber er kannte Hexenwesens, die sich auf dieses Abenteuer eingelassen und teuer dafür bezahlt hatten. Keine dieser Beziehungen war jemals gut ausgegangen.
Trotzdem fiel es Magnus schwer in diesem Augenblick nicht an Alec zu denken. Wie zum Teufel hatte es der junge Schattenjäger geschaft, ihn innerhalb kürzester Zeiter so derart unter die Haut zu gehen?
Dabei kannte Magnus die Risiken, die dieses Experiment mit sich bringen würde. Es bestand eine geradezu absurd geringe Chance, dass es funktionieren könnte. Viel größer war jedoch die Wahrscheinlichkeit, dass Magnus dieses Wagnis mit dem Leben bezahlen würde. In welcher Form auch immer.
Magnus war so in Gedanken versunken, dass er nur am Rande bemerkte, wie sich der große Vorsitzende Miau Tse-Tung leise maunzend von seinem Platz am sonnigen Fenster erhob, sich genüsslich streckte und dann mit einem einzigen großen Satz zu ihm auf die Couch sprang. Das Fell des Katers war angenehm warm und weich, als Magnus seine Hand ausstreckte und dem großen Vorsitzenden mit den beringten Fingern geistesabwesend die Ohren kraulte.
Noch immer hatte Magnus den Geruch von Alecs Rasierwasser in der Nase. Es war kein besonderer Duft, weder aufregend noch extravagant und erst recht nicht glamorös. Ganz anders als der Duft, den er selbst trug und den Magnus aus einer Mischung aus Sandelholz und orientalischen Ölen selbst zusammen rührte. Magnus war sich jedoch bewusst, dass andere Menschen auch nur schwer mit seinem exquisiten Geschmack mithalten konnten. Das Alec sich dennoch die Mühe gemacht und sich für ihn in Schale geworfen hatte, rechnete Magnus dem jungen Schattenjäger hoch an.
Unbewusst huschte Magnus ein Lächeln übers Gesicht und er konnte die Vorfreude auf ihr nächstes Date kaum noch verbergen. Dafür verzichtete er sogar liebend gerne auf die Eröffnungsfeier eines neuen Vampir-Clubs in Greenpoint. Den Termin hatte Magnus vor einem halben Jahr in seinem Kalender eingetragen. Aber was war schon irgendeine Vampir-Party im Vergleich zu dem belebenden Gefühl eines neuen aufregenden Abenteuers.
Das plötzliche Klingeln seines Handy riss Magnus aus seinen Gedanken und er setzte sich ruckartig auf, was Miau Tse-Tung mit einem vorworfsvollen Raunzen kommentierte. Trotz seines offenkundigen Protests schob Magnus den Kater von seinem Schoß und fischte sein Mobiltelefon vom Couchtisch. Er kannte die Nummer, die in weißer Schrift im Display aufleuchtete und ihn überkam eine Mischung aus Neugier und Misstrauen. “Ja.”
“Mr. Bane, Maryse Lightwood vom New Yorker Institut hier.” Beinahe hätte Magnus vor Schreck das Telefon fallen lassen.
“Maryse, was verschafft mir die Ehre Ihres Anrufs?” Eine bessere Reaktion war ihm auf die Schnelle nicht eingefallen. Warum rief ihn Alecs Mutter an? Und warum jetzt?
“Sparen wir uns den Austausch von Nettigkeiten, Mr. Bane.” Sehr gerne! “Wir benötigen Ihre Expertise. Können Sie ins Institut kommen? Jetzt.” Das letzte Wort wahr definitiv keine Frage und weit entfernt von einer höflichen Bitte.
Magnus atmete hörbar ein und versuchte seine nächsten Worte mit Bedacht zu wählen. Er traf auf Maryse Lightwood noch bevor er Alec kennengelernt hatte, noch bevor Alec sprechen oder gar laufen konnte. Er wusste von der Verbindung der Lightwoods zu Valentines Kreis und erinnerte sich noch genau an jedes ihrer Verbrechen, dass sie gegen Unterweltler begangen hatten. Daher war es für Magnus auch nur schwer vorstellbar, das Maryse wirklich Alecs Mutter war. Wie war es möglich, dass ein solche Person, einen so liebenswerten Menschen wie Alec zustande gebracht hatte?
“Tatsächlich ist mein Terminkalender heute schon recht voll.”, senierte er, um es Maryse wenigsten nicht all zu einfach zu machen. Dabei blätterte er theatralisch mit den Händen durch ein imaginäres Notizbuch. “Selbstverständlich könnte ich Sie noch dazwischen schieben, gegen einen kleinen Aufpreis. Sagen wir in einer halben Stunde?”
“Beeilen Sie sich einfach.” Mit diesen Worten beendete Maryse Lightwood ihr Gespräch.
Magnus starrte noch einen Moment ungläubig auf den dunkler werdenen Display seines Handys, bevor er es achselzuckend zurück auf den Tisch legte. Maryse war ein Paradebeispiel dafür, warum es besser war, sich von Schattenjägern und ihren Angelegenheiten fernzuhalten. Schattenjäger bedeutetne meist immer Ärger oder raubten einem zumindest den letzten Nerv.
Dennoch stellte ihn der heutige Tag dank dieses unangenehmen, glücklicherweise jedoch kurzen Telefonats einen kleinen Lichtblick in Aussicht. Vielleicht bot sich bei seinem kleinen Ausflug ins Institut der Schattenjäger die Möglichkeit, Alec noch vor ihrem nächsten offiziellen Date wiederzusehen.
Etwa zwanzig Minuten später erschien Magnus vor der schweren Holzpforte des New Yorker Instituts. Es war gar nicht so lange her, seit Magnus zuletzt über dessen Schwellen getreten war. Lediglich die Umstände hätten ein wenig besser sein können. In all den Jahren hatte die gothische Kathedrale nichts von ihrem ursprünglichen Charme eingebüst. Es war nach wie vor ein prächtiger Bau, dessen Turmspitzen hoch in den Himmel ragten und dessen meterhohe Buntglasfenster ein wahres Farbenspiel auf den Asphalt zauberten. Magnus liebte es, wenn ein Gebäude Geschichte hatte. Deshalb würde es ihm auch nie in den Sinn kommen, aus seinem Loft in der Greenpoint Avenue aus- und in ein moderenes Apartment umzuziehen.
Gerade als er die Hand hob, um gegen das hölzerne Tor zu klopfen, öffneten sich die schweren Flügel zu beiden Seiten und Maryse Lightwood erschien auf der Schwelle. Sie trug ein mitternachtsblaues Kostüm und hatte die Haare zu einem festen Knoten am Hinterkopf zusammen gebunden. Ihr strenger Blick haftete auf Magnus und er fragte sich, was Maryse wohl anstössiger fand, seine hautengen schwarzen Lederhosen, das weiße Hemd mit Spitzenbesatz oder das bunte Glitter in seinen Haaren. Magnus fand, dass er selten so fabelhaft wie heute ausgesehen hatte, aber Maryse Lightwood war wohl anderer Meinung. “Das wurde aber auch Zeit.”
“Zeit ist relativ, wenn man erst einmal 300 Jahre alt ist.” Ihr rüdes Verhalten beeindruckte ihn nicht im Geringsten. Sie räusperte sich. “Meinetwegen, 400 Jahre.”
“Sie strapazieren meine Geduld, Mr. Bane. Folgen Sie mir.”
Magnus tat wie ihm geheisen und mit jedem Meter, den er Maryse durch die schummrigen Gänge des Instituts folgte, fielen ihm mehr und mehr Dinge ein, die er in diesem Moment lieber getan hätte. Barfuß über Glasscherben zu laufen, war eine von unzähligen Möglichkeiten.
Irgendwo zu seiner Rechten hörte Magnus das gefährliche Klingen von aufeinander prallenden Waffen. Als er seinen Kopf in die Richtung wand, aus der die Geräusche kamen, entdeckte er ihm Augenwinkel Isabelle Lightwood und Clarissa Fray bei einer morgendlichen Trainingseinheit. Isabelle wirkte wild entschlossen und Clary strotzte vor persönlichem Ehrgeiz. Magnus war erstaunt, wie schnell sich die Kleine in so kurzer Zeit gemacht hatte. Kaum zu glauben, dass Clary noch vor wenigen Wochen ein unbedarfter, geradezu unschuldiger Teenager war ohne jedwede Vorstellung davon, dass die Monster aus ihren Alpträumen tatsächlich existierten.
Magnus war dennoch ein wenig enttäuscht. Denn von Alec oder seinem blonden Parabatei war weit und breit nichts zu sehen. Dabei war Alec doch der einzige Grund, weshalb er sich überhaupt dazu herabgelassen hatte, wie ein braver Hund bei Fuß zu stehen, just in dem Moment, da Maryse Lightwood nach ihm Pfiff. Die Tatsache, dass er sich für seine ausgezeichneten Dienste obendrein mit einem Hungerlohn begnügen müsste, hellten seine Stimmung dabei keineswegs auf.
Dementsprechend hielt sich seine Begeisterung auch stark in Grenzen, als er den Grund dafür erfuhr, weshalb Maryse nach ihm gerufen hatte. Offenbar rechneten die Nephilim mit einem Angriff Valentins und bestanden darauf, dass Magnus die bestehenden Schutzzauber überprüfte und bei Bedarf erneuerte oder am besten gleich verstärkte. Ein ganzer Tag Arbeit und wofür? Vermutlich würde das Geld, dass er für seine Dienste bekam, nicht einmal für ein Essen in seinem Lieblingsrestaurant reichen.
“Gut, da dass nun geklärt ist...” Maryse erhob sich hinter ihrem Schreibtisch und glättete die Falten aus ihrem Kostüm. “...wann können Sie anfangen?”
“Bringen wir es schnell hinter uns.” Magnus Antwort klang trotziger, als er es eigentlich beabsichtigt hatte.
Langsam erhob er sich aus seinem Stuhl und war bereits auf halben Weg zur Tür, als Maryse ihn noch einmal zurückhielt. “Mr. Bane, verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Ich bin dankbar, dass Sie meinem Sohn das Leben gerettet haben. Dennoch würde ich es bevorzugen, wenn wir nach diesem kleinen Geschäft, den Kontakt zwischen Nephilim und Unterweltlern wieder auf ein Minimum beschränken könnten. Daher wäre ich hoch erfreut, wenn sich unsere Weg in naher Zukunft nicht wieder all zu schnell kreuzen.”
Magnus war völlig vor den Kopf gestoßen, was nur sehr selten vorkam. Doch noch ehe er seine Stimme wiederfinden konnte, riss Isabelle Lightwood die Tür zum Büro ihrer Mutter auf, schenkte Magnus einen beiläufigen Blick und setzte sich mit ihrem zierlichen Hintern auf den antiken Schreibtisch.
“Isabelle, was gibt es?”
“Alec und Jace haben sich gerade gemeldet.”, berichtete Isabelle und schlug kokett ihre Beine übereinander. Magnus fragte sich ernsthaft, wen sie mit diesem Verhalten beeindrucken wollte. “Sie sind auf dem Rückweg.”
Maryse warf einen nachdenklichen Blick auf die Uhr. “Sie sind spät dran. Haben sie gesagt, weshalb sie sich um eine Stunde verspäten?”
Isabelle schüttelte den Kopf. “Es wäre aber auch eine Prämiere, wenn sie ausnahmsweise pünktlich wären.”
“Es wäre aber auch eine Prämiere, wenn du dich zur Abwechslung nützlich machen und Mr. Bane den Weg zurück zur Eingangshalle zeigen würdest.”
Was für eine liebenswerte Person! Beinahe hatte Magnus ein wenig Mitleid mit der jungen Schattenjägerin. In Anwesenheit eines quasi Fremden von der eigenen Mutter runtergeputzt zu werden, stand sicherlich nicht auf Isabelles Hitliste.
Magnus war mehr als erleichtert, der negativen Atmosphäre von Maryse Lightwoods Büro entkommen zu sein und irgendwie beschlich ihn der Verdacht, dass Isabelle wohl ähnlich empfand. Er hörte, wie sie laut ausatmete und jeder Muskel ihres Körpers schien sich schlagartig zu entspannen. Trotzdem war die Stille zwischen ihnen irgendwie beklemmend.
“Übrigens...”, setzte Isabelle an und brach glücklicherweise das Schweigen zwischen ihnen. “...danke, Magnus.”
“Wofür?”
“Das du Alec das Leben gerettet hast.” Im Gegensatz zu Maryse, klangen Isabelles Worte wahrhaft aufrichtig. “Es ist nicht selbstverständlich, dass ein Unterwelter einem Schattenjäger das Leben rettet.”
“Dassellbe behauptet man auch über Schattenjäger und Unterweltler.”, gab Magnus zu Protokoll.
“Schön möglich.”, räumte Isabelle wenig beeindruckt ein. “Alec kann manchmal ziemlich...eigensinnig...sein, aber er ist mein Bruder, also...”
“...wäre es mehr als tragisch, wenn er gestorben wäre.”, beendete Magnus den Satz für sie.
“Ich sehe wir verstehen uns.” Isabelle zwinkerte ihm zu. “Kommst du ab hier alleine klar? Ich bin noch verabredet.”
Magnus nickte und machte sich direkt an die Arbeit. Er hatte wenig Interesse daran ihr Gespräch ab diesem Punkt weiterzuführen. Herzschmerz und Teenie Romanzen waren nicht unbedingt das Thema mit dem er sich gerade beschäftigen wollte. Schließlich war Magnus auf dem besten Weg Hals über Kopf in sein ganz persönliches Drama zu stürzen. Was kümmerte ihn da Isabelle Lightwoods Liebesleben!
Die ersten Zauber waren schnell gesprochen, kosteten Magnus jedoch mehr Kraft, als er es für möglich gehalten hätte. Die Zauber, die das Institut schützten, waren alt, sehr alt und mächtiger, als er angenommen hatte. Der Hexenmeister, der sie einst gesprochen hatte, musste ein wahrer Könner seines Fachs gewesen sein. Magnus hatte jedoch keine Ahnung, um wen es sich dabei handelte.
Vor vielen Jahren hatte er sich aus rein persönlichem Interesse etwas näher mit der Schöpfungsgeschichte der Nephilim beschäftigt. Aber entweder hatten die Schattenjäger das entsprechende Kapitel aus den Geschichstbüchern entfernt oder, was noch viel wahrscheinlicher war, sie hatten diesen Teil der Geschichte gar nicht erst zu Papier gebracht.
Das Magnus die letzten Tage so gut wie gar nicht geschlafen hatte, war jedoch sicherlich auch kein Vorteil. Anstelle zu Schlafen hatte Magnus sich die Nächte damit um die Ohren geschlagen, sich das Hirn darüber zu zermattern, was er mit Alec bei ihrem zweiten Date unternehmen könnte.
Ihre erste Verabredung war eigentlich wegen so vieler Faktoren von vornherein zum Scheitern verurteilt gewesen. Beginnend mit Magnus grandioser Idee, Alec wie einen gewöhnlichen Sterblichen durch die halbe Stadt zu hoffieren, um ihn dann in ein Restaurant voller Unterwelter zu schubsen. Magnus konnte sich bis dato nicht erklären, was zur Hölle er sich dabei gedacht hatte. Trotz aller Widrigkeiten hatte ihre Verabredung letzten Endes eine Wendung genommen, die er niemals für möglich gehalten hatte.
Daher musste ihr zweites Date unbedingt perfekt werden.
Zuerst war ihm der Gedanke gekommen mit Alec ins Kino zu gehen. Aktuell liefen ein paar wirklich gute Filme, die Magnus unbedingt sehen wollte, dazu schummriges Licht, gemütliche Kinosessel und mit absoluter Sicherheit weit und breit keine anderen Schattenjäger.
Den Gedanken hatte Magnus dann aber genauso schnell verworfen, wie er ihm gekommen war. Er hatte die Befürchtung Alec mit dieser ungewohnten Nähe vielleicht zu sehr zu bedrängen.
Dann kam ihm die Idee mit Alec in einen Club zu gehen. Etwas Musik und Tanz und dazu ein paar hochprozentige Cocktails um die Stimmung zu lockern. Aber Magnus konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass der junge Schattenjäger sich im dichten Gedränge eines Nachtclubs sonderlich wohl fühlen würde. Noch dazu war Alec mit seinen gerade mal siebzehn Jahren noch minderjährig, was diese Unternehmung zusätzlich erschweren würde.
Ob Alec überhaupt bewusst war, dass Magnus 600 Jahre älter war als er?
Mit einem Schattenjäger auszugehen, war komplizierter als Magnus gedacht hätte. Doch  inzwischen hatte er die leise Hoffnung, dass Alec Lightwood die Mühe wert war. Alec hatte es verdient, dass man ihm die Welt zu Füßen legte. Für ihn war alles neu, alles aufregend. Alec war wie ein Kind, das gerade Laufen lernte und Magnus hatte das unbändige Bedürfnis, die ersten Schritte mit ihm gemeinsam zu gehen und zu ergründen, wohin ihr gemeinsamer Weg sie führen würde. Ob es denn überhaupt einen gemeinsamen Weg gab.
Mit einem knirschenden Geräusch schlug die schwere Holzpforte auf, brachte das alte Gemäuer zum erzittern und bescherte Magnus beinahe einen Herzinfarkt. Anstelle der erwarteten Elefantenherde, stolperten jedoch zwei völlig verdreckte Teenager herein. Obendrein haftete ihnen auch noch ein ziemlich übler Geruch an. Eine Mischung aus Brackwasser, gammligen Fisch und faulen Eiern.
Doch während Jace Wayland lediglich etwas Schlamm im Gesicht und Schlick an den Stiefeln hatte und offenbar bester Laune war, wirkte seine Begleiter alles andere als begeistert. Abgesehen davon, dass Alec Lightwood völlig erschöpft zu sein schien, war er von Kopf bis Fuß mit grünlich schimmernden Dämonenblut überzogen.
“Was ist denn mit euch passiert?” Isabelle tauchte an Magnus Seite auf. Sie hatte ihr Trainingsoutfit gegen einen kurzen Minirock und ein knappes Top getauscht. Rasch nahm sie den beiden Jungs ihre Waffen ab und legte sie achtsam beiseite. “Beim Engel...Alec! Du riechst als wärst du kopfüber in den Müllcontainer hinter Key Food gefallen.” Sie rümpfte die Nase und trat mehrere Schritte zurück.
“Schlimmer.”, murrte Alec und unternahm den kläglichen Versuch das Blut von seiner Lederjacke zu wischen.
“Wir haben einen Drevak Dämon in die Kanalisation verfolgt...”, berichtete Jace. “...und sind quasi in ein Nest gestolpert. Ich sag nur eins, ihre Hoheit war keineswegs erfreut. Sie hat Alec von den Füßen gerissen und ... na ja ... des Rest kannst du dir ja denken.”
“Habt ihr das Biest wenigstens erwischt?”
“Nein, Alec hat sich aus reinem Vergnügen in ihrem Blut gewälzt!”
Völlig unbeeindruckt ließ Alec Jace Kommentar einfach so im Raum stehen. Stattdessen gähnte er herzhaft und streckte seine müden Glieder. “Ich bin völlig erledigt.”, war alles was er dazu zu sagen hatte.
“Na dann nichts wie unter die Dusche und ab ins Bett.”, befahl Isabelle.
Sie verabschiedete sich rasch von Alec und Jace, bevor sie sich auf den Weg zu ihrem Date machte. “Tu nichts, was ich nicht auch tun würde.”, flüsterte ihr der Blondschopf noch breit grinsend zu und wandt sich schließlich an seinen Parabatai. “Kommst du, Alec?”
“Geh schon mal vor, ich räum noch schnell die Waffen weg.” Jace wandt sich Schulter zuckend ab und trottete von dannen, während Alec die Hand nach seinem Bogen ausstreckte.
“Harte Nacht gehabt?”
Beinahe hätte Alec vor Schreck seinen Bogen wieder fallen lassen. “Magnus? Was...machst du hier?”
“Arbeiten.”, erklärte Magnus und ließ demonstrativ ein paar bläuliche Funken um seine Fingerspitzen kreisen. Er konnte Alecs Anspannung deutlich sehen, dabei gab es dafür überhaupt keinen Grund. Magnus gab sich voll und ganz damit zufrieden, Alec einfach nur zu sehen und hatte keineswegs vor ihn in Bedrängnis zu bringen. “Geht es dir gut?” Und wie selbstverständlich beugte sich Magnus ein kleines Stück nach vorne und strich Alec eine blutverschmierte Haarsträhne aus dem Gesicht.
Alec stand völlig neben sich angesichts der unerwartet zärtlichen Berührung. Ein wenig betreten, starrte er auf seine Füße.
Magnus konnte den Zwiespalt seines Gegenübers nur erahnen. Einerseits freute er sich Alec wieder zu sehen und hoffte, dass der junge Schattenjäger genauso empfand. Andererseits war da noch die Furcht, dass Alec es sich vielleicht noch einmal anders überlegt hatte.
“Ich bin nur müde.”, antwortete Alec und versuchte sich an einem schüchternen Lächeln nichts ahnend, was er mit dieser unschuldigen Geste bei Magnus auslöste.
Der Hexmeister spürte sofort, wie sein Herz einen Takt schneller schlug und er sich nichts sehnlicher wünschte, als dort weiter zu machen, wo sie vergangenen Freitag aufgehört hatten.
Alec schien seinen abwesenden Blick zu bemerken. “Woran denkst du?”
Frage niemals eine Person, die ihr Herz auf der Zunge trägt, woran sie denkt. Die Antwort könnte dir vielleicht nicht gefallen. “Das ich dich jetzt unglaublich gerne küssen würde, wenn du nicht so unfassbar schmutzig wärst.”
Magnus hatte noch nie gesehen, dass ein Mensch so schnell die Farbe wechseln konnte. Eben noch wirkte Alec eher blass, beinahe kränklich. Nun schien sein Gesicht förmlich zu glühen, was es Magnus nur noch schwerer machte, dem Drang nach Alecs Nähe zu widerstehen. Eine Sekunde lang spielte er sogar tatsächlich mit dem Gedanken, seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen, bis ihm einfiel, dass er Alec damit in ernste Erklärungsnot bringen würde.
“Ich...sollte besser...duschen gehen.”, stammelte Alec beinahe hilflos und faszinierte Magnus mit seiner unbeholfenen Art nur noch mehr. Einerseits war Alec ein stolzer und starker Krieger, andererseits ein unsicherer, schüchterner Junge.
“Tu das.” Magnus schenkte ihm sein zauberhaftestes Lächeln, als der junge Schattenjäger sich eiligen Schrittes an ihm vorbei schlängelte und in Windeseile die Halle durchquärte. Plötzlich machte Alec auf dem Absatz kehrt und lief in die entgegen gesetzte Richtung davon, nur um kurz darauf wieder umzukehren.
Alec Lightwood war nicht nur der liebenswerteste Schattenjäger, der ihm je begegnet war. Seine nervöse Tollpatschigkeit machte es Magnus wirklich schwer, sich nicht Hals über Kopf in den Jungen zu verlieben.


Am späten Nachmittag saß Magnus nach getaner Arbeit auf seinem Balkon. Vor ihm auf dem Tisch stand ein Glas Wein, was er sich, seiner Meinung nach, redlich verdient hatte. Auf seinem Schoß schlummerte der große Vorsitzende den Schlaf der Gerechten und machte durch gelegentliches Schnurren auf sich aufmerksam. Katze müsste man sein!
Magnus lehnte sich zurück, streckte die Beine aus und reckte sein Gesicht der Sonne entgegen, während er sich einen großes Schluck Rotwein gönnte. Das Leben konnte so herrlich sein, wenn man sich einfach treiben ließ und jeden Moment in vollen Zügen genoss.
Kurz darauf klingelte sein Handy zum zweiten Mal an diesem Tag und Magnus hatte so seine Mühe, das schmale Ding aus seiner noch viel schmaleren Hose zu fischen. “Catarina Liebes, was verschafft mir die Ehre deines Anrufs?”
Catarina war nicht nur eine äußerst talentierte Hexenmeisterin. Sie kümmerte sich zudem aufopferungsvoll und vollkommen selbstlos um alle Kranken und Bedürftigen, die ihr Hilfe benötigten. Außerdem hatte Catarina ein ausgesprochen feines Gespür dafür, zu erahnen, wann Magnus Bedarf hatte, sich mit ihr über sein Liebesleben auszutauschen.
“Magnus, ich warte seit Freitag Abend auf deinen Anruf!” Ihre Stimme klang vorwurfsvoll, doch Magnus war sich keinerlei Schuld bewusst. “Wie ist dein Date mit dem Nephilim gelaufen? Ich sterbe vor Neugier.”
“Alec.”, korrigierte Magnus sie. “Und glaub mir, würde man vor Neugier sterben, wäre ich sicher keine 300 Jahre alt.” Schließlich war Neugier sein zweiter Vorname, gleich nach ein paar anderen weniger rumreichen Titeln, die ihm gerade in den Sinn kamen.
“Du weichst meiner Frage aus.”, stellte Catarina trocken fest. “Also ist es letzten Endes doch noch gut gelaufen?”
“Letzten Endes ist es besser gelaufen, als ich es mir je hätte ausmalen können.” Magnus schob Miau Tse-Tung von seinem Schoß und setzte den Kater auf den Boden. Mit dem Weinglas in der einen und seinem Telefon in der anderen Hand, trottete er ins Wohnzimmer. “Ich bin völlig durch den Wind, Catarina, weil ich Gefühle empfinde, die ich in diesem Moment definitiv noch nicht fühlen sollte.”
“Magnus...du bist ja bis über beide Ohren verknallt!”
“Ich fürchte, es ist weitaus schlimmer.” Seufzend ließ er sich in einen der violetten Seidensessel fallen und kreuzte die Beine übereinander. “Wir haben uns für diesen Freitag wieder verabredet.” Magnus leerte den übrigen Wein in einem Zug und füllte mit einem Fingerschnippen erneut sein Glas. “Ich fürchte Ragnor hatte Recht, ich sollte...”
Ihre Unterhaltung wurde durch das Schrillen der Türklingel unterbrochen. “Moment...” Magnus ging zur Tür und öffnete und als er sah, wer da auf seiner Schwelle stand, sagte er: “...ich ruf dich später zurück.”
“Magnus, was ...” Doch zu mehr kam Catarina nicht mehr. Magnus hatte sie weggedrückt und das Handy zurück in die Hosentasche geschoben. “Alec...”
“Ich hoffe, ich komme nicht ungelegen.”, entschuldigte sich der junge Schattenjäger. “Ich weiß, wir hatten uns erst für Freitag verabredet. Aber du warst heute Morgen im Institut und ich wollte dich unbedingt noch einmal sehen.”
Alec wirkte wesentlich ausgeruhter als heute Morgen und trug zu Magnus Erleichterung Kleidung ohne Dämonensekret oder Blut. Stattdessen haftete ihr ein warmer Duft an, als Magnus einen Schritt zur Seite trat und Alec in seine Wohnung ließ. Was ihn aber noch mehr erstaunte, als die Tatsache, dass Alec sich erneut Mühe gab, wenigsten halbwegs vorzeigbar auszusehen, waren seine offenen und ehrlichen Worte. ...ich wollte dich unbedingt noch einmal sehen. Magnus Herz machte ungewollt einen Freudensprung.
“Ganz und gar nicht.”, antworte Magnus und versuchte trotz seines verräterischen Herzens wenigstens ein Minimum an Fassung zu bewahren. Er ging Alec voran zurück ins Wohnzimmer und mit einem kurzen Blick auf sein eigenes Weinglas fragte er: “Möchtest du etwas trinken?”
“Äh...gerne.” Alec schien ebenso nervös, wie Magnus selbst. Magnus konnte sehen, wie seine Hände zitterten, als er aus seiner Lederjacke schlüpfte und sich auf die Couch setzte.
Der Hexenmeister ließ mit einem Fingerzeig ein weiteres Weinglas erscheinen und reichte es seinem unerwarteten, aber dennoch sehnlichst herbeigewünschten Gast. Alec, der vermutlich noch nie zuvor in seinem Leben Wein getrunken hatte, nippte an der purpurnen Flüssigkeit und als er sein Glas wieder abstellte, machte er zu Magnus Erstaunen ein zufriedenes Gesicht. “Daran könnte ich mich gewöhnen.”
“Besser nicht.”, sprudelte es aus Magnus heraus. “Ich möchte nicht, dass der Eindruck ensteht, ich wolle dich abfüllen.” Er setzte sich zu Alec auf die Couch und sah dem jungen Schattenjäger direkt in die Augen.
Eigentlich war es eine Schande, dass Alec sein eigenes Potenzial nicht erkannte. Natürlich gab es in Magnus Leben viele attraktive Menschen, früher wie heute. Aber selten übte jemand eine solche Faszination auf ihn aus und das lag nicht nur an Alecs umwerfender Kombination von schwarzem Haar und blauen Augen. Es war dieser Kontrast aus Stärke und Sanftheit, aus Härte und Liebenswürdigkeit. Alec wirkte so nah und doch irgendwie fern, fast zu schön, um wahr zu sein.
Bei Magnus Worten huschte Alec ein leichtes Schmunzeln über sein Gesicht. Es war jenes Lächeln, das Magnus schon bei ihrer ersten Begegnung den Atem geraubt hatte und das obwohl sich Alec nicht einmal bemüht hatte, diesen Effekt bei überhaupt jemanden zu erzielen. Schon gar nicht bei Magnus.
Es war beinahe unverschämt, wie hinreißend Alec aussah, wenn sich seine Gesichtszüge entspannten und seine Augen leuchteten, wie zwei glasklare blaue Kristalle. Dazu hatte Alec noch diese unglaublichen Muskeln, die sich deutlich bei jeder noch so kleinen Bewegung seinerseits unter seinem schwarzen T-Shirt abzeichneten.
Beinahe geistesabwesend stellte Magnus sein eigenes Glas beiseite. Rotwein würde den Durst in ihm nicht länger stillen können. Geschmeidig wie eine Katze kroch Magnus ein Stück auf Alec zu und legte ihm eine Hand in den Nacken. Alec starrte den Hexenmeister mit weit aufgerissenen Augen an, überrascht, aber alles andere als abgeneigt. Wie selbstverständlich lehnte er sich Magnus entgegen, überwand die letzten Zentimeter an Distanz zwischen ihnen.
Magnus spürte Alecs warmen Atem auf seiner Haut, das Gefühl als sich ihre Körper vorsichtig aneinander schmiegten und die Hitze als ihre Lippen aufeinander trafen. Sein ganzer Körper vibrierte und sein Herz hämmerte so fest gegen seine Brust, dass er die Befürchtung hatte, es würde jeden Augenblick zerspringen. Gierig vergrub Magnus seine Hände in Alecs dunklem Schopf, atmete den Duft seines Shampoos und wünschte sich nichts sehnlicher, als das dieser Moment wie zeitlos wäre.
Vielleicht machte sich Magnus zu viele Hoffnungen, vielleicht steuerte er bereits ungebremst auf die nächste Katastrophe zu. Ihm war es egal. Alec hier bei ihm, Alecs wilder Herzschlag so nah an seinem eigenen, war alles was zählte, alles was er brauchte, um seine Ängste für den Moment fortzuwischen.
“Magnus...” Der junge Schattenjäger schnappte unwillkürlich nach Luft und legte seinen Kopf in die Halsbeuge des Hexenmeisters, nur um wenige Sekunden später zärtliche Küsse auf Magnus Hals bis hinunter zu seinem Schlüsselbein zu verteilen. Alecs Mund auf seiner erhitzten Haut war wie Feuer für das es kein Wasser gab.
“Alec.” Magnus schluckte. “...Alexander...” Er schaffte es kaum einen vollständigen Satz zu bilden. Wie ausgehungert suchten seine Lippen erneut die von Alec und seine Hände fanden den Weg unter Alecs Shirt. Seine Finger glitten suchend über Alecs Bauch. Magnus spürte die feinen Narben unter seinen Fingern, zeichnete die Konturen von Alecs Bauchmuskeln nach und erkundete jeden Milimeter freier Haut. Alec zuckte leicht zusammen, als das Kühle Metall von Magnus Ringen seinen Bauch streifte und keuchte erregt in ihren Kuss hinein.
An das was danach passierte, konnte sich Magnus nur noch wage erinnern.
Der Hexenmeister hatte dem jungen Schattenjäger das T-Shirt über den Kopf gezogen, woraufhin Alec ihm so ruckartig an seinem Hemd gezerrt hatte, dass dieses nun keinen einzigen Knopf mehr besaß. Sie hatten sich derart leidenschaftlich geküsst, bis sie vergaßen wo der Körper des einen endetete und der Körper des anderen begann. Irgendwann hatten die beiden das Gleichgewicht verloren und waren von der Couch auf den Boden gestürzt. Alec hatte gelacht und direkt dort weitergemacht, wo sie durch ihren unsanften Abgang unterbrochen wurden.
Einige Zeit später standen sie plötzlich in der Küche. Magnus bildete sich ein, dass er Alec angeboten hatte, einen kleinen Snack für sie zuzubereiten. Konnte sich aber nicht entsinnen etwas gegessen zu haben. Stattdessen hatte Alec den Hexenmeister am Arm gepackt, ihn rücklinks gegen den Kühlschrank gestoßen und so heftig geküsst, dass Magnus schon beim bloßen Gedanken daran schwindelig wurde.
Wie sie letzten Endes im Schalfzimmer gelandet waren, konnte sich Magnus aber beim besten Willen nicht erklären. In seinem Kopf drehte sich alles.
Es war nichts passiert, also nicht mehr als bisher, aber die Tatsache das Alec mit nacktem Oberkörper in Magnus Bett lag und schlief, verstörte und faszinierte den Hexenmeister gleicher Maßen. Er blieb noch einen Moment neben Alec liegen, beobachtete dessen schlafendes Gesicht und schlich sich erst einige Minuten später aus dem Zimmer.
Wie gerne hätte er noch eine Weile neben Alec verweilt. Aber Magnus glaubte, dass es wohl keine besonders kluge Idee war, liegen zu bleiben und abzuwarten was passieren würde, wenn Alec aus seinem Schlaf erwachte. Wahrscheinlich würde der junge Schattenjäger völlig durchdrehen und panisch aus dem Loft stürmen. Magnus wollte nicht, dass Alec ging, er wollte das er blieb und vor allem wünschte er sich, dass Alec ihn genauso gern haben würde, wie er ihn bereits jetzt gern hatte.
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