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AUSTAUSCH DER GEFÜHLE | (Haikyuu x Reader)

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16
Iwaizumi Hajime OC (Own Character) Oikawa Tooru Sawamura Daichi Ushijima Wakatoshi
27.05.2020
21.11.2020
7
14.012
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21.11.2020 1.735
 
Unschlüssig saß ich in meinem Bett und trank den Tee den Tōru für mich gemacht hatte, während ich mir den Kopf darüber zerbrach, was ich Daichi jetzt am besten schreiben soll. Einfacher gesagt als getan, seufzte ich. Das mein Gastbruder mich nicht gehen ließ, werde ich ihm ganz bestimmt nicht sagen. Es soll aber auch nicht wie eine billige Ausrede klingen und Sorgen machen soll er sich erst recht nicht. Ich lösche verzweifelt den hundertsten Entwurf und fing noch mal von vorne an.

Mia 10:32 Uhr
Guten Morgen Sawamura-Senpai,
Seit gestern bin ich krank und werde mich heute noch etwas ausruhen müssen. Dabei habe ich mich sehr auf unser Training gefreut. Aber ich möchte dich auch nicht anstecken. ヽ(´~`;)
Tut mir leid, dass ich es heute nicht schaffe.
(╥﹏╥)

Hektisch drücke ich auf ‚senden‘ und schmiss das Handy ans andere Ende des Bettes, als hätte ich mich daran verbrannt.
Trotz der neuen Entfernung, starrte ich es weiter an und wartete ob es einen Ton von sich gab. Mehrere Minuten verharrte ich so und hörte nichts weiter als mein klopfendes Herz.
Aber das Handy blieb stumm. Das ist doch lächerlich, ärgerte ich mich über mich selbst, kippte den kompletten Tee in mich hinein und stapfte wütend aus meinem Zimmer und direkt in das gegenüberliegende.

Etwas schockiert schaut Tōru mich an. „Ich habe meine Verabredung abgesagt.“, grummelte ich verstimmt. „Schade und ich hatte mich schon auf einen Tag mit dir und deiner ``Verabredung gefreut!“, säuselte er. Sein Ironischer Unterton entging mir keineswegs. Um mich nicht provozieren zu lassen, ließ ich meinen Blick durch sein Zimmer schweifen. Knapp eine Woche war ich schon hier und sah zum ersten Mal das Zimmer meines Gastbruders. Es war schlicht und übertrieben ordentlich für einen Teenager. Ich musste mir sogar eingestehen, dass es ordentlicher war als mein eigenes und dabei legte ich sehr viel Wert auf Ordnung. Er saß auf seinem Bett und schien irgendwas auf dem Fernseher zu gucken. Wenigstens das war klischeehaftes Teenager-verhalten… Bis ich sah was er guckte.
„Du guckst dir zuhause auch noch Volleyballspiele an?“. Mir fiel fast die Kinnlade runter. Er mag Volleyball wirklich sehr. „Ja die Trainingsspiele kommen auf uns zu und ich will mir noch mal in Erinnerung rufen, was die Schwächen der anderen Teams sind.“ - „Und die Stärken?“ – „ja… die auch“, zischt er und knirscht mit den Zähnen. „Ah du verlierst wirklich nicht gerne~“ stellte ich belustigt fest und setzte mich an die Kante des Bettes.
„Wer tut das schon?! Ich trainiere ja nicht umsonst!“, gab er barsch zurück. Nachdem ich erschrocken zusammengezuckt war, presste er die Lippen aufeinander. „Ich weiß, dass du viel trainierst… ich bin immer dabei“ meine Stimme ist fast ein Flüstern und kann kaum fassen wie schnell er es schafft mich einschüchtern. Manchmal wirkt er so unfassbar wütend und ich weiß nicht warum. „Ja, außer das mal wo du wegen einem Nachbarsessen brav Saki auf den Schoß gekrochen bist.“ – „Du bist wütend, weil ich dir nicht beim Spielen zugeguckt habe?“ frage ich verwirrt und versuche seine spitzen Worte zu umgehen. „Nein… also.. so meine ich das nicht.“ – „Wie meinst du es dann?“ verzweifelt blicken seine Augen in meine, als wäre die Antwort offensichtlich und ich hätte sie schon längst erkennen müssen. Doch das einzige was ich erkannte war der Sturm an Gefühlen der in ihm tobte. Ich möchte ihn so gerne verstehen. Eine Weile sitzen wir so da und ich kann sehen wie er versucht die Worte zu finden, ab und zu etwas erwidern will, den Sturm frei geben will, dann aber doch kein Wort rauskommt aus seinem hübschen Mund. Und dann als ich schon aufgegeben hatte, dass er mit mir reden würde hauchte er: „Das du bei diesem ganzen Zirkus mitmachst.“
Ich rutschte näher, weil ich angst hatte eins seiner Worte könnte auf der Strecke verloren gehen. „Kommst du deswegen nicht mit… weil es für dich ein ‚Zirkus‘ ist?“
Ich klang ruhig und innerlich wurde mir ein wenig warm, weil er sich mir anvertraute. Wenn auch nur ein bisschen.
„Ich hätte ein Foto von dir machen müssen! Hast du dein Outfit vorm Spiegel gesehen? Ich mach mich doch nicht genauso zum Clown!“. Ja er macht es einem wirklich nicht leicht … gekränkt verschränkt ich die Arme vor der Brust und verzog das Gesicht. Tōru huschte ein Lächeln über die Lippen, doch es verschwindet wieder als er weiterspricht: „Das ist mir zu blöd, so vorgeführt zu werden.“ – „ja ich weiß was du meinst“, musste ich zugeben. Selbst bei der Erinnerung an das Essen schnürte sich mir die Brust zu. „Ja, oder? Es ist so gestellt und so unecht." Jetzt war ich baff. Oikawa Tōru, der gekonnt jeden Tag die Prinz-charming Tour abzog, beschwert sich über gekünsteltes Verhalten. Wow. Mein perplexes Gesicht hatte mein Gastbruder gar nicht wahrgenommen und redete weiter drauf los: „Außerdem ist eine der Mütter, die Mum von diesem Ushijima Wakatoshi und auf den kann ich echt verzichten...“ – „Lass mich raten“ ich rieb mir grübelnd das Kinn und tat so als würde ich angestrengt nachdenken, „Er ist ein Captain von einem anderen Team und du kannst ihn nicht leiden!“, lachte ich als ich meine Rolle nicht mehr halten konnte. „Ja genau...“, nuschelte er getroffen. „Haha…Gibt es irgendeinen Captain mit dem du dich verstehst?“
Er wollt grade antworten, doch die Türklingel unterbrach uns. Irritiert schauten wir uns an. „Vielleicht ist das deine Verabredung und er akzeptiert kein nein" vermutete er spöttisch und zack, sprang er vom Bett und rannte Richtung Tür. „Woher willst du wissen, dass es ein ‚er' ist???“, rief ich und folgte ihm. „Weil ich es weiß!!! Als Mann spürt man sowas“. Tōru war schon an der Treppe. „Oooh-ho als ‚Mann‘ also“, er drehte sich um und verengte die Augen. „Aaaaalso wollen wir doch sehen wer es ist“, und prompt riss er die Haustür auf.
Grüne Augen blickten erstaunt auf Tōru und mich, die völlig außer Atem an der Tür standen.

„Iwa-chan…du bist mit Mia verabredet???“, platze es verblüfft aus meinem Gastbruder heraus. „Was? Nein man, meine Mutter schickt mich.“, entgegnete dieser und hob eine Tupperdose demonstrativ in die Höhe. „Sie hat mir Suppe für Mia mitgegeben, als sie hörte, dass es ihr nicht so gut geht.“ – „Wie lieb von deiner Mama!“, freudestrahlend nahm ich die Dose entgegen. „Oh Iwaizumis Mum ist die beste Köchin der Welt!!! Hat Sie mir auch eine Suppe gemacht?“, aufgeregt wie ein kleines Kind klatschte er in die Hände. „Ja… dabei bist du überhaupt nicht krank!“ – „Tja, aber deine Mutter hat mich eben total gern!“. Genervt verdrehte unser Besuch die Augen. Wir brachten die Suppe in die Küche, um Sie warm zu machen und gingen danach in Tōru Zimmer. „Es ist schon etwas länger her, dass ich hier war“, stellte Iwaizumi fest. „Echt warum das?“, fragte ich überrascht. „Normalerweise kommt Shittykawa immer zu uns rüber gerannt, um sich auszuheulen.“ – „Iwa-chan, das ist gemein sowas zu sagen“, schmollte der Wuschelkopf. Ein kleines Lachen entwich mir, das klang wirklich nach Tōru. „Du kannst von Glück reden, dass Mia heute nicht ihren HelloKitty-Pyjama anhat, dann würdest du nämlich keinen Ton rauskriegen, weil der so kurz ist das-", weiter kam mein Gastbruder nicht. Weil ich ihm ein Kissen ins Gesicht geworfen hatte.

„Wage es ja nicht weiter zu sprechen Oikawa Tōru!!!“
Iwaizumi prustete los und verschluckte sich fast an seinem Getränk bis er in schallendes Gelächter ausbrach. Sein Lachen war so ehrlich und aufrichtig wie sein Charakter. Genervt zupfte Tōru an seinen Haaren und versuchte den angerichteten Schaden wieder in Form zu bringen. Er ist so eitel und ungehobelt. Ein Piepen riss mich aus meinen Gedanken. Es kam aus der Richtung meines Zimmers. Oh mein Gott :Daichi hat geantwortet! Eilig sprang ich auf, ignorierte die skeptischen Blicke der Jungs und folgte dem Geräusch. Tatsächlich war es mein Handy das mit einer Nachricht von meinem Retter auf mich wartete:

Daichi 12:03 Uhr
Hallo Mia-san und gute Besserung. Ja ich hatte mich auch schon gefreut, aber deine Gesundheit ist wichtiger. Wenn es dir morgen besser geht kannst du, wenn du möchtest, beim Training von unserem Team zugucken. Dann gehen wir es langsam an

Mia 12:04 Uhr
Sehr sehr gerne! Ich freue mich dein Team kennenzulernen! Woohoo. Wann geht es los?

Daichi 12:04 Uhr
Du wirst Sie mögen . Morgen früh um 8 Uhr. Lass uns an der Kreuzung bei dir in der Nähe treffen. Wo der kleine Kiosk ist. Da hole ich dich ab, einverstanden?


Das war perfekt. Ich könnte mich morgens rausschleichen bevor Tōru aufgestanden ist, so kann er mir diese Verabredung nicht ausreden „Mia-chan dein Essen wird kalt!“, kam es aus dem anderen Zimmer. „Ja bin ja gleich da!“ Warum so ungeduldig. Er könnte ja auch einfach ohne mich anfangen.

Mia 12:06 Uhr
Alles klar! Ich werde da sein. Bis morgen Sawamura-Senpai.

„Gleich esse ich deine Suppe auf~“ sang mein Gastbruder provokativ. „Das wagst du nicht!“ Ich warf das Handy zurück aufs Bett und rannte rüber. „Bin ja schon da und ich verhungere.“, doch ich kam nicht dazu den ersten Löffel in meinen Mund zu befördern, da Tōru mich akribisch anstarrte. „Was?“ fragte ich unschuldig. „Handy her!“, befahl dieser. „Erstens: das liegt in meinem Zimmer und zweitens: das ist privat.“ Genüsslich schlürfte ich meine Suppe, als wäre nichts gewesen.
Mürrisch aß Tōru weiter.
„Wie lange kennt ihr beiden euch eigentlich?“, versuchte ich abzulenken. „Schon immer.. Eigentlich.“, überlegte Iwaizumi kurz. „ Ja wir beide sind schon wirklich ewig befreundet“, bemerkte nun auch Tōru.
„Ist euch das noch nie aufgefallen?“, kicherte ich über die zwei verlegen Gesichter. Ich nahm mein Glas in die Hand und hob es in die Luft: „Dann würde ich mal sagen: Ein Hoch auf die Freundschaft!“. Verdutzt schauten mich die Jungs an. „Was? Stößt man in Japan nicht an?“, fragte ich panisch aus Angst wieder etwas falsches gemacht zu haben. Die Beiden schauten erst mich und dann einander an und fingen an zu lachen ehe sie es mir gleich taten und ihre Gläser mit meinem Vereinten.
„Sag mal Mia-san…“ kam es von Iwaizumi, dem es offensichtlich schwer fiel mich beim Vornamen zu nennen. „Was hältst du davon die Managerin von unserem Volleyball-Team zu werden?“



☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆

Ich hoffe das warten hat sich gelohnt.
Wir Mia das Angebot annehmen? Was Hält ihr Gastbruder davon?
Und lernt sie endlich alle Krähen kennen???

Das erfahrt ihr nächste Woche!
Passt auf euch auf und bleibt gesund.
 
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