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Was nach der letzten Ladies Night geschah

Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Het
Eishi Tsukasa Etsuya Eizan Ikuma Mito Nene Kinokuni Rindo Kobayashi
27.05.2020
14.07.2020
4
5.121
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06.06.2020 1.407
 
“Mami.” Rief Kiyoko derweil aus als sie bei ihrer Mutter ankam. Den Plüschhasen hielt sie dabei stolz hoch in die Luft. “Ich möchte gerne den hier haben.”

Momo wandte sich von den Puppenhäusern welche sie inspiziert hatte ab und lenkte ihren fachmännischen Blick stattdessen auf das Kuscheltier. Nachdem sie es gründlich beäugt hatte gab sie ein kurzes doch zufriedenes Nicken. “Ja. Das ist niedlich. Gut ausgesucht, Kiyoko.” Selbst die Sonne verblasste bei dem Strahlen das sich daraufhin auf Kiyoko’s Gesicht ausbreitete.

Mutter und Tochter liefen zur Kasse, doch bevor sie sich anstellen konnten erblickte Kiyoko plötzlich die Frau die ihr mit dem Hasen geholfen hatte. Diese war gerade in ein Gespräch mit dem Jungen der vorhin an ihrer Hand war vertieft.

Prompt rief Kiyoko aus. “Miss!” Doch was sie wirklich überraschte war als sie kurz danach die Stimme ihrer Mutter neben sich sagen hörte. “Kinokuniyan!”

Kiyoko konnte mit ansehen wie sich die Überraschung auch auf dem Gesicht der Unbekannten ausbreitete und sie dann langsam den Kopf hob. “Momo-senpai?”

Dann herrschte erst einmal Stille in welcher sich Kiyoko’s Mutter und die fremde Frau einfach nur ansahen, während ihre jeweiligen Kinder erwartungsvoll zu ihnen aufsahen.

Schließlich zog Kiyoko mit der einen Hand am Rock ihrer Mutter und als sie dann ihre Aufmerksamkeit hatte, rief sie prompt aus.  “Die Dame hat mir geholfen den Hasen aus dem Regal zu bekommen. Aber ich wusste nicht, dass du sie kennst, Mami.”

“Nun ja...” Antworte Momo daraufhin. “Sie ist eine alte Freundin, die ich aus der Schule kenne.” Ihre Augen wanderten zurück zu eben jener alten Freundin. “Ich hab sie allerdings ewig nicht mehr gesehen...nicht seit ihrer Hochzeit. Also bin ich auch überrascht sie hier zu treffen.”

Die Frau blinzelte zweimal, bevor sie Kiyoko ansah. “Mein Name ist Eizan Nene, aber du kannst mich gerne ‘Nene’ nennen. Und wie heißt du?”

Kiyoko kam der Aufforderung mit einer höflichen Verbeugung nach. “Es ist mir eine Freunde Sie kennenzulernen, Nene-san. Ich heiße Saito Kiyoko.”

Nene lächelte leicht. “Die Freude ist ganz meinerseits.” Dann wandte sie sich zurück an Momo. “Ein liebreizendes Kind, Momo-senpai.”

Momo’s Wangen bliesen sich auf und, mit leichter Empörung, entgegnete sie. “Natürlich ist sie das, Kinokuniyan. Sie ist schließlich meine Tochter.” Ihr Schmollen verschwand dann jedoch wieder so schnell wie es gekommen war und sie nickte in Richtung des Jungen’s der an Nene’s Seite stand. “Wärst du so freundlich uns auch den Namen deines Nachwuchs zu verraten? Es ist doch dein und Etsu-nyan’s Sohn...oder?”

Nene gab darauf ein hastiges, wenn auch leicht verlegendes Nicken. “Jaja..” Ihre Hand griff nach der Schulter der Jungen’s und sie zog ihn ein wenig enger zu sich. “Das hier ist mein Sohn Masashi.” Sie sah zum Benannten. “Masashi, das sind Saito Momo und ihre Tochter.”

Nachdem seine Mutter die Hand wieder von seiner Schulter genommen hatte, verbeugte sich auch Masashi. “Schön Sie kennenzulernen, Miss Sai-“ “‘Momo’ reicht völlig.” Unterbrach Momo ihn und sah ihm dabei in die Augen. “Du siehst deinem Vater sehr ähnlich. Bis auf die Augen, die hast du von deiner Mutter.”

Leichte Röte breitete sich auf Masashi’s Wangen aus und er sah zu Boden. “Das höre ich öfter...” Murmelte er verlegen. “Allerdings...” Stimmte Nene ihm zu, zaghaft lächelnd.

Kiyoko wandte sich an ihre Mutter. “Wem sehe ich ähnlicher, Mami? Dir oder Papi?” Momo legte den Kopf leicht schief und dachte kurz nach. Schließlich sprach sie. “Du siehst deinem Vater einen Ticken ähnlicher würde ich sagen.”

Kiyoko klatschte die Hände zusammen. “Wenn das so ist.” Sie sah Masashi an und leichte Arroganz, die sie nicht von Somei sondern von Momo geerbt hatte, schlich sich in ihre zarte Stimme. “Mein Vater ist Samurai.”

Augenblicklich wurden Masashi’s Augen kugelrund. “Samurai? Ein echter Samurai?”

Momo schüttelte leicht den Kopf. “Somei hat einfach nur sein Gehirn im letzten Jahrhundert vergessen, das ist alles.” Nene entfuhr ein Schmunzeln. “Masashi hat so einen leichten Fimmel für sowas musst du wissen.”

Momo sah Nene daraufhin lange an ohne zu antworten. Dann aber schließlich sprach sie. “Ich glaube es gibt eine Menge, dass du mir erzählen kannst, Kinokuniyan.” Sie machte eine weitere kurze Pause bevor sie weiter redete. “In diesem Einkaufscenter gibt es auch ein gutes Café. Hat vor Kurzem erst aufgemacht.”

Nene blinzelte kurz, doch sie hatte verstanden. “Hört sich nett an.” Sie sah zu ihrem Sohn. “Oder nicht?”



Einige Zeit später kamen die zwei erwachsenen Frauen und ihre jeweiligen Kinder dann aus dem Einkaufszentrum nach einem eher lang gezogen aber auch sehr schönen Besuch im Café. Und allem Anschein nach, hatten dabei nicht nur zwei alte Schulfreundinnen wieder zueinander gefunden sondern es hatte sich noch dazu eine vollkommen neue Freundschaft gebildet.

“Und das sind die Dango die ich letztes Wochenende gemacht habe. Mit Matcha. Toll nicht? Magst du Matcha?” “...Ja, Matcha ist lecker.”

Kiyoko und Masashi liefen eng beieinander vor ihren Müttern her. Während sie das taten wischte Kiyoko mit ihrem Finger auf ihrem Handy herum um Masashi all die Fotos von den Süßigkeiten, die sie gemacht hatte zu zeigen. Dabei plapperte sie fröhlich vor sich hin. Masashi war zwar ein wenig wortkarg, aber er hörte zu und sah sich alle ihre Bilder ganz genau an.

“Kiyoko mag ihn.” Stellte Momo fest und sah dann Nene an. “Das passiert tatsächlich nicht allzu häufig.” “Oh?” Entgegnete Nene und sah von ihrem Handy auf von welchem aus sie soeben einen Fahrer bestellt hatte. “Masashi hat auch kaum Freunde. Die meiste Zeit verbringt er mit seinen Brüdern. Aber ich glaube er mag sie auch.” Nene lächelte. “Sie ist aber auch wirklich reizend.” “Meine Töchter sind alle reizend, Kinokuniyan.”

Für einige Sekunden herrschte Schweigen in denen die beiden Mütter einfach nur liebevoll ihre jeweiligen Kinder die so glücklich und unbeschwert waren beobachteten. Dann schließlich brach Nene die Stille. “Sag mal...Momo-senpai...?” “Ja?” “Hast du eigentlich...” Nene setzte kurz aus, im Kopf nach den richtigen Worten ringend. “Hast du eigentlich noch was von Rindou-senpai gehört? Seit wir uns damals zum Essen getroffen haben?”

Leichte Überraschung zeigte sich auf Momo’s emotionsloser Miene bevor sie letztendlich den Kopf schüttelte. “Nein. Ich bin auf dem selben Stand wie alle anderen, Kinokuniyan. Nach unserem letzten Abend zusammen, sind sie und Tsukasa spurlos verschwunden und ich kenne niemanden der weiß wo sie sind. Tut mir Leid.”

“Verstehe...” Seufzte Nene. Sie erinnerte sich noch gut an den Tag an dem sich die Nachricht Rindou und Eishi hätten urplötzlich Japan verlassen sich in der kulinarischen Welt ausbreitete wie ein Lauffeuer. Sie war vor Sorge fast umkommen und hatte bestimmt so viel telefoniert wie an keinem Tag zuvor in verzweifelter Absicht Rindou oder Eishi irgendwie zu erreichen. Etsuya hatte ihr durch den Tag hindurch acht Kamillentees zubereiten müssen um sie wenigstens etwas zu beruhigen.

Nene schüttelte den Kopf. “Ich verstehe einfach nicht warum und wie sie einfach so verschwinden können....Ob es ihnen wohl gut geht?”

“Dafür, dass du die Jüngste von uns bist machst du dir immer so viele Sorgen, Kinokuniyan.” Kommentierte Momo bevor sie ebenfalls seufzte. “Ich weiß wirklich auch nicht was das von den beiden soll aber solange sie zusammen sind, sollte es ihnen doch eigentlich gut gehen oder? Rindou übernimmt das Sozialisieren für Tsukasa und er hält sie von ihren wildesten Ideen ab. Sie kommen sicher klar.”

“Vielleicht hast du Recht...” Murmelte Nene. Bevor sie allerdings noch etwas sagen konnte, meldete sich die Stimme ihres ältesten Sohnes. “Mutter, der Wagen ist da!” Nene sah auf und sah wie Masashi auf ein langes schwarzes Auto zeigte aus dem soeben ein Arbeiter aus der Firma ihres Ehemannes stieg.

“Oh, tatsächlich.” Nene drehte sich zu Momo. “Wir müssen dann wohl los.”

Kiyoko’s Stimme ertönte, Enttäuschung war klar aus ihr rauszuhören. “Schon?” Entschuldigend lächelte Nene sie an. “Ja, leider. Tut mir Leid.”

Momo sah auf das traurige Gesicht ihrer Tochter, die ihren neu-errungenen Plüschhasen enger an sich drückte, nachdem sie ihr Handy zurück in die Tasche gesteckt hatte. Dann sah sie zu Nene. “Kinokuniyan, ich werde dir meine Nummer und Adresse geben. Ihr solltet am Wochenende mal zum Mittag vorbeikommen. Ich hab Etsunyan ewig nicht mehr gesehen. Ich will doch mal sehen ob er immer noch derselbe Hooligan von früher ist oder sich wirklich ein wenig geändert hat, wie du sagst. Was meinst du?”

Überrascht sah Nene ihre alte Freundin an. Dann aber lächelte sie und rückte die Brille zurecht. “Das hört sich wirklich nett an. Ja, das sollten wir machen.”
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